Anthony McCarten Superhero

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Inhaltsangabe zu „Superhero“ von Anthony McCarten

Donald Delpe ist 14, voller unerfüllter Sehnsucht, Comiczeichner. Er möchte nur eines wissen: Wie geht Liebe? Doch er hat wenig Zeit - er ist schwerkrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Donald hat sogar einen erfunden - MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden?

Sehr berührend. Besonders die beschriebenen Zeichnungen und Gedankengänge haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. 5 Sterne

— Petite_biche
Petite_biche

Teilweise wegen des besonderen Schreibstils etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich darauf einlässt, eine unglaublich berührende Story.

— Hearandreact
Hearandreact

Traurig, einfühlsam und kämpferisch!

— AnneMayaJannika
AnneMayaJannika

Zum Glück mehrschichtig, statt nur plump pubertär und daher ein gelungener, humorvoller als auch tragischer Mix!

— Amixor33
Amixor33

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Herzzerreißend aber auch wahnsinnig komisch.

— Vermillion304
Vermillion304

Vielleicht bin ich ein kalter Fisch, aber mich hat das Buch nicht erreicht. Hatte mir vom Stil mehr erhofft.

— WortGestalt
WortGestalt

Eines der besten und zugleich rührendsten Bücher seit Langem

— Julia_M
Julia_M

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  • Das Leben ist voller Helden

    Superhero
    Herbstrose

    Herbstrose

    07. August 2016 um 07:21

    Eigentlich ist Donald Delpe ein Junge wie jeder andere. Er ist vierzehn Jahre alt, hat stets die Stöpsel seines iPod im Ohr, denkt ständig an Sex und zeichnet sehr gerne und gut Comics. Doch Donald Delpe ist krank, sehr krank - er hat Krebs und ahnt wohl, dass er bald sterben muss. Seine Ängste versucht er mit coolen Sprüchen seines von ihm erschaffenen Actionhelden MiracleMan zu verbergen, der unbesiegbare Held, dessen Welt von sexuellen Fantasien geprägt ist. Donalds quälendstes Problem ist, dass er von dieser Welt abtreten muss, ohne vorher die Geheimnisse der körperlichen Liebe und des Sex kennen gelernt und erfahren zu haben. Dann trifft Donald auf den Klinikpsychologen Dr. Adrian King, ein Mann der selbst mit privaten Sorgen belastet ist. Doch der erkennt Donalds Not und beschließt, ihm auf unkonventionelle Art zu helfen. Er startet eine Aktion, die ihn beruflich in den Abgrund stürzen kann … Mit „Superhero“ ist Anthony McCarten ein großartiger Roman gelungen, dessen Aufbau und Schreibstil jedoch etwas gewöhnungsbedürftig sind. McCarten schreibt hier in Form eines Bühnenstückes, drei Akte im Leben des Donald Delpe, bis er von der Bühne des Lebens abtritt. Die jedem Abschnitt vorangestellten Orte des Geschehens und Zeitangaben lesen sich wie Regieanweisungen, kurz und knapp, der Schreibstil ist dabei rücksichtslos direkt und schonungslos offen. Wie sonst könnte man auch das Krebsleiden eines Jugendlichen besser beschreiben? Als Leser hetzt man förmlich mit Donald durch die paar Monate, die ihm noch bleiben. Dabei beginnt die Geschichte doch recht hoffnungsvoll, gewürzt mit trockenem Humor, um dann, eben wie ein Theaterstück oder ein Film, voller Emotionen zu enden. Man ist mittendrin, hin und her gerissen und lebt mit den Protagonisten, man lächelt mit ihnen, ist traurig, wütend, verzweifelt und immer wieder voller Hoffnung. Eine Geschichte, die mächtig unter die Haut geht und die in Erinnerung bleibt. Fazit: „Superhero“ ist eines der wenigen Bücher, das ich jetzt, nach beinahe zehn Jahren, ein zweites Mal gelesen habe und dabei immer wieder neue Facetten entdecken konnte. Obwohl die Direktheit der Wortwahl vielleicht manchen Leser abschrecken könnte, kann ich das Buch nur empfehlen.

