Anthony Bourdain

 4 Sterne bei 148 Bewertungen

Lebenslauf von Anthony Bourdain

Anthony Bourdain, geboren 1956 in New York, gelang mit seinem Buch „Geständnisse eines Küchenchefs“ ein Welterfolg, danach legte er u.a. "Ein Küchenchef reist um die Welt" und "So koche ich" vor - zuletzt erschien "Ein bisschen blutig" (2010). Mit drei Jahren konnte er lesen, mit sechs hörte er Miles Davis, mit zwölf rauchte er seinen ersten Joint. Seit seinem 17. Lebensjahr arbeitete Bourdain in der Küche. Er studierte am College von Vassar und absolvierte seine Fachausbildung am Culinary Institute of America (CIA). Rund zehn Jahre lang führte er die Brasserie Les Halles in New York. Seine Fernsehserien „A Cook's Tour“ und "Eine Frage des Geschmacks" fanden in vielen Ländern großen Anklang. Anthony Bourdain starb im Juni 2018.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anthony Bourdain

Cover des Buches Geständnisse eines Küchenchefs (ISBN: 9783641106201)

Geständnisse eines Küchenchefs

 (68)
Erschienen am 28.02.2013
Cover des Buches Ein Küchenchef reist um die Welt (ISBN: 9783442457427)

Ein Küchenchef reist um die Welt

 (22)
Erschienen am 01.06.2004
Cover des Buches Kleine Schweinereien (ISBN: 9783453404878)

Kleine Schweinereien

 (9)
Erschienen am 05.02.2007
Cover des Buches Ein bisschen blutig (ISBN: 9783453409354)

Ein bisschen blutig

 (8)
Erschienen am 13.08.2012
Cover des Buches So koche ich (ISBN: 9783896672698)

So koche ich

 (5)
Erschienen am 05.10.2004
Cover des Buches Mord nach Rezept (ISBN: 9783442455874)

Mord nach Rezept

 (3)
Erschienen am 13.10.2003
Cover des Buches World Travel (ISBN: 9783864931970)

World Travel

 (3)
Erschienen am 24.02.2022
Cover des Buches Appetites (ISBN: 9783742302090)

Appetites

 (1)
Erschienen am 10.04.2017

Neue Rezensionen zu Anthony Bourdain

Cover des Buches World Travel (ISBN: 9783864931970)
himbeerbels avatar

Rezension zu "World Travel" von Anthony Bourdain

Nur halb so subjektiv wie erwartet
himbeerbelvor 4 Monaten

Es war ganz zu Anfang unserer kulinarischen Weltreise, dass mein Herzbube und ich uns ein Video anschauten, in dem Anthony Bourdain Myanmar besucht und auf seine ganz persönliche Weise kennenlernt, indem er sich durch das dort übliche Essen durchprobiert. Das war 2016 und wir ließen uns seitdem unter anderem von einigen seiner Videos der Serien „No Reservations“ und „Parts Unknown“ inspirieren und kosteten Dank der Kochkünste meines Herzbuben die unterschiedlichsten Gerichte, die er den jeweiligen Ländern im Anschluss an seine Recherche nachempfunden hat. Wir mochten die unkonventionelle Art mit der Anthony Bourdain durch die Welt reiste, um dabei die Gaumenfreuden der Einheimischen zu entdecken und vorzustellen, und waren bestürzt als wir erfuhren, dass er sich 2018 das Leben genommen hatte. Anthony Bourdain soll unter Depressionen gelitten haben, die er gekonnt vor der Welt verbarg. Als im Februar 2022 das Buch „World Travel: Ein gnadenlos subjektiver Reiseführer“ von Anthony Bourdain erschien, war ich gleich interessiert und wollte noch ein letztes Mal mit ihm unterwegs sein.


Doch ganz so leicht macht es einem dieses Buch dabei nicht, denn es stammt nicht allein aus der Feder von Anthony Bourdain, sondern wurde zusammengestückelt aus seinen Zitaten, ergänzt um Textteile und Abschnitte von Laurie Woolever, einer Autorin und Lektorin, die fast zehn Jahre lang an der Seite Anthony Bourdains als persönliche Assistentin tätig war. So bekommt man Anthony Bourdain auf seine bekannte unnachahmliche Weise, in der er kein Blatt vor den Mund nimmt, geboten und somit wohl auch genau das, was man erwartet, wenn man ein Buch zur Hand nimmt, auf dem in großen Buchstaben sein Name prangt. Da er die einzelnen Orte und Länder nicht erst kurz vor seinem Tod bereist hat, sondern hier aus seinen zahlreichen, auch viele Jahre alten Sendungen zitiert wird, ist es gut, dass Informationen und Preise aktualisiert und ergänzt wurden. Das ist ein echter Mehrwert, der einem dieses Buch bietet, wenn man es als eine Art knappes Nachschlagewerk zu den Sendungen nutzen möchte.


„…nichts wie raus aus dem Hotel und probier ein paar von den lokalen Spezialitäten. Neue Gerichte zu entdecken, die einem schmecken, gehört doch schließlich zu den geilsten Aspekten des Reisens.“ (S. 107)


Aber zu den einzelnen Stationen des Buches gibt es immer auch einen etwa gleich großen Teil, in dem Flughafen, öffentliches Verkehrsnetz und Taxi-Trinkgelderwartungen beschrieben werden. Sicherlich sind dies Informationen, die in einem guten Reiseführer nicht fehlen sollten, die jedoch in diesem Buch wie ein Fremdkörper wirken und es nur unnötig aufblähen. Denn um sich Reiseführer nennen zu dürfen – und sei er noch so subjektiv – bietet dieses Buch zu wenig, auch wenn man vom luxuriösen bis zum preiswerten Hotel und von der hochkarätigen Frittenbude bis zum besseren Restaurant in dem Buch Bourdains aktualisierte Perlen findet. Die anderen Informationen wirken wie unvollständiges Füllmaterial, das das Buch auf die doppelte Seitenzahl und wohl auch in eine höhere Preisklasse bringen soll. Das hinterlässt beim Lesen einen leicht schalen Nachgeschmack und den Eindruck, dass hier einfach noch mal richtig Kasse mit einem bekannten Namen gemacht werden soll.


