Anthony McCarten Ganz normale Helden

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Inhaltsangabe zu „Ganz normale Helden“ von Anthony McCarten

Im Internet ist Jeff ein Star, verdient viel Geld, vor allem aber kann er hier gegen die Geister kämpfen, die ihn nicht loslassen: Schule, Mädchen und den Tod seines Bruders. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein. Dabei begreift er auch, was in der alten Welt wirklich wichtig ist.

Renata, Jim, Jeff und Donald haben sich einen Weg in mein Herz gebahnt. Eine Familie, die ins Wanken gerät und dennoch Stärke beweist!

— bookexperiences
bookexperiences

Absolut Lesenswert wenn man den ersten Teil gelesen hat!

— DasBuchUndDasIch
DasBuchUndDasIch

Eindringlich wird das Auseinanderdriften einer Familie geschildert, dessen Sohn sich in die virtuelle Welt eines Online-Spieles flüchtet.

— Schumi_HB
Schumi_HB

A. McCarten überzeugt erneut durch sein Können; jedoch wurde ich mit der Internetwelt,in der ein Großteil des Romans spielt nur bedingt warm

— Esme--
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    • 1702
  • Nach "Superhero" geht es weiter mit "Ganz normale Helden"

    Ganz normale Helden
    DasBuchUndDasIch

    DasBuchUndDasIch

    15. November 2015 um 01:00

    [Beschreibung] Im Internet ist Jeff ein Star, verdient viel Geld, vor allem aber kann er hier gegen die Geister kämpfen, die ihn nicht loslassen: Schule, Mädchen und den Tod seines Bruders. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein. Dabei begreift er auch, was in der alten Welt wirklich wichtig ist. [Rezension] Das Leben der Familie Delpe geht weiter, auch wenn eines ihrer Familienmitglieder verstorben ist (Buch: Superhero). Der Bruder von Jeff bzw der jüngste ihren beiden Söhne, verstorben in jungen Jahren an Krebs. Spurlos geht dieser Verlust dennoch an allen nicht vorbei und damit beginnt die Trauer und das Drama. Privat, beruflich und auch in der Beziehung der beiden Elternteile tauchen vermehrt Probleme auf und beginnen sich auseinander zu leben. Jeff zieht kurzerhand heimlich aus dem Elternhaus aus, da er es nicht mehr aushält und keine Privatsphäre mehr geniessen kann. Nun ist das Chaos perfekt, da sie auch ihren zweiten Sohn verloren haben. Die Suche wird von sein Vater unternommen ohne das Wissen seiner "noch" Ehefrau. Es entsteht eine Parallelwelt für Jeffs Vater wo wieder neue Gefahren und Probleme entstehen. [Eigenes] Anthony McCarten hat es wieder geschafft, dass ich in sein Roman eintauchen konnte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu verstehen. Allerdings in diesem Roman fand ich manche Kapitel sehr in die Länge gezogen, die man hätte ruhig etwas kürzer gestalten könnte.  Interessant mit anzusehen war, wie ein das Internet und die Onlinewelt in ihren Bann ziehen kann! >>Zuerst beherrscht man dieses noch, aber dann kommt der Zeitpunkt, dann beherrscht die Onlinewelt die reale Welt und man gestaltet sein Leben nach dieser Onlinewelt. Leider habe ich dieses selber erfahren müssen mit dem Onlinespiel "Diablo 2", was bis heute noch eine sehr grosse Community aufweisen kann<<  Zudem auch sehr interessant zu entdecken, wie man sich in einer Trauer verändern kann und es sehr Gefährlich sein kann wenn man nicht darüber spricht bzw. dieses nicht zusammen verarbeitet wenn man eine/n Partner/in an seine/r Seite hat.

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  • Ganz normale Helden

    Ganz normale Helden
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    21. June 2014 um 18:47

    Anschließend an 'Superhero' ist dieses Buch eine Fortsetzung der Handlung auf ganz eigene Weise. McCarten zeigt in diesem Roman den Alltag der trauernden Familie Delpe, welcher in faszinierender Weise bei allen Familienmitgliedern in der virtuellen Welt verläuft Auch wenn die Handlung teilweise etwas emotionslos beschrieben wird, hat mich der Roman von Beginn an gefesselt und die virtuellen Verstrickungen und Zusammenhänge haben einen, für mich, ausgezeichneten Spannungsbogen hervorgebracht. Des Weiteren findet man als Leser gut in die Welt der Familie Delpe hinein und fühlt mit den Akteuren mit! Ein ausgezeichnetes Buch!!

