Anthony Burgess Clockwork Orange

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Inhaltsangabe zu „Clockwork Orange“ von Anthony Burgess

Alex ist Anführer einer Londoner Jugendbande und begeisterter Beethoven-Fan. Seine Gang lebt in einem trostlosen Vorort und benutzt eine eigenwillige Sprache, einen von russischen Brocken durchsetzten Slang. Ihr Leben dreht sich um Schlägereien mit anderen Gangs, Raubüberfälle und Vergewaltigungen. Alex’ Eltern kriegen ihn nicht in den Griff, denn er hat keinerlei Respekt vor ihnen. Aber auch Alex’ Freunde sind mit ihrem Anführer nicht mehr zufrieden. Bei einem ihrer Raubzüge lassen sie ihn im Stich und die Polizei nimmt ihn fest. Wegen Mordes wird er zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, bekommt aber eine letzte Chance: Ein neuartiges Experiment soll ihn zu einem guten Bürger umerziehen. Der große Roman von Anthony Burgess über Gut und Böse, über Freiheit und Zwang in neuer Übersetzung der ursprünglichen Fassung. Mit ergänzenden Texten zu Buch, Film und Theaterstück.

Ein faszinierendes Buch über die Jugend und die Gesellschaft.

— elodie_k

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  • Leserunde zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

    Warum der stille Salvatore eine Rede hielt

    MichaelWaeser

    Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion! Der Klappentext: Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten? Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus. Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog. Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

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  • Hoher philosophischer Wert

    Clockwork Orange

    SofiaMa

    29. July 2015 um 18:25

    Das ist jetzt echt nicht das schönste Cover, das ich je gesehen habe. Um ehrlich zu sein finde ich es sogar ein bisschen gruselig wegen dieses einen Auges da und wegen des Zahnrads... Das sieht schon etwas seltsam aus... Aber ich kann mir vorstellen, dass das die "Mischung" aus Mensch und Maschine darstellen soll. Der Titel ist ebenfalls treffend, warum erfährt man allerdings erst gegen Ende. ;) Das Buch ist in drei Teile geteilt; die Kapitel sind alle mittellang. Okay, vorweg sei gesagt: Das Buch ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven! Wer nicht so viel Gewalt vertragen kann, sollte sich zweimal überlegen, Clockwork Orange  zu lesen! Hier geht es wirklich um extrem viel Gewalt, was durch die teilweise sehr detailgetreuen Beschreibungen noch mal eine Stufe schlimmer gemacht wird. Bevor man allerdings dorthin kommt, muss man erst einmal die erste Hürde des Buches meistern: Den Einstieg finden. Durch den besonders ungewöhnlichen, allerdings auch genauso besonders schweren Schreib- und Sprachstil hat man es da anfangs nicht leicht. Viele Begriffe habe ich so noch nie gehört, was zuerst doch eher hinderlich war. Allerdings gibt es in dieser Ausgabe hinten ein wirklich sehr hilfreiches Glossar, in dem diese Begriffe "übersetzt" wurden. Da viele außerdem relativ oft verwendet werden, merkt man sich die Bedeutungen, sodass man immer weniger ins Glossar schauen muss. Obwohl das jetzt natürlich alles abschreckend klingt, ist es halb so schlimm: Die meisten Begriffe kann man sich aus dem Kontext ableiten und im Lesefluss merkt man irgendwann auch gar nicht mehr, dass es sich um fremde Wörter handelt. Alle russisch-sprachigen Wesen unter euch haben es da übrigens wahrscheinlich sogar noch leichter, da viele Wörter der sogenannten "Nadsat-Sprache" aus dem Russischen stammen (wird im Glossar erwähnt. Mir selbst ist das nicht aufgefallen, ich kann kein Russisch. xD). Was ich also mit all diesem Geschwafel sagen will: Man versteht anfangs nicht sofort jeden Satz und man muss sich Zeit nehmen, um in das Buch hineinzufinden. Aber es lohnt sich! "[...] Was will Gott? Will Gott den guten Menschen, oder will er den Menschen, der das Gute wählt? Ist ein Mensch, der das Böse wählt womöglich gar besser als einer, dem das Gute aufgezwungen wird? [...]'" (S. 112 - Gefängnispfarrer zu Alex)  Auch wenn es zuerst (im ersten Teil) nicht wirklich klar ist, was der Autor mit seinem Werk verdeutlichen möchte - es wirkt bis zu einem gewissen Punkt auf dem ersten Blick wie ein reines "Schlägerbuch" ohne jeden Sinn und Zweck -, und man auch noch nicht so richtig weiß, was Clockwork Orange  im Science-Fiction-Genre zu suchen hat, ergibt hinterher alles einen Sinn. Man kann sogar sagen, dass dieses Buch einen hohen philosophischen Wert hat und auf jeden Fall zum Nachdenken anregt. Ein sehr gewaltgeladenes Buch, das sicher nichts für schwache Nerven ist. Falls man das jedoch ertragen kann, sollte man Clockwork Orange  auf jeden Fall gelesen haben, da es - allerspätestens im Nachhinein - nachdenklich stimmt. Der Einstieg ist aufgrund des fremden Stils schwer, aber es lohnt sich. 4/5 Sterne.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Hey, hier kommt Alex!

