Anthony Bourdain

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Geständnisse eines Küchenchefs

Geständnisse eines Küchenchefs

 (65)
Erschienen am 01.06.2003
Ein Küchenchef reist um die Welt

Ein Küchenchef reist um die Welt

 (21)
Erschienen am 01.06.2004
Kleine Schweinereien

Kleine Schweinereien

 (9)
Erschienen am 05.02.2007
Ein bisschen blutig

Ein bisschen blutig

 (6)
Erschienen am 13.08.2012
So koche ich

So koche ich

 (5)
Erschienen am 05.10.2004
Mord nach Rezept

Mord nach Rezept

 (3)
Erschienen am 13.10.2003
Appetites

Appetites

 (1)
Erschienen am 10.04.2017

Neue Rezensionen zu Anthony Bourdain

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Schnicks avatar

Rezension zu "Geständnisse eines Küchenchefs" von Anthony Bourdain

Ein Buch, das Lust macht auf's Essen
Schnickvor 3 Monaten

Bourdain hat mit seinen "Geständnissen" bei mir vor allem eines bewirkt: dass ich mich mal wieder an einem gute Fond versuchen möchte. Aber auch sonst bietet das Buch einiges. Bourdain bietet uns einen (unterhaltsamen) Einblick in die Restaurantkultur Amerikas. Sehr viel Neues oder gar Skandalöses, wie ich aufgrund der Werbetexte und einiger Rezensionen dachte, bietet "Geständnisse" allerdings nicht, wenn man bei halbwegs klarem Verstand ist.


Was Bourdain im Kern herausstellt ist, dass es eben NICHT leicht ist, ein Restaurant zu führen oder in der Küche eines Restaurants zu arbeiten. Was er herausstellt ist, dass es ein echter Knochenjob ist. Was er herausstellt ist, dass wir - die Kunden - eine eher romantische Vorstellung dessen haben, was in den Küchen der Restaurants dieser Welt vor sich geht. Mir hat das sehr gefallen, auch wenn mir vieles auch schon klar war, bevor ich das Buch gelesen habe. 

Trotzdem ist das Buch lesenswert, denn zum einen ist Bourdains Schreibstil angenehm rotznäsig. Zum anderen jammert er nicht herum, sondern beschreibt schlicht Tatsachen. Ganz nebenbei erfährt der Leser einige hilfreiche Küchentipps. Und das ist doch auch ganz angenehme.

Die "Geständnisse" empfehle ich vor allem all jenen, die nach dem Motto "Wer nix wird wird Wirt" leben und allen ernstes glauben, eine Restaurant, eine Kneipe, eine Bar etc. pp. sei ein Selbstläufer. Ist es nicht und das stellt dieses Buch ein für allemal klar. 

Mir persönlich wurde das Buch zum Ende hin, obwohl es nur ca. 350 Seiten hat, etwas zu lang. Ich wollte irgendwann nur noch zum Ende kommen, weil Bourdain sich dann irgendwann ein bisschen wiederholt und es mir als Leserin langweilig wurde. Trotzdem bin ich froh, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, weil Bourdain dort auch beschreibt, dass es sehr wohl Restaurants gibt, in denen es völlig anders (und gesitteter zugeht) als in den Restaurants, in denen er gearbeitet hat. Er erhebt also keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, was mir sehr gefiel. Vor allem aber lässt Bourdain die Leser*innen teilhaben an seiner Leidenschaft für's Essen und Kochen - und das ist ansteckend.

Alles in allem gefiel mir das Buch, es war unterhaltsam, leidenschaftlich und gut geschrieben, nur einen Tick zu lang. 

Kommentare: 3
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ichundelaines avatar

Rezension zu "Bone in the Throat" von Anthony Bourdain

Schuster bleib bei deinen Leisten
ichundelainevor einem Jahr

Anthony Bourdain ist der Star jeder Menge Dokumentationen auf Netflix, kocht wie der Teufel und hat ein bitterböses Mundwerk, aber Schreiben gehört dann wohl doch nicht zu seinen Talenten.