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  • Rezension: "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Yrttitee

    Yrttitee

    07. April 2014 um 18:42

    Auch ein Jahr nach Donnys Tod ist Familie Delpe noch sehr mit der Trauer und Verlustbewältigung beschäftigt. Dabei trauert edes Familienmitglied trauert auf seine Weise: Renata lebt das Unglück voll aus, ihr Mann verschanzt sich zunächst hinter Arbeit und Umzug und Jeff, das ältere Kind, verliert sich in einem Onlinerollenspiel.  Auch wenn sich die Trauer der drei in vielen Punkten ähnelt, finden sie doch keine gemeinsame Art Donnys Verlust zu bewältigen, sondern machen sich gegenseitig Vorwürfe nicht "richtig" trauern. Statt für einander dazu sein, gibt es blos Vorwüfe und Streit. Selbst als Jeff spurlos verschwindet, schaffen es Renata und Jim nicht gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Als Leser bleibt man dann etwas frustriert zurück , wünscht den dreien, dass sie sich einmal aussprechen, statt sich in eine online Welt zu flüchten. Aber, wie im richtigen Leben, ist das alles nicht so einfach. Insgesamt konnte das Buch leider nicht an seinen Vorgänger "Superhero" anschließen. Die Handlung war mir an vielen Stellen etwas zu absurd und hat mich das Feingefühl vermissen lassen.

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  • Die Post-Donald-Ära

    Ganz normale Helden
    zombiesatemyhead

    zombiesatemyhead

    29. January 2014 um 12:19

    Ein Jahr ist vergangen seit Donnys Tod. Renata leidet sehr darunter, ihren jüngsten Sohn verloren zu haben. Ihr Mann Jim stürzt sich in die Arbeit, seine Art der Trauerbewältigung. Jeff, der ältere und nun einzige Sohn verschanzt sich nur noch vor seinem Computer. Renata wurde mit Donnys Verlust noch viel besitzergreifender und beschützender, was schlussendlich dazu führt, dass Jeff Reißaus nimmt. Renata ist verzweifelt, nur Jim scheint einen kühlen Kopf zu  bewahren. Er bereitet alles vor für den Umzug aufs Land und bekommt eines Tages mit, wie Jim einen Gespräch mit einem Wildfremden führt, und wie sie über Life of Lore sprechen, ein Onlinegame, bei dem auch sein Sohn angemeldet ist. Jim sieht dies als die letzte Chance, seinen Sohn aufzuspüren und verliert sich fast völlig in der weiten Welt der Fantasien und Mysterien.  Doch was wird aus seiner  Familie? Mit Ganz normale Helden hat McCarten sozusagen den Nachfolger von Superhero (Diogenes, 2008), den man nicht unbedingt vorher gelesen haben muss, um Ganz normale Helden zu verstehen. Die Verzweiflung Renatas, die sich an einen imaginären Gott via Internet wendet, Jim, der sich nur noch aus Alibigründen vor den Rechner auf der Arbeit sitzt, aber seine Zeit eigentlich nur noch auf Life of Lore verbringt, was er erst als brutales und weltfremdes Spiel abtut, es für ihn aber später mehr als nur Realität wird. Und dann auch noch Jeff, der sich als eine Art Kleister sieht, das einzie, was seine Familie zusammenzuhalten scheint, haut schlussendlich ab, einfach, weil er keinen Bock mehr auf diese Scheiße hat. All das kommt so einer unheimlichen Nüchternheit und einem zynischen Humor daher, dass man nichts anderes kann, als weiterzulesen anstatt das Buch wegzulegen. Hiermit empfehle ich auch nochmal den Voränger, Superhero, weil er die Geschichte doch noch abrundet und man so den Anfang und das Ende der Geschichte kennt.

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  • Ganz normale Helden - leider auch ganz normal und nicht aussergewöhnlich

    Ganz normale Helden
    awogfli

    awogfli

    07. April 2013 um 08:46

    Der zweite Teil des Romans von McCarten ist nicht mehr aussergewöhnlich sondern gutes Mittelmaß. Erstens sind alle unkonventionellen, mutigen symphatischen Figuren mittlerweile tot oder spielen keine Rolle mehr, nur die "Jammerlappen" bleiben übrig. Zweitens ist die Story nichts besonderes sondern nur ein mediokres Drama um Schmerz, Depression Wut und Umgang mit dem Tod. Auch die an sich sehr innovative Idee, dass alle Beteiligten auf ihre Weise in der virtuellen Welt verloren gehen bzw. sich dort vorübergehend verstecken, wirkt irgendwie nicht plausibel genug erzählt. Fast scheint es so, dass der Autor diesen Umstand nur als dramaturgischen Kniff verwendet, ohne sowas mal selbst erlebt zu haben. Zwar gab es weder gröbere logische oder inhaltliche Fehler, aber es wird so blutleer präsentiert - das kann McCarten wesentlich besser, was er schon mehrfach bewiesen hat. Ich vermute, er hat nur Internet- und Desk Research betrieben und sich nicht wirklich persönlich und intensiv ins Feld geworfen. Fazit: Trotz aller Kritik ist dieser Roman eine gute Geschichte um Trauer und Depression nach dem Tod eines geliebten Menschen, reicht aber eben bei weitem nicht an seinen brillianten Vorgänger heran.

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Marena

    Marena

    26. February 2013 um 13:06

    Wie geht es weiter nach Donalds Tod? Die Familie bricht fast auseinander und jeder der drei: Vater, Mutter und Bruder versuchen auf ihre Weise mit dem Schmerz des Verlustes fertig zu werden.