    Clockwork Orange

    Stefan83

    „In einer Welt, in der man nur noch lebt, Damit man täglich roboten geht, Ist die größte Aufregung, die es noch gibt, Das allabendliche Fernsehbild. Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk, Wie ein Computer programmiert. Es gibt keinen, der sich dagegen wehrt, Nur ein paar Jugendliche sind frustriert. Wenn am Himmel die Sonne untergeht, Beginnt für die Droogs der Tag. In kleinen Banden sammeln sie sich, Gehn gemeinsam auf die Jagd. Hey, hier kommt Alex! Vorhang auf für seine Horrorschau. Hey, hier kommt Alex! Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorschau.“ Wer hat sie nicht schon lauthals mitgebrüllt, diese Strophen aus dem ersten großen Song der Toten Hosen von 1988? „Hier kommt Alex“ war, nicht zuletzt aufgrund des damals scharf diskutierten Texts, der Durchbruch für die Düsseldorfer Band. Bis dato nur in Insiderkreisen bekannt, wurden sie nun auch außerhalb der Punkszene als anspruchsvolle Rockmusiker wahrgenommen. Doch viele (mir ist selbst erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit der Zusammenhang aufgegangen) wissen nicht um die Ursprünge dieses Lieds, dessen Titel sich direkt auf einen bestimmten Alex bezieht. Gemeint ist Alex Delarge, der Protagonist des düsteren Zukunftsroman-Klassikers „Clockwork Orange“, den Autor Anthony Burgess 1962 veröffentlichte und welcher bis heute, nicht nur unter Punks, absoluten Kultstatus genießt. Wer also wissen will, warum der Song mit Beethovens 9. Sinfonie beginnt, was mit „roboten“ und „Horrorschau“ gemeint ist und wer diese „Droogs“ sind, von denen Campino singt, sollte mal einen näheren Blick auf dieses Werk werfen. - Und auch diejenigen, die mit den Hosen so gar nichts anfangen können, sei zur Lektüre geraten, ist doch die Problematik der grundlos randalierenden, Gewalt ausübenden Jugend heute leider genauso aktuell wie vor fünfzig Jahren. Im Mittelpunkt der Geschichte steht wie erwähnt der 15-jährige Alex Delarge, der mit seiner Bande, den „Droogs“, des Nachts ziellos durch die Gassen London zieht. Eine Stadt, welche in dem totalitär regierten Land längst nicht mehr sicher ist und vor allem bei Dunkelheit zum Spielplatz der Jugendlichen wird. So stehlen, foltern, vergewaltigen und töten die „Droogs“, immer auf der Suche nach dem noch größeren Kick, noch mehr Spaß. Alex sieht sich dabei als Anführer. Er gibt den Ton an, erstickt jede mögliche Rebellion seiner „Freunde“ im Keim. Als sie eines Tages bei einer alten Dame einbrechen, wendet sich jedoch das Blatt. Alex wird von den „Droogs“ an die Polizei verraten. Und weil die Frau ihren schweren Verletzungen erliegt, wandert er, den die Justiz schon lange im Auge hatte, für 14 Jahre ins Gefängnis. An seinem Verhalten ändert dies jedoch nichts. Im Gegenteil: Der Gewalt im Knast begegnet er mit noch größerer Brutalität und gerät damit ins Visier des Direktors. Dieser bietet ihm vorzeitige Haftentlassung an, wenn er als Testobjekt am neuen Resozialisierungsprogramm, der Ludovico-Technik, teilnimmt. Alex willigt ein. In den folgenden zwei Wochen wird ihm tagtäglich ein Serum verabreicht, unter dessen Einfluss er stundenlang schlimmste Gewaltdarstellungen auf einer Kinoleinwand betrachten muss. Mit jedem weiteren Film, jeder weiteren Minute, wird Alex' Persönlichkeit umprogrammiert, bis er schließlich wie ein Uhrwerk funktioniert und schon beim geringsten Gedanken an Gewalt von grausamen Schmerzen und Übelkeit übermannt wird. Wieder auf freiem Fuß, ist er nun ein friedliebender Bürger – doch zu welchem Preis? Alex ist unfähig sich zu wehren. Und seine Opfer, wie auch die „alten Freunde“, warten bereits auf ihn... Vorneweg: Um Burgess' „Clockwork Orange“ erfassen (von „genießen“ will ich in diesem Fall lieber nicht sprechen) zu können, braucht es zu Beginn vor allem eins: Geduld. Der im Stil eines Berichts und in „Nadsat“, ein auf Basis der russischen