Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften

von Anthony Coles 
3,3 Sterne bei20 Bewertungen
Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (10):
booklovings avatar

Unaufgeregter, sehr unterhaltsamer Provence-Krimi - mit viel Lokalkolorit und dem typischen Flair der französischen Provence.

Kritisch (4):
talishas avatar

Langweilig und überheblich - eher ein Roman von einem Rentner für Rentner, die nur selten und nur ein paar Seiten am Stück lesen.

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Inhaltsangabe zu "Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften"

Peter Smith hat ein bewegtes Leben als Unternehmensberater, Lehrer für Kunstgeschichte und britischer Geheimdienstler hinter sich und beschließt nun, in mittleren Jahren, dem verregneten England den Rücken zu kehren und sich zusammen mit seinem Windhund Arthur im schönen Arles zur Ruhe zu setzen. Schluss mit Trubel und Nebelwetter, sein knurriges Temperament sehnt sich nach Sonne, köstlichem französischem Essen und Ruhe. Doch genau die ist ihm nicht vergönnt: Kaum hat Smith das berühmte römische Amphitheater nach einem Stierkampf verlassen, wird ihm plötzlich ein Schlag auf den Hinterkopf versetzt. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich unter einer auffallend gut gekleideten Leiche wieder. Ohne es zu wollen, stolpert er mitten hinein in einen mysteriösen Mordfall, ein Netz aus Intrigen und eine provenzalische Verschwörung ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866124547
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Pendo Verlag
Erscheinungsdatum:02.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 2 Monaten
    Zu viel (unnötiger) Input

    Peter Smith hatte gehofft seine Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben und nun einem entspannten Renterdasein in der Provence, gemeinsam mit seinem Windhund Arthur, frönen zu können. Doch plötzlich gerät er mitten hinein in einen mehr als undurchsichtigen Mordfall. Diverse Personen bitten ihn unabhängig voneinander um seine Mithilfe und ahnen nicht, dass sie es mit einem ehemaligen britischen Geheimdienstler zu tun haben. Das ist Peters Glück, denn nur so kann er einigermaßen unbehelligt weiterführende Nachforschungen anstellen, die allerdings mehr Fragen aufwerfen als dass sie Antworten liefern. Außerdem rennt ihm die Zeit davon, denn es bleibt nicht bei dem einen Verbrechen.

    Über Peter Smiths Vergangenheit wird sich nicht nur den anderen Protagonisten gegenüber ausgeschwiegen, auch der Leser verknüpft nur einzelne Indizien zu wilden Theorien, ohne konkretes Wissen zu erlangen. Denn das muss man der Hauptperson lassen: Man erfährt exakt soviel über die Figur Peter Smith wie er selbst zu geben bereit ist. Dadurch wirkt er aber gleichzeitig unnahbar, undurchsichtig und manches Mal sogar unaufrichtig. Ob man ihm damit Unrecht tut, lässt sich bis zuletzt nicht klären, eine enge Verbindung zwischen Leser und Protagonist scheint jedoch ausgeschlossen, nicht zuletzt auf Grund seiner zweifelhaften Einstellung manchem Ungemach gegenüber.

    Der Fall als solcher dümpelt über lange Zeit mehr vor sich hin als dass tatsächlich etwas Aufregendes geschieht. Zwischendurch gibt es durchaus temporeiche Passagen, die den Eindruck erwecken das Geschehen würde nunmehr vorangetrieben, doch allzu schnell sind diese Sequenzen schon wieder vorbei. Es scheint als würde hier viel mehr Wert darauf gelegt umfangreiches Wissen im Bezug auf Technik sowie Essen und Trinken in der Provence anzubringen. Dadurch verliert der Autor sich allerdings häufig zu sehr in Beschreibungen, die weder relevant für die Handlung noch in interessanter Weise ausgeschmückt sind. Erst im letzten Drittel kommt es fast schon zu einem Bruch, der dem Krimi endlich neuen Schwung verleiht und auch die lange erwartete Spannung heraufbeschwört. Plötzlich geht alles ganz schnell, und auch wenn nicht sämtlichen Fäden eine Auflösung zuteil wird, so konnte man dennoch einigermaßen besänftigt werden.

