Anthony McCarten Englischer Harem

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Inhaltsangabe zu „Englischer Harem“ von Anthony McCarten

Eine junge Frau zu ihren Eltern, untere Mittelschicht im Londoner Vorort: »Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich heirate, die schlechte: Er ist Perser. Und übrigens: Er hat bereits zwei Frauen.« So beginnt ein provozierender Roman über Heimat, Kochen und die Faszination des Fremden … und eine Liebesgeschichte wie keine andere – für diese Zeit.

Eine Liebesgeschichte, zum Nachdenken anregend, nun fast 20 Jahre alt. Ob es diesen Roman auch Heute noch so gäbe?

— Buecherspiegel

Ein toller Roman über unterschiedl. Kulturen und deren Zusammenleben, über Freundschaft und Familie. Und natürlich eine Liebesgeschichte.

— Readrat

Eine Geschichte rund um Kultur, Heimat, Liebe, Freundschaft, Vorurteile, Schichten der Gesellschaft, unerfüllte Träume, Erwartungen& Familie

— our-red-carpet-of-books

Gutes Buch über die Faszination fremder Kulturen. Mit teilweise schwachen Figuren

— Das_Leseleben

Kann leider nicht so viel damit anfangen. :-(

— Redrose91

Ein Plädoyer für interkulturelle Kommunikation und Offenheit. Wunderbar mitreißend!

— Kiki89

Ein interessantes Buch über Kulturaustaisch und Jugendrebellion. Schillernd wie in 1001 Nacht.

— Tortumee

Sehr einfühlsamer, anrührender und mit feinem Humor garnierter Roman mir einer deutlichen Portion Sozialkritik

— mToepfer

Tolle Story. Schöner Schreibstil. Das Buch zieht sich an manchen Stellen in die Länge.

— Peregrine

Eine wirklich schöne Geschichte und Anthony McCarten hat einen tollen Schreibstil. Es hat sich an manchen Stellen jedoch etwas gezogen.

— Vermillion304

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  • Ein Harem in England, Liebe und Gesellschaftsstudie vor den Anschlägen von 9/11