Sprache konstruierter Jugendslang, vorgetragene Roman, macht den Einstieg alles andere als leicht. Stil und Wortwahl sind vom Fleck weg scharf, kantig, unverdaulich. Nur dank des Glossars am Ende des Buches, in dem man die Bedeutung der einzelnen Begriffe nachschlagen kann, kommt man überhaupt über die ersten Seiten. Hat man die jedoch schließlich im wahrsten Sinne des Wortes überstanden, stellt sich recht bald ein Leserhythmus ein. Und mehr noch: Burgess' Gebrauch des Nadsat verfremdet nicht nur nur die beschriebenen Gewaltdarstellungen – er verleiht dem Erzählten zugleich dieses Quäntchen mehr Authentizität, welches es uns ermöglicht, die Welt von „Clockwork Orange“ besser zu begreifen. In gewissem Sinne ist hier also eher die Sprache als letztlich der Inhalt Informationsträger, weshalb sich wohl der Autor auch eine längere Einleitung gespart hat. Neben der anfänglichen Geduld verlangt Burgess dem Leser zudem ein gewisses dickes Fell ab, da Alex und seine „Droogs“ Gewalt nicht einfach nur ausüben, sondern diese mit voller Freude und Euphorie zelebrieren. Brutal und grausam werden Frauen vergewaltigt, Wehrlose bis zur Bewusstlosigkeit und darüber hinaus geprügelt. Je mehr Angst das Opfer hat, je mehr Schmerzen es leidet, um so mehr ergötzen sich die Täter an ihrem Spiel. Zartbesaitete werden hier bereits recht früh ausgesiebt und das Buch wohl an die Seite legen. Doch Burgess' detaillierte Schilderungen des Zerstörungsrausches sind mehr als nur ein zweckfreies Stilmittel. Besonders im Hinblick auf die zweite Hälfte des Romans gewinnen die von Alex' verübten Gewalttaten eine tiefere Bedeutung. Zentrale Frage ist nämlich schließlich, was schlechter ist: Den Menschen zum Gutsein zu konditionieren oder ihm die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, ob er gut oder böse sein will. Wie weit sollte und darf ein Staat überhaupt gehen, um die asozialen, nicht zu integrierenden Elemente in der Gesellschaft so weit medizinisch zu behandeln, damit sie keine Bedrohung mehr darstellen? Und wenn die Würde des Menschen unantastbar ist – gilt dies nicht auch für den Täter? Im Anschluss an Alex' „Heilung“ muss sich der Leser diesen Fragen unausweichlich stellen. Und es ist der Genialität des Autors zu verdanken, dass es ihm gelingt, trotz Alex' vorangegangener Taten, Mitleid für diesen zu erwecken. Plötzlich begreift man, nicht zuletzt auch durch die Handlungen der Eltern, dass er auch schon vor dem medizinischen Eingriff ebenfalls in gewisser Art und Weise ein Opfer war. Ihm nun seine Entscheidungsfähigkeit zu nehmen, sogar die Freude an der Musik, stellt somit letztlich genauso ein Verbrechen dar. Nur halt diesmal verübt vom Staat. Burgess geizt in seinem Roman aber sowieso mit moralischen Leitlinien. Alle Figuren (vielleicht mit Ausnahme des frommen Geistlichen im Gefängnis) bilden hassenswerte Charakterzüge aus. Niemand handelt wirklich selbstlos. Ein jeder hat Hintergedanken oder Ängste, die ihn schließlich gegen seine eigenen moralischen Grundsätze handeln lassen. Keiner dabei, der wirklich die Sympathien des Lesers genießt. Das wiederum macht eine Verurteilung einzelner Figuren schwer. Auch weil die von Burgess geschilderte Welt der heutigen erschreckend ähnlich ist. Ein Blick in die Fußballstadien oder gewisse Bezirke deutscher Großstädte ermöglicht den Blick auf viele Menschen wie Alex. Und sowohl der Lösung, als auch noch viel wichtiger der Ursache des Problems, ist man auch nach einem halben Jahrhundert nicht wirklich näher gekommen. Bei all der drastischen Gewalt, den brutalen Schilderungen, der erbarmungslosen Härte - „Clockwork Orange“ ist, besonders gegen Ende hin, ein Roman, welcher zur Reflexion anregt, nachdenklich stimmt. Ein in seinen Mitteln vielleicht ungewöhnlicher und sperriger, aber in der Wirkung äußerst treffsicherer Klassiker, dessen Vision in großen Teilen bereits ernüchternde Wirklichkeit ist.

