Ganz normale Helden

von Anthony McCarten 
4,1 Sterne bei67 Bewertungen
Ganz normale Helden
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Petite_biches avatar

Gedanken, Gefühle, Probleme, Geheimnisse - nach Dons' Tod ist alles anders und jeder Delpe geht anders damit um. Toller Abschluss!

wunderliteraturs avatar

Renata, Jim, Jeff und Donald haben sich einen Weg in mein Herz gebahnt. Eine Familie, die ins Wanken gerät und dennoch Stärke beweist!

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Inhaltsangabe zu "Ganz normale Helden"

Im Internet ist Jeff ein Star, verdient viel Geld, vor allem aber kann er hier gegen die Geister kämpfen, die ihn nicht loslassen: Schule, Mädchen und den Tod seines Bruders. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein. Dabei begreift er auch, was in der alten Welt wirklich wichtig ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257242713
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:26.03.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.08.2012 bei Diogenes erschienen.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 3 Monaten
    Der realistische Horror im Netz

    Nach dem Tod seines Bruders wird für Jeff Delpe das Familienleben zum Alptraum. Als Erstgeborener schon immer in der Rolle des weniger geliebten Sohnes muss er nun mit ansehen, wie die Trauer die Eltern auseinanderbringt. Er sucht seinen Platz in der virtuellen Welt und wird dort ein Star, verdient sogar Geld und weil er mittlerweile auch schon volljährig ist, beschließt er, aus dem Elternhaus auszuziehen. Ohne über seinen Verbleib Auskunft zu geben. Vater Jim will nicht auch seinen zweiten Sohn verlieren und macht sich im Netz auf die Suche nach ihm. Dabei verliert er sich in den fließenden Grenzen zwischen der fiktiven und der realen Welt.
    Der Roman ist die Fortsetzung von "Superhero", aber vollkommen unabhängig von der Lektüre des ersten Teils. McCarten, der sich als Erzähler einen Platz in den oberen Rängen erschrieben hat, weiß hier mit einer gut durchdachten und spannenden Geschichte zu überzeugen. Alles, was sich hier zuträgt, gibt es millionenfach auf der Welt in verschiedener Ausprägung. Die undeutliche Trennung von realer und virtueller Welt, die damit verbundenen Identitätsprobleme, die Entfremdung von der Wirklichkeit und das Suchtpotential, das hinter all dem steckt und schon so manches Leben zerstört hat, sind hier in einer großartigen Geschichte miteinander verwoben. Es ist beängstigend, wie weit ein Identitätsverlust stattfinden kann, mit welchen Konsequenzen in der realen Umwelt zu rechnen ist und wie traurig viele Schicksale sein können, in denen die Welt aus dem Netz die Oberhand hat. McCarten hat einen spanndenden und aufrüttelnden Roman darüber geschrieben, der Betroffenheit auslöst und vielleicht den einen oder anderen dazu bringen kann, über sein zügelloses Netzleben nachzudenken. Sehr empfehlenswert mit (hoffentlich) Nachwirkungen.

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    Petite_biches avatar
    Petite_bichevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gedanken, Gefühle, Probleme, Geheimnisse - nach Dons' Tod ist alles anders und jeder Delpe geht anders damit um. Toller Abschluss!
    Kurzrezension 'Ganz normale Helden' von Anthony McCarten

    Ein Jahr ist vergangen seit dem Tod von Donald Delpe, der sich mit viel Humor, Ironie, aber auch Gefühl durch seine Krebs Zeit gekämpft hat.

    In 'Ganz normale Helden' werden die Problem, Gedanken und Gefühlswelten, der einzelnen Mitglieder der Familie Delpe, nach Dons' Tod, beschrieben. Der unterschiedliche Umgang mit Trauer/Verlust (-verarbeitung), gerade wie sich dadurch die einzelnen Mitglieder immer weiter von einander entfernen wird Tematisiert.

    Gleichzeitig hat jede(r) einzelne von ihnen seine ganz eigenen Probleme und Geheimnisse.


    Wie immer hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen – flüssig, leicht, klar, besonders.


    Auch Thema, Handlung und Charaktere konnten mich überzeugen und in ihren Bann ziehen!

    Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Jim, Jeff und Renata Delpe.