  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Sarlascht

    Sarlascht

    11. February 2013 um 19:14

    Inhalt: Der Tod des jüngsten Sohnes Donny, bringt die Familie Delpe ans Ende ihrer Kräfte. Ein Jahr ist es her, doch die Wunden sind noch frisch. Gemeinsam wird nicht getrauert, nein, jeder versucht für sich alleine mit dem Schicksalsschlag fertig zu werden. Jeff Delpe, einst mal der ältere Bruder, bleibt jetzt als Einzelkämpfer übrig, zieht sich in die Onlinewelt des Rollenspieles „Life of Lore“ zurück. Seine Eltern glauben an geheime Machenschaften, die dort ablaufen und versuchen an ihren Sohn ranzukommen, doch dieser blockt komplett ab. Während sich die Mutter Renata im Internet Hilfe sucht, Trost finden möchte, macht sich der Vater Jim auf den Weg in die Welt von „Life of Lore“, damit er Jeff nahe sein kann. Er taucht in eine virtuelle Realität ein und versucht den verlorenen Sohn wiederzufinden. . "Meine Meinung:" „Ganz normale Helden“ ist eigentlich die Fortsetzung von „Superhero“, wobei ich sagen muss, das erste Buch nicht gelesen zu haben, allerdings deshalb auch keinerlei Probleme hatte, der Geschichte zu folgen. Sicherlich ist es ganz interessant zu sehen, wie die Krankheit von Donny die Familie verändert und wie sie letztlich dem Tod entgegensehen, aber zwingend notwendig ist es nicht, beide Bücher zu lesen, sie können auch einzeln für sich stehen. . Die Geschichte beginnt damit, dass sich die einzelnen Familienmitglieder immer mehr voneinander entfremden. Jeder seinen eigenen Weg sucht, um mit der Trauer umzugehen. Jeff verkriecht sich in der Onlinewelt und ist für seine Eltern nicht mehr erreichbar, je drängender sie auf ihn einwirken, desto mehr blockt er ab, bis es zu einem Eklat kommt, der Junge von zu Hause abhaut, spurlos verschwindet. Auf Grund dessen beginnt sein Vater in der Onlinewelt nach ihm zu suchen, wird auch fündig. Er muss natürlich eine Rolle spielen, will er seinen Sohn nahekommen, darf er nicht zugeben, wer er ist und welche Absicht er verfolgt. So kann man als Leser bei Gesprächen von Vater und Sohn dabei sein, ohne dass der Sohn wirklich weiß, was vor sich geht. Eine spannende Situation, die die verzweifelten Bemühungen des Vaters aufzeigen. . Jim wird mehr und mehr ans Spiel gefesselt, verliert den Blick für die Realität, entfernt sich mehr von seiner Frau und auch seine Arbeit leidet unter der Suche nach dem Sohn. Er erfährt Dinge über Jeff, die er niemals erwartet hätte, doch je mehr er erfährt, desto weniger scheint er seinen Sohn zu kennen. . Ich weiß nicht genau, aber die Geschichte ist zwar von der Idee gut gewählt, aber überzeugen konnte sie mich nicht. Nach der Hälfte des Buches war ich versucht, es einfach wegzulegen und es niemals wieder zur Hand zu nehmen, zu gelangweilt haben mich die einzelnen Abläufe, die sich in langatmigen Wiederholungen bündeln. Auch wird die Internetwelt, das Rollenspiel, sehr einseitig beleuchtet. Sicherlich ist im Internet nicht alles koscher, aber da muss man differenzieren, den Blick weitern und nicht nur das Schlechteste von allen annehmen, aber genau dies passiert im Buch. Es sieht das Rollenspiel und seine Nutzer als generell absonderliche Wesen. Braucht die Geschichte vermutlich, ansonsten würde sie nicht funktionieren und trotzdem, es bleibt der bittere Beigeschmack erhalten, dass nur eine Seite der Medaille gezeigt wird. . Fazit: Lesbar, streckenweise leider langatmig und in der Ausführung einseitig. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    28. January 2013 um 06:47

