Anthony Horowitz Moriarty (Sherlock Holmes Novel Book 2)

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Inhaltsangabe zu „Moriarty (Sherlock Holmes Novel Book 2)“ von Anthony Horowitz

Sherlock Holmes is dead. Days after Holmes and his arch-enemy Moriarty fall to their doom at the Reichenbach Falls, Pinkerton agent Frederick Chase arrives in Europe from New York. The death of Moriarty has created a poisonous vacuum which has been swiftly filled by a fiendish new criminal mastermind who has risen to take his place. Ably assisted by Inspector Athelney Jones of Scotland Yard, a devoted student of Holmes's methods of investigation and deduction, Frederick Chase must forge a path through the darkest corners of the capital to shine light on this shadowy figure, a man much feared but seldom seen, a man determined to engulf London in a tide of murder and menace. Author of the global bestseller THE HOUSE OF SILK, Anthony Horowitz once more breathes life into the world created by Arthur Conan Doyle. With pitch-perfect characterisation and breath-taking pace, Horowitz weaves a relentlessly thrilling tale which teases and delights by the turn of each page. The game is afoot...
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    Moriarty (Sherlock Holmes Novel Book 2)
    Aglaya

    Aglaya

    10. September 2016 um 22:15

    Nach dem Sturz in die Reichenbachfälle ist der berühmte Detektiv Sherlock Holmes verschwunden und sein Gegenspieler James Moriarty wird tot aufgefunden. Die Leiche trägt eine geheimnisvolle Botschaft auf sich, mittels derer der Scotland Yard Inspector Athelney Jones und der amerikanische Pinkerton-Detektiv Frederick Chase die Londoner Unterwelt aufmischen wollen.Ein Sherlock Holmes Krimi, in dem Holmes nicht vorkommt. Kann das funktionieren? In meinen Augen ja. „Der Fall Moriarty“ fühlt sich an wie die anderen Holmes-Krimis von Anthony Horowitz, die das Original-Feeling der Doyle-Romane in meinen Augen gut rüberbringen. Erzählt wird die Geschichte wie auch bei Doyle üblich in der Ich-Perspektive, aber dieses Mal nicht von Holmes‘ Sidekick Dr. Watson, sondern vom Pinkerton-Agenten Chase. Die Rolle des Holmes‘ übernimmt in der Geschichte klar Jones, der dem berühmten Detektiven so ähnlich gestaltet wurde, dass ich das ganze Buch über darauf gewartet habe, dass er sich eine Perücke oder einen künstlichen Bart vom Kopf reisst und sich als Sherlock Holmes zu erkennen gibt (kleiner Spoiler: nein, das passiert nicht).Die Handlung fand ich etwas verwirrend, da ich bald den Überblick über die verschiedenen Personen verloren hatte, die mir grösstenteils ziemlich blass erschienen und daher kein Wiedererkennungspotential aufwiesen.Wie auch in seinen früheren Holmes-Geschichten geizt Anthony Horowitz auch hier nicht mit Anspielungen auf die originalen Sherlock-Holmes-Romane, wobei ich die meisten dieser Anspielungen für ziemlich unnötig hielt. Ein dahingeworfenes „weisst du noch, der Fall XY“ bringt weder die Geschichte weiter noch kann es den Leser wirklich unterhalten. Ich fand es auch etwas unnötig, dass der Polizist Jones dem Detektiven aus der Baker Street so eng nachempfunden wurde. So hatte ich über lange Strecken das Gefühl, dass der Autor Anthony Horowitz mehr kopiert als etwas Eigenes erschafft. Das Ende hat mir übrigens, wie auch so vielen anderen, überhaupt nicht gefallen.Mein FazitDas Holmes-Feeling stimmt, etwas mehr Eigenleistung hätte allerdings sein dürfen.

