Anthony Horowitz Das Geheimnis des weißen Bandes

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz

London 1890: Der wohlhabende Galerist Edmund Carstairs fühlt sich von einem mysteriösen Mann mit Schiebermütze verfolgt. Er erkennt in ihm Keelan O'Donaghue, den Anführer einer amerikanischen Verbrecherbande, die mit seiner Hilfe zerschlagen wurde. Hilfesuchend wendet Carstairs sich an Sherlock Holmes. Kurze Zeit später wird O`Donaghue erstochen aufgefunden und ein Straßenjunge brutal ermordet. Der einzige Anhaltspunkt ist ein am Handgelenk des Jungen befestigtes weißes Seidenband. Mit seiner charismatischen Stimme führt Johannes Steck alias Dr. Watson in die Welt der Lords und Ladys und in deren dunkelste Geheimnisse ein. Der neue Sherlock Holmes-Roman vom internationalen Bestsellerautor Anthony Horowitz wurde von der Arthur Conan Doyle Estate als offizieller Nachfolger des Originals anerkannt. Das gleichnamige Buch, aus dem Englischen von Lutz-W. Wolff, ist im Insel Verlag erschienen.

Tolles Hörbuch, sehr spannender verzwickter Fall.

— hasirasi2
hasirasi2

Der große Sherlock beging einen Fehler und reute ihn sein Leben lang. Auf dem Sterbebett offenbar Dr. Watson die Hintergründe der Greueltat

— danielamariaursula
danielamariaursula

Was haben ein amerikanischer Verbrecher und ein Junge mit weißem Band am Handgelenk gemeinsam?

— cybersyssy
cybersyssy

Spannende Holmes-Adaption, die den Leser auf eine Zeitreise ins viktorianische London mitnimmt.

— littleowl
littleowl

Die düstere Stimmung des alten Londons hat mir etwas gefehlt ...

— angi_stumpf
angi_stumpf

Schönes Buch, spannend und gut gelesen! Kann man zum "wegschmökern" weiterempfehlen.