    Es ist ein interessanter und auch informativer Abschluss der Geschichte Um Donald Delpe – einen wirklich besonderen Protagonisten.

    Mit einem McCarten vergeht jede Zugfahrt, möge sie auch noch so lang sein, im nu :)


    Dies ist mehr eine kurze Zusammenfassung, als eine Rezension, aber dennoch wollte ich ein wenig mehr schreiben, als in die Kommentarbox passt. :)


    Liebe Grüße und viel Lesevergnügen wünscht

    Petite_biche ♥

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    DasBuchUndDasIchs avatar
    DasBuchUndDasIchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut Lesenswert wenn man den ersten Teil gelesen hat!
    Nach "Superhero" geht es weiter mit "Ganz normale Helden"

    [Beschreibung]

    Im Internet ist Jeff ein Star, verdient viel Geld, vor allem aber kann er hier gegen die Geister kämpfen, die ihn nicht loslassen: Schule, Mädchen und den Tod seines Bruders. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein. Dabei begreift er auch, was in der alten Welt wirklich wichtig ist.

    [Rezension]

    Das Leben der Familie Delpe geht weiter, auch wenn eines ihrer Familienmitglieder verstorben ist (Buch: Superhero). Der Bruder von Jeff bzw der jüngste ihren beiden Söhne, verstorben in jungen Jahren an Krebs.

    Spurlos geht dieser Verlust dennoch an allen nicht vorbei und damit beginnt die Trauer und das Drama. Privat, beruflich und auch in der Beziehung der beiden Elternteile tauchen vermehrt Probleme auf und beginnen sich auseinander zu leben. Jeff zieht kurzerhand heimlich aus dem Elternhaus aus, da er es nicht mehr aushält und keine Privatsphäre mehr geniessen kann.

    Nun ist das Chaos perfekt, da sie auch ihren zweiten Sohn verloren haben. Die Suche wird von sein Vater unternommen ohne das Wissen seiner "noch" Ehefrau. Es entsteht eine Parallelwelt für Jeffs Vater wo wieder neue Gefahren und Probleme entstehen.

    [Eigenes]

    Anthony McCarten hat es wieder geschafft, dass ich in sein Roman eintauchen konnte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu verstehen. Allerdings in diesem Roman fand ich manche Kapitel sehr in die Länge gezogen, die man hätte ruhig etwas kürzer gestalten könnte. 

    Interessant mit anzusehen war, wie ein das Internet und die Onlinewelt in ihren Bann ziehen kann!

    >>Zuerst beherrscht man dieses noch, aber dann kommt der Zeitpunkt, dann beherrscht die Onlinewelt die reale Welt und man gestaltet sein Leben nach dieser Onlinewelt. Leider habe ich dieses selber erfahren müssen mit dem Onlinespiel "Diablo 2", was bis heute noch eine sehr grosse Community aufweisen kann<< 

    Zudem auch sehr interessant zu entdecken, wie man sich in einer Trauer verändern kann und es sehr Gefährlich sein kann wenn man nicht darüber spricht bzw. dieses nicht zusammen verarbeitet wenn man eine/n Partner/in an seine/r Seite hat.


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    CanYouSeeMes avatar
    CanYouSeeMevor 4 Jahren
    Ganz normale Helden


    Anschließend an 'Superhero' ist dieses Buch eine Fortsetzung der Handlung auf ganz eigene Weise. McCarten zeigt in diesem Roman den Alltag der trauernden Familie Delpe, welcher in faszinierender Weise bei allen Familienmitgliedern in der virtuellen Welt verläuft
    Auch wenn die Handlung teilweise etwas emotionslos beschrieben wird, hat mich der Roman von Beginn an gefesselt und die virtuellen Verstrickungen und Zusammenhänge haben einen, für mich, ausgezeichneten Spannungsbogen hervorgebracht. Des Weiteren findet man als Leser gut in die Welt der Familie Delpe hinein und fühlt mit den Akteuren mit!
    Ein ausgezeichnetes Buch!!