    Es scheint als hätte der Autor im ersten Band der Reihe zu viel auf einmal unterbringen wollen. Zu viele Handlungsstränge mit zu vielen Figuren, die mal mehr mal weniger nachvollziehbare Querverbindungen aufweisen, aber unbedingt mitmischen müssen. Die Grundidee ist durchaus gelungen und auch der Hauptcharakter scheint interessanter Natur zu sein, doch wäre in mancher Hinsicht etwas mehr Zurückhaltung nicht verkehrt gewesen. Möglicherweise kehrt nun in manchen Aspekten mehr Ruhe ein, nachdem die Grenzen abgesteckt und erste Unklarheiten beseitigt wurden. Vielleicht liegt dann im Nachfolgeband auch die volle Konzentration auf dem eigentlichen Fall.

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    L
    lesemaedelvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hm, kein FrankreichKrimi der gewohnten Art
    Tod in der Stierkampfarena

    Der wohl ungewöhnlichste FrankreichKrimi bisher.
    Typisch französisches Flair? - Ja
    Der berühmte Charme der Franzosen? - Fehlt etwas
    Kuinarische Eigenarten? - Lecker
    Ein Ermittler mit viel Vergangenheit? - Definitiv
    Der undurchsichtige Todesfall führt uns beim Lesen gehörig aufs Eis. Charmant und detailiert lernen wir die Gegend um Arles kennen. Einbissl sehr abrupt kam dann doch das Ende. Und ein großes Fragezeichen hat der Autor auch hinterlassen. Zwei Situationen waren mir allerdings zu sehr drüber. Da können wir nur hoffen, dass der zweite Teil sehr schnell nachkommt.

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    seschats avatar
    seschatvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannend erzählter Krimi aus der Provence, der sich prima als Sommerurlaubslektüre eignet.
    Spannender Provencekrimi

    Anthony Coles Krimi hat sich anfangs recht holprig gelesen, gewann aber im Laufe der Handlung immer mehr an Fahrt bzw. Spannung. Als Leser musste man sich auch an das wechselhafte Erzähltempo erst noch gewöhnen. An dem eigenwilligen wie charmanten Hauptprotagonisten Peter Smith, der jahrelang im Auftrag der Majestät in Großbritannien tätig gewesen ist und nun in Arles sein Renterdasein genießen möchte, hatte ich große Freude. Unfreiwillig wird er eines Tages Zeuge eines Mordfalls und vorbei ist das süße Nichtstun mit Windhund Arthur. Denn schnell wird er von verschiedenen Seiten als geheimer Ermittler angefragt. Und Smith geht, vor allem aus finanziellen Gründen, darauf ein und stößt dabei auf eine unschöne Geschichte aus veruntreuten EU-Geldern, der Marseiller Mafia und den Missbrauch von Minderjährigen. Alles in allem, starker Tobak, der jedoch ruhig und verpackt mit allerlei Frankreichfeeling (Landschaft, Küche und Geschichte) daherkommt. Mich hat vor allem das spektakuläre Ende und Smiths Spürsinn wie Weitblick überrascht.


    FAZIT
    Ein spannend erzählter Krimi aus der Provence, der sich prima als Sommerurlaubslektüre eignet und zudem die vielfältigen Verstrickungsebenen bei Mordfällen in der heutigen Zeit aufzeigt. 

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Der Ermittler ist ein James-Bond-Verschnitt mit zweifelhafter Moral, tolles Setting, aber zu wenig Spannung.
    James Bond Verschnitt mit zweifelhafter Moral

    Als Gentleman bezeichnet man einen gebildeten Mann, der sich durch Charakter und Anstand auszeichnet. Peter Smith sieht sich selbst als einen solchen. Der Brite, welcher früher als Lehrer für Kunstgeschichte, Unternehmensberater und für den britischen Geheimdienst gearbeitet hat, lebt nach der Pensionierung zusammen mit seinem Windhund Arthur in Arles. Er lässt es ruhig angehen, trifft sich regelmäßig mit seinem Freund und ehemaligen Kollegen David Gentry, liebt gutes Essen und trinkt ganz gern mal einen über den Durst. Als er nach einem Besuch in der Stierkampfarena niedergeschlagen wird und unter einem Toten wieder erwacht, ist es damit vorbei. Für ihn ist nämlich sicher, dass der Tote, Robert DuGresson, ermordet wurde, nur glaubt ihm die Polizei nicht. Doch zumindest die Martine, Roberts Witwe, interessiert sich für die wahren Todesumstände und engagiert Peter.   

     

    „Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften“ ist einer der wenigen Provence-Krimis, der mich nicht wirklich packen konnte. Das Setting ist toll und Arles sicher eine Reise wert, aber die Handlung plätscherte mir zu gemütlich vor sich hin. Peter ermittelt vor allem im Internet und die langatmigen Erklärungen über die Datensicherheit von PCs, Handys, Clouds etc. und wie man diverse Daten wiederfinden kann, tragen nicht unbedingt zur Steigerung der Spannung bei. Nur, wenn er wieder mal verfolgt oder überfallen wird, läuft er plötzlich zur Hochform auf und aus dem Opa wird plötzlich James Bond. Da wird gefoltert und rumgeballert, dass einem Hören und Sehen vergeht und natürlich steckt er die Gegner allesamt locker in die Tasche. Auch auf die Damenwelt macht Peter damit anscheinend Eindruck, denn nicht nur Roberts Witwe liegt ihm plötzlich zu Füßen. Ich habe mich beim Lesen mehrfach gefragt, ob der Autor hier nicht nur seine Fantasien auslebt.  Peter Smith ist kein angenehmer Mann und benutzt zum Teil recht heikle Methoden bei seinen Ermittlungen. Ungerechtigkeiten sind ihm relativ egal, so lange sie ihn nicht persönlich betreffen. In meinen Augen ist er ein James-Bond-Verschnitt mit zweifelhafter Moral.

     

    Für mich ist das Buch kein Krimi, sondern ein gemütliches Actionabenteuer vor einer tollen landschaftlichen Kulisse, bei dem man viel über die Geschichte, Gerichte und Weine der Region erfährt. Wahrscheinlich finden Männer an dieser Art des Buches und dem Schreibstil eher Gefallen als Frauen.

    Kommentare: 3
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    Kathrin_Schroeders avatar
    Kathrin_Schroedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Bedächtig und viel Lokalkolorit
    Viel Provence und ein wenig Krimi

    Ein Gentleman in Arles von Anthony Coles

    Erscheinungsdatum 2.5.2018, gelesen im Rahmen der Netgalleychallenge im Mai 2018 als ebook (kindle)

    Genre: Krimi, Lokalkrimi

    Peter Smith verbringt mit seinem Windhund Arthur seinen Lebensabend in der Provence in Arles. Er genießt die lokale Küche und die lokalen Getränke (außer Wasser), bewundert die lokale Architektur und Kunstgeschichte und geht regelmäßig mit seinem Hund spazieren. Wer die Provence mag, wird die ausführlichen Schilderungen dieser Themen sicher schätzen und die entsprechendne Wege im Geiste mitgehen. Leider habe ich keinen Orientierungssinn und verlaufe mich selbst im eigenen Stadtteil. Auch habe ich bereits bei Karl May die Beschreibungen der Gegend immer großflächig überblättert. Würde ich hier genauso verfahren, wäre das Buch auf knapp die Hälfte geschrumpft.

    Mr. Smith verlässt die Stierkampfarena, wird zusammengeschlagen und wacht unter einer gut gekleideten Leiche auf. Die Polizei redet von Selbstmord, die Witwe engagiert ihn für Ermittlungen und da er vor dem Ruhestand in der Finanzbranche tätig war und Erfahrungen als Hacker und mit Kunstgeschichte hat, ist er ideal für dei Ermittlungen.

    Das Tempo der Geschichte ist in etwa so hoch wie die Analysegeschwindigkeit der Hackertools, ich war an vielen Stellen versucht diagonal zu lesen.

    Bildreich beschrieben sind die Provence, Feinheiten und Hintergründe der Hacks, Vorlieben und Abneigungen des englischen Gentleman und seines Windhundes. Wer so etwas und ein ruhiges Erzähltempo mag, ist hier richtig, meins war diese Geschichte nicht wirklich

    #EinGentlemaninArles #Netgalleyde #Netgalledechallenge

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    melanie1984s avatar
    melanie1984vor 4 Monaten
    gähnend langweilig

    Peter Smith hat ein bewegtes Leben als Unternehmensberater, Lehrer für Kunstgeschichte und britischer Geheimdienstler hinter sich und beschließt nun, in mittleren Jahren, dem verregneten England den Rücken zu kehren und sich zusammen mit seinem Windhund Arthur im schönen Arles zur Ruhe zu setzen. Doch genau dort ist sie ihm nicht vergönnt: Kaum hat Smith das berühmte römische Amphitheater nach einem Stierkampf verlassen, wird ihm plötzlich ein Schlag auf den Hinterkopf versetzt. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich unter einer auffallend gut gekleideten Leiche wieder. Ohne es zu wollen, stolpert er mitten hinein in einen mysteriösen Mordfall, ein Netz aus Intrigen und eine provenzalische Verschwörung ...


    Ich konnte mich mit dem Buch bis zum Schluss nicht anfreunden, es haperte an allen Enden: angefangen bei den Protagonisten bis hin zum Schreibstil. Peter Smith ist ein komischer Kauz, er wirkte auf mich wie ein Alkoholiker. Ständig trinkt er Alkohol, von Wasser hält er nichts. Wenn es sein muss, mutiert er zum treffsicheren und mutigen Heckenschützen. Er war für mich in keinster Weise stimmig.
    Der Schreibstil ist geschwollen und altmodisch, absolut nichts für mich. Dem Krimi fehlte es an Tempo, ich musste mich durch die Seiten quälen und war froh, als ich endlich durch war.

    FAZIT:
    Für mich wird es das erste und letzte Buch des Autors bleiben.

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    Archers avatar
    Archervor 4 Monaten
    Bond senior gibt sich die Ehre

    Peter Smith ist so unauffällig wie sein Name. Zwei Sachen lassen ihn aus Arles herausstechen: Er ist Engländer und er hat einen wohlerzogenen Hund. Als Peter, der bereits Mitte sechzig ist und einfach nur sein ruhiges Leben in der Provence genießen will, eines Tages vom Stierkampf kommt (übrigens eine Leidenschaft, die ich widerlich finde), wird er erst niedergeschlagen und findet sich beim Erwachen in der Gesellschaft einer Leiche wieder. Die Polizei reagiert mehr als merkwürdig und dann wird Peter auch noch von der Witwe des ermordeten Mannes aufgesucht, die ihn darum bittet, Nachforschungen dazu anzustellen. Unvermittelt muss Peter alte Fähigkeiten und Freunde aktivieren, um unbeschadet aus der Sache herauszukommen.

    Ein Provencekrimi? Ich denke schon. Was ich mochte: Dass Peter mal keiner ist, dem man Heldentum ansieht. Stattdessen ist er ein älterer, nicht ganz schlanker Herr mit Hund. Ungefähr ab der Hälfte wurde es auch spannender, jedoch auch unwahrscheinlicher. Peter erledigt in Bondmanier Gangster im Handumdrehen, hackt sich in gesicherte Systeme ein und flirtet mit einer schönen Frau. Und auch wenn diese Frau ihr eigenes Spiel spielt, so kommen mir doch manche Entscheidungen und Handlungen zumindest fragwürdig vor. Trotzdem ist das ein kurzweiliger Krimi mit einem ungewöhnlichen Helden. 3,5/5 Punkten.

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    walli007s avatar
    walli007vor 4 Monaten
    Ein ruhiges Rentnerleben

    Den ehemaligen Geschäftsmann Peter Smith hat es nach Südfrankreich verschlagen. Mit seinem Hund Arthur, der sich nach seiner Zeit als Rennhund ebenfalls im Ruhestand befindet, lebt er im schönen Arles. Eines Abends begibt er sich in die Arena und findet sich plötzlich unter einer Leiche begraben wieder. Kurz nachdem er sich mühsam etwas aufgerappelt hat, ist schon die Polizei vor Ort und lässt ihn in das Krankenhaus am Ort bleiben. Es stellt sich heraus, dass Smith nichts weiter passiert ist, er soll sich nur ein wenig schonen. Eine Befragung durch einen Kommissar erscheint ihm zwar reichlich eigenartig, doch Peter Smith nimmt es einfach mal so hin. Erst als er wieder daheim angekommen ist, beginnt er zu überlegen, ob er sich der Sache genauer widmen soll. Als ihn die Witwe des Toten aufsucht, bestärkt sich dieser Gedanke noch.


    Über den Autor dieses ersten Bandes einer soweit bekannt bisher dreiteiligen Reihe um Peter Smith ist auf die Schnelle nicht viel herauszufinden. Fast scheint Peter Smith ein alter ego des Schriftstellers zu sein, auch wenn dieser nicht mit einer ähnlichen Vergangenheit wie seine Erfindung. Smith, der froh ist, seine Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben, wird neugierig, nachdem die Witwe - eine sehr attraktive Witwe - ihn gebeten hat, alles über den Todesfall herauszufinden. Es muss mehr dahinterstecken. Und wieso ermittelt die Polizei nur so lax? Mit Peter Smiths ruhigem Rentnerdasein ist es jedenfalls erstmal vorbei.


    Eine interessante Idee ist dem Autor gekommen. Ein Pensionär läuft bei der unkonventionellen Ermittlung in einem Todesfall zu Höchstform auf, deckt nebenbei die Hintergründe weiterer Taten auf und unternimmt mit seinem liebenswerten Hund Arthur ausgiebige Spaziergänge, während derer dem Leser Land und Leute näherkommen. Allerdings geraten die beschreibenden Passagen manchmal etwas zu lang und die Erklärungen hinsichtlich der Anwendung von Computern für den Laien etwas schwer zu verstehen. Dennoch entwickelt sich die Geschichte spannend und unvorhersehbar. Insbesondere wie Smith sich mit seinen Einstellungen von einem konventionellen Detektiv abhebt ist sehr originell. Erfreulich ist auch, dass sich ein renommierter Verlag dieses bisher unbekannten Autors annimmt. Für Freunde der Provence und ungewöhnlicher Ermittler kann dieser Roman eine kleine Entdeckung darstellen.

    3,5 Sterne

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 4 Monaten
    Gediegener Provence-Krimi

    Ein Gentleman in Arles ist ein Provence-Krimi von Anthony Coles, 2018 im Pendo Verlag erschienen und der erste Fall für Peter Smith.

    Peter Smith hat ein bewegtes Leben als Unternehmensberater, Lehrer für Kunstgeschichte und britischer Geheimdienstler hinter sich und  sehnt sich nach Sonne und Entspannung, daher setzt er sich zusammen mit seinem Windhund Arthur im schönen Arles zur Ruhe. Doch sein ruhiger Lebensabend ist jäh vorbei, als ihm beim Verlassen des römischen Amphitheater ein Schlag auf den Hinterkopf versetzt wird und er unter einer Leiche wieder zu sich kommt. Ohne es zu wollen, stolpert er mitten hinein in einen mysteriösen Mordfall, ein Netz aus Intrigen und eine provenzalische Verschwörung ...

    Anthony Coles hat einen interessanten Provence-Krimi geschrieben, leidlich spannend, aber gediegen und stilvoll. Er führt Land und Leute bildlich vor Augen, verliert sich mitunter aber in Exkursen, worunter die Spannung leidet. Peter Smith ist ein anfangs undurchschaubarer und recht unnahbarer Protagonist, was gut zur geheimnisvollen Aura eines Geheimagenten passt, nimmt den Leser jedoch durch seinen Intellekt und die Begeisterung für den französischen Lebensstil für sich ein.

    Alles in allem ein solider Provence-Krimi mit interessantem Ermittler und viel Lokalkolorit, der aufgrund einiger langatmiger Passagen nicht durchgehend zu fesseln vermag.

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    CelinaSs avatar
    CelinaSvor 4 Monaten
    Spannend und geruhsam gleichzeitig

    Ein Gentleman in Arles hat mir um einiges besser gefallen, als ich erwartet hatte. Vom Klappentext schloss ich auf ein recht actiongeladenes Buch mit einem gealterten James Bond in der Hauptrolle. Ein oder zwei Actionszenen gibt es tatsächlich. Davon einmal abgesehen ist es eher ein Cosy Crime, bei dem ich mich in die Provence versetzt gefühlt habe.
    Überhaupt wartet dieser Krimi vor allem mit leisen Tönen und ruhigem Gebaren auf. Vieles wird zwischen den Zeilen vermittelt und überhaupt; Bösewichte und Ermittler scheinen hier sehr gut miteinander auszukommen.

    Umso schmutziger sind dafür die Themen, die im Laufe der Ermittlungen zur Sprache kommen. Da geht es um Hinterziehung von EU-Geldern, Bestechung und weit schlimmeres. Besonders das Motiv für die Tat – das an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden soll – ist abscheulich. Gerade dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Opfern und Tätern und so recht Mitleid will nicht aufkommen. Für mein Gerechtigkeitsempfinden war es daher nur gut, dass die Polizei offiziell nicht ermittelt. Denn richtige Gerechtigkeit scheint es in diesem Fall nicht zu geben. Die letztendlich präsentierte Lösung kommt da gerade richtig.

    Anthony Cole schafft es dabei, das Lebensgefühl in der Provence zu vermitteln und gleichzeitig einen tollen Krimi zu schreiben. Die Schwärmereien für Küche und Landschaft der Gegend machen Lust auf Urlaub. Und der Krimi zeigt, dass nicht alles in der Provence so friedlich ist, wie es scheint.

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