— sofie
sofie

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    Das Geheimnis des weißen Bandes
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    Dr. Watson liegt im Sterben und so bricht er nach dem Tod seines Freundes Holmes ein 25 Jahre altes Schweigen und berichtet von einem besonders abscheulichem Fall, der Sherlock besonders unter die Haut ging, weil er sich für den Tod eines Kindes verantwortlich fühlt. Dieser Fall führte Holmes und Dr. Watson sowohl in die Niederungen der Londoner Slums, als auch in höchste gesellschaftliche Kreise, als eines kalten Abends der wohlhabende Kunsthändler Edmund Carstairs in voller Abendgarderobe in der Baker Street 221b erscheint und folgendes Problem schildert: aufgrund eines Großauftrages eine beachtliche Sammlung des englischen Maler Constable an die amerikanische Westküste zu einem reichen Amerikaner Cornelius Stillman zu bringen, kam er in Kontakt mit einer irisch-amerikanischen Verbrecherbande. Als diese bei einem Eisenbahnüberfall die Kunstsammlung verbrannte, schwor Stillman Rache. Die Bande wurde bis auf einen der Anführer in einem Hinterhalt ausgelöscht. Dieser O’Donaghue ermordete daraufhin Stillman und scheint nun hinter ihm, Carstairs her zu sein. Sherlock macht sich so seine eigenen Gedanken, auch weil in dem Carstairs Haushalt so einige Merkwürdigkeiten in den letzten Monaten auftraten. Er scheint nicht weiter zukommen. Auffällig ist jedoch, daß er bei seinen Ermittlungen stets auf weiße Seidenbänder stößt, selbst an der Leiche eines ermordeten Straßenjungen. Gerade bei CD 2 wurde mir siedendheiß bewußt, warum ich bislang lieber den Abenteuern des jungen Sherlock Holmes folgte, da der Erwachsene ja den Hang zu einer 7 % Kokainlösung intravenös hat. Aber meine Befürchtung Holmes in einen Drogenrausch folgen zu müssen, wurde nicht erfüllt. Zwar führten die Ermittlungen in eine der damals legalen Opiumhöhlen, in denen die Oberschicht bisweilen auf völlig aufgezehrte Vertreter der Unterschicht trifft, aber das Verbrechen, daß Holmes aufdeckt ist viel abscheulicher und die darin Verwickelten unantastbar, so daß es trotz Aufklärung nie enden wird. Die Mächtigen sind beteiligt und halten schützend ihre Hände über die Täter. Dies ist definitiv kein Jungendhörbuch, aber voller Gedankenspiele und besonders auf CD 2 wirklich spannend. Gerade die musikalische Hörspieluntermalung überzeugte mich, die Geschichte besser nicht mehr zum Einschlafen zu hören, sondern bei unliebsamen Haushaltstätigkeiten. Der musikalische Spannungs- und Atmosphärenaufbau hat bei mir wirklich seine Wirkung gezeigt. Wie Holmes es gelingt sich mal wieder aus der größten Not zu befreien, fand ich zwar etwas konstruiert, aber die vollständige Auflösung des Rätsels habe ich so nicht kommen sehen. Es lohnt sich daher definitiv das Hörspiel mehrmals zu hören und sich in der Wiederholung an all den kleinen Hinweisen zu erfreuen, die man entdeckt, wenn man die Auflösung bereits kennt. Eine wirklich gelungene Hommage an Sir Arthur Conan Doyle und seine Schöpfung Sherlock Holmes. Die nebeligen Londoner Straßen, die Slums, sehr gut ist die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen worden. Die Anknüpfung an bekannte Geschichten mit der Erläuterung, wo denn dieser neue Fall herkommt und weshalt Holmes und Dr. Watson nach dessen Heirat noch mal ermitteln, ist wirklich gut gelungen und für Fans ein echtes Schmankerl. Der Autor Anthony Horowitz der für seine eigene Krimiserie Bestsellerstatus erlangte, hat sich wirklich gut in die Vorlagen hereingedacht und den Ton gut getroffen. Mit Frank Röth wurde Sherlock Holmes meines Erachtens stimmlich hervorragend besetzt, wie auch die Wahl von Gerhard Garbers als Dr. Watson. Beide Stimmen setzen sich gut in Klangfarbe und Tonhöhe von einander ab, so daß eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Oft habe ich bei Hörspielen Probleme der Geschichte zu folgen, entweder weil die Lautstärke zu stark schwankt, oder ich Schwierigkeiten habe, die Stimmen den Personen korrekt zu zuordnen. Bei dieser Produktion wurde für jede Person ein eigener Sprecher gewählt und dabei wirklich renommierte Stimmen, bis in die kleinste Nebenrolle (der kleine Drache Kokosnuss = Philipp Schepmann als verkommener Adelspross, herrlich!), die es wirklich vereinfachen, die Personen akustisch zu unterscheiden. Man merkt, daß WDR und Radio Bremen keine Kosten und Mühen gescheut haben und daß mit Theresia Singer als technischer Leitung ein Profi am Start war. Da es sich um eine 3-teilige Sendereihe handelt, beginnt jede CD auch tatsächlich mit einer Einführung und einem ganz kurzen Rückblick. Als ich CD 2 einlegte dachte ich, ich hätte vergessen den Tonträger zu wechseln, bis mir dämmerte, daß ich ja der Radioversion folge. Auch wenn für die Hörspielbearbeitung Kürzungen vorgenommen werden mußten, ist Bastian Pastewka wirklich geschickt mit der Textvorlage umgegangen, so daß ich es nie bedauert habe, mich für das Hörspiel statt für das Hörbuch, daß ebenfalls bei Goya Lit erschien, entschieden zu haben. Eine toll produzierte Hommage an das wohl berühmteste Ermittlerduo, dem ich gerne 5 von 5 Sternen gebe.  