    Englischer Harem

    Buecherspiegel

    08. November 2017 um 19:34

    Auf einem Wühltisch habe ich das Buch von Anthony McCarten „Englischer Harem“ gefunden. Die Geschichte ist vor den fürchterlichen Anschlägen in New York entstanden und erstmals 2001 als Vintage Book bei Random House, Neuseeland erschienen. Unter dieser Kenntnis habe ich dann diese Liebesgeschichte gelesen. Die Protagonisten in diesem Buch erzählen bereits jeder für sich eine Geschichte, die zusammengenommen fast schon eine Gesellschaftsstudie jener Zeit darstellen. Da ist der Perser Sam, ein Flüchtling bereits mittleren Alters, der die Witwe seines Bruders, Firouzeh, geheiratet hat. Mit in diese Ehe gebracht hat sie außer ihrer Trauer um ihren, bei einem Bombenattentat verstorbenen Mann, auch ihre vier Kinder, um die sie sich nun gemeinsam kümmern. Aber damit ist die Familie noch nicht komplett. Er hat auch noch eine zweite Frau, die Französin Yvette, wunderschön, auch sie eine Witwe, die Sam, wie auch Firouzeh, nach persischen Riten geheiratet hat. Es verstößt nicht gegen die Gesetze Englands, wo sich die Familie niedergelassen hat. Sam führt erfolgreich ein vegetarisches Restaurant, sehr zum Verdruss seiner Familie im Iran, die doch seit Generationen ihre Geschäfte mit Fleisch macht. Tracy, von Beruf Kassiererin mit Hang zu Träumereien, was ihr mal wieder den Job kostet, macht sich auf den Weg, eine neue Arbeit zu finden. Sie sieht im Restaurant von Sam auf einem Schild, dass er eine Bedienung sucht. Aber Tracy ist nicht gerade das, was Sam sich als eine seiner Kellnerinnen vorstellt, doch nach langem Zögern sagt er zu. Tracy´s Vater ist es nun gar nicht recht, dass seine Tochter in einem solchen Etablissement arbeitet. Er glaubt, es ist ein Puff. Er und seine Frau leben in einem heruntergekommen Sozialbau im 23. Stock, in dem der Aufzug nicht nur einmal stehen bleibt. Seine Ehefrau sammelt Unterschriften, damit dieser endlich abgerissen wird, er wiederum verdient sich mit Reparaturen an diesem Haus seinen Unterhalt. Und da ist dann noch der Exfreund von Tracy, der Grabsteinen ihren letzten Schliff verleiht. Der Autor lässt nun seine Protagonisten miteinander, umeinander Schicksal spielen, das mal sehr traurig ist, mal voller Gewalt, mit vielen Missverständnissen versehen, doch die Liebe spielt immer die Hauptrolle. Die Ehefrauen von Sam wollen unbedingt, dass sich Tracy in ihn verliebt, denn eine echte Liebesheirat hatte er noch nicht. Tracy wiederum will Sam verstehen, sie kommen sich nur langsam näher. Sie studiert den Koran, obwohl Sam selbst seine Religion schon lange nicht mehr ausübt, was seinen Eltern ein Dorn im Auge ist. Und als Tracy ihren Eltern offenbart, dass sie in einen bestehenden Harem hineinheiratet, ist es mit der elterlichen Liebe vorerst vorbei. Und auch der Exfreund von Tracy will sie überzeugen, dass er doch die viel bessere Wahl ist. Dass die Behörden nun Wind von der Sache bekommen, die vier Kinder vor solch einem Unheil bewahren wollen, ist nur ein weiterer Schritt hin zur Eskalation. McCarten entwickelt hier eine Liebesgeschichte nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern um eine Großfamilie herum. Das Unwissen der westlichen Protagonisten um die Ehre und den Respekt vor dem verstorbenen Bruder, sich um die verbliebene Familie zu kümmern, auf eine Art und Weise, wie wir sie nicht kennen, bringt nicht nur Tracy´s Eltern um den Verstand. Sam kann nicht anders, als den Menschen um sich mit vielen Worten um den heißen Brei herum nichts zu sagen. Ein Haus, dass sich nach allen Seiten ausdehnen will, sich also für keine Seite entscheidet, mit einem Aufzug, der gerne auf der Fahrt nach Oben stehen bleibt, ein Charakter für sich und wichtig für die Beteiligten. Eifersucht bei Tracy´s Exfreund, Beharrlichkeit bei den Behörden, der Showdown möge beginnen. Der Schreibstil lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Das liegt auch an den tollen Dialogen der liebevoll gezeichneten Personen. Ein Buch, wie geschaffen für einen verregneten Novembertag. Informationen über den Schriftsteller finden sich unter anderem unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Anthony_McCarten

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  • Absoute Leseempfehlung

    Englischer Harem

    our-red-carpet-of-books

    06. September 2017 um 15:50

    Leider lag dieses Buch total lange ungelesen in meinem Regal. Mir kam beim Beenden dieses Buches sofort der Gedanke, warum lässt du deine guten Bücher alle im Regal verstauben.Ich gebe ehrlich zu die fast 600 Seiten haben mich immer abgeschreckt, Jedem dem es auch so geht von Euch kann ich nur sagen, gefühlt habt ihr ein Buch von 200 bis 300 Seiten. Die Geschichte von Sam, Tracy, Firouzeh und Yvette zieht Euch so in den Bann, dass ihr nicht aufhören könnt zu lesen.Abgesehen von McCartens unglaublich flüssigen, bildhaften und teilweise poetischen Schreibstil lernen wir tolle authentische Charaktere kennen, die uns an ihrem Leben teilhaben lassen.Das Buch beinhaltet so viele Themen: Familie, Kultur, Vorurteile (Wie entstehen Vorurteile), Familie, Freundschaft, Liebe, Trauer, Schichten der Gesellschaft, Unerfüllte Lebenswünsche, Verbitterung, Kochen und vieles, vieles mehr.Das Buch hat mir die Botschaft hinterlassen, das Vorurteile dann entstehen, wenn Menschen ihre Unwissenheit mit ihrer eigenen Phantasie füllen ohne diese zu hinterfragen.Sam wird von den Menschen, die nichts mit seiner Kultur anfangen können fast schon verachtet. Dabei erfahren wir von Seite zu Seite welch ein ehrenwerter Mann er eigentlich ist und welche Opfer er erbracht hat um anderen in Not zur Seite zu stehen.Ein unglaublich bewegendes Buch, dass ich Euch nur ans Herz legen kann.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Kulturelle Hürden werden durch Liebe überwunden