    Inhalt Jeffs Bruder Donald ist vor einem Jahr an Krebs gestorben. Seitdem ist nichts mehr wie früher. Jeff versucht, seinen Eltern über den Verlust hinwegzukommen und scheitert. Er vergräbt sich immer mehr im Internet in seine virtuell erfundene Welt und spielt eine ziemlich brutales und sehr reales Spiel dort. Eines Tages beschließt er auszuziehen, weil er einfach keine Kraft mehr hat, sich seinen Eltern gegenüber zu stellen. Diese machen sich große Sorgen, weil Jeff keine Nachricht hinterlassen hat, und sein Vater begibt sich auf die gefährliche Suche in diesem „Life of Lore“ Spiel. Meinung Mit diesem Thema „Internet-Onlinespiele“ hat der Autor ein sehr spezielles, für die heutige Zeit sehr vorangeschrittenes Thema gewählt. Das Internet ist sehr verbreitet, ich möchte nicht wissen, ob es überhaupt noch jemanden ohne Internet-Anschluss gibt. Mein Respekt, ein solches Buch zu schreiben. An einigen Stellen hat mir „Ganz normale Helden“ ein wenig heruntergezogen, das liegt wahrscheinlich daran, das ich ganz selten solche Bücher lese. Bei einem solchen Schicksalsschlag, wie der Tod eines Sohnes oder Bruders, verarbeitet jeder seine Trauer anders. So flieht die Familie Delpe in die Welt des Internets, jeder auf seine eigene Weise. Jeff und sein Vater begeben sich auf die Reise in einem, für mich, sehr brutalen Onlinespiel, und die Mutter chattet in einem Room mit angeblich „Gott“. Keiner der Dreien kann aber seine wahren Gefühle in der realen Welt verarbeiten. Es kommt nur noch zum Streit, weil sie einfach nicht miteinander kommunizieren können. Mich hat das Buch irgendwie fasziniert, aber auch total schockiert. Herr McCarten hat die Personen gekonnt real dargestellt, man denkt und fühlt mit ihnen mit. Man kann sich in jeden einezelnen gut hineinversetzen und begibt sich mit ihnen auf eine eher traurige Reise durchs Leben. Er hat sehr gut die Vor- und Nachteile des Internets beschrieben und welche Gefahren durch solche Onlinespiele entstehen. Der Schreibstil passt sich perfekt der Geschichte an, er ist flüssig und teilweise der modernen heutigen Welt angepasst, wie z. B. Das schreiben von Abkürzungen. Cover Das Cover ist für mich ziemlich unscheinbar und passt meiner Meinung nach nicht richtig zum Buch. Die einzelnen Kapitel waren mir auch zu lang, ich bevorzuge kürzere Kapitel, wodurch man das Buch dann auch mal beiseite legen kann. Fazit „Ganz normale Helden“ ist für mich ein fesselnder und aufrüttelnder Roman um eine wahre „Sucht“ des Lebens. Kurzweilig hat er mir die Zeit vertrieben, allersdings gefallen mir andere Bücher besser, welche nicht so ergreifend sind. Er erhält somit gutgemeinte 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung. Mein Dank gilt dem Diogenes Verlag, für die Bereitstellung dieses Buches.

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    19angelika63

    19angelika63

    12. December 2012 um 06:37

    Covertext Ein Jahr lang hat Jeff Delpe, 18, versucht, seinen Eltern über den Tod seines Bruders Donald hinwegzuhelfen. Jetzt hat er die Schnauze voll. Denn, sein Vater Jim sieht die Rettung nur in einem Umzug aufs Land, und Mutter Renata chattet – mit einem Unbekannten namens Gott. Da taucht Jeff unter. Spurlos. Seine neue Adresse lautet www.lifeoflore.com. Wo er der große Star eines Onlinespiels ist. Um nicht auch noch seinen zweite Sohn zu verlieren, sucht der verzweifelte Vater ihn schließlich an dem Ort, der ihm fremder ist als jeder andere. Er schleicht sich in Jeffs neue Welt ein … und stiftet Chaos, am meisten in sich selbst. Denn während er sich online Level für Level in die Sphären seines Sohnes hochkämpft, fällt er offline immer tiefer, droht seinen Job und seine Frau zu verlieren. Ist dies das Ende von Familie Delpe? Ganz im Gegenteil. Familie Delpe hat vor einem Jahr ihren Sohn und Bruder Donald durch Krebs verloren. Doch ein Jahr reichen für Renata, Jim und Jeff nicht aus, um loszulassen. Renata ist so sehr von dem Verlust ihres Sohnes traumatisiert, dass sie ständig Sorge um ihren noch lebenden Sohn Jeff hat. Sie kontrolliert ihn auf Schritt und Tritt. Macht sich Sorgen, wenn er weg bleibt ohne sich zu melden. Das alles nervt Jeff aber so sehr an, das er beschließt zu gehen. Von heute auf morgen ist und bleibt er verschwunden. Jim, seinen Vater scheint das in Renatas Augen nicht sehr zu belasten. Aber auch Jim leidet unter dem Verlust seines Erstgeborenen und das was dieser Tod aus seiner Frau gemacht hat. Als dann Jeff spurlos verschwindet, will er dies nicht so einfach geschehen lassen und begibt sich auf die Suche nach ihm. Eine Suche, die er sich so nicht vorgestellt hat und ihn in einen Sog aus virtueller und realer Welt zieht. Dieser Roman ist die „Fortsetzung“ von Superhero. Aber man muss diesen ersten Roman nicht kennen um diesen hier lesen zu können. Es ist eine eigene und abgeschlossene Geschichte. Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch fasziniert. Am Anfang geht es eher um den Verlust des Sohnes und des Bruders. Wie jeder der drei Delpes damit umgeht. Dann, nachdem Jeff verschwindet passiert die eigentliche und packende Story. Absolut abgefahren erfährt der Leser, wie es einem Menschen ergehen kann, wenn er sich in den Sog der Cyberspiele, virtuellen Welten, begibt. Wie schnell sich die reale Welt mit der virtuellen vermischt, bis hin zur Sucht nach der virtuellen Welt. Denn diese erscheint schöner, besser und glücklicher zu sein als die reale Welt. Hier ist alles Möglich. Man ist der Held, der Macher, der Gewinner. Nie der Looser oder der Unglückliche. Mich hat es fasziniert wie schnell man dieser virtuellen Welt verfallen kann. Es macht mich aber gleichzeitig auch sehr traurig, denn es gibt so viele Menschen, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener, die dieser virtuellen Welt zum Opfer fallen. Vielleicht weil sie allein und einsam sind, gemobbt werden und sich nur auf diese Art und Weise Bestätigung und Anerkennung holen können. Letztendlich ist es so, dass das reale Leben oft nicht einfach ist. Das es weht tun kann, verletzt und unsicher macht. Aber wir haben nur dieses eine Leben und sollten versuchen in der realen Welt damit klar zu kommen.