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    • 2
  • Düstere, anspruchsvolle Zukunftsvision mit ungewöhnlichem Sprachstil

    Clockwork Orange

    andreasmk

    15. November 2014 um 23:09

    Alex ist ein Teenager, der als Anführer einer Bande die Stadt unsicher macht, sich betrinkt und, da er zu Aggression und Gewalt neigt, dabei oft über die Stränge schlägt. Nach einer Serie von Prügeleien, Vergewaltigungen und Totschlag, wir er schließlich verhaftet. Mittels einer neuen Therapie soll aus dem Unverbesserlichen ein ordentlicher Staatsbürger gemacht werden. Mit seinem Roman Clockwork Orange hat Anthony Burgess die düstere Zukunftsvision eines trostlosen Polizeistaat geschaffen, in der die Menschheit nur lebt um zu arbeiten und Jugendliche aus Langweile zu Verbrechen und Gewalt greifen. So fühlt sich die Regierung veranlasst Gegengewalt und experimentellen Maßnahmen einzusetzen und schafft dadurch einen Teufelskreis, bei dem auch die Verbrecher selbst zu den Opfern werden. Dabei greift der Autor, vielleicht nicht immer offensichtlich, hochbrisante Themen auf, die gerade heutzutage eine hohe Relevanz besitzen: Sei es der freie Wille, die Kritik am Menschen als Arbeits-Maschine oder der Teufelskreis und die Bekämpfung von Gewalt auf den Straßen. Im Zentrum der Handlung steht der jugendliche Gewalttäter und Verbrecher Alex, der aus seiner Sicht von seinen Erlebnissen erzählt und im Laufe der Geschichte vom Täter zum Spielball, Versuchskaninchen und Opfer wird. Der wohl ungewöhnlichste Aspekt dieses Romans ist dabei der von Burgess verwendete besondere Sprachstil. Der Autor lässt seinen Hauptcharakter und seine jugendlichen Nebencharaktere eine fiktive Jugendsprache sprechen, die durchsetzt ist von ungewohnten Begriffen meist russischer Herkunft. Mancher Leser mag das sicherlich trotz mitgeliefertem Glossar als anstrengend empfinden, ich persönlich fand die meisten Wörter im Zusammenhang fast immer intuitiv verständlich und die erfundene Sprache der Handlung passend und innovativ. Fazit: Wen erfundene Jugendsprache und Beschreibungen von Gewaltakten nicht abschrecken bekommt einen empfehlenswerten nachdenklich stimmenden Zukunfts-Roman geliefert.