    Englischer Harem

    sommerlese

    Der Roman "*Englischer Harem*" von Autor "*Anthony McCarten*" erscheint im "*Diogenes Verlag*". Die arbeitslose Tracy landet als Aushilfskellnerin in einem persischen Lokal. Chef Saamar Sahar, genannt Sam, hat zwei Frauen, die beide Tracys Freundinnen werden, aber auch Sam findet Gefallen an Tracy, die sich für seine Kultur interessiert. Sie wird Sams dritte Ehefrau. So beginnt ein provozierender Roman über Heimat, Kochen und die Faszination des Fremden … und eine Liebesgeschichte wie keine andere. Englischer Harem ist eine mit leichter Ironie erzählte Geschichte über das Schicksal des muslimischen Wahl-Londoners Saaman Sahar aus dem Iran, der sich britischer fühlt, als seine Umgebung sich vorzustellen vermag. Ein Buch, dass mich echt in seiner Tiefe überrascht und mitgerissen hat. Das Buch ist eigentlich eine Satire und zeigt die Faszination, aber auch die befremdlichen Ängste vor anderen Kulturen, die sich auch bei aufgeschlossenen Menschen finden. Wie hier aus einer Liebesgeschichte mit Komik und gesellschaftlichen Schranken ein Roman gestrickt wird, ist wirklich überraschend. Besonders nachvollziehbar ist die Schilderung der Familie Tracys, die befürchtet, dass dass die Tochter zum Islam übertritt. Auch Tracys Freunde denken in Klischees und sehen sie als Haremsdame und die englischen Behörden haben so ihre Probleme mit der Eheschliessung. Der englische Harem ist ein mitreissendes, erstaunliches Buch, dass einen hintergründigen Inhalt hat und einfach gut unterhält. Hier werden Toleranz und Klischees fremder Kulturen auf den Prüfstand gestellt und damit wird zum Nachdenken angeregt.

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    • 3

    Postbote

    11. December 2015 um 22:12
  • Angelegenheiten die niemanden etwas angehen

    Englischer Harem

    mToepfer

    16. August 2015 um 17:55

    Englischer Harem ist eine mit zartfühlender Ironie erzählte Geschichte über das Schicksal des muslimischen Wahl-Londoners Saaman Sahar aus dem Iran, der sich britischer fühlt, als seine Umgebung sich vorzustellen vermag. Im Gegensatz zu seinem Vater, der in Teheran Metzger ist, betreibt Sam in London ein gutgehendes Restaurant für Vegetarier. Spätestens als die junge Tracy Pringle als dritte Frau bei ihm einzieht, interessieren sich die Behörden dafür, was sich hinter den vier Wänden seines Privathaushaltes abspielt, weil sie von Tracys eifersüchtigem Ex-Freund angestachelt wurden.  Da man als Leser Einblick in Sams Motive hat, kommt man nicht umhin sich für eine Gesellschaft zu schämen, die leben und leben lassen nach wie vor nicht zum obersten Prinzip erhoben hat. Die keinerlei Gespür dafür entwickeln möchte, welche Angelegenheiten sie nichts angehen und was plumpdreistes Einmischen für unnötigen Stress und Leid hervorrufen kann. Ich las den umfangreichen Roman mit einem lachenden und einem tränenden Auge.

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  • Weitet euren Horizont!

    Englischer Harem

    Tortumee

    27. July 2015 um 18:16

    Das Buch lag schon lange in meinem Regal, da ich es geschenkt bekam, aber die das Interesse aufbrachte es anzufangen. Schließlich bekam ich doch Lust darauf, und setzte es als nächstes auf meine liste. Die Geschichte ist wunderschön und durch den eingängigen Schreibstil des Autors sehr angenehm zu lesen. Es handelt von einer jungen Engländerin, die in einen Harem heiratet, bei dem der Mann deutlich älter ist als sie. Von ihren Eltern wird diese Art der Ehe nicht toleriert, ebensowenig wie von der Gesellschaft. Es gibt einige Komplikationen mit dem Ex und dem Jugendamt, welche sich zuspitzen und ein tragisches Ende nehmen. Teilweise vielleicht etwas langatmig, aber dennoch spannungsreich, vorallem durch die Sprache. Der Autor befasst sich mit einem komplizierten, in der Gesellschaft auf Unverständnis und Ablehnung stoßenden Thema, und die sozialkritische Funktion des Buches ist in eine schöne Geschichte eingefasst, sodass sie dem Leser unbewusst nähergeführt wird. Man öffnet sich mit dem Lesen neuen, fremden Kulturen und die eventuell anfänglich dagewesene Skepsis weicht offenem, aufrichtigem Interesse und Faszination. Ich habe das Lesen sehr genossen!