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  • Moriarty

    Moriarty (Sherlock Holmes Novel Book 2)
    TheRavenking

    TheRavenking

    15. April 2015 um 20:10

    The House Of Silk – Anthony Horowitz erster Sherlock-Holmes-Roman stieß bei mir auf wenig Gefallen. Das lag keineswegs an dem Stil, es war die Handlung, die meines Erachtens nicht zu einer Holmes-Erzählung passte. Mir war sie zu modern, zu gewalttätig. Das Prädikat geschmacklos will ich hier gar nicht verwenden, schließlich ist das dort behandelte Thema in modernen Thrillern (und leider auch in den Nachrichten) omnipräsent. Aber an eine Sherlock-Holmes-Pastiche stelle ich zumindest andere Erwartungen. Man möchte ja auch nicht lesen wie Hercule Poirot ein mexikanisches Drogenkartell aushebt oder Miss Marple Undercover im Rotlichtmilieu ermittelt. Ich bevorzuge es diesen klassischen Krimihelden beim Lösen skuriller und altmodischer Puzzle beizuwohnen, für die Verfolgung der realistischeren Fieslinge gibt es ja genug moderne Ermittler. Als ich also Horowitz‘ Nachfolgeroman zur Hand nahm geschah dies keineswegs mit übertriebenen Erwartungen, sondern eher aus einer milden Neugier bzw. der Hoffnung der Autor möge diesmal mehr Glück beim Entwerfen seiner Geschichte gehabt haben. Moriarty macht uns gleich am Anfang mit unseren zwei Protagonisten bekannt, und diese heißen nicht Holmes und Watson, sondern Frederick Chase und Athelney Jones. Die Handlung spielt zu der Zeit, als man Holmes tot glaubte. Verstorben im Kampf mit seinem Erzfeind Professor Moriarty. Beide – so wird angenommen - stürzten die Reichenbach-Fälle hinunter, - allerdings gelang es nicht ihre Leichname zu finden. Moriarty beginnt gleich damit, dass es die offizielle Version in Frage stellt, indem es auf die zahlreichen Ungereimtheiten in der Erzählung von Das Letzte Problem hinweist. Hat Dr. Watson bewusst gelogen oder hat er einfach keine Ahnung? Wie kommt es, dass ein Mann von Holmes‘ Intelligenz sich so einfach in die Falle locken ließ. Und wieso wählte der verschlagene Moriarty eine solch wenig subtile Weise seinen Feind zu beseitigen? Wahrscheinlich muss sich alles ganz anders zugetragen haben. Der Mann, der sich solche Gedanken macht heißt Frederick Chase und ist Agent der Detektei Pinkerton. Er ist auch unser Erzähler, unser Watson, wenn man so will, der den Leser durch die Geschichte führt. Chase ist mit einem speziellen Auftrag nach Europa gekommen und trifft in der Schweiz auf einen Ermittler von Scotland Yard. Athelney Jones war ein ermittelnder Detektiv im Holmes-Roman Das Zeichen der Vier. Dort wurde er als ziemlicher Volltrottel präsentiert. Horowitz hat sich dazu aber einen besonderen Gag einfallen lassen, denn hier ist Jones offenbar ein großer Bewunderer von Sherlock Holmes‘ Methoden, die er stets anzuwenden versucht. Gleich beim ersten Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen folgert er aus dessen Erscheinungsbild auf Herkunft und Beruf des Betroffenen. Die beiden Männer sehen sich gezwungen zusammenzuarbeiten, um ein gefährliches Komplott zu vereiteln. Der Kopf der US-Unterwelt, Clarence Deveraux, hatte vor mit Professor Moriarty Kontakt aufzunehmen. Deveraux ist extrem gefährlich und soll höchst brutal vorgehen. Man befürchtet, dass die zwei führenden Gangster eine Zusammenarbeit planten, was von der Polizei natürlich um jeden Preis verhindert werden möchte. Doch nun, wo Moriarty tot ist, - man hat eine Leiche, auf welche die Beschreibung des Professors passt, aus dem Wasser gefischt, wir das Treffen der beiden Verbrecherkönige vielleicht gar nicht stattfinden, es sei denn man hält Moriartys Ableben geheim und versucht die Botschaft, die er an seinem Körper trägt (die beiden Dtektive finden einen Zettel mit einem Geheimcode) zu entschlüsseln. Der nächste Schritt wird sein, dem US-Verbrecher in London eine Falle zu stellen. Doch obwohl gut gedacht, erweist sich die Sache bei der Durchführung doch als keineswegs so einfach und erst etliche Morde und falsche Fährten später gelingt es den Missetäter am Ende zur Strecke zu bringen. Moriarty bietet reichlich Action, von makabren und blutigen Verbrechen über Bombenanschlägen und Verfolgungsjagden ist hier alles enthalten was des Herz des Krimifans begehrt. Der Gewaltanteil ist dabei wesentlich höher als in den Originalwerken. Meiner Meinung nach wäre das gar nicht nötig gewesen, aber vielleicht verlangt das moderne Publikum ja danach. Am Ende gibt es eine schockierende Wendung. Diese lässt die vorherigen Geschehnisse dann in ganz anderem Licht erscheinen. Bis dahin kam mir die Handlung trotz des hohen Tempos etwas mittelmäßig vor. Glücklicherweise sorgt also das Finale mit einer radikalen Wendung im Plotverlauf für das gewisse Etwas, was den Roman über den Durchschnitt hebt (wobei mir natürlich klar ist, dass manche Leser gerade mit dieser Wendung ihre Probleme hatten). Problematisch ist einzig, dass gerade dieser Twist nicht ganz so überraschend ist, wie vom Autor vielleicht geplant. Man kennt ihn bereits aus einigen sogar recht berühmten Krimis. Fazit: Horowitz‘ zweiter Streich als Fortführer der Sherlock-Holmes-Fälle ist unterhaltsam geschrieben, spannend und sogar wesentlich selbstironischer als noch der Vorgänger. Dem Originalkanon ebenbürtig ist er allerdings immer noch nicht. Dass sich der Autor für cleverer hält als er ist, fällt gar nicht so sehr ins Gewicht, vielmehr ist es so, dass man noch immer den modernen Thrillerautor heraushört. Hätte Sir Arthur Conan Doyle – wie ein Kritiker schrieb – tatsächlich Horowitz beim Verfassen über die Schulter geblickt, hätte er sicher den einen oder anderen sinnvollen Korrekturvorschlag vorgebracht. Wie dem auch sei, vielleicht wird mir ja Teil 3 der Reihe richtig gut gefallen. Der Band schließt mit einer neuen Sherlock-Holmes-Erzählung, die mit der Haupthandlung allerdings nichts zu tun hat. Zumindest diese atmet aber den Geist der Originalgeschichten und versetzt einen so in beste Baker-Street-Stimmung.

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