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    Ganz normale Helden
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    26. October 2012 um 02:00

    Es ist schlimm, wenn ein Kind stirbt. Schlimm für die Eltern, und schlimm für die Geschwister. Ein Jahr nach dem Tod ihres Sohnes Donald sind Jim und Renata immer noch nicht wieder zu einem normalen Leben fähig. Jim hat ein Haus auf dem Land gekauft und meint, dass die Abgeschiedenheit hilfreich für die Familie sein wird, und Renata chattet mit einem Online-Priester. Oder vielleicht auch direkt mit Gott. Dass ihr 18jähriger Sohn Jeff trotz seiner eigenen Trauer versucht, ihnen über den Verlust hinwegzuhelfen, merken Jim und Renata nicht einmal. Also haut Jeff ab. Erst in das Online-Rollenspiel „Life of Lore“ (LoL), dann auch in der Realität. Jeff ist eines Tages spurlos verschwunden und meldet sich nicht mehr. Jim verzweifelt daran, denn er will nicht auch noch sein zweites und letztes Kind verlieren. Also macht er sich auf die Suche, auf die virtuelle Suche. Er meldet sich bei LoL an und versucht dort, seinen Sohn zu finden. Aber das ist gar nicht so einfach, denn Jeff hat das höchste Level erreicht. Jim muss sich im Spiel hocharbeiten, um Jeff treffen zu können. Das hat Folgen… Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Superhero“, lässt sich aber auch problemlos lesen, wenn man den ersten Band nicht kennt. Sehr positiv fand ich, dass in diesem Buch deutlich wird, dass nicht nur Jugendliche dem Reiz der Online-Rollenspiele erliegen, sondern auch Erwachsene sich so sehr darin verlieren können, dass ihr beruflicher und privater Alltag darunter leidet. Nicht nur Kinder und Jugendliche müssen Medienkompetenz lernen, auch deren Eltern. Die Beschreibung des Spiels hat mir an der Geschichte am besten gefallen. Ich glaube, auch ich wäre diesem Spiel verfallen, so interessant klingt es. Diese Teile des Buches sind auch am humorvollsten. Die Charaktere wirken lebendig und authentisch, auch wenn ich ihre Reaktionen und ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar fand. Und der flüssige Schreibstil sorgt für eine gute Lesbarkeit. Lediglich das Ende fand ich ein wenig abrupt. Anthony McCarten hat einfach ein Händchen für ungewöhnliche und fesselnde Geschichten.

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    Ganz normale Helden
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    14. October 2012 um 16:43

    Es ist jetzt fast ein Jahr vergangen, seitdem der vierzehnjährige Donald Delpe an Leukämie gestorben ist. Zurückgelassen hat er seinen älteren Bruder Jeff und seine Eltern. Jeff versucht seinen Eltern über diesen großen Verlust hinwegzuhelfen, aber seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn seine Mutter Renata ist zu einem Kontroll-Freak mutiert und spioniert ihm nach. Sein Vater Jim hat ein Haus auf dem Land gekauft, setzt alle Hoffnung in die neue Umgebung und verbringt seine Freizeit mit Renovierungen. Als seine Mutter einen an ihn gerichteten Brief öffnet, ist Jeffs Geduld erschöpft und er verschwindet spurlos von Zuhause und taucht bei einem Freund unter. Nun völlig aus der Bahn geworfen sucht Renata Rat und Absolution im Internet und Vater Jim geht der einzigen Spur nach, die er hat. Er loggt sich in das Online-Game ‚Life of Lore‘ ein, wo sich sein Sohn Jeff erfolgreich ein virtuelles Leben aufgebaut hat… Das Schlimmste was einem Menschen geschehen kann, ist wenn das eigene Kind stirbt. Die meisten Ehen zerbrechen an diesem schrecklichen Schicksalsschlag. Genau hier setzt die Fortsetzung des Buches ‚Superhero‘ ein. Ein Jahr ist nach dem Tod ihres Sohnes Donald vergangen und die Familie Delpe trägt noch immer schwer an dem Verlust und findet nicht wieder zurück zu einem ‚normalen‘ Familienleben. Jeder Mensch trauert anders und die Delpes finden keine Möglichkeit mit einander zu kommunizieren, so wird das häusliche Klima immer kälter und treibt schließlich Jeff dazu zu verschwinden. Jim ist ein angesehener Anwalt, für den das Internet eigentlich ein Buch mit sieben Siegeln ist, nun sieht er seine einzige Chance mit Jeff Kontakt aufzunehmen, in einem Onlinespiel. So gibt er sich eine neue Identität und muss lernen sich in den verschiedenen Leveln zu beweisen. Jim lernt neue Charakterzüge an sich kennen und wird schmerzhaft mit einigen Wahrheiten konfrontiert. Renata geht andere Wege um ihren Sohn zu finden und verliert immer mehr den Kontakt zu ihrem Mann, der sich immer mehr abkapselt. Das Buch besticht durch großartige Charaktere, viele Gedankenanstöße, einen sehr schön aufgebauten Spannungsbogen und durch eine brillante Erzählweise, die den Leser durch die Kamera-Perspektive Mutter, Vater und Sohn auf ihren verschiedenen Wegen begleitet. Obwohl ‚Superhero‘ das einzige Buch des Autors ist, welches ich nicht gelesen habe, war es für mich kein Problem mich sofort in der Geschichte zurechtzufinden. Anthony McCarten konnte mich mit diesem Buch wieder völlig überzeugen und begeistern.