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  • Zusammenprall zweier Kulturen.

    Englischer Harem

    Iudas

    19. March 2015 um 17:23

    Dieses Buch lag schon lang in meinem Buchregal. Sehr lang. Genau genommen seit der Frankfurter Buchmesse vor zwei Jahren, damals, als Neuseeland Gastland war. Schon da begeisterter Leser von Anthony McCarten kaufte ich mir ein Buch und ließ es von ihm signieren. Gut, er schrieb meinen Namen falsch (wahrscheinlich kam mir mein sächsischer Dialekt bei der englischen Aussprache in die Quere), aber der Smiley machte alles wieder wett. »Englischer Harem«, so der fast widersprüchlich anmutende Titel, erschien wie auch schon McCartens andere Romane in deutscher Übersetzung bei Diogenes und hat den in heutigen Zeiten fast stolzen Umfang von sechshundert Seiten. Also ein Buch, das nicht mal an einem Abend bei halben Bewußtsein durchgelesen werden will. Und das würde der Geschichte auch nicht gerecht werden. Wir lernen die junge Tracy kennen, die mit ihren Eltern in einem der sozialen Brennpunkte Londons lebt. Aber dieses äußerlich so ramponierte Umfeld blendet sie einfach aus, in dem sie sich in eine orientalisch eingefärbte Traumwelt begibt. Ein Traum, der wahr zu werden scheint, als sie sich als Servicekraft in einem persischen, vegetarischen Restaurant bewirbt. Dort begegnet sie dem Iraner Saaman Sahar, der das Restaurant aufbaute und leitet und kann schon recht bald als begabte Kellnerin bei ihm anfangen. Aber Saamans Kosmos hat mehr zu bieten als nur ein ungewöhnliches Lokal. Sam, so nennt er sich gern, hat nämlich noch zwei Frauen. Zwar ist er nicht nach geltendem englischem Recht mit ihnen verheiratet, so doch aber im persischen Sinne. Dazu hat er noch drei Kinder, die seine erste Frau mit in die platonische Ehe brachte. Tracy ist sofort fasziniert von Sam und beschließt recht schnell, sich auch mit ihm zu vermählen und in den Familienverband einzusteigen. Ihr Umfeld ist natürlich so gar nicht über diesen Harem begeistert und befürchtet unsittliches Treiben. Ihre Eltern voran versuchen sie wieder ins heimische Nest zu holen, doch Tracy, die sich in ihrem neuen Leben mehr als behütet sieht, läßt sich von nichts überzeugen. Auch als sich erste Schwierigkeiten auftun, weiß sie, wohin sie gehört. Es ist zwar eine Traumwelt, aber sie kämpft vehement für ihren Erhalt. Dieses Buch ist in allererster Linie sicherlich die beschriebene Liebeskomödie. Aber es ist eine ungewöhnliche Liebe und so ist auch der Roman ungewöhnlich. Der Leser merkt rasch, daß es gar nicht nur um Tracy und ihren Liebhaber/Ehemann Saaman geht, sondern daß hier ein kulturelles und gesellschaftliches Abbild gezeigt wird. Es sind Welten, Vorstellungen und Meinungen, die aufeinander prallen und die Konflikte erzeugen. Und so realistisch und charakterlich gut gezeichnet die Personen sind, so realistisch wirken auch die Konflikte. An vielen Stellen könnte man meinen, McCarten schildert hier wirklich einen authentischen Fall. Und so geschieht alles vor der Kulisse des modernen Londons. Zwar ist man zu Anfang des Romans fast nur innerhalb der drei Häuser – Tracys Eltern, Restaurant und das Zuhause der Sahars – aber mit fortschreitender Erzählung öffnet sich neben dem gedanklichen Horizont auch der räumliche immer mehr. Das Geschehen wird auf die Londoner Straßen und in öffentliche Gebäude verlegt. McCarten nutzt bewußt ein für westliche Leser recht ungewöhnliches kulturelles Konstrukt, um Kritik an der Gesellschaft zu üben. Sein Protagonist Sam versucht aufzudecken, warum man in seinem Umfeld so gegen seine Ehe mit drei Frauen wettert: es sei der pure Neid. Doch ist das wirklich so oder ist es nicht auch das Ärgernis oder der Versuch, die eigene Kultur zu bewahren? Es ist nun das zweite Buch aus der Feder McCartens, in dem er den Islam thematisiert und zur Debatte stellt, doch hier in diesem kommt die Debatte sehr kurz und es ist eine geradezu einseitige Darstellung dieser Religion, die gerade jetzt für viel Zündstoff sorgt. Doch