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    Yrttitees avatar
    Yrttiteevor 4 Jahren
    Rezension: "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Auch ein Jahr nach Donnys Tod ist Familie Delpe noch sehr mit der Trauer und Verlustbewältigung beschäftigt. Dabei trauert edes Familienmitglied trauert auf seine Weise: Renata lebt das Unglück voll aus, ihr Mann verschanzt sich zunächst hinter Arbeit und Umzug und Jeff, das ältere Kind, verliert sich in einem Onlinerollenspiel.
     Auch wenn sich die Trauer der drei in vielen Punkten ähnelt, finden sie doch keine gemeinsame Art Donnys Verlust zu bewältigen, sondern machen sich gegenseitig Vorwürfe nicht "richtig" trauern. Statt für einander dazu sein, gibt es blos Vorwüfe und Streit. Selbst als Jeff spurlos verschwindet, schaffen es Renata und Jim nicht gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
    Als Leser bleibt man dann etwas frustriert zurück , wünscht den dreien, dass sie sich einmal aussprechen, statt sich in eine online Welt zu flüchten. Aber, wie im richtigen Leben, ist das alles nicht so einfach. Insgesamt konnte das Buch leider nicht an seinen Vorgänger "Superhero" anschließen. Die Handlung war mir an vielen Stellen etwas zu absurd und hat mich das Feingefühl vermissen lassen.

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    zombiesatemyheads avatar
    zombiesatemyheadvor 5 Jahren
    Die Post-Donald-Ära

    Ein Jahr ist vergangen seit Donnys Tod. Renata leidet sehr darunter, ihren jüngsten Sohn verloren zu haben. Ihr Mann Jim stürzt sich in die Arbeit, seine Art der Trauerbewältigung. Jeff, der ältere und nun einzige Sohn verschanzt sich nur noch vor seinem Computer. Renata wurde mit Donnys Verlust noch viel besitzergreifender und beschützender, was schlussendlich dazu führt, dass Jeff Reißaus nimmt. Renata ist verzweifelt, nur Jim scheint einen kühlen Kopf zu  bewahren. Er bereitet alles vor für den Umzug aufs Land und bekommt eines Tages mit, wie Jim einen Gespräch mit einem Wildfremden führt, und wie sie über Life of Lore sprechen, ein Onlinegame, bei dem auch sein Sohn angemeldet ist. Jim sieht dies als die letzte Chance, seinen Sohn aufzuspüren und verliert sich fast völlig in der weiten Welt der Fantasien und Mysterien.  Doch was wird aus seiner  Familie?

    Mit Ganz normale Helden hat McCarten sozusagen den Nachfolger von Superhero (Diogenes, 2008), den man nicht unbedingt vorher gelesen haben muss, um Ganz normale Helden zu verstehen. Die Verzweiflung Renatas, die sich an einen imaginären Gott via Internet wendet, Jim, der sich nur noch aus Alibigründen vor den Rechner auf der Arbeit sitzt, aber seine Zeit eigentlich nur noch auf Life of Lore verbringt, was er erst als brutales und weltfremdes Spiel abtut, es für ihn aber später mehr als nur Realität wird. Und dann auch noch Jeff, der sich als eine Art Kleister sieht, das einzie, was seine Familie zusammenzuhalten scheint, haut schlussendlich ab, einfach, weil er keinen Bock mehr auf diese Scheiße hat. All das kommt so einer unheimlichen Nüchternheit und einem zynischen Humor daher, dass man nichts anderes kann, als weiterzulesen anstatt das Buch wegzulegen. Hiermit empfehle ich auch nochmal den Voränger, Superhero, weil er die Geschichte doch noch abrundet und man so den Anfang und das Ende der Geschichte kennt.

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    awogflis avatar
    awogflivor 5 Jahren
    Ganz normale Helden - leider auch ganz normal und nicht aussergewöhnlich

    Der zweite Teil des Romans von McCarten ist nicht mehr aussergewöhnlich sondern gutes Mittelmaß. Erstens sind alle unkonventionellen, mutigen symphatischen Figuren mittlerweile tot oder spielen keine Rolle mehr, nur die "Jammerlappen" bleiben übrig. Zweitens ist die Story nichts besonderes sondern nur ein mediokres Drama um Schmerz, Depression Wut und Umgang mit dem Tod.
    Auch die an sich sehr innovative Idee, dass alle Beteiligten auf ihre Weise in der virtuellen Welt verloren gehen bzw. sich dort vorübergehend verstecken, wirkt irgendwie nicht plausibel genug erzählt. Fast scheint es so, dass der Autor diesen Umstand nur als dramaturgischen Kniff verwendet, ohne sowas mal selbst erlebt zu haben. Zwar gab es weder gröbere logische oder inhaltliche Fehler, aber es wird so blutleer präsentiert - das kann McCarten wesentlich besser, was er schon mehrfach bewiesen hat. Ich vermute, er hat nur Internet- und Desk Research betrieben und sich nicht wirklich persönlich und intensiv ins Feld geworfen.