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  • gewalt(tät)ig

    Clockwork Orange

    dominona

    Ein Klassiker, der seinem Namen Ehre macht. Darf man einem Menschen, der gewaltätig veranlagt ist, mittels Therapie die freie Entscheidung für oder gegen die Ausübung von Gewalt nehmen? Damit verbunden ist ein Hass auf klassische Musik und eine normale Sexualität. Gut und Böse, freier Wille? Die Schreibweise ist zu Beginn verwirrend, weil eine Art Jugendslang benutzt wird, bei dem der Leser aus dem Kontext erschließen muss, für welche Wörter die Begriffe stehen. Gruselig ist auch, dass man sich im Zuge des Romans mehr oder weniger an die Gewalt gewöhnt, also eine ethische Achterbahn, mit der man es hier zu tun hat.

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    • 2

    KruemelGizmo

    23. October 2014 um 14:42
  • Rezension zu "Clockwork Orange" von Antony Burgess

    Clockwork Orange

    LindyBooks

    29. November 2013 um 07:47

    Der 16-jährige Alex prügelt, vergewaltigt und tötet - in einer Welt, in der Gewalt und Brutalität allgegenwärtig sind und sich die Sprache dem gesellschaftlichen Verfall perfekt angepasst hat. Doch als er von seinen Freunden bzw. "Droogs" verraten wird und ins Gefängnis muss, willigt Alex in ein Resozialisierungsprogramm ein, das ihn so verändert, dass er beim geringsten Gedanken an Sex und Gewalt von heftigen Schmerzen und Übelkeit übermannt wird. Mit Hilfe der Wissenschaft funktioniert ihn die Regierung in eine tugendhafte Maschine um - aber zu welchem Preis? Eine bitterböse Geschichte über die Freiheit des Menschen und eines der umstrittensten Werke des 20. Jahrhundert, es wurde 1962 veröffentlich. Stanley Kubrick machte schließlich aus diesem Buch 1971 einen erfolgreichen Film. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, auch wenn es anfangs nervig war, immer wieder die Bedeutungen der Ausdrücke der Nadsat-Sprache (Jugendsprache) nachzuschlagen. Aber nach ca. 30 Seiten hatte ich diese Wörter so verinnerlicht, dass ich weitestgehend ohne nachlagen auskam und das Buch flüssig lesen konnte, denn ansonsten ist der Schreibstil auch gut zu lesen. Die Idee der Handlung hat mir sehr gut gefallen und es regt zum Nachdenken an. Es ist eigentlich ein philosophischer Roman, auch wenn es anfangs eigentlich nur sehr brutal und schockierend wirkt. "Clockwork Orange" ist wirklich lesenswert und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe - 5 Sterne!

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  • Rezension zu "Clockwork Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    FriediM