mit Tracy kommt zwar eine Frau mit starker Gedächtnisleistung, aber wenig kritischem Urteilsvermögen ins Spiel. Sie ist von Anfang an empfänglich für die paradiesisch anmutende Exotik, die Sam und sein Leben für sie ausstrahlen. Sie lebt sich in die Familie ein, liest unreflektiert den Koran und entwickelt fast euphorische Begeisterung für das schöne Leben fernab des armen, aber spießigen Daseins. Dabei verbleibt vieles einseitig, zu schwarz-weiß gefärbt. Die Sahars sind die schöngefärbten Guten, die, die einfach nur unbehelligt das Heile-Welt-Leben feiern wollen und von den eifersüchtigen Mitmenschen daran gehindert werden sollen. Sie schaffen es zwar, ihre Art des Lebens durchzusetzen, aber die Verluste des Kampfes sind hoch. Auch die Schilderungen des Zusammenlebens der drei Frauen werden als zu schön um wahr zu sein beschrieben. »Sie sind füreinander da, die drei Frauen. Vielleicht ist ihnen das selbst nicht ganz klar, aber sie sind weniger mit mir verheiratet als miteinander.« (S. 432) Das ist schon früh in der Erzählung klar und es wird auch deutlich, welche Unterstützung und Sicherheit der englische Harem den drei von herben Schicksalsschlägen gezeichneten Frauen bieten. Und dieser Gedankengang, fernab von jeder erotischen Komponente, ist beachtlich schön umgesetzt, wenngleich nicht immer ganz glaubhaft. Ein paarmal kann man zwar sehen, daß die herzliche, innige Liebesbeziehung zwischen Tracy und Sam auch nicht spurlos an Yvette und Firouzeh, den beiden platonischen Ehefrauen, vorbeizieht, aber das ist sehr selten. Den Großteil arrangieren sie sich ohne Murren und Knurren – ja, sogar mit sehr großem Elan – mit der Situation. Sprachlich ist »Englischer Harem« aber auf einem guten Niveau, wobei man auch immer nicht aus den Augen verlieren darf, daß man eine Übersetzung vor sich liegen hat; hier von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. Die Dialoge sind glaubhaft niedergeschrieben, ohne zu große gestelzte Ecken und passen zu ihrem jeweiligen Charakter. Besonders an dem redseligen Sam kann man das gut beobachten, wie er sich vom ruhigen, besonnenen Familienvater, der gern Weisheiten jeglicher Couleur weitergibt, in einen zornigen, aufbrausenden Mann verwandelt. Auch dramaturgisch ist es gut und spannend aufgebaut, sodaß selbst bei fast sechshundert Seiten Roman wenige Durststrecken zu bemängeln sind. Als besonders angenehm fand ich das zeitliche Konstrukt, welches mit Tracys Eintritt in die persische Welt chronologisch vonstatten geht, sodaß man ihre Geschichte schon recht bald kennt, die allerdings Saamans Leben erst in Rückblenden offenlegt. Man kann zwar vieles schon erahnen, stellt aber erst am Ende fest, welche Tragweite alles zusammen wirklich hatte. Auch kleine literarische Feinheiten, Metaphern und Bilder lassen sich im Text finden und machen die Lektüre spannend und würzig. Ein besonders angenehmes und intelligent konstruiertes Bild möchte ich zum Abschluß nehmen: Das Haus der Eltern Tracys – ein mehrstöckiger Plattenbau – war aufgrund des Alters und der fehlenden Pflege verfallen und heruntergekommen. Der Fahrstuhl war außer Betrieb, der Putz bröckelte und eine ganz große Gefahr ging von den Neigungen der Gebäudewände aus. Das Haus drohte unter der Last einfach auseinander zu brechen. Monica, Tracys Mutter, führt fast aussichtlose Kämpfe zur Behebung der maroden Zustände, doch erst nach einigen Anläufen gelingt es ihr, den Sprengungsbefehl für den Abriß des Gebäudes zu bekommen. Und so kommt es, daß sie den Knopf drücken darf, der das Haus dem Erdboden gleichmacht. »Ein Haus, das sich nie hatte entscheiden können, in welche Richtung es sich neigen sollte, kam endlich zu einem Entschluss.« (S. 576) Daß das Haus stellvertretend Symbol für viele der Personen im Roman ist, entdeckt man erst nach und nach. So, wie das Haus unentschlossen war, so waren es auch die in ihm lebenden Menschen.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Eine unvergleichliche Liebesgeschichte von drei Frauen und einem Mann.