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Iudas

    Iudas

    07. October 2012 um 16:37

    Wieviel Realität wohnt in der der Realität? Wirklich einmal offline gehen - ist das überhaupt möglich? Für die in London lebenden Delpes steht die Offline-Welt ganz am Anfang; oder eher am Ende ihrer familiären Beziehungen. Zerbrochen am Tod ihres Sohnes Donald hängen Jim und Renata ihren eigenen Trauergedanken nach, während sich ihr zweiter Sohn Jeff in den virtuellen Welten des Onlinespieles Life of Lore - kurz auch einfach bezeichnenderweise LoL - stürzt. Des tristen Lebens überdrüssig beschließt Jeff schließlich vom elterlichen Heim fortzulaufen und bei einem Freund unterzukommen. Voller Sorge, nun auch noch den zweiten Sohn zu verlieren, zerbricht die Welt der Delpes völlig. Bei dem Versuch, ihren verlorenen Sohn wiederzufinden, beginnen Jim und Renata sich selbst virtuelle Leben aufzubauen. Renata chattet auf einer Plattform mit "Gott", holt sich von ihm Lebensratschläge und Unterstützung, während Jim LoL nutzt, um seinen real verschwundenen Sohn wiederzufinden und dazu zu überreden, wieder heimzukommen. Ihr Leben droht daran zu zerbrechen, doch das heißt nicht, dass es das Ende sein muss. Jedes Leben hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende - nur nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Mit dieser Weisheit wird der Leser begrüßt. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse und dem diesjährigen Gastland Neuseeland erschien vor Kurzem im Diogenes-Verlag Anthony McCartens neuester Roman Ganz normale Helden. Doch wer sind diese Helden? Und wie normal sind sie wirklich? Anders als zunächst zu erwarten, ist dieses Buch keine Streit- oder Schmähschrift gegen das Internet oder das Web 2.0. Es ist viel eher ein literarischer Versuch, diese Welten in die Realität zu integrieren und zu zeigen, dass das Eintauchen in die Virtualität nicht nur Leben zerstören kann (Stichwort "Cyberstalking", das auch im Buch thematisiert wird), sondern auch wieder eine Familie zusammenführen kann. Dabei liegt der erzählerische Fokus eindeutig auf dem Entwicklungsprozess der Figuren; zu zeigen, wie sie sich die, trotz realer Nähe, von sich einander abgewendeten Mitgliedern der Familie, die sich nichts mehr zu sagen haben, wieder zusammenfinden. Dieses aufzuzeigen und eine "was wäre, wenn"-Geschichte spannend und glaubhaft weiterzuspinnen, gelingt McCarten auf eindrückliche Art. Es werden dabei immer wieder Parallelen deutlich, die das Offline- mit dem Onlineleben scheinbar verbinden: sich gegen andere behaupten müssen, darum zu kämpfen und nicht geschlagen werden, dauerhafte "Imperien" aufzubauen und sich einen Namen machen - aufleveln. Und vielleicht bergen gerade diese frappierenden Ähnlichkeiten die enormen Gefahren, irgendwann nicht mehr "offlinegehen" zu können. Während Jim als Onlineselbst AGI Level um Level aufsteigt und Schlacht um Schlacht erfolgreich meistert, rutscht er im Berufs- und Familienleben zunächst immer weiter ab. Renata derweil chattet stundenlang mit einem Unbekannten, den sie in Ermangelung eines realen Namens einfach "Gott" nennt. Anstatt mit ihrem Mann über ihre Sorgen und Probleme zu reden, holt sie sich von ihrem virtuellen Gott Seelenheil und Rat. Dabei ist das aber keineswegs immer so lächerlich, wie das im ersten Moment erscheinen mag, sondern wird zum Teil auch recht ernsthaft erörtert und die Frage aufgeworfen, ob solch ein Gespräch zu einem Unbekannten, dem man auch nicht gegenübersitzen muss, vielleicht doch bei schwierigen Lebensfragen besserer und neutraler sei. Erst nach - oder eher durch - Jeffs Verschwinden und ihr hemmungsloses Abtauchen in die virtuellen Welten finden Renata, Jim und Jeff wieder als Familie zusammen. Dabei ist neben dem interessanten Thema auch dessen literarisch gute Aufarbeitung erwähnenswert. Leicht und bekömmlich zu lesen, verbringt man schöne Lesestunden (bei mir waren es Lesestunden in der lauschigen Wartehalle eines Flughafens...) mit dem Buch und schnell wird man von dem eingängigen Schreibstil gefangen genommen und vergisst manchmal sogar die Welt um sich herum. Man begleitet die recht liebenswerten und sympathisch, mit Fehlern und Makeln behafteten Charaktere auf ihrem Identitätssucheweg und belächelt so manche absurden Wesenszüge und Begebenheiten. Besonders mit den zum Ende zunehmenden schnellen Ortswechseln werden die Ähnlichkeiten zwischen ihnen, die sich so unähnlich und fremd scheinen immer offensichtlicher und amüsanter - als Leser weiß man eben oft doch mehr. Einzig Anstoß nahm ich an einem mit Fortschreiten der Geschichte auch immer exzessiver werden Obszönismus, der für die Erzählung nicht wirklich maßgeblich zu sein schien - beziehungsweise in dieser starken Ausprägung zu übertrieben und abstoßend wirkte und der das Ende auch unbefriedigend gestaltete. Es war ein überstürzter Abschluss und ein offenes Ende, wenngleich man als Leser doch dazu angeregt wird, sich ein gutes Ende - á la Familienfreude - vorzustellen und den Delpes auch zu wünschen. Sonst aber macht hier McCarten seinem und der Buchmesses Gastland alle Ehre und liefert hier, als Nachfolgewerk zu Superhero einen soliden Roman ab, der mit seiner Thematik und seinem erzählerischen Stil den Leser überzeugt, zum Nachdenken über Sinn und Unsinn des Internets und anderer Medien anregt und ihn auch eine gute Zeit wunderbar unterhält.