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    • 3
  • Manchmal ist das Leben nicht nett!

    Superhero
    AnneMayaJannika

    AnneMayaJannika

    30. March 2016 um 11:55

    Zum Cover: das Superhelden Kostüm hängt auf der Wäscheleine - frisch gestärkt für neue Taten.Zum Buch:Donald Delpe ist 14, voller unerfüllter Sehnsucht, Comiczeichner. Er möchte nur eines wissen: Wie geht Liebe? Doch er hat wenig Zeit – er ist schwerkrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Donald hat sogar einen erfunden – MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden? (Quelle amazon)Meine Meinung:Donald Delpe ist ein 14jähriger und hat Krebs. Die erste Chemo hat er hinter sich. Alle versuchen Hoffnung zu zeigen. Seine Mutter ist wild entschlossen, den Krebs durch Internetrecherche zu besiegen. Sein Vater ist verzweifelt und engagiert einen Psychologen, nachdem Don bei einer Mutprobe mit Freunden Suizid-Anzeichen zeigt. Sein Bruder sieht dem Elend zu.Der Psychologe kommt fast nicht an den Jungen heran, es ist wie ein Kampf und genau in dem Moment, wo er dran ist, gerät alles aus den Fugen.Ein schrecklich realistisches Thema. Ein zum Teil ausichtloser Kampf. Donald findet das Leben Scheiße und ist der Meinung, es hat ihn betrogen, weil er so Vieles noch nicht gemacht oder erlebt hat. Und er hat recht!Er selbst schwankt zwischen den Kampf aufgeben und weiter machen. Manchmal angetrieben durch seine Sex-Phantasien, manchmal durch Shelley, eine neue reale Freundin. Aber irgendwann gewinnt die Chemie und auch Don lässt los.Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten zwischen Dons Comic Welt und der Realen Welt. Seinen Helden MiracleMan und den Gegenspieler Gummifinger fand ich eher albern als ansprechend, aber dafür bin ich vielleicht die falsche Zielgruppe.Witzig fand ich, das das Buch wie ein Theaterstück aufgezogen ist. Man weiß wo man ist und auch wer spricht. Sehr schön waren die Outtakes am Schluss. Erst dachte ich, das gehört nicht zum Buch, aber Holler die Waldfee. Der Schluss hatte es in sich und es war sehr schön, das alles (aber auch alles erzählt wurde). Fazit:Don wächst einem nicht gerade ans Herz und auch der Rest der Familie nicht, aber der kurze Einblick hat mir gezeigt, wie sehr ich das Leben und meine Kinder liebe.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Anthony McCarten – Superhero