    Englischer Harem

    Armillee

    28. December 2014 um 14:19

    In einem Londoner Vorort in einem Ghetto-Hochhaus mit 27 Stockwerken wohnt die junge Frau Tracy bei ihren Eltern. Sie arbeitet in einem Supermarkt an der Kasse, ist hochintelligent und träumt sich durch ihren Arbeitstag. Meist stehen dann nicht normale Kunden bei ihr, um zu bezahlen, sondern in ihrer Fantasie die Queen, oder ein toller Schauspieler aus Hollywood.  Als sie diesen Job verliert, macht sie sich aufgestylt wie ein leichtes Mädchen auf den Weg in die Stadt, um sich dort in einem Restaurant einen neuen Job zu suchen. Und nun nimmt diese tolle Geschichte ihren Lauf. Sie arbeitet für einen Perser mit zwei Frauen und vier Kindern, der ein vegetarisches Restaurant führt. Das hier ist nicht einfach nur ein Buch über diese ungewöhnliche Konstellation, als sich Tracy in diesen Perser verliebt und ihn schließlich heiratet. Sondern hier wird aus allen Perspektiven dargestellt, wie "wir" anderen Menschen damit umgehen. Wie unsere Fantasie sich ungeheuerliches ausmalt, was dann zu "unserer" Wahrheit wird. Ob es stimmt oder nicht, ist dabei doch meist egal. Wie die Behörden reagieren, die Nachbarn, Tracy´s Ex-Freund und ihre Eltern. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Spannend, menschlich, unmenschlich, humorvoll und nachdenklich machend. Eine flott geschriebene Romankomödie, die ich so noch nie gelesen habe. Sehr nachhaltig...!

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  • Buchempfehlungen: Jeden Monat, eine Buchempfehlung der anderen lesen - Abstimmung für November 2013

    Kanjuga

    Hallo Ihr Lieben, ihr wolltet es nicht anders, deswegen bin ich weiterhin eure Themeneröffnerin *freu* Worum geht es hier eigentlich? Nun, bestimmt kennt das jeder von euch: man steht vor seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher, wahlweise auch Regal oder Berg ^^ ) und weiß einfach nicht, welches Buch man als nächstes lesen soll. Wir wollen uns bei diesem Problem gegenseitig helfen ;o) Die Idee: Jeder Teilnehmer nennt hier  maximal 10 Bücher, die er sich eventuell vorstellen könnte, im nächsten Monat zu lesen. Alle anderen Teilnehmer stimmen ab und wählen jeweils den Favoriten aus den bis zu 10 vorgeschlagenen Büchern aus. Das am häufigsten vorgeschlagene Buch wird dann versucht zu lesen. Gern aber natürlich auch mehr! Bitte schreibt einen Hauptbeitrag, in dem ihr die Bücher anhängt, die ihr zur Wahl stellen möchtet und schreibt hierin auch für jeden der anderen Teilnehmer eure Buchempfehlung rein. Als Vorlage könnt ihr euch einen der bereits vorhandenen Beiträge nehmen. Wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann natürlich jederzeit einsteigen (gerne auch "kurz vor knapp") - wir freuen uns immer über neue Gesichter. Und wer nur abstimmen möchte, darf das auch sehr gern tun :-) Die Teilnehmer trage ich immer hier im Startbeitrag in einer Liste ein und verlinke den jeweiligen Hauptbeitrag. Damit es übersichtlich bleibt, wird für jeden Monat ein neues Thema gestartet. Man kann sich also jeden Monat aufs neue überlegen, ob man mitmachen möchte oder nicht. Und es ist ja auch nicht schlimm, wenn es mit dem Buch dann doch nicht klappt. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt einfach hier einen Kommentar. Ihr könnt dort direkt schon eure 10 Bücher anhängen. Bei diesem Thema geht es um ein Buch, das dann im November 2013 gelesen werden sollte. Das Buch, das am 31. Oktober 23:59 Uhr die meisten Stimmen hat, sollte also DAS Buch für den November sein. Schön fände ich, wenn jeder am Ende des Monats berichtet, ob es mit dem Buch geklappt hat und wie es gefallen hat! Bei Fragen, einfach hier melden! Teilnehmer: SteffiFeffi Kanjuga Lizz LadySamira091062 Bluebell2004 Sommerleser Sunny Rose Lese-Krissi mamenu Lesewutz Mikki 78sunny Lilasan Nymphe Ajana LibriHolly Carina2302 somaya niob Daniliesing Si-Ne LaDragonia synic Bücher booklover_42 (nur abgestimmt) chatty68 Hier lang gehts zur Dezemberrunde!

