Anthony Burgess

 4.2 Sterne bei 484 Bewertungen
Autor von Clockwork Orange, A Clockwork Orange und weiteren Büchern.
Anthony Burgess

Lebenslauf von Anthony Burgess

Anthony Burgess wurde als John Anthony Burgess Wilson geboren. Als er zwei Jahre alt war, erkrankten seine Mutter und seine Schwester an der spanischen Grippe und starben daran. Burgess Vater verkraftete diesen Verlust nicht. Daraufhin verstieß er seinen Sohn. Dieser wuchs zunächst bei seiner Tante auf, und als der Vater erneut heiratete bei seiner Stiefmutter. Auch mit seiner Stiefmutter hatte er kein allzu gutes Verhältnis. Da er sehr einsam war, brachte er sich selbst das Lesen bei. Durch seine guten Noten und seinen starken katholischen Glauben wurde er sehr schnell ein Außenseiter in der Schule. Er brachte sich selbst das Klavierspielen bei. Inspiriert durch Claude Debussy wollte er Musiker werden, was sein Vater ablehnte. Nach dessen Tod, wo Burgess nichts erbte, bewarb er sich dennoch für ein Musikstudium, wurde jedoch abgelehnt. Dennoch schribe er bis zu seinem Tod immer wieder Musikstücke, die jedoch nie bekannt wurden. Wegen der Ablehnung für das Musikstudium studierte er an der Manchester University Englische Literatur. Nach Abschluss seines Studiums heiratete er Lynne Isherwood und trat der Army bei. Er wurde auf Gibraltar stationiert und unterrichtete Deutsch, Französisch und Spanisch. Während er in Spanien verhaftet war, weil er Franko beleidigt hatte, wurde seine Frau überfallen und erlitt eine Fehlgeburt. 1946 verließ er die Army und arbeitete als Lehrer in England. nach kurzer Zeit ging er nach Malaya und arbeitete dort als Lehrer. In seiner Freizeit schrieb er seinen ersten Roman "The Long Day Wanes," welcher in Malaya zuerst verboten wurde und auch heute noch nicht gerne gesehen ist. Als ihm ein Gehirntumor und nur noch 12 weitere Lebensmonate diagnostieziert wurden, widmete es sich ausgiebig dem Schreiben. Glücklicherweise handelte es sich um eine Fehldiagnose - Burgess war kerngesund. Dennoch widmete er sich nur noch dem Schreiben. Er fing eine Affäre mit der 12 Jahre jüngeren Liliana Macellari an. Diese gebar ihm einen Sohn, den er aber erst anerkannte, nachdem seine Frau Lynne an einer Leberzirrhose starb, da sie Alkoholikerin war. Nach dem Tod heiratete er auch Liliana, die seine Werke ins Italienische übersetzte. Er nahm mehrere Lehraufträge an verschiedenen Universitäten an. Mit seinen Werken erwirtschaftete er mehrere Millionen und kaufte sich zahlreiche Anweisen. 1993 starb er an Lungenkrebs in London.

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Neu erschienen am 22.11.2018 als Hardcover bei Elsinor Verlag.

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Clockwork Orange

Clockwork Orange

 (330)
Erschienen am 23.09.2013
Joyce für Jedermann

Joyce für Jedermann

 (4)
Erschienen am 30.08.2004
Rom im Regen

Rom im Regen

 (3)
Erschienen am 01.01.1999

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Neue Rezensionen zu Anthony Burgess

Neu

Rezension zu "Clockwork Orange" von Anthony Burgess

A Clockwork Orange von Anthony Burgess
festatypevor 2 Monaten

Ich stieß auf dieses Buch als ich die Verfilmung von Stanley Kubrick (meinem Lieblingsregisseur) sah, und einfach nur begeistert war. Uhrwerk Orange von Kubrick ist und wird immer mein Lieblingsfilm sein, da er schlicht und ergreifend mein Leben verändert hat. Das Buch ist in einer unglaublich lustigen/coolen Sprache aus der Sicht des Protagonisten Alexander DeLarge, dem es gefällt sich zu prügeln, Obdachlose zu terrorisieren und zu vergewaltigen, der aber auch einen messerscharfen Verstand besitzt, und ein großer Bewunderer der Musik von Ludwig van Beethoven ist, und hat eine gesellschaftskritische und philosophische Message, nämlich stellt es die Frage ob es besser ist mit Gewalt zum guten getrieben zu werden, oder den Menschen seine kranken, perversen Phantasien ausleben soll.

