Anthony McCarten

 4.1 Sterne bei 975 Bewertungen
Autor von Englischer Harem, Superhero und weiteren Büchern.
Anthony McCarten

Lebenslauf von Anthony McCarten

Theater, Film und Literatur: Dem 1961 in New Plymouth auf der Nordinsel Neuseelands geborenen Anthony McCarten gelang der Durchbruch im Jahr 1987 mit dem Theaterstück „Ladies’ Night“, welches er gemeinsam mit seinem Freund Stephen Sinclair verfasste. Neben der Arbeit an weiteren Theaterstücken entwickelte er Drehbücher und Romane. Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderem „Liebe am Ende der Welt“ von 1999, „Superhero“ von 2007 und „Funny Girl“ von 2014. Sein Drehbuch „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ war 2015 für den Oscar nominiert.

Neue Bücher

Licht

 (29)
Neu erschienen am 29.08.2018 als Taschenbuch bei Diogenes.

Alle Bücher von Anthony McCarten

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Superhero

Superhero

 (271)
Erschienen am 22.04.2008
Englischer Harem

Englischer Harem

 (271)
Erschienen am 26.05.2009
Hand aufs Herz

Hand aufs Herz

 (108)
Erschienen am 19.04.2011
funny girl

funny girl

 (92)
Erschienen am 26.02.2014
Ganz normale Helden

Ganz normale Helden

 (68)
Erschienen am 26.03.2014
Liebe am Ende der Welt

Liebe am Ende der Welt

 (61)
Erschienen am 18.08.2011
Licht

Licht

 (29)
Erschienen am 29.08.2018
Jack

Jack

 (21)
Erschienen am 28.02.2018

Neue Rezensionen zu Anthony McCarten

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Rezension zu "Jack" von Anthony McCarten

Meine Rezension zu "Jack"
Belladonnavor 24 Tagen

Beschreibung

Der Schriftsteller Jack Kerouac wurde durch seinen Roman “Unterwegs” (engl. Originaltitel: ” On the road”) einst zum Idol einer ganzen Generation und prägte den Begriff Beatniks neben anderen Autoren wie Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Bob Kaufman, Harold Norse usw.

Als Kerouac nur noch ein schwaches Abbild seiner selbst ist und der Alkohol ihn fast in den Tod getrieben hat, steht die junge Literaturstudentin Jan vor seiner Tür. Sie möchte nichts weniger als die bewegende Biographie über den berühmten Schriftsteller und Mensch zu verfassen. Gemeinsam mit Jan reist Jack in seine Vergangenheit.

Meine Meinung

Der neuste Roman des neuseeländischen Schriftstellers Anthony McCarten trägt den Titel “Jack” und handelt von keinem geringeren als Jack Kerouac, der mit seinem Roman “Unterwegs” die Beat Generation nach dem zweiten Weltkrieg prägte. Als Vorlage für den Hauptprotagonisten des Werkes, Dean Moriarty, diente Kerouacs bester Freund Neal Cassady – der aufgrund des Buches von der Polizei bezüglich seines Drogenhandels verhaftet wurde. Die Last seinem literarischen Ich zu entsprechen wurde Cassady zu schwer und er verstarb frühzeitig durch Alkohol- und Drogenmissbrauch.

"Aber das Leben ist nicht die Geschichte dessen, was man vermieden hat; es handelt hauptsächlich von den Dingen, die uns unaufgefordert in die Hände fallen, die uns über den Weg laufen, ohne dass wir nach ihnen suchen, die uns die unschuldige Nase blutig schlagen und uns das Unvermeidliche aufdrängen." (Jack von Anthony McCarten, Seite 19)

Anthony McCarten nährt sich seinem eigenen Idol Jack Kerouac äußerst kreativ in dem er mit Jan Weintraub einen Charakter erschaffen hat, der als perfekter Gegenpol zu Jack Kerouac dient. Ist Kerouac selbst ein wandelndes Chamäleon, dass seine Identitäten wie Kleidungsstücke wechselt, so hat Jan dieses Spiel perfektioniert. Das Setting, junge Literaturstudentin bzw. angehende Biographin trifft auf zurückgezogenes und verbrauchtes Idol der Beat Generation und knackt dessen harten Panzer, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Gerade, weil hinter dieser Situation so viel mehr steckt als man zu Beginn glauben mag.

Obwohl ich bisher noch keine Bücher aus der Feder eines Beatniks gelesen habe, so auch noch keines von Jack Kerouac, konnte mir Anthony McCarten einen ausgesprochen guten Start in diesen Bereich bereiten. Gut verständlich legt er den Grundstein um Zugang zu dem berühmten Autor Jack Kerouac und der Beat Generation zu erhalten. Die fiktive Begebenheit des Aufeinandertreffens von Jan Weintraub und Jack und vor allem der weitere Verlauf bietet dem Leser eine Explosion an Emotionen dar. McCartens fesselnder und flüssig zu lesender Schreibstil haben ihr übriges getan um mich an die Seiten zu bannen und dem Ende entgegenzufiebern.