    08. August 2012 um 19:26

    Wenn Alex sich etwas in seinen Gulliver setzt, dann setzt er es in die Tat um, und so macht er mit seinen Drooks nicht nur, wie es sich für einen anständigen Maltschik gehört, seine Stadt unsicher, um an etwas Deng zu kommen in dem er alte Fecken tollschockt. Doch alles ändert sich, als er ausversehen eine alte Gina ermordet und von seinen Drooks der Millizent ausgeliefert wird. Keine Sorge, der Rest der Rezension wird nicht weiter in Nadsat, dem fiktiven Jugendslang aus Anthony Burgess Roman “Clockwork Orange”, geschrieben. Der Inhalt des Romans mag manch einem durch die gleichnamige Verfilmung des Kultregisseurs Stanley Kubrick aus dem Jahre 1971 bekannt sein, denn auch der Roman gestaltet sich inhaltlich ähnlich. Alex, der nichts als Flausen im Kopf hat kommt nach der Ermordung einer Frau ins Gefängnis. Um einer Strafe von 14 Jahren Haft zu entgehen meldet er sich freiwillig für ein Projekt zur “Heilung” von Straftätern und beginnt dabei sich sowohl vor Gewalt und Sex als auch seiner Passion – der klassischen Musik, vor allem die des guten Ludwig van – zu ekeln. Das was er einst seinen Opfern zugefügt hat, ist nun das, was ihn scheinbar zurück in ein gesellschaftliches System, in welches er nie hineinpassen wollte, holt. Er wird gezwungen sich zu fügen, ohne eine andere Chance zur Besserung zu erhalten. Mit dem 1962 verfassten Roman “Clockwork Orange” setzte der Autor Anthony Burgess ein Zeichen – nicht etwa das der Gewalt, sondern eines, vor welchem sich schon die frühen Avantgardisten Anfang des 20. Jhds. fürchteten – der Mensch, der unweigerlich zur Maschine mutiert. Auch der Titel weist bereits unscheinbar auf dieses Thema hin: Das Uhrwerk als Symbol für eine Maschine, die Orange als Versinnbildlichung des Menschen, abgeleitet vom Wort Orang-Utan. Das Buch schockt keinesfalls weniger als der Film, nicht durch die schrecklichen Dinge die der jugendliche Protagonist verübt, sondern dadurch wie er auf eine Weise gezüchtigt wird, wie es wohl niemand für möglich halten würde…durch eine intermediale Manipulation seines Bewusstseins gegenüber seiner Umwelt und all den schrecklichen Dingen, die diese birgt. Sprachlich komplex gestaltet sich auch der Stil, mit welchem der Autor den Leser in seinen Bann zieht. Anfangs eher schleppend lernt man den Jugendslang Nadsat kennen (ein Register hilft bei Verständnisproblemen), bei dem es sich um einen russisch angehauchten Dialekt handelt, der von Alex und seiner Bande gesprochen wird. Die Sprache wirkt beinahe onomatopoetisch kindlich, gleichzeitig komplex und ungewohnt, beinahe zeitlos wie der Roman selbst. Wer sich mit einer fiktiven Sprache nicht anfreunden mag sollte das Buch direkt aus der Hand legen, denn Nadsat dominiert die gesamte Geschichte. Ist es in Ordnung einem Menschen eine gute Erziehung aufzudrängen? Oder soll man jedem die Freiheit lassen, die er selbst für richtig empfindet? Dies sind die Schlüsselfragen für den Roman, der keinesfalls leichte Kost ist. Mehr auf meinem Blog: vitrinenglas.wordpress.com

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  • Rezension zu "A Clockwork Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    Robert_05_85

    Wer nicht vor etwas härterer Lektüre zurückscheut, dem ist dieses Buch sehr ans Herz zu legen. Zwar ist es sicher nicht ganz einfach zu lesen, aber durch die -- v.a. am Anfang sehr ausführlichen -- Fußnoten, liest man sich doch recht zügig ein, auch wenn es schon ein wenig dauert bis man das ungewöhnliche Nadsat-Vokabular halbwegs verinnerlicht hat. Ich würde auch jedem, der es sich zutraut, empfehlen, das Buch in Originalsprache zu lesen, da ich von den Übersetzungen noch nicht so viel Gutes gehört habe. Der Hauptplot besteht darin, dass ein höchst gewalttätiger, obwohl intelligenter, jugendlicher Gang-Anführer im Gefängnis landet, um dort seine Strafe zu verbüßen. Der Musik liebende Ich-Erzähler, der dem Leser trotz seines Verhaltens unwillkürlich sympathisch werden muss, will so schnell wie möglich dort heraus und nimmt deshalb an einem Programm teil, das ihn unfähig macht Gewalt auszuüben, da der bloße Gedanke daran, in ihm einen Brechreiz hervorruft. Man ist nun damit konfrontiert mit Alex (dem Hauptprotagonisten) die Folgen dieser Gehirnmanipulation zu durchleben und die moralische Seite eines solchen Eingriffs abzuwägen. Was ist in Fällen der Notwehr? Wie sehr ist Alex noch Herr über sich selbst und inwieweit ist er jetzt durch äußere Einflüsse steuerbar? Für mich ist 'Clockwork Orange' eines der wenigen Bücher, das einen noch nach dem Lesen bewegt und sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Hinzugefügt sei, dass das Buch jedoch -- ohne kitschig zu wirken -- keinen allzu düsteren Schlusseindruck vermittelt, "[when Alex is] slooshying more like malenky romantic songs, [...] just a goloss and a piano, [...] different from when it had been all bolshy orchestras and [him] lying between the violines and the trombones and kettledrums. There was something happening inside [him] ..."