    Fazit: Trotz aller Kritik ist dieser Roman eine gute Geschichte um Trauer und Depression nach dem Tod eines geliebten Menschen, reicht aber eben bei weitem nicht an seinen brillianten Vorgänger heran.

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    Marenas avatar
    Marenavor 6 Jahren
    Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Wie geht es weiter nach Donalds Tod? Die Familie bricht fast auseinander und jeder der drei: Vater, Mutter und Bruder versuchen auf ihre Weise mit dem Schmerz des Verlustes fertig zu werden.

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    Sarlaschts avatar
    Sarlaschtvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Inhalt:
    Der Tod des jüngsten Sohnes Donny, bringt die Familie Delpe ans Ende ihrer Kräfte. Ein Jahr ist es her, doch die Wunden sind noch frisch. Gemeinsam wird nicht getrauert, nein, jeder versucht für sich alleine mit dem Schicksalsschlag fertig zu werden. Jeff Delpe, einst mal der ältere Bruder, bleibt jetzt als Einzelkämpfer übrig, zieht sich in die Onlinewelt des Rollenspieles „Life of Lore“ zurück. Seine Eltern glauben an geheime Machenschaften, die dort ablaufen und versuchen an ihren Sohn ranzukommen, doch dieser blockt komplett ab. Während sich die Mutter Renata im Internet Hilfe sucht, Trost finden möchte, macht sich der Vater Jim auf den Weg in die Welt von „Life of Lore“, damit er Jeff nahe sein kann. Er taucht in eine virtuelle Realität ein und versucht den verlorenen Sohn wiederzufinden.
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    "Meine Meinung:"
    „Ganz normale Helden“ ist eigentlich die Fortsetzung von „Superhero“, wobei ich sagen muss, das erste Buch nicht gelesen zu haben, allerdings deshalb auch keinerlei Probleme hatte, der Geschichte zu folgen. Sicherlich ist es ganz interessant zu sehen, wie die Krankheit von Donny die Familie verändert und wie sie letztlich dem Tod entgegensehen, aber zwingend notwendig ist es nicht, beide Bücher zu lesen, sie können auch einzeln für sich stehen.
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    Die Geschichte beginnt damit, dass sich die einzelnen Familienmitglieder immer mehr voneinander entfremden. Jeder seinen eigenen Weg sucht, um mit der Trauer umzugehen. Jeff verkriecht sich in der Onlinewelt und ist für seine Eltern nicht mehr erreichbar, je drängender sie auf ihn einwirken, desto mehr blockt er ab, bis es zu einem Eklat kommt, der Junge von zu Hause abhaut, spurlos verschwindet. Auf Grund dessen beginnt sein Vater in der Onlinewelt nach ihm zu suchen, wird auch fündig. Er muss natürlich eine Rolle spielen, will er seinen Sohn nahekommen, darf er nicht zugeben, wer er ist und welche Absicht er verfolgt. So kann man als Leser bei Gesprächen von Vater und Sohn dabei sein, ohne dass der Sohn wirklich weiß, was vor sich geht. Eine spannende Situation, die die verzweifelten Bemühungen des Vaters aufzeigen.
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    Jim wird mehr und mehr ans Spiel gefesselt, verliert den Blick für die Realität, entfernt sich mehr von seiner Frau und auch seine Arbeit leidet unter der Suche nach dem Sohn. Er erfährt Dinge über Jeff, die er niemals erwartet hätte, doch je mehr er erfährt, desto weniger scheint er seinen Sohn zu kennen.
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    Ich weiß nicht genau, aber die Geschichte ist zwar von der Idee gut gewählt, aber überzeugen konnte sie mich nicht. Nach der Hälfte des Buches war ich versucht, es einfach wegzulegen und es niemals wieder zur Hand zu nehmen, zu gelangweilt haben mich die einzelnen Abläufe, die sich in langatmigen Wiederholungen bündeln. Auch wird die Internetwelt, das Rollenspiel, sehr einseitig beleuchtet. Sicherlich ist im Internet nicht alles koscher, aber da muss man differenzieren, den Blick weitern und nicht nur das Schlechteste von allen annehmen, aber genau dies passiert im Buch. Es sieht das Rollenspiel und seine Nutzer als generell absonderliche Wesen. Braucht die Geschichte vermutlich, ansonsten würde sie nicht funktionieren und trotzdem, es bleibt der bittere Beigeschmack erhalten, dass nur eine Seite der Medaille gezeigt wird.
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    Fazit:
    Lesbar, streckenweise leider langatmig und in der Ausführung einseitig. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor 6 Jahren
    Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Inhalt
    Jeffs Bruder Donald ist vor einem Jahr an Krebs gestorben. Seitdem ist nichts mehr wie früher. Jeff versucht, seinen Eltern über den Verlust hinwegzukommen und scheitert. Er vergräbt sich immer mehr im Internet in seine virtuell erfundene Welt und spielt eine ziemlich brutales und sehr reales Spiel dort. Eines Tages beschließt er auszuziehen, weil er einfach keine Kraft mehr hat, sich seinen Eltern gegenüber zu stellen. Diese machen sich große Sorgen, weil Jeff keine Nachricht hinterlassen hat, und sein Vater begibt sich auf die gefährliche Suche in diesem „Life of Lore“ Spiel.