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Rezension zu "Clockwork Orange" von Anthony Burgess

Anthony Burgess - Clockwork Orange
Jarivor einem Jahr

„Clockwork Orange“ ist bei uns vor allem durch die Verfilmung Kubricks zu grosser Berühmtheit gelangt. Aber auch die literarische Vorlage hat viel von sich reden gemacht. Unter anderem zählt das Buch zu den 100 bedeutendsten Romanen Grossbritanniens.
„Die Orange“ ist ein sehr intensives Werk, weswegen es mir auch eher schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dieses Buch geht zu jenen, die sich den klassischen Beschreibungen von „gut“ und „schlecht“ entziehen. Man kann es mögen oder nicht - aber in eine Schublade stecken kann man es nur schwerlich.
Burgess stellt in seinem Buch eine unheimlich schwere Frage: kann sich ein Mensch dazu entscheiden, gut bzw. böse zu sein? Soll man ihm diese Entscheidung überlassen oder zum Wohle der Allgemeinheit diese Entscheidungsfreiheit eindämmen? Ein brisantes Thema, über das wir alle einmal gründlich nachdenken sollten, auch wenn es bei beileibe nicht einfach ist.
Alex ist ein Antagonist. Er ist „der Böse“. Meistens sind „die Guten“ die Helden, wir identifizieren uns mit ihnen und wünschen, dass sie aus ihren Abenteuern siegreich hervorgehen. Nun aber erfahren wir die Geschichte aus Alex’ Sicht, er zieht uns in seinen Bannkreis, nennt uns „Brüder“.
Wie weit identifizieren wir uns mit einem Helden, der zum Spass Leute quält? Inwieweit wünschen wir uns, dass Alex aus seinen Abenteuern siegreich hervorgeht? Finden wir ein bisschen Alex in uns selber? Macht uns das zu einem „bösen“ Menschen?

„Clockwork Orange“ ist eine Grenzerfahrung. 
Alex selbst hat keinerlei Mitgefühl oder gar Empathie. Frisch und munter erzählt er, was er Anderen antut und sieht darin nichts Falsches. Spannend zu beobachten ist sein Verhalten im Kontext mit der Gesellschaft in der er lebt - dort ist Gewalt an der Tagesordnung. Die Gesellschaft scheint noch verrohrter zu sein als mir unsere teilweise erscheint. Alex und seine Kumpane sind also nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.
Für dieses Buch hat sich Anthony Burgess eine eigene Jugendsprache ausgedacht, die Alex und seine Freunde sprechen: Nadsat, eine Mischung aus englischen Slangs und Russisch (einige Szenen im Buch erinnern sogar ein wenig an den Kommunismus, zum Beispiel die Malereien an den Wohnblöcken). Trotz dieser uns eigentlich unbekannten Wörter lässt sich ihre Bedeutung aus dem Zusammenhang gut erfassen, in meiner Ausgabe war zusätzlich noch ein Glossar im Anhang zu finden. Diese eigene Sprache macht die Lektüre des Buches noch eindringlicher und fassbarer, und das obwohl diese jungen Menschen mit ihrem Slang unschöne Dinge mit teilweise lustigen Ausdrücken „verschönern“. Eine übrigens gängige Praxis auch bei uns; Stichwort „Kollateralschaden“.
Eine Antwort auf die gesellschaftlichen Probleme vermag Burgess wohl nicht zu geben, doch auf die eingangs gestellte Frage gibt er eine klare Antwort. Im abschliessenden 21. Kapitel bezieht der Autor sehr klar Stellung. Ob man mit Burgess übereinstimmt oder nicht bleibt schlussendlich dem Leser überlassen.

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Rezension zu "The Kingdom of the Wicked (Allison & Busby Classics)" von Anthony Burgess

colourful take on the 1st century AD
SwissCouchPotatovor 2 Jahren

The novel covers about 40 years from the resurrection of Jesus Christ to the destruction of Pompeji, recounting the spread of the Christian faith against the backdrop of Roman Imperial history.

In a novel with this scope, one can’t complain that most the characters are somewhat flat, with the notable exceptions of the apostle Paul, the emperor Nero and few others. Being somewhat familiar with the Acts of the Apostles, for me it was great being told this story by a different voice, with some of the religious and historical background that is not always provided in the original account. It’s done brilliantly, the facts never weigh down the story. Also, the appalling cruelty and sometimes madness of the early Roman emperors is well shown, with the right amount of detail, though the “Roman” part of the story sometimes felt a bit sketchy.

However, there were some issues I had with this novel. It is clearly the account of a sceptic, and though I did appreciate the author’s staying clear of pathos and sugar-coating, a few things were lost as a result. There’s quite a lot of conversion to, and also defection from, Christianity, but it just happened, no inner development of the persons, no plausibility. It might just as well have been the other way round. For all the erudition of the author, I found it strange that part of Paul’s message in this book was the popular misconception that if you live a good life, you will go to heaven when you die, whereas the evildoers are destined for the fires of hell. In fact, if you read Paul’s letters in the New Testament, the essence of his doctrine is sola fide and sola gratia, meaning that good works alone won’t do, but the way to forgiveness is always open.

And ultimately, the Christian faith appeared to be somewhat anaemic and very weak, all but collapsing under the first persecutions. If that had been so, I think Christianity wouldn’t have outlived the Roman Empire.

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Gespräche aus der Community

Neu

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Anthony Burgess wurde am 24. Februar 1917 in Manchester (Großbritannien) geboren.

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