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    • 4
  • Rezension zu "Clockwork Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    Eltragalibros

    07. November 2010 um 21:08

    Inhalt: In der Welt von Alex und seinen Freunden beherrscht Gewalt die Nacht. Jugendgangs von drei bis vier Jugendlichen treiben sich auf den Straßen herum, trinken Milch mit Schuss in den zahlreichen Milchbars, rauben Läden aus, vergewaltigen junge Frauen und Mädchen oder überfallen ältere Herren, die sich trauen in der Dunkelheit auf die Straße zu gehen. Und das alles aus einem einzigen Grund: Spaß. Meinung: Respekt ist für Alex und seine Droogs – seine Freunde – ein Fremdwort. Die Nacht gehört der Jugend, die sich zu kleinen Gruppen zusammenrottet, auf Raubzüge geht, Schlägereien beginnt und Mädchen sowie junge Frauen vergewaltigt. Gewalt steht an der Tagesordnung und das auf die brutalste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Alex, der Ich-Erzähler von Anthony Burgess‘ Roman, wird bei dem Gedanken Gewalt anzuwenden, einem älteren Mann in sein Litso – sein Gesicht – zu schlagen, ihn zu tollschocken, ihm sein Zuppis (Zähne) auszuschlagen, ganz high. Bei der Musik zu Beethoven, Händel oder Mozart schwelgt er ganz in seinen Gewaltphantasien, die trotz der Distanz erzeugenden Sprache, welche Burgess konstruiert hat, für den Leser sehr schockierend sind. Es herrscht kein Recht und keine Ordnung in der Stadt. Die Jugend geht auf die Alten los, allein um Spaß zu haben. Eines Tages allerdings wird Alex von seinen Droogs verraten und landet im Gefängnis. Um dem ebenfalls von Gewalt geprägtem Knastleben zu entkommen, erklärt er sich bereit an einer neuen Methode teilzunehmen. Was der gerademal 17-Jährige dort aber erlebt ist kaum vorstellbar: Er wird darauf konditioniert, bei dem bloßen Gedanken an Gewalt eine schreckliche Übelkeit zu verspüren. Jeglicher Wahlmöglichkeit beraubt und zum Gutes-tun verdammt wird er in die Freiheit entlassen. Der Protagonist und Ich-Erzähler, Alex, ist alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse. Er liebt es Mädchen zu vergewaltigen, Leute zusammenzuschlagen die sich nicht wehren können und steht auf jede Art von Gewalt, auf das Ultrabrutale. Aber im Verlauf von Clockwork Orange baut sich zwischen ihm und dem Leser eine Verbindung auf. Zum einen dadurch, dass er den Leser häufig anspricht und sich als „getreuer Freund und Erzähler“ bezeichnet. Zum anderen deshalb, weil ihm – trotz seiner schweren, unverzeihlichen Vergehen – selbst Unrecht auf grausame Art und Weise widerfährt. Er wird seines freien Willens beraubt und die Frage stellt sich, ob ein Mensch ohne Wahlmöglichkeit noch ein Mensch ist oder bloß eine Maschine, der das aufoktroyiert wurde, was die Gesellschaft wünscht. Dank der konstruierten Sprachwahl des Autors, die eine Mischung aus visionärer Jugendsprache und „altmodischem“ Slang (á la Shakespeare) besteht, wird die exzessive Gewalt dieses Buches etwas abgemildert. Dennoch bliebt kein Zweifel daran, dass Clockwork Orange zu den brutalsten Büchern gehört, die ich je gelesen habe. Das Gedankenexperiment, welches dahinter steht ist aber mindestens so interessant wie schockierend. Burgess wirft nicht nur die Frage nach dem freien Willen auf, sondern zeigt auch die Mechanismen von Gewalt, die sich in einer Gesellschaft ausbreiten können. Fazit: Anthony Burgess‘ Dystopie besticht vor allem durch seine außergewöhnliche Sprache. Alex und seine Droogs benutzen eine Jugendsprache – die durchaus mit unserer heutigen vergleichbar ist – und die erwachsene Menschen nicht verstehen. Dank des Glossars kennt man die wichtigsten Wörter aber recht schnell und kann sich komplett auf den Inhalt des Buches konzentrieren, der nicht weniger faszinierend ist. Clockwork Orange beschäftigt sich mit dem Teufelskreis der Gewalt und dem freien Willen des Menschen. Eine interessante Mischung, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will.