    Meinung
    Mit diesem Thema „Internet-Onlinespiele“ hat der Autor ein sehr spezielles, für die heutige Zeit sehr vorangeschrittenes Thema gewählt. Das Internet ist sehr verbreitet, ich möchte nicht wissen, ob es überhaupt noch jemanden ohne Internet-Anschluss gibt. Mein Respekt, ein solches Buch zu schreiben. An einigen Stellen hat mir „Ganz normale Helden“ ein wenig heruntergezogen, das liegt wahrscheinlich daran, das ich ganz selten solche Bücher lese.

    Bei einem solchen Schicksalsschlag, wie der Tod eines Sohnes oder Bruders, verarbeitet jeder seine Trauer anders. So flieht die Familie Delpe in die Welt des Internets, jeder auf seine eigene Weise. Jeff und sein Vater begeben sich auf die Reise in einem, für mich, sehr brutalen Onlinespiel, und die Mutter chattet in einem Room mit angeblich „Gott“. Keiner der Dreien kann aber seine wahren Gefühle in der realen Welt verarbeiten. Es kommt nur noch zum Streit, weil sie einfach nicht miteinander kommunizieren können.

    Mich hat das Buch irgendwie fasziniert, aber auch total schockiert. Herr McCarten hat die Personen gekonnt real dargestellt, man denkt und fühlt mit ihnen mit. Man kann sich in jeden einezelnen gut hineinversetzen und begibt sich mit ihnen auf eine eher traurige Reise durchs Leben. Er hat sehr gut die Vor- und Nachteile des Internets beschrieben und welche Gefahren durch solche Onlinespiele entstehen. Der Schreibstil passt sich perfekt der Geschichte an, er ist flüssig und teilweise der modernen heutigen Welt angepasst, wie z. B. Das schreiben von Abkürzungen.

    Cover
    Das Cover ist für mich ziemlich unscheinbar und passt meiner Meinung nach nicht richtig zum Buch. Die einzelnen Kapitel waren mir auch zu lang, ich bevorzuge kürzere Kapitel, wodurch man das Buch dann auch mal beiseite legen kann.

    Fazit
    „Ganz normale Helden“ ist für mich ein fesselnder und aufrüttelnder Roman um eine wahre „Sucht“ des Lebens. Kurzweilig hat er mir die Zeit vertrieben, allersdings gefallen mir andere Bücher besser, welche nicht so ergreifend sind. Er erhält somit gutgemeinte 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

    Mein Dank gilt dem Diogenes Verlag, für die Bereitstellung dieses Buches.

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