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    • 287
  • mein Absolutes Lieblingsbuch 2013

    Englischer Harem

    lesekruemel

    03. June 2013 um 18:04

    ich habe dieses Buch verschlungen. Es war wirklich schön und die Geschichte ist sehr real. Anthony McCarten weiß, wie man die Leser schon ab Seite 3 fesselt.  Schnappt es euch wenn ihr es in der Buchhandlung eures Vertrauens findet und lest die ersten 5 Seiten, ihr werdet es danach nicht mehr weglegen können.  Was ich am Ende etwas schade finde ist, dass sich alles etwas überschlägt.Bis dahin aber echt klasse =) 

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  • Rezension zu "Englischer Harem" von Anthony McCarten

    Englischer Harem

    Nymphe

    26. July 2012 um 09:32

    Tracy verliert ihren Job an der Supermarktkasse, weil sie eine Träumerin ist. Sie hat einfach weggesehen, als eine alte Frau etwas einsteckte, weil sie sich gerade vorstellte, dass diese Frau die Königin ist. So muss sie sich einen neuen Job suchen und findet ihn als Kellnerin in einem vegetarischen, persischen Restaurant. Der Chef, Sam, ist nach seinem Studium in England einfach dageblieben und nicht zurück in den Iran gegangen. Er liebt die englische Kultur. Was sich dann entspinnt, ist eine feine, zarte Liebesgeschichte, die auch von der Tatsache nicht gestört wird, dass Sam bereits zwei Frauen hat. Nur die Gesellschaft scheint ein Problem damit zu haben. Dieses Buch ist wirklich außerordentlich intelligent geschrieben und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Am schönsten fand ich die Entwicklung von Tracy von der etwas naiven Supermarktkassiererin, die alle Preise im Kopf hat, zur gebildeten Frau, da Sam ihr ein Welt eröffnet, die ihr vorher verschlossen war. Jede Figur ist bis zum letzten durchdacht und realistisch geschildert, von Tracys "Versager-Vater" bis hin zum Mitarbeiter des Jugendamtes Sebastian Patridge. Keine Figur ist irgendwie überflüssig in dem Buch sondern sinnvoll in die Geschichte eingewebt: Fazit: Ein Meisterwek.

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  • Rezension zu "Englischer Harem" von Anthony McCarten

    Englischer Harem

    Eisnelke

    29. June 2012 um 11:57

    Tracy ist anfang 20, arbeitet in einem Supermarkt als Kassiererin und lässt ihr Leben von Tag zu Tag vorbeirauschen. In Ihrem Kopf sind mehr Traumgedanken als Zukunftspläne zu finden. Aus diesem Grund verliert sie auch ihren Job. Sie findet eine Anstellung in einem persischen Restaurant, dem "Persischen Garten". Von Tag zu Tag begeistert Tracy ihren neuen Chef, Sam Sahar, immer mehr. Flinke Hände und ein ausgesprochen gutes Gedächtnis zeichnen die junge Frau aus. Dies ist der Beginn einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, welche eine Brücke zwischen zwei Gesellschaftsschichten und gleichzeitig auch zwei Kulturen darstellt: Auf der einen Seite befindet sich Tracy mit ihrer Familie. In einem abrissbedürftigen Hochhaus leben die 3 Pringles auf engstem Raum. Der Vater fungiert bei Bedarf als Hausmeister, die Mutter ist Lehrerin einer Vorschluklasse und Tracy hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Auf der anderen Seite beschreibt der Autor die Familie Sahar, welche in einer prunkvollen Villa mit ihrem Kindern lebt. Sam, die elegante Französin Yvette und die warmherzige Firouzeh wohnen und arbeiten gemeinsam, denn Sam ist mit beiden Frauen verheiratet. Nach und nach beginnt sich, trotz des großen Altersunterschiedes, ein zartes Band zwischen dem gutherzigen älteren Perser und Tracy zu spannen. "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich heirate, die schlechte: Er ist Perser. Und übrigens: Er hat bereits zwei Frauen." Nach diesem Geständnis wird das Leben der nun mittlerweile 4 Sahars mächtig durcheinander gewürfelt. Die englischen Behörden erhalten einen anonymen Anruf mit dem Hinweis, dass es sich um "Vielweiberei" - einen Harem handelt und dies ist in England verboten. Sofort schaltet sich das Jugendamt ein und eine Art "Hetzjagd" beginnt. Anthony McCarten hat mit "Englischer Harem" eine tolle Geschichte über Liebe und Verrat kreirt. Er spielt mit Vorurteilen und bedient gängige Klischees, welche er ebenso wieder zerschmettert. Spritzige Dialoge und einfühlsame Gefühlsbeschreibungen führen dazu, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nach dem Beenden gleich wieder beginnen möchte.