“Jack” ist allerdings kein biographischer Roman, sondern ein fiktionaler Roman in den lediglich belegte Einzelheiten aus Kerouacs Leben eingewoben sind. Dennoch hat man das wundersame Gefühl dem längst verstorbenen Beatnik und dessen außergewöhnlichen Persönlichkeit etwas näher gekommen zu sein.

Der Reiz von McCartens Geschichte macht für mich die interessante Thematik über den Facettenreichtum der Identität eines Menschen aus. Dabei bedient sich der Autor an einer farbenfrohen Palette aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten die er in seinen Protagonisten vereinigt und diese mit ihren Identitäten jonglieren lässt. Einen weiteren wesentlichen Teil der Geschichte macht der Rückblick auf ein ereignisreiches Leben aus. Deutlich spürbar vermittelt McCarten wie sehr Jack mit seiner Vergangenheit (z. B. die Freundschaft mit Neal Cassady) hadert und wie wichtig es ist, mit sich selbst im reinen zu sein.

Fazit

Meisterhafte Erzählkunst! Anthony McCarten wird immer mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsschriftsteller.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.10.2018

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Licht" von Anthony McCarten

Volt, Hertz, Ampère
Giselle74vor 2 Monaten

Ich habe ein Faible für Geschichtsromane. Damit meine ich weniger wandernde Hebammen oder Animierdamen im Mittelalter, sondern vielmehr Romane, die vergangene Menschen, Orte, Daten, Fakten lebendig machen und auch nachvollziehbar aus heutiger Sicht. Mit "Licht" hat der bekannte Autor Anthony McCarten einen solchen Roman geschrieben. Gut, man merkt durchaus, dass diesem Roman ein Schema zugrunde liegt, dass der Autor eine Verfilmung wahrscheinlich schon vor Augen hatte und dass er weniger ein Sprachkünstler denn ein Unterhaltungsprofi ist. Aber ich lasse mich bisweilen gerne unterhalten und Bildungslücken schließe ich auf diesem Niveau auch gerne.
Die Zusammenarbeit von Thomas Alva Edison, dem Erfinder, mit John Pierpont Morgan, dem Bankier, ist das Thema der Wahl. Und für Edison könnte diese Zeit durchaus unter einem abgewandelten Goethe-Zitat stehen: Ein Teil von jener Kraft,/ die stets das Gute will und stets das Böse schafft.
Mit der Erfindung der Glühbirne wird Edison interessant für Morgan. Die Vorstellung, der Welt das elektrische Licht zu schenken, ganze Städte mit den nötigen Installationen zu versehen, entspricht Morgans ausgeprägtem Sinn für Macht und Finanzen. Er stattet Edison mit einem Labor und unbegrenztem Geld für Forschungen aus, bietet gar sein Haus als Versuchsobjekt an. Zunächst verläuft das Projekt erfolgreich. Doch während Edison auf die Nutzung von Gleichstrom setzt, arbeitet der ursprünglich mit ihm befreundete Erfinder Nikola Tesla an einem ähnlichen Projekt mit einem Konkurrenten, basierend auf Wechselstrom. Edison verrennt sich so sehr in die Idee, Wechselstrom sei hochgefährlich, dass er um diesen Beweis zu erbringen, mithilft, den elektrischen Stuhl zu konstruieren. Sein Ziel, Gutes für die Menschheit zu erschaffen, verliert er dabei völlig aus den Augen, seine eigene Menschlichkeit ebenso.
Und an dieser Stelle muss ich es nun gestehen: ich habe schon immer arge Schwierigkeiten beim Lesen von grausamen und brutalen Begebenheiten gehabt. Besonders, wenn es um hilflose Wesen geht, ob Kind oder Tier, die sinnlosen Quälereien ausgesetzt werden. Die hier beschriebenen Tierversuche haben mich an die Grenzen dessen gebracht, was ich in einem Roman ertragen möchte. Sicher, sie machen deutlich, wie sehr Edison seinen Weg verloren hat, wie weit er sich von dem entfernt hat, was für ihn eigentlich wichtig ist. Und sie zeigen auch, welche Werte bisweilen auf dem Altar der wissenschaftlichen Forschung geopfert werden, nämlich Menschlichkeit, Mitgefühl und Aufrichtigkeit. Trotzdem habe ich mich zwingen müssen, weiterzulesen und die Lesefreude ist mir dabei gänzlich abhanden gekommen.
Für weniger zartbesaitete Leute ist "Licht" aber sicherlich ein interessanter Roman über das Leben und Wirken Thomas Alva Edisons, über den Einfluss der Hochfinanz auf Forschung und Wissenschaft und darüber, wie schnell man seine Seele an den Teufel verkaufen kann. Keine hohe Literatur, aber gut gemachte Unterhaltung.

