Anthony Coles

 3.5 Sterne bei 23 Bewertungen

Alle Bücher von Anthony Coles

John Heartfield

John Heartfield

 (0)
Erschienen am 01.12.2014
Ein Gentleman in Arles

Ein Gentleman in Arles

 (3)
Erschienen am 02.05.2018

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Normal-ist-langweiligs avatar

Rezension zu "Ein Gentleman in Arles" von Anthony Coles

gutes Essen, guter Wein und ein 65 jähriger Ermittler…
Normal-ist-langweiligvor 2 Monaten

Meine Meinung:

„Ein Ermittler zwischen Tea Time und Savoir Vivre“ (CD-Cover) -und das trifft es perfekt. Das aber sollte man wissen. Wer hier einen actiongeladenen Mordfall mit Verfolgungsjagd und einem abgeschlossenem Ende erwartet, ist hier falsch.

Peter Smith ist schon 65 Jahre und hat schon einiges hinter sich gebracht in seinem Leben. Ich fand ihn sehr sympathisch, aber auch sehr mysteriös. Er ist kein Ermittler von Haus aus, sondern eher wider Willen, aber dafür sehr geschickt und vor allem sehr oft den Gegnern eine Nase voraus. Das liegt aber auch an seinen vielen Bekanntschaften, die er im Laufe seinen Lebens kennen gelernt hat und die häufig in irgendeiner Weise hilfreich sein können.

Ein Gentleman in Arles ist ein Provence Krimi und es geht hier auch sehr viel um die Landschaft, um gutes Essens und vor allem auch um guten Wein. Es gibt gefühlt seitenweise Beschreibungen von Gänge-Menüs und den passenden Weinen.

Auch eine große Rolle spielt Smiths Hund und die Reaktionen der Menschen auf den Hund, die Reaktionen des Hundes auf die Menschen und natürlich auch alles rund um diesen Hund.

Der Krimi selbst beginnt zwar umgehend bis zur Auflösung dauert es aber noch mehr als 10 Stunden Hörbuch. Da braucht man schon ein wenig langem Atem.

Peter Smith hat mir gut gefallen, weil er einfach mal ein ganz anderer Ermittler ist. Seine Vorgehensweise war teilweise sehr überraschend. Manches Mal lief mir alles ein wenig zu glatt, aber irgendwie war immer ein Funken Humor dabei, was mir sehr gut gefallen hat! Manches Mal konnte ich ihn mir aber tatsächlich nicht als einen 65 jährigen Rentner vorstellen.

Gut vorstellen – im bildlichen Sinne- konnte ich ihn mir dagegen. Der Sprecher verkörperte den rüstigen Rentner mit gewissen, nicht zu verachtenden Fähigkeiten, sehr gut und ließ diesen sehr sympathisch wirken.

Fazit:

Alles in allem war es mal etwas Neues. Ein ganz anderer Ermittler mit viel Vergnügen an gutem Essen, an einem guten Wein und langen Spaziergängen mit seinem Hund! „Zwischendurch“ wird mit Hilfe seiner Freunde ermittelt und vielleicht nicht immer ganz legal gehandelt. Aber immer irgendwie mitreißend und letztendlich unterhaltsam!

 (4 / 5)

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften" von Anthony Coles

Zu viel (unnötiger) Input
ChrischiDvor 5 Monaten

Peter Smith hatte gehofft seine Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben und nun einem entspannten Renterdasein in der Provence, gemeinsam mit seinem Windhund Arthur, frönen zu können. Doch plötzlich gerät er mitten hinein in einen mehr als undurchsichtigen Mordfall. Diverse Personen bitten ihn unabhängig voneinander um seine Mithilfe und ahnen nicht, dass sie es mit einem ehemaligen britischen Geheimdienstler zu tun haben. Das ist Peters Glück, denn nur so kann er einigermaßen unbehelligt weiterführende Nachforschungen anstellen, die allerdings mehr Fragen aufwerfen als dass sie Antworten liefern. Außerdem rennt ihm die Zeit davon, denn es bleibt nicht bei dem einen Verbrechen.

Über Peter Smiths Vergangenheit wird sich nicht nur den anderen Protagonisten gegenüber ausgeschwiegen, auch der Leser verknüpft nur einzelne Indizien zu wilden Theorien, ohne konkretes Wissen zu erlangen. Denn das muss man der Hauptperson lassen: Man erfährt exakt soviel über die Figur Peter Smith wie er selbst zu geben bereit ist. Dadurch wirkt er aber gleichzeitig unnahbar, undurchsichtig und manches Mal sogar unaufrichtig. Ob man ihm damit Unrecht tut, lässt sich bis zuletzt nicht klären, eine enge Verbindung zwischen Leser und Protagonist scheint jedoch ausgeschlossen, nicht zuletzt auf Grund seiner zweifelhaften Einstellung manchem Ungemach gegenüber.

Der Fall als solcher dümpelt über lange Zeit mehr vor sich hin als dass tatsächlich etwas Aufregendes geschieht. Zwischendurch gibt es durchaus temporeiche Passagen, die den Eindruck erwecken das Geschehen würde nunmehr vorangetrieben, doch allzu schnell sind diese Sequenzen schon wieder vorbei. Es scheint als würde hier viel mehr Wert darauf gelegt umfangreiches Wissen im Bezug auf Technik sowie Essen und Trinken in der Provence anzubringen. Dadurch verliert der Autor sich allerdings häufig zu sehr in Beschreibungen, die weder relevant für die Handlung noch in interessanter Weise ausgeschmückt sind. Erst im letzten Drittel kommt es fast schon zu einem Bruch, der dem Krimi endlich neuen Schwung verleiht und auch die lange erwartete Spannung heraufbeschwört. Plötzlich geht alles ganz schnell, und auch wenn nicht sämtlichen Fäden eine Auflösung zuteil wird, so konnte man dennoch einigermaßen besänftigt werden.

Es scheint als hätte der Autor im ersten Band der Reihe zu viel auf einmal unterbringen wollen. Zu viele Handlungsstränge mit zu vielen Figuren, die mal mehr mal weniger nachvollziehbare Querverbindungen aufweisen, aber unbedingt mitmischen müssen. Die Grundidee ist durchaus gelungen und auch der Hauptcharakter scheint interessanter Natur zu sein, doch wäre in mancher Hinsicht etwas mehr Zurückhaltung nicht verkehrt gewesen. Möglicherweise kehrt nun in manchen Aspekten mehr Ruhe ein, nachdem die Grenzen abgesteckt und erste Unklarheiten beseitigt wurden. Vielleicht liegt dann im Nachfolgeband auch die volle Konzentration auf dem eigentlichen Fall.

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L

Rezension zu "Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften" von Anthony Coles

Tod in der Stierkampfarena
lesemaedelvor 6 Monaten

Der wohl ungewöhnlichste FrankreichKrimi bisher.
Typisch französisches Flair? - Ja
Der berühmte Charme der Franzosen? - Fehlt etwas
Kuinarische Eigenarten? - Lecker
Ein Ermittler mit viel Vergangenheit? - Definitiv
Der undurchsichtige Todesfall führt uns beim Lesen gehörig aufs Eis. Charmant und detailiert lernen wir die Gegend um Arles kennen. Einbissl sehr abrupt kam dann doch das Ende. Und ein großes Fragezeichen hat der Autor auch hinterlassen. Zwei Situationen waren mir allerdings zu sehr drüber. Da können wir nur hoffen, dass der zweite Teil sehr schnell nachkommt.

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