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  • Rezension zu "Englischer Harem" von Anthony McCarten

    Englischer Harem

    Snoopi_Journal

    10. May 2012 um 20:11

    ! Bei diesen Buch sollte man garnicht zuviel verrraten sondern es einfach auf sich wirken lassen ! Tracy erlebt das was wir alle wollen - Träume verwirklichen. Sie lebt in ihrer "eigenen" fantastischen Welt, bis zu dem Zeitpunkt an dem sie Sam begegnet und sich zwischen den beiden eine wunderschöne Beziehung entwickelt. Es entsteht ein hoch und tief von Gefühlen zwischen allen Charakteren in diesen Buch und am Ende sieht man doch wieder das Religion (welcher Art auch immer) und die Liebe uns vereinen und uns den Sinn den Lebens geben. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sofort ab der ersten Seite begeistern können. Ich finde die Weißheit die einen dieses Buch mitgibt einzigartig - man sollte nicht wenn man das Wort "Moslem" hört an negative Berichte denken, sondern so wie Tracy, uns einfach zurück in 1001 Nacht zurückfallen lassen! Zitat Sam: "Wir verbringen unser Leben in einer Festung und lassen nur selten die Zugbrücke herunter".

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  • Rezension zu "Englischer Harem" von Anthony McCarten

    Englischer Harem

    Jetztkochtsie

    09. April 2012 um 11:00

    Dieses Buch war wirklich bezaubernd, ein bißchen Traum von 1001 Nacht in England. Leider konnte dieser Zauber mich nicht auf jeder Seite packen. Zwar finde ich die im Buch verpackte Gesellschaftskritik ziemlich gelungen, aber auch ein wenig einseitig. Bin ich tatsächlich so intolerant, daß ich die Gedanken und Beweggründe von Sam und zumindest seinen ersten beiden Frauen nicht nachvollziehen kann? Muß man denn wirklich "heiraten" um füreinander da zu sein? Auch wurden mir die Problematiken dieses Zusammenlebens zu wenig authentisch geschildert, die Probleme strömten auf diesen "Harem" immer von außen ein, bei 3 Frauen und einem Mann sowie den Kindern unter einem Dach erscheint es mir jedoch recht verblendet, von immer 100% harmonischem Zusammenleben auszugehen. Hier und da habe ich also ein bißchen mit den Augen gerollt und mich über die aus meiner Sicht naiven "heile Welt" Schilderungen geärgert. Außerdem hatte ich mehrmals das Gefühl, daß das Buch einem nicht wirklich gekonnten Lektorat zum Opfer gefallen ist. An zwei Stellen wurden Anspielungen gemacht, die den Leser auf Situationen stoßen wollte, die der Leser aber noch nicht kannte, weil sie erst später im Buch erwähnt wurden. Entweder war es ein mich verstörendes Stilmittel, oder eben diese Situationen sind Kürzungen zum Opfer gefallen. Der Schreibstil ist an manchen Stellen sehr holperig und die Dialoge haben mich hier und da eher zum schmerzhaften Aufseufzen bewegt, ganz ehrlich, so redet kein Mensch. Aber das macht nichts, denn grundsätzlich hat das Buch mich aber sehr gut unterhalten, zum Nachsinnen angeregt und an der ein oder anderen Stelle tief bewegt. (Fürs Protokoll, ich hab mal wieder beim Lesen geflennt...) Mit dem Ende bin ich leider auch nicht gänzlich glücklich und ohne zu viel zu verraten, ich hätte mir da eine etwas längere und intensivere Szene am Ende gewünscht.

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