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Gackelchen

    Gackelchen

    04. October 2012 um 16:08

    Ich hab das Buch gelesen weil Anthony McCarten drauf stand. Ja ich weiss. Vor nur wenigen Tagen reg ich mich darüber auf dass jeder den neuen Rowling kaufen will ohne zu wissen um was es geht und ich das ja so gar nicht will. Hier schreib ich dann ich hab ein Buch nur wegen des Autor? Ist das nicht das gleiche?! Ja ist es, ich geb es zu . Zu meiner Verteidigung; es handelt sich nicht um einen Krimi und ich hab zuerst den Rückentext gelesen! Es geht um einen Jungen der sich in Computerspielen verliert und einen Vater der versucht seinem Sohn zu helfen. Alleine diese Aussage gefiel mir sehr gut. Ich spiel auch ein wenig Online RPG's und war sofort angesprochen. Beim lesen der Namen der Hauptfiguren machte es "Bing" und ich musste lachen. "Ganz normale Helden" ist die Fortsetzung von "Superhero", welcher dieses Jahr in die Kinos kommt /gekommen ist? (Ich glaub ich hab den verpasst?!) Daher waren mir die Namen auch direkt bekannt. Das Buch ist keine locker-flockige Lektüre! Es geht um Depression, Trauerverarbeitung, Eherettung, das Gefühl sich verloren zu haben und natürlich Angst nicht Aktzeptiert zu werden. Wer Superhero gelesen hat hat hier sicherlich kein Fehlkauf. Wer Super nicht gelesen hat kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. In Superhero ist ein anstrengender Stil (Film-Drehbuch und Comicsprache "Kawush") vorhanden der hier weggelassen wurde, sodass es wohl Massentauglicher ist. Ich hatte eine schöne Zeit mit dem Buch und kann es kaum erwarten mit dem nächsten McCarten loszulegen, der noch Zuhause rumtrollt. Ihr wisst dass McCarten auf der Frankfurter Buchmesse sein wird?! Drückt mir die Daumen dass ich meine Bücher signiert bekommen werde! Leider steht er nur als Radiogast im Programm und ich weiss nicht ob er signieren wird... Positiv: -Der Vater und was er alles auf sich nimmt um seinen Sohn zu helfen. -Die realistische Wiedergabe des Verlustes. -Der überraschende Handlungsstrang. -Die Computerspielkapitel machen furchtbar viel Spass wenn man sich ein wenig auskennt. Alleine die Anfänge des Vaters! (wwwwwwwwwwwwwwwwww ;-) ) Negativ: -Die Mutter beginnt in ihrer Depression gläubig zu werden und es viel mit Gott aufgebaut welches dann am Ende einfach vergessen wird. Man stellt sich die Frage der Notwendigkeit des ganzen Religionsplot. gackelchen.blog.de

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  • Rezension zu "Ganz normale Helden" von Anthony McCarten