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  • Rezension zu "Uhrwerk Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    theworldisavampire

    12. July 2010 um 22:22

    genial.

  • Rezension zu "Die Uhrwerk-Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    Zitronenfalterin

    07. March 2010 um 18:35

    Auch wenn´s Kult ist...ich konnt absolut nichts damit anfangen. Die Sprache ist mir definitiv zu wirr und ich komm überhaupt nicht ran...

  • Rezension zu "Die Uhrwerk-Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    Verena13

    22. January 2010 um 17:45

    Ich mochte die Uhrwerk-Orange, weil es Meiner meinung nach sehr gut geschrieben ist. Ich mochte auch den Inhalt gerne, weil ich solche Maßnahmen, wie im Buch dargestellt, um Aggressionen bei Jugendlichen zu "beheben", schrecklich finde. Eine solche Manipulation finde ich absolut menschenverachtend und überhaupt nicht vertretbar. Darum fand ich es sehr interessant sich solche Methoden nochmal vor Augen zu führen. Zum Glück wird so eine Manipulation hier in Deutschland in der Form nicht angewandt, aber man fragt sich doch, inwiefern wir eigentlich manipuliert werden ohne das wir es direkt bemerken....solche Fragen kamen bei mir auf und verdeutlichten mir nocheinmal wie wichtig mir Freiheit ist. Von daher hat das Buch mich zum nachdenken angeregt und das mag ich eigentlich immer gerne bei Büchern. Die eigentümliche Sprache des Buches hat ihm einen interessanten charme verliehen. Ich denke die Tatsache, dass die Jugendlichen in dieser "neuen" Welt eine eigene Sprache haben, unterstreicht die Distanz der Jugendlichen gegenüber der Erwachsenen und begründet diese auch teilweise. Alles in allem also ein Buch welches mir sehr gut gefallen hat und mich auch oft wütend gemacht hat beim lesen. Keine unbedingt leichte kost also.

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  • Rezension zu "Die Uhrwerk-Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    Nele

    29. September 2009 um 09:18

    Uhrwerk-Orange ... seltsamer Name ... seltsames Buch ... Es geht hier um den Teenager Alex, dessen Leben sich nur um Drogen, Alkohol und Gewalt dreht. Mit seinen Freunden streift er durch die Nächte und macht seine Stadt unsicher. Doch seine Freunde revoltieren und wollen Alex als Gang-Führer entmachten - sie schlagen ihn bei einem Überfall nieder und überlassen ihn der Polizei. Als Züchtigungsmaßnahme wird Alex in eine Klinik gebracht in der er einem neuartigen Experiment - einer Gehirnwäsche - unterzogen wird. Eine ungewöhnliche Geschichte mit zum Teil noch ungewöhnlicheren Vokabeln. Trotzdem würde ich dem Buch einen ungeheuren Unterhaltungswert zuschreiben, es lohnt sich wirklich es zu lesen!

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  • Rezension zu "Clockwork Orange" von Anthony Burgess

    Clockwork Orange

    BigDi

    02. August 2009 um 11:00

    Ein zynischer, durchgeknallter und sehr amüsanter Trip durch die kranke Gedankenwelt eines jungen Burschen in einer beinahe ebenso kranken Zukunftsvision. Der bestmögliche Beitrag zum Thema "Gewalt", sowohl aus persönlicher als auch aus staatlicher Sicht, die die freie Entscheidung dem Leser selbst überlässt. Ebenfalls großartig: die Verfilmung von Stanley Kubick, die die Atmosphäre der Vorlage perfekt auffängt und besonders durch den (schon im Buch angesprochenen) Soundtrack fasziniert. "Was will Gott? Will Gott den guten Menschen, oder will er den Menschen, der das Gute wählt? Ist ein Mensch, der das Böse wählt, womöglich gar besser als einer,dem das Gute aufgezwungen wird?" Tja, diese Frage darf jeder für sich beantworten...

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