Die Perfektion und Finesse die er seinem Essen abverlangt, überträgt er nicht auf seine literarischen Erzeugnisse fernab der Küche, weshalb das Buch wahrlich kein Leseschmaus ist. Wäre es ein Gericht so wäre es ein laffer Eintopf mit fettiger Wurst, unterschiedlich groß gewürfeltem Hassgemüse (Chicorée, Fenchel etc. ) und halbrohen Kartoffeln. 

An und für sich in die Story um den FBI Maulwurf, der zum Schein ein Restaurant betreibt, um die Mafia dingfest zu machen keine schlechte Grundidee, leider zerstört der Autor diese mit dem ganzen Drumherum. Zum einen ist es der sehr abgehackte, harte Schreibstil, der einen Lesefluss nicht gewährleistet und sich anfühlt, als würde man mit einem stumpfen Messer Gurken schälen. Ferner bedient er sich der wirklich übelsten Klischees, die man alle irgendwie schon kennt, wenn man alle Teile vom Paten gesehen hat.
Als allerdings besonders nervend empfand ich den "Nu Yoak"-Slang/Akzent. Ich lese auch auf Deutsch schon freiwillig keine Bücher in Mundart, warum sollte ich es auf Englisch tun?

Bourdain hat mit Bone in the Throat versucht, Goodfellas meets Michelin zu fabrizieren und ist daran genau so kläglich gescheitert wie ich beim nachbacken einer Creme Brule. Das Ergebnis ist zwar lesbar (essbar), aber nicht schön oder spannend.  

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Haverss avatar

Rezension zu "Appetites" von Anthony Bourdain

Neues vom "Enfant terrible" der internationalen Kochszene
Haversvor 2 Jahren

Anthony Bourdain, Enfant terrible der internationalen Kochszene und bekannter TV-Star, hat gemeinsam mit seiner langjährigen Assistentin Laurie Woolever ein Kochbuch veröffentlicht, das aus dem Rahmen fällt und eher ein Gesamtkunstwerk als eine Rezeptsammlung ist. Das beginnt bereits bei dem Cover, einem absoluten Eyecatcher, gestaltet von Ralph Steadman, der unter anderem Hunter S. Thompsons „Fear and Loathing in Las Vegas“ illustriert hat. Und so außergewöhnlich, wie die Umschlaggestaltung, ist auch das Innere. Natürlich gibt es Fotografien, wobei aber die von Food-Designern ansprechend arrangierten Speisen, kunstvoll auf edlem Porzellan drapiert, eindeutig in der Minderheit sind. Stattdessen sehen wir benutzte und zusammengeknüllte Servietten, Zigarettenkippen und totes Federvieh – hört sich eklig an, wenn man das jetzt so liest, ist aber professionell und künstlerisch in Szene gesetzt und passt zu den launigen Bemerkungen Bourdains über Köche, Rezepte und persönliche Vergangenheit, die dieses Kochbuch wie ein roter Faden durchziehen.

Und doch ist „Appetites“ ein Kochbuch für „Family and Friends“ mit modifizierten Rezepten, die von Klassikern inspiriert sind. Nudelsuppe, der vietnamesischen Küche entlehnt, Sandwiches, Gulasch, Ratatouille, diverse Pasta-Rezepte, Köstlichkeiten aus aller Herren Länder, die Bourdain im Laufe seiner Reisen besucht hat. Hier ist für jeden etwas dabei. Aber man findet darin auch tolle Tipps, wie beispielsweise die Zubereitung eines typischen Thanksgiving-Dinners, sehr hilfreich, da auch zeitlich exakt getaktet. Was man allerdings vergebens sucht, sind Desserts. Dafür gibt es den wohlgemeinten Rat des Kochs, zum Abschluss des Menüs doch lieber eine Ecke perfekt gereiften Stilton zu verzehren – wie recht er doch hat!

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