Antal Szerb Die Pendragon-Legende

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Inhaltsangabe zu „Die Pendragon-Legende“ von Antal Szerb

Antal Szerbs bekannter Debütroman»Ein Buch, das einen so in seinen Bann zieht und in eine andere Welt versetzt, dass der Leser nur noch lesen möchte, bis er das Buch erschöpft beiseite legen kann.« NDREin ungarischer Büchernarr gerät auf einem walisischen Schloss unversehens in ein gespenstisches Verwirrspiel.»Im Grunde fangen alle Geschichten damit an, dass ich in Budapest geboren bin« so beginnt János Bátky, Doktor der Philosophie mit besonderem Interesse für die englischen Mystiker des 17. Jahrhunderts und überhaupt sehr in alles Englische verliebt, seine außerordentlich »gespensterhafte Geschichte voller unerklärlicher Abenteuer«. Die wiederum beginnt mit einer Abendgesellschaft in London, auf der ihm Owen Pendragon, der derzeitige Earl of Gwynned, vorgestellt wird, über den man sich allerlei Wundersames erzählt so unter anderem, dass er auf seinem walisischen Schloss in einem geheimen Labor Versuche mit merkwürdigen Tieren betreibe, um, getreu dem Pendragonschen Familienmotto »Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches«, dem ewigen Leben auf die Spur zu kommen. Aufgrund beidseitiger Sympathie lädt der Earl den jungen Ungarn für ein paar Wochen auf sein Schloss und zum Studium in die berühmte Bibliothek der Pendragons ein. János Bátky kann sein Glück kaum fassen ahnt er doch noch nicht, dass seine Reise ihn in ein mysteriöses Verwirrspiel um eine höchst strittige Erbschaft verwickeln wird, in dem unter anderem die folgenden Figuren wahrhaft literarische Rollen spielen: zwei schöne Damen, lebende und tote englische Gentlemen, ein schalkhaftes walisisches Gespenst und vor allem der seit 120 Jahren in der Familiengruft der Pendragons auf seine fleischliche Auferstehung wartende Ahnherr Asaph Pendragon, Begründer des alchimistischen Rosenkreuzer-Ordens und vielleicht letzte Mensch auf Erden, der noch wusste, wie man Gold herstellt.

Die Gaslichtstimmung macht am Anfang so viel Spaß wie der Rest irgendwann etwas zu verworen wird.

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  • Rezension zu "Die Pendragon-Legende" von Antal Szerb

    Die Pendragon-Legende
    Stefan83

    Stefan83

    02. May 2012 um 15:25

    „Es war überall gut, doch am Besten war es in der Bibliothek. Vielleicht weil ich meistens nicht zum Arbeiten oder Studieren hinging, sondern um Urlaub zu machen ..." O-Ton Antal Szerb. Es bedarf nur weniger gelesener Seiten, bis man begreift, dass es sich beim Hauptprotagonisten von "Die Pendragon-Legende", dem eigenwilligen Büchernarr János Bátky, wohl um des Autors Alter ego handelt. Und auch sonst findet sich viel vom Künstler im Künstlichen wieder: Szerb, bis zu seiner Ermordung im Jahre 1945 einer der angesehensten Literaturwissenschaftler Ungarns, nutzt sein gesamtes Repertoire, um auf höchst intellektuellem Niveau zu unterhalten und mit erfrischender Leichtfüßigkeit über die Genre-Grenzen zu springen. Mit einer für das Jahr seiner Entstehung (1934) unerwarteten Lockerheit, mixt der Autor in "Die Pendragon-Legende" Elemente von klassischem Kriminal- und Gruselroman, wobei sowohl Spannung als auch Schauder stets vom spritzig-witzigen Grundton unterwandert werden. Die Geschichte um düstere Rituale und Verschwörungen in einem von Wales' ältesten Schlössern besticht durch Ironie und schwarzen Sarkasmus, baut Grusel und Horror auf, nur um den Leser im nächsten Moment in Heiterkeit ausbrechen zu lassen. Und obwohl sich alles selbst nicht so ernst nimmt, unterstreicht doch jeder Satz Szerbs Ernsthaftigkeit und dessen wohlpointierte Stilsicherheit. Jedes Rädchen greift hier nahtlos ins andere über. Langatmige Passagen oder unnötige Pausen sucht man vergebens. So rast man, auch aufgrund der vielen Schauplatzwechsel, förmlich durch das Buch. Durchquert dunkle Wälder, nachtschwarze Katakomben und steinige Gebirgsketten, begegnet Geisterreitern, verrückten Propheten und gnomähnlichen Kreaturen, während Phantasie und Wirklichkeit verschwimmen, Szerbs launigen Wundern untergeordnet, mit der er der alles ordnenden "Zivilisation" ein Schnippchen schlagen wollte. Ganz in der Tradition der Schwarzen Romantik, dem klassischen "Gothic"-Novel, rückt er die Selbsterfahrung, das Erlebnis in den Vordergrund. Und besonders Letzteres ist dieses Buch dann auch wirklich. Eine schaurig-schöne, rasante und (auch dank der gelungenen Übersetzung) extrem wortwitzige Mischung aus Edmund Crispin und Umberto Eco, der leider auf den letzten Seiten ein klein wenig die Puste ausgeht.

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  • Rezension zu "Die Pendragon-Legende" von Antal Szerb

    Die Pendragon-Legende
    bogi

    bogi

    06. September 2010 um 00:03

    Atmosphärisch ein absolutes Meisterwerk. Ich kann mich an kein Buch erinnern das einen in ähnlicher Weise gefühlt direkt ins Geschehen oder vielmehr die Orte des Geschehens versetzt. Hier zeigt sich ein sehr eindrucksvoller Baustein des Könnens von Szerb. Die Handlung empfand ich als gut, jedoch nicht völlig einen in den Bann ziehend (Aberglaube, Geschichte, Schlossgeister, Mord, Erbfolge). Aber gerade in Kombination mit der atmosphärischen Dichte durchaus lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Pendragon-Legende" von Antal Szerb

    Die Pendragon-Legende
    Ferrante

    Ferrante

    14. February 2009 um 10:52

    Für einen Krankenhaus genau das richtige Buch - furchtbar spannend und aufregend bis zum Schluss, aber niveauvoll und gekonnt erzählt. Nach der Reise im Mondlicht, der Roman einer gescheiterten Persönlichkeitsfindung, das zweite Buch von Szerb, das ich las. Im Gegensatz zur Reise im Mondlicht wird man schon von der ersten Seite an durch die krimi-ähnlich konstruierte Spannung in die Erzählung hineingezogen. Vor den Augen des Lesers tut sich dann ein bunter Bogen von der Kriminalhandlung zum Schauerroman auf, der Rückbezüge zur Alchemie der Rosenkreuzer nimmt. Diese literarisch hochwertige Verwendung von Gruselelementen in Verbindung mit einer Kriminalhandlung erinnerte mich sehr stark an Witold Gombrowicz "Die Bessessenen".

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  • Rezension zu "Die Pendragon-Legende" von Antal Szerb

    Die Pendragon-Legende
    BertieWooster

    BertieWooster

    28. October 2008 um 21:25

    Leicht ironisch geschriebene Geschichte aus der Sicht eines "Snobs", der ein bibliophiler Mensch ist und ansonsten wohl dem schönen Müßiggang nachgeht. Er wird auf ein Schloß in Wales eingeladen und erlebt eine Geschichte zwischen Krimi und Spuk.