    Superhero
    Amixor33

    Amixor33

    25. October 2015 um 17:55

    Das von Anthony McCarten geschriebene Buch „Superhero“ wurde unter anderem für den Deutschen Jugendpreis nominiert. Deswegen muss man es nicht unbedingt mögen, aber man sollte es auf keinen Fall zu vorschnell verurteilen. Weil es genau genommen doch bedeutend mehr Tiefe besitzt, als auf dem ersten Blick. Auch wenn es manchmal flach daher kommt. Aber erst einmal zur Handlung: Donald Delphe ist 14 Jahre alt und hat zwei große Probleme. a) Er ist noch Jungfrau b) und hat Leukämie und daher nicht mehr ganz so viel Zeit um genau dies zu ändern. Außerdem ist er ein begnadeter Comiczeichner und zückt bei jeder Gelegenheit seinen Stift. Sein alter Ego ist ein Superheld namens MiracleMan und kämpft sich durch lüsterne Abenteuer mit seiner Freundin und gegen seinen Erzfeind Doktor Gummifinger. Diese Welten verlaufen recht fließend. Donald denkt den Großteil der Geschichte in Szenen, nahtlos wechselt die Perspektive von der Realität in die Superheldenebene und zurück. Dies drückt sich auch deutlich aus, sei es durch das Schriftbild, Schriftart oder groß geschriebener Worte. So ist dieses Buch eben auch eine Schnittmenge aus vielen kleinen Comicpassagen und einer Erzählung, aus der wechselnden Sicht der handelnden Akteure. In echt hat Donald keine Freundin und eben auch keine Erfüllung seiner sexuellen Wünsche. Seine Freunde prahlen mit ihrer Erfahrung und hier ist das auch Buch zutiefst pubertär. Es ist offensichtlich ein Jugendbuch und man kann teilweise durchaus eine Verbindung zu „Berts ultimativen Katastrophen“ von Anders Jacobsson und Sören Olsson ziehen. Beide Protagonisten haben ein ähnliches Problem und ähnlich primitiv drückt sich dies auch in der Sprache aus. Mit letzterem Buch, welches ich als Schullektüre(!) lesen musste, hatte ich persönlich meine Probleme. Ich fand es belanglos, uninteressant und einfach nur schlecht. Das mag sehr subjektiv sein, aber es entspricht wohl nicht im Geringsten meiner Art. „Superhero“ schafft es aber durch dieses zusätzliche, ernsthafte Problem – sich nicht in solch einer Sackgasse fest zu fahren. Die Eltern zerreiben sich an der Sorge um ihren Sohn und rufen den befreundeten Psychologen Adrian um Hilfe. Dieser nimmt sich der Sache an und hat mit Donald anfangs erhebliche Probleme. Dieser hat keine Lust irgendetwas zu ändern, hat längst aufgegeben zu kämpfen und strebt nur noch nach ersterem Ziel. Es dauert, bis die beiden besser miteinander klar kommen und sich eine interessante, zwischenmenschliche Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Angewandte Methoden sind dabei der Kategorie extrem unorthodox zuzuordnen. „Superhero“ ist definitiv ein überraschendes Jugendbuch. Sprachlich wie auch inhaltlich, primitiv und platt, aber auch humorvoll, makaber und sarkastisch, ehrlich direkt, trotzdem ernst und irgendwie verdammt tragisch. Das Buch ist mehr als es scheint. Das man sich an gewissen Punkte stoßen kann, kann ich nachvollziehen. Aber es ist viel, viel mehr als nur Sex… Geschrieben von und für: http://lesumdeinleben.blogspot.de/2012/02/anthony-mccarten-superhero.html

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  • Berührend

    Superhero
    Pipina

    Pipina

    20. March 2015 um 22:13

    Schreibstil, an den man sich gewöhnen muss, der aber absolut passend zur Story ist. Manche Bücher berühren zutiefst, dieses gehört für mich dazu. Ich bin kein Fan von tragischen Büchern, in denen die Hauptperson stirbt, jedoch schafft es dieses Buch dem Leser gleichtzeitig trotzdem ein Happy End zu vermitteln!

  • Schönes Buch mit komischem Erzählstil.

    Superhero
    jahfaby

    jahfaby

    20. September 2014 um 12:55

    Anthony McCarten beschreibt die Geschichte des 14jährigen, an Krebs erkrankten Don. Der Junge ist noch Jungfrau und hat noch nie die Liebe einer Frau gespürt, die nicht seine Mutter ist. Und da er wohl nicht mehr so lang zu leben hat, ist dies sein größtes Problem. Um irgendwie damit umzugehen erschafft er seinen eigenen Comic über den Helden MiracleMan, der Mann, der quasi unsterblich ist. Dons Comics sind so verstörend gewalttätig, pervers und düster, so dass seine Eltern den Psychologen Adrian hinzuziehen. Und somit beginnt die Geschichte zwischen den beiden Männern, in der immer undeutlicher wird, wer hier eigentlich wem hilft. McCarten erzählt eine schöne Geschichte über die Liebe, das Leben und den Tod. Leider hat mich die Form, in der er erzählt, sehr gestört. McCarten schreibt fast ein Drehbