Anthony Giddens Der dritte Weg

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Inhaltsangabe zu „Der dritte Weg“ von Anthony Giddens

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  • Neue Sozialdemokratie - Der Weg zur neuen Mitte

    Der dritte Weg
    Stephanus

    Stephanus

    Um Anthony Giddens, vor ca. 15 Jahren mit seinen Büchern und Thesen noch in aller Munde und las Vodenker von Tony Blair und seinem New Labour gefeiert, ist es in letzter Zeit sehr ruhig geworden. Auch seine Ideen und Thesen scheinen heute nicht mehr in der Sozialdemokratie kommuniziert zu werden. Nachdem ich das Buch bereits vo mehr als 10 Jahren zum ersten Mal gelesen hatte, hat mich nun ein erneutes Lesen, vor dem Hintergrund des aktuellen Zustands der Sozialdemokratie in Deutschland und Europa. gereizt, um auch zu sehen, wekche Thesen vorgeschlagen und dann ggf. tatsächlich umgesetzt worden sind. Giddens stellt in seinem Buch, nach dem Ende der UdSSR und dem kommunistischen Machtblock in Europa zunächst den von ihm beobachteten Zustand der Gesellschaft und der Politik dar, um dann einen ersten Ausblick vorzunehmen. Der Gegensatz zwischen Kapitalismus und Politik, besonders der sozialdemokratischen Politik alter Prägung, ist dabei die Hauptstoßrichtung. Aus diesem grundsätzlichen Spannungsverhältnis werden verschiedene Wege aufgezeigt, die zu einer Modernisierung der sozialdemokratischen Positionen führen sollen und damit zur Wiedererlangung von Regierungsverantwortung. Vieles bleibt dabei leider sehr vage und wird nicht einmal richtig politikwissenschaftlich analysiert. Letztlich bleibt die Wendung der Sozialdemokratie zur "neuen" Mitte der Gesellschaft die zentrale Lösung (ohne dass überhaupt versucht wird eine Eingrenzung zu geben, was denn überhaupt "Neue Mitte" sein soll). Erstaunt hat mich, dass von den angedachten Bürgerbeteiligungsinstrumenten und den ökologischen Aspekten, die beschrieben wurden, gerade von sozialdemokratischen Regierungen sehr vieles in den letzten 10 Jahren umgesetzt wurde. Insgesamt leider ein wenig analytisches Buch und sehr vage gehalten mit plakativen Schlagworten. Eine theoretische Grundlage für eine neue Politik der Sozialdemokratie kann ich in dem Buch noch immer nicht erkennen.

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  • Rezension zu "Der dritte Weg" von Anthony Giddens

    Der dritte Weg
    alanshore

    alanshore

    26. November 2007 um 23:52

    Der Soziologe Anthony Giddens ist der wohl ,,agilste konzeptive Ideologe" des ,,Dritten Weges" englischer Prägung. Vor allem in seinem 1998 erschienenen Werk ,,Der dritte Weg. Die Erneuerung der sozialen Demokratie." versucht Giddens ein theoretisches Fundament der Politik von New Labour aufzuzeigen und dieses gleichzeitig als Grundlage für eine erneuerte europäische Sozialdemokratie zu empfehlen. Giddens fordert darin ein Ende der alten Sozialdemokratie, die davon ausging, daß die negativen Erscheinungen der freien Marktwirtschaft durch Eingriff in den Markt gemildert oder überwunden werden könnten. Als Gründe für eine Umorientierung führt er imnsbesondere das Scheitern des Realsozialismus, die Globalisierung, und eine nicht zuletzt durch die sozialdemokratische Politik der Chancengleichheit selbst verursachte stärkere Individualisierung und Orientierung an postmaterialistischen Werten an. Dabei weist er übrigens darauf hin, daß Teile dieser neuen gesellschaftlichen Herausforderungen bereits länger Einzug in sozialdemokratische Programmatik gefunden hätten und hebt ausdrücklich die Bedeutung des Godesberger und Berliner Grundsatzprogramms der SPD hervor, das erstere wegen seiner Abkehr vom Staatssozialismus, das letztere wegen der Öffnung hin zu postmaterialistischen Wertvorstellungen, so im Zusammenhang mit dem ökologischen Umbau. Insgesamt kann gesagt werden, daß Giddens sich wesentlich stärker bemüht, sich von neoliberalen Politikentwürfen abzugrenzen, als dies zumindest die in den Medien geführte Debatte um den ,,Dritten Weg" erwarten läßt. So betont er gerade im Zusammenhang mit dem Sozialstaat immer wieder, es gehe ihm nicht um ein Postulat der Ungleichheit im Sinne einer elitären Meritokratie, auch gehe es ihm nicht um eine Senkung der Sozialausgaben, sondern vielmehr um ihren zielgerichteteren Einsatz, und er hebt auch häufig den Vorbildcharakter des deutschen Sozialstaats, z.B. in Bezug auf die Bedeutung von gemeinnützigen Organisationen, hervor. Gerade sein begriff der positiven Wohlfahrt scheint eher an Kommunitaristische wie das des amerikanischen Philosophen Amitai Etzioni21, denn an neoliberale Konzepte angelehnt. Offen bleibt allerdings bei vielen von Giddens´ Positionen die Diskrepanz zwischen philosophischem Postulat und konkreter politischer Verifizierbarkeit. All zu häufig werden moralische Ansprüche erhoben, aber wenig darüber gesagt, wie diese über ihren appellatorischen Charakter hinaus zur Leitlinie politischen Handelns werden können. Dies gilt insbesondere dort, wo von der Verantwortung der Unternehmer die Rede ist, während die Ausführungen in Bezug auf den Sozialstaat relativ konkret sind. Insofern muß die Frage offen bleiben, welche Funktion die Giddensschen Ausführungen für die Politik von New Labour haben: Ein philosophisches Grundgerüst, an dem sich die Politik des Dritten Weges orientiert oder eher ein legitimatorisches Fundament für eine pragmatische Regierungspolitik.

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