Nichtsdestotrotz ist es mir gelungen die Bourdain-Zitate mal amüsiert und mal mit einem Stirnrunzeln bezüglich seiner allzu offenen Ausdrucksweise zu lesen. Bourdain eben. Irgendwie war es schön ihm noch einmal in Buchform zu begegnen, doch insgesamt hätte ich mir eher einen komplett subjektiven Rückblick auf Bourdains Reisen in „World Travel“ gewünscht.

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Cover des Buches World Travel (ISBN: 9783864931970)
V

Rezension zu "World Travel" von Anthony Bourdain

Hatte mir mehr versprochen
Vielleserin1957vor einem Jahr

Anthony Bourdain war Zeit seines Lebens ein wahrer Globetrotter und hat mehr von der Welt gesehen als sonst jemand. Seine Reisen führten den Spitzenkoch und Gourmet von seiner Heimatstadt New York in die aufregendsten und entlegensten Winkel dieser Erde: nach Borneo in ein Holz-Langhaus mit traditioneller Stammes-Bemalung, in die betörenden Feucht- und Trockensavannnen Tansanias, in die Einsamkeit von Omans „Leerem Viertel“, dem größten Sandmeer der Welt – und vielen weiteren Traumorten und pulsierenden Metropolen.

In diesem postum veröffentlichten Werk versammelt Anthony Bourdain seinen mehr als reichen Reise-Erfahrungsschatz und liefert eine gleichermaßen geistreiche wie praktische Gebrauchsanweisung für die ganz persönlichen Lieblingsorte des Küchenchefs. Ein faszinierender und inspirierender Reiseführer, inklusive kulinarischer Empfehlungen! (Klappentext)

 

Leider habe ich mir von diesem Buch etwas mehr und vor allem etwas anderes versprochen. Ich gebe zwar zu, dass dahinter ein Menge an Arbeit steckt, aber für mich ist es eigentlich nur eine Auflistung von Zitaten, von „Essensmöglichkeiten“ und von Lokalitäten in den verschiedensten Ländern. Ich glaube aber auch, dass bei diesem Buch die Meinungen auseinander gehen werden. Deshalb sollte jeder Interessierte sich seine eigene Meinung bilden.

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Cover des Buches Geständnisse eines Küchenchefs (ISBN: 9783442455232)
Schnicks avatar

Rezension zu "Geständnisse eines Küchenchefs" von Anthony Bourdain

Ein Buch, das Lust macht auf's Essen
Schnickvor 4 Jahren

Bourdain hat mit seinen "Geständnissen" bei mir vor allem eines bewirkt: dass ich mich mal wieder an einem gute Fond versuchen möchte. Aber auch sonst bietet das Buch einiges. Bourdain bietet uns einen (unterhaltsamen) Einblick in die Restaurantkultur Amerikas. Sehr viel Neues oder gar Skandalöses, wie ich aufgrund der Werbetexte und einiger Rezensionen dachte, bietet "Geständnisse" allerdings nicht, wenn man bei halbwegs klarem Verstand ist.


Was Bourdain im Kern herausstellt ist, dass es eben NICHT leicht ist, ein Restaurant zu führen oder in der Küche eines Restaurants zu arbeiten. Was er herausstellt ist, dass es ein echter Knochenjob ist. Was er herausstellt ist, dass wir - die Kunden - eine eher romantische Vorstellung dessen haben, was in den Küchen der Restaurants dieser Welt vor sich geht. Mir hat das sehr gefallen, auch wenn mir vieles auch schon klar war, bevor ich das Buch gelesen habe. 

Trotzdem ist das Buch lesenswert, denn zum einen ist Bourdains Schreibstil angenehm rotznäsig. Zum anderen jammert er nicht herum, sondern beschreibt schlicht Tatsachen. Ganz nebenbei erfährt der Leser einige hilfreiche Küchentipps. Und das ist doch auch ganz angenehme.

Die "Geständnisse" empfehle ich vor allem all jenen, die nach dem Motto "Wer nix wird wird Wirt" leben und allen ernstes glauben, eine Restaurant, eine Kneipe, eine Bar etc. pp. sei ein Selbstläufer. Ist es nicht und das stellt dieses Buch ein für allemal klar. 

Mir persönlich wurde das Buch zum Ende hin, obwohl es nur ca. 350 Seiten hat, etwas zu lang. Ich wollte irgendwann nur noch zum Ende kommen, weil Bourdain sich dann irgendwann ein bisschen wiederholt und es mir als Leserin langweilig wurde. Trotzdem bin ich froh, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, weil Bourdain dort auch beschreibt, dass es sehr wohl Restaurants gibt, in denen es völlig anders (und gesitteter zugeht) als in den Restaurants, in denen er gearbeitet hat. Er erhebt also keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, was mir sehr gefiel. Vor allem aber lässt Bourdain die Leser*innen teilhaben an seiner Leidenschaft für's Essen und Kochen - und das ist ansteckend.

Alles in allem gefiel mir das Buch, es war unterhaltsam, leidenschaftlich und gut geschrieben, nur einen Tick zu lang. 

Kommentare: 3
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