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vormis avatar

Rezension zu "Die dunkelste Stunde" von Anthony McCarten

Die dunkelste Stunde
vormivor 2 Monaten

Mai 1940: Das anfängliche Kriegsglück der Nazis stürzt die britische Regierung in eine existenzielle Krise, Premierminister Chamberlain tritt zurück. Nur dem reichlich unpopulären Winston Churchill traut man zu, die scheinbar ausweglose Lage in den Griff zu bekommen. Er übernimmt das Amt, sieht sich aber bald von Öffentlichkeit und Regierungsmitgliedern bedrängt, mit den scheinbar unaufhaltsamen Nazis über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Doch durch seine außerordentliche Weitsicht und Integrität gelingt es Churchill dennoch, an seiner Überzeugung festzuhalten und für die Freiheit seiner Nation zu kämpfen.

Als die Luftschlacht um England entbrennt und die deutsche Invasion droht, wenden sich das überrumpelte britische Volk, der skeptische König und sogar seine eigene Partei von Churchill ab. Wie soll es ihm in dieser prekären Situation seiner Karriere gelingen, das Land zu einen und den Lauf der Weltgeschichte zu ändern?

Inhaltsangabe auf amazon

Eigentlich wollte ich mir diesen Film sogar schon im Kino anschauen, aber wie so oft hatte ich dann doch keine Zeit.
Nun habe ich ihn zu Hause geguckt und ich bin richtig beeindruckt.
Sehr eindringlich gespielt, dargestellt von einem kaum wiederzuerkennenden Gary Oldman, und sehr autenthisch inszeniert. Man konnte die Eindringlichkeit und Dramatik sehr gut spüren.

Ein ergreifender Film, wie sehr muss man als Premierminister die quälende Verantwortung auf seinen Schultern spüren?
Und wie ätzend sind auch in dieser dramatischen Lage, dass es auch da immer noch politische Ränkeschmiede gibt, die nur ihren eigenen Vorteil im Auge haben.

Alleine durch diesen einzelnen Punkt bekommt der Film wieder eine Aktualität, welcher Politiker hat wirklich etwas gutes für sein Land und besonders für sein Volk im Auge und wer sieht nur seinen eigenen Vorteil im Auge. Und geht, in dieser Situation buchstäblich über Leichen.
Man kann den Film zwar im Kino sehen, aber im Fernseher kommt die Eindringlicbkeit sehr gut rüber.

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Gespräche aus der Community

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Jule89s avatar
Hallo lieber Leser und Lovlybooker,

ACHTUNG: In dieser Leserunde gibt es KEINE Bücher zu gewinnen. Wer also teilnehmen möchte, braucht ein eigenes Buch, egal ob geliehen oder gekauft.

Diese Leserunde findet im Rahmen des "Diogenes Buchclub" statt, den ich auf meinem Blog "Jules Leseecke" ins Leben gerufen habe. Der Austausch funktioniert hier jedoch unkomplizierter und schneller. Und ein Einstieg ist schneller möglich.

Klappentext:
›Licht‹ ist die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Männern, die sich treffen, um gemeinsam die Welt zu verändern. Der eine bringt mit seiner Erfindung weltweit Licht ins Dunkel, der andere ist ein Genie des Geldes. Doch während J. P. Morgan aus der Beziehung als reichster Mann der Welt hervorgeht, lässt sich der Erfinder der Glühbirne, Thomas Edison, von der schillernden Welt seines Partners verführen und setzt nicht nur seine Erfindungskraft, sondern auch seine Liebe und sein Seelenheil aufs Spiel.

Alle weiteren Informationen zum Buch findet ihr hier auf der Seite des Diogenes Verlags.

Alle Teilnehmer bitte ich Spoiler stets entsprechend zu kennenzeichnen. Funktioniert bei Lovelybooks ja zum Glück recht einfach. ;)

Die Leserunde beginnt am 01.03. und endet am 31.03. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

PS.: Jeder Mitleser ist herzlich willkommen!
Zur Leserunde
L
Ich schleiche schon ein paar Wochen um das Buch „Englischer Harem“ herum. Inhaltsangabe und Cover finde ich sehr ansprechend, konnte mich aber bislang noch nicht dazu durchringen es zu kaufen. Habt ihr das Buch schon gelesen? Lohnt es sich? Wäre dankbar für Eure Einschätzung. Vielen Dank.
L
Letzter Beitrag von  LovelyBooks-Uservor 8 Jahren
Habs jetzt bestellt :-) Vielen Dank für Deine Antwort
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Anthony McCarten wurde am 28. April 1961 in New Plymouth (Neuseeland) geboren.

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