    Ganz normale Helden
    Textverliebt

    Textverliebt

    20. September 2012 um 20:39

    Das Leben der Familie Delpe gleicht dem virtuellen Schlachtfeld des Onlinespiels “Life Of Lore”, in dem sich der 18-jährige Jeff Delpe Tag für Tag verliert. Seit sein 14-jähriger Bruder Donny vor einem Jahr verstarb sind Jeff und seine Eltern Einzelkämpfer mit dem verzweifelten Wunsch, den Weg aus der Trauer und dem Schmerz zu finden. Statt liebevoller Unterstützung und gemeinsamer Trauerarbeit herrscht bei den Delpes eine Atmosphäre von Hoffnungslosigkeit, gegenseitigem Unverständnis und Verlustangst. Die vielen Auseinandersetzungen, die aus dieser Situation entstehen, gleichen emotionalen Schlachten. Als Jeff diesen Zustand nicht mehr erträgt, beschließt er, dass seine Eltern nun einen anderen Zusammenhalt für ihre gescheiterte Ehe als ihren Erstgeborenen finden müssen, und flüchtet in eine ungewisse Zukunft fernab seiner Eltern. Während sich Jim und Renata nun jeder auf die eigene Art und Weise auf die Suche nach dem verschwundenen Sohn machen, müssen sie sich ebenso wie Jeffrey weiterhin mit dem Verlust des jungen Donny auseinandersetzen. Die Familie ahnt Familie nicht, wie sehr sich die verschiedenen Arten der Trauerbewältigung ähneln. Jeff versteckt sich weiterhin in der Welt von “LOL” und schafft seinem jüngeren Bruder dort ein virtuelles Andenken. Derweil chattet Renata regelmäßig mit einem Unbekannten, der sich “Gott” nennt. Nur Jim ist das Internet zunächst suspekt. Er beschließt, dass ein Umzug von London auf das Land der beste Weg ist, um der Familie wieder ein bisschen Glück zu bieten. Doch als er merkt, dass ihm nun auch der Verlust des ältesten Sohnes droht, beschließt er, Jeffs Welt im World Wide Web zu erkunden und seinen Sohn zu finden. Kurzerhand registriert er sich bei “Life Of Lore”. Anders als erwartet wird auch er von dem Spiel gefesselt und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die letzten Reste seiner Ehe bröckeln; Jim erkennt, dass das Haus nicht der lang ersehnte Neuanfang ist und seine Partner in der Kanzlei keinen Gebrauch mehr für seine Arbeit haben. Was sich zunächst als Katastrophe abzeichnet, wird plötzlich die letzte Chance für Familie Delpe. “Gänzlich verschwunden der aufsässige Jugendliche, der lebte, als hätte er permanent die FESTSTELLTASTE GEDRÜCKT, alles war ÜBERTRIEBEN UND SUPERDRINGEND UND ZU GROSS GESCHRIEBEN, GEFÜHLE WICHTIGER ALS VERSTAND, TRÄUME WICHTIGER ALS DAS GEWISSEN, ANGETRIEBEN VON SO VIEL ÜBERZEUGUNGSWILLEN UND HYPE, DASS DIE GRENZE ZWISCHEN FAKT UND FIKTION SCHLIESSLICH … VERPUFFT. Dieser Junge? Nicht mehr da. ” (S. 29) Anthony McCarten hat mit dem Roman Ganz normale Helden die Fortsetzung zu Superhero veröffentlicht. Superhero befasst sich mit dem 14-jährigen Comiczeichner Donald Delpe, der dem Krebs erliegt. Ganz normale Helden knüpft an diese tragische Geschichte an und begleitet die Familie Delpe einige Monate nach Donnys Tod bei der Trauerarbeit im Alltag. Auch ohne Kenntnis des Vorgängerromans führt Anthony McCarten den Leser gefühlvoll in die von Schmerz und Trauer geprägte Welt der Familie Delpe ein. Mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit beschreibt er eine paradoxe Atmosphäre von Gleichgültigkeit und Verlustängsten. Kommunikation ist in dieser Familie scheinbar nur virtuell möglich. Die zwischenmenschliche Kommunikation ist auf ein Minimum beschränkt und zeigt eindrucksvoll das Ausmaß der familiären Probleme. Nach einigen Seiten wird bereits deutlich, wie schmerzlich Jeffs Lage ist. Der tote Donny gleicht in den Augen der Mutter mittlerweile einem Heiligen. Jeff hingegen muss sich ständig mit dem Misstrauen seiner Eltern und dem kaputten Familienleben auseinandersetzen. Letztendlich scheint es fast eine logische Konsequenz, dass er verschiedene Formen der Flucht ergreift. Der Roman Ganz normale Helden beschäftigt sich mit der Trauer, der modernen Familie und besonders der Rolle des World Wide Web im täglichen Leben. Anthony McCarten schafft es, das Internet nicht zu relativieren. Er präsentiert einfühlsam die Bedeutung und den Einfluss der virtuellen Vernetzung auf die Kommunikation, das Zusammenleben und die Emotionen im realen Leben. Die Gefahren, die sich hinter der Anonymität des World Wide Web verbergen, aber auch die kleinen Lichtblicke, wie die ehrliche und fürsorgliche Gestalt namens “Gott”, werden im Roman ohne mahnenden Zeigefinger beschrieben. Erstaunlich, wie hier so unterschiedliche Themen mithilfe von authentischen Figuren zu einem so emotionalen Roman verschmelzen. Anders als erwartet, handelt es sich hier nicht um einen schwermütigen Roman. Vielmehr blitzt auf jeder Seite ein kleiner, verloren geglaubter Funke Hoffnung auf.

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