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  • Sherlock Holmes und das Geheimnis des weißen Bandes --> nicht nur für Sherlock Holmes Fans

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    Julie209

    Julie209

    10. May 2017 um 20:00

    Das Hörspiel „Sherlock Holmes und das Geheimnis des weißen Bandes“ nach Anthony Horowitz (13,99€, erschienen am 10.02.17 bei Jumbo Neue Medien, 2 Stunden 42 Minuten)   London 1890, ein elegant gekleideter Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Er fühlt sich von einem Mann verfolgt, den er als einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Trotz seiner legendären Methoden kann Holmes zunächst keine eindeutige Spur finden. Nur ein weißes Band am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen scheint als Hinweis brauchbar, aber das Ausmaß der dahinterstehenden Verschwörung ahnt nicht einmal der Meisterdetektiv.   Der Einstieg in das Hörbuch war sehr angenehm. Die verschiedenen Stimmen konnte ich zwar nicht immer gleich ihrer Person zu ordnen, doch man war gleich gefangen in dem Abenteuer von Sherlock Holmes, das natürlich aus Sicht seines Freundes und Chronisten, Dr. John Watson, erzählt wird. Im Gegensatz zu neueren Interpretationen finden wir uns in London des 19. Jahrhunderts wieder. Die Droschken als Fortbewegungsmittel und die leicht altertümliche Sprache, die man aber gut verstehen konnte, haben ihren ganz besonderen Flair. Sherlock Holmes mutet ganz als deduzierender Detektiv an und war mir im Gegensatz zu den Büchern von Sir Arthur Conon Doyle sympathisch, weil er Dr. Watson wie einen Freund mit Respekt behandelte. Auch Watson zeigte sich keinesfalls stümperhaft, allerdings wie erwartet natürlich weitaus weniger genial als sein Freund Sherlock. Das Hörspiel ist in drei Teile geteilt. Die 2 Stunden 42 Minuten sind voller verblüffender Deduktionen und Spannung. Man kann damit wunderbar in das London des 19. Jahrhunderts abtauchen, was nicht zuletzt an den sehr authentisch gestalteten Hintergrundgeräuschen lag, die eine Szene wirklich echt gemacht haben. Die vielen Personen, die auch von unterschiedlichen Personen gesprochen wurden, und die ausgefeilte Handlung haben mir auch gut gefallen. Ich kenne wohl nicht die Romanvorlage und kann daher nicht beurteilen, ob dieses Hörspiel nah an der Vorlage gestaltet ist. Dennoch kann ich sie nicht nur eingefleischten Sherlock Holmes Fans empfehlen. Diejenigen, die allerdings die anderen Fälle des Sherlock Holmes kennen, werden sich über manche Anspielung und Andeutung freuen.   Zusammenfassend gesagt: Ein wunderbares Hörspiel über Sherlock Holmes im 19. Jahrhundert! Sehr authentisch, spannend und nicht nur für Sherlock Holmes Fans zu empfehlen.

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  • Watson plaudert aus dem Nähkästchen

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    cybersyssy

    cybersyssy

    08. April 2017 um 17:26

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘Auch wenn es sich um einen typischen Sherlock-Holmes-Krimi handelt, ist es doch dieses Mal anders, denn Watson erzählt viele Jahre später von diesem Fall. Allerdings erschien mir die Story doch arg konstruiert und an einigen Punkten hölzern. Diese Perspektive ist wirklich interessant und ich fand auch die gelegentlichen Seitenhiebe, dass Holmes mal wieder die Mitmenschen nicht einweiht, äußerst gelungen. Wie immer kommt die Geschichte unaufgeregt daher und sukzessive fand Holmes Indizien und zog Schlussfolgerungen. Als Film kommt das gut, man sieht Mimik und Gestik, doch als Buch konnte es mich nicht fesseln. Es war zu langatmig, die Action fehlte mir. Es hätte ja gar nicht rasante Action wie bei James Bond sein müssen, aber doch mal so viel, dass sich mein Herzschlag minimal erhöht.Johannes Steck hat den Leser in seinen Bann gezogen und ich bin mir sicher, dass ohne ihn, das Buch um einiges langweiliger daher gekommen wäre. Er konnte mich wieder mit seiner Stimme faszinieren und der Handlung Leben einhauchen. Da ich bisher Sherlock Holmes nur im TV gesehen habe, weiß ich nicht, ob Horowitz‘ Schreibstil dem Sir Arthur Conan Doyles gleicht, aber er war auf jeden Fall wortgewandt, was stellenweise absolut gestelzt wirkte. Alles in allem hat mich dieses Hörbuch nur mittelprächtig überzeugt und so vergebe ich wohlwollend 3 Sterne.‘*‘ Klappentext ‘*‘London 1890: Der wohlhabende Galerist Edmund Carstairs fühlt sich von einem mysteriösen Mann mit Schiebermütze verfolgt. Er erkennt in ihm Keelan O'Donaghue, den Anführer und einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Hilfesuchend wendet Carstairs sich an Sherlock Holmes. Aber nur kurze Zeit später wird O`Donaghue erstochen aufgefunden und ein Straßenjunge brutal ermordet. Der einzige Anhaltspunkt ist ein am Handgelenk des Jungen befestigtes weißes Seidenband.

