Ich gehe wie ein Haus in Flammen

von António Lobo Antunes 
2,0 Sterne bei1 Bewertungen
Ich gehe wie ein Haus in Flammen
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BettinaR87s avatar

Tolle Idee, zu kompliziert umgesetzt.

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Inhaltsangabe zu "Ich gehe wie ein Haus in Flammen"

Der neue Roman des Weltliteraten aus Portugal ist ein Glanzstück der polyphonen Stimmenführung. Alle Mieter eines ganz normalen Wohnhauses in Lissabon kommen hier zu Wort, erzählen aus ihrem Leben, von ihrer Vergangenheit, ihren Sehnsüchten und Ängsten. Sie kommen aus Portugal, Afrika oder der Ukraine, sie sind jung oder alt, einsam oder krank oder wütend, und sie wissen wenig voneinander. Was sie eint, ist die verzweifelte Suche nach Sinn, nach Wärme, nach Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783630875026
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Luchterhand
Erscheinungsdatum:25.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Idee, zu kompliziert umgesetzt.
    Die Faszination eines Miethauses?

    In Lissabon steht ein ganz gewöhnliches Mietshaus, das acht ganz gewöhnliche Mietparteien bewohnen. Natürlich hat jede ihre ganz eigene Geschichte, doch eines haben alle Personen gemeinsam: Die Unzufriedenheit, das Hadern mit sich selbst, der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

    Mit der Kritik habe ich mir etwas schwer getan und sogar nach anderen Besprechungen gegooglet. Dabei ist mir aufgefallen, dass kaum einer ein echtes Urteil gefällt hat. Alle reden drumherum, das Haus sei das Abbild des Landes, es wird von Andeutungen auf den Diktator gesprochen, ohne diese Stellen zu belegen - kurzm: Jeder pflaumt große Worte über das Buch eines Schriftstellers, der als fast Nobelpreisträger ja automatisch super gute Literatur schreibt. Richtig? Und wenn jemand das Buch nicht versteht, ist er einfach nicht intelligent genug für die hohe Literatur. Daher mal Tacheles von mir: Ich fand es nicht gut.

    Der Schreibstil ist sehr eigentümlich - aus grammatikalischer Sicht beginnt das natürlich mit den unglaublich langen Sätzen: Jedes Kapitel ist im Endeffekt ein Satz, Punkte findet man jeweils nur am Ende der 25 Kapitel, die im Erdgeschoss beginnen und tatsächlich auf dem Dachboden enden. Erzählt wird grundsätzlich aus der ich-Perspektive, die durch kurze Einschübe der direkten Rede unterbrochen werden. Nicht wie meistens gewohnt in Anführungszeichen gesetzt, sondern ganz simpel mit einem Spiegelstrich. Damit wirken sie oft wie harte, etwas unwillkommene Unterbrechungen und machen das Lesen sehr anspruchsvoll.

    Die Idee, ein beliebiges Mehrparteienhaus einer Großstadt als Ausgangspunkt einer Erzählung zu machen, die die verschiedensten Schicksale erfahren haben, ist grundsätzlich eine sehr interessante. Durch die dem Autor ganz eigene Art wird das polyphone Konzept doch recht kompliziert umgesetzt - keineswegs schlecht! Aber sehr anspruchsvoll, dementsprechend bedarf das Buch geduldige Leser, die sich gerne die Zeit nehmen, sich in diese Erzählweise einzufinden. Ich persönlich habe  das nicht geschafft, halte mich aber für nicht ganz verkommen im Kopf. Das Buch ist Geschmackssache und meinen nerv hat es nicht getroffen.

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