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  • Das Geheimnis des weißen Bandes

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    littleowl

    littleowl

    13. January 2017 um 20:23

    Meine Meinung Ich liebe Sherlock Holmes Adaptionen, daher war auch "Das Geheimnis des weißen Bandes" für mich ein absolutes Must-Read. Trotzdem bin ich lange nicht dazu gekommen, den Roman zu lesen, und war dann ganz begeistert, als ich festgestellt habe, dass es eine hochkarätig besetzte Hörspiel-Fassung gibt. Kurz, aber besonders einprägsam war der Gastauftritt von Christoph Maria Herbst als geheimnisvoller Professor. Für mich gibt es nichts schöneres, als während eines langen Winterspaziergangs durch den Nebel zu laufen und dabei einem spannenden Krimi zu lauschen. Und Spannung hatte dieses Hörvergnügen auf jeden Fall zu bieten, es gibt jede Menge mysteriöse Vorfälle, blutige Morde und Schießereien bei Nacht und Nebel. Da kommt kein bisschen Langeweile auf! Die Geschichte wartet mit unzähligen überraschenden Wendungen auf - und mit einem Ende, das ich niemals erraten hätte. Das Hörspiel ist wirklich großartig umgesetzt, ich habe mich beim Lesen ins viktorianische England versetzt gefühlt und hätte ein paar Mal fast meine Haltestelle verpasst, weil ich so ins Hören versunken war. Durch die Musik, die lebendige Beschreibung von London und die herrlichen Dialoge ist bei mir echte Sherlock Holmes-Stimmung aufgekommen - eine der besten Adaptionen, die mir bisher begegnet ist!

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  • Hätte noch etwas Spannung vertragen ...

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    21. January 2015 um 14:49

    Die Geschichte: Erzählt wird uns das Ganze von keinem Geringeren als Dr. Watson persönlich. Er spricht quasi posthum über seine Erlebnisse mit seinem Freund Sherlock Holmes. Es geht um den Kunstsammler Carstairs, der sich verfolgt fühlt von einem Mann, den er von früher aus Amerika zu kennen glaubt. Dieser Mann war damals Teil einer Verbrecherbande, die durch eine großzügige Belohnung, die u. a. Carstairs auslobte, unschädlich gemacht werden konnte. Nun scheint er nach England gekommen zu sein, um sich zu rächen. Doch kurz darauf ist der Mann tot und außerdem wird auch noch ein Straßenjunge, der für Holmes spioniert hat, brutal ermordet. Um das Handgelenk des Jungen ist ein weißes Seidenband geschlungen, das als Warnung dienen soll. Doch Holmes lässt sich nicht von seinen Nachforschungen abbringen und diese bringen ihn geradewegs selbst ins Gefängnis: er soll im Opiumrausch ein wehrloses Mädchen erschossen haben … Meine Meinung: Die Atmosphäre des alten, düsteren Londons kam für mich leider nicht so rüber. Der leichte “Jack, the Ripper”-Gruseleffekt hat mir einfach gefehlt. Es wirkte auf mich alles ein bisschen gemächlich und wenig spannend. Watson, Holmes und die anderen Figuren wurden gut beschrieben und wirkten lebendig und je nach ihrer Rolle mehr oder weniger sympathisch. Am liebsten mochte ich eigentlich Dr. Watson, denn Holmes kann mit seiner besonderen Art zuweilen schon etwas anstrengend werden. Immer alles wissen, aber nur nichts preisgeben … Die Story war gut durchdacht und hielt einige Überraschungen bereit, die Auflösung fand ich stimmig und es wurde am Ende alles noch einmal schön erörtert, so dass keine Fragen offen blieben. Fazit: Mir hat die düstere Stimmung Londons gefehlt und ein Quäntchen mehr Spannung. Aber ansonsten war es recht unterhaltsam. 3,5 Sterne

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  • Rezension zu "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    07. April 2012 um 10:28

    Dr. Watson erzählt einen der schockierendsten Fälle seines Freundes Sherlock Holmes. Bisher wurde dieser nie erwähnt, denn zu erschreckend waren die Geschehnisse. Zunächst fing alles mit einem "harmlosen" Kunstraub in den USA an, doch dann entpuppte sich das ganze als weitreichende Verschwörung, in die einige der mächtigsten Familien Londons verwickelt waren. Zahlreiche Morde, in den verschiedensten Schichten der Gesellschaft erfordern Holmes schnelles Handeln, jedoch besteht sein einziger Hinweis aus einem weißen Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen. "Das Geheimnis des weißen Bandes" war für mich die erste Sherlock Holmes Geschichte, die ich gelesen bzw. gehört habe. Ich habe mir zwar vor mehreren Monaten die englische Gesamtausgabe gekauft, jedoch hatte ich noch keine Zeit zum Reinlesen. Trotzdem habe ich beim Namen "Sherlock Holmes" gleich eine gewisse Vorstellung, was die Geschichte angeht, und dieses Hörbuch könnte meine Erwartungen erfüllen. Der Hörer erlebt London Ende des 19. Jahrhunderts. Das Setting spiegelt das damalige Leben zwischen Armut und Reichtum authentisch wieder und man erhält ein tolles Gesamtbild über die faszinierende Stadt, die jedoch auch etliche Schattenseiten besitzt. Die zugrunde liegende Handlung hat mir sehr gut gefallen. Der Plot ist interessant und spannend und die einzelnen Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben, so dass das ganze Geschehen erst nach und nach offensichtlich wird. Sherlock Holmes, der für seine schnelle Auffassungsgabe bekannt ist, kann immer wieder überzeugen, in dem er Spuren und Hinweise entdeckt, die keinem anderen aufgefallen sind. Obwohl ich die Geschichte schon toll fand, konnte mich der Sprecher am meisten fesseln. Johannes Steck, der das Hörbuch spricht, hat es geschafft Watson und allen anderen Charakteren Leben einzuhauchen und durch seine Stimme, die perfekt zu der Zeit, dem Setting und den Figuren passt, das Hörbuch wirklich zu einem Hörgenuss zu machen. Ich glaube nicht, dass es irgendjemand besser hätte präsentieren können. Der neue Sherlock Holmes Fall und Johannes Steck passen einfach wie die Faust aufs Auge. Fazit: Perfekte Hörbuchunterhaltung, Dank der tollen Kombination aus einem genialen Sprecher und einer spannenden Geschichte! Audio: 4 CDs Verlag: Jumbo Neue Medien (7. Dezember 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 383372868X ISBN-13: 978-3833728686

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  • Rezension zu "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. March 2012 um 16:57

    Sherlock Holmes wird von einem Mann um Hilfe gebeten, der sich von einer ominösen Person mit einer auffälligen Schiebermütze verfolgt sieht. Um dem Verdächtigen auf die Spur zu kommen, bittet Holmes die Straßenjungen um Hilfe. Er ahnt nicht, dass er so nicht nur dem Verfolger auf die Schliche kommen, sondern vielmehr noch ein ungleich größeres, grauenhaftes Verbrechen aufdecken wird, indem er sein Leben Gefahr bringt… Der bislang für seine Jugendbücher bekannte Anthony Horowitz schreibt aus der Sicht Watsons, als sei er die leibhaftige Inkarnation Arthur Conan Doyles: Seine Hommage gelingt. Am Liebsten möchte man glauben, es handelte sich tatsächlich um ein 100 Jahre altes Manuskript, das erst jetzt wieder zutage gefördert wurde. Johannes Steck, in der deutschen Tonspur des Buchtrailers zu hören, bringt die Geschichte mit seiner rauen, warmen Stimme unaufgeregt, aber dennoch fesselnd zum Leben - ganz eines Dr. John H. Watsons würdig. Ein Traum für jeden Anhänger des klassischen Detektivromans.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2012 um 08:59

    Der Galerist Carstairs bittet Sherlock Holmes um Hilfe. Nachdem er dafür gesorgt hat, in den USA eine Verbrecherbande zur Strecke zu bringen, wird er vom letzten überlebenden Mitglied dieser Bande bis nach London verfolgt. Nun fürchtet er um sein Leben und beauftragt Holmes, den Verbrecher zu schnappen. Doch bevor es dazu kommt, ist der Verbrecher tot, ein Straßenjunge brutal ermordet und Holmes des Mordes an einer jungen Frau beschuldigt. Und auch in der Familie Carstairs beginnen sich die Tragödien zu häufen. Das Geheimnis des Weißen Bandes scheint alle Ereignisse miteinander zu verbinden. Um weitere Todesfälle zu verhindern und die eigene Unschuld zu beweisen macht sich Sherlock Holmes mit Hilfe seines besten Freundes Dr Watson daran, das Geheimnis um das Weiße Band zu lösen... Horowitz hat einen intelligenten und spannenden Whodunnit-Krimi der offiziellen Sherlock-Holmes-Reihe abgeliefert. Ob das Hörbuch exakt mit dem Buch übereinstimmt, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gelesen habe. Aber die Geschichte klang überzeugend nach einer Erzählung aus der Feder von Conan Doyle und enthielt zahlreiche Anspielungen und Auftritte von Figuren aus früheren Abenteuern des Detektivs, z.B. die Baker Street Irregulars. Ein paar Zugeständnisse an den aktuellen Zeitgeschmack mussten aber doch gemacht werden. So sind die Gewaltdarstellungen doch sehr explizit erzählt. Es wurden zahlreiche Hinweise gegeben, so dass es dem Hörer möglich gewesen wäre, am Ende zu den selben Schlussfolgerungen zu gelangen, wie der Protagonist. Miträtseln macht also Sinn und Spaß und in einigen Punkten war ich persönlich auch recht treffsicher mit meinen Vermutungen. Die einzige Stelle, mit der ich unzufrieden war, befindet sich gleich am Anfang des Hörbuchs. Gleich zweimal fällt der Satz "Das Wild ist auf". Zunächst war ich etwas verwirrt und nach kurzer Überlegung kam ich darauf, dass das wohl die Übersetzung des bekannten Satzes "The game is afoot" sein soll. Hier hat der Übersetzer nicht aufgepasst. Ursprünglich ein Zitat aus Shakespeares "HenryV", in dem es tatsächlich um die Jagd geht, bedeutet es heute so viel wie (und das auch schon zu Conan Doyles Zeiten) "the game is on" also "Das Spiel hat begonnen". Man stelle sich das Gesicht Watsons vor, wie Holmes unvermittelt aufspringt und ihm zuruft "Das Wild ist auf!" Mal abgesehen davon, dass das meines Erachtens auch kein richtiger deutscher Satz ist. Der Sprecher, Johannes Steck, macht seine Sache außerordentlich gut. Mit nur wenigen Veränderungen seiner Stimme, verleiht er jeder Figur ihren eigenen Charakter. Die Arroganz und Überlegenheit eines Sherlock Holmes ist schön herauszuhören. Nur bei der Aussprache des Namens "Lestrade" meint er es zu gut und spricht ihn ständig "Lesträjd" aus. Vermutlich in der Annahme die Briten würden dies auch so tun. Aber auch die sprechen den Namen wie "Lestraad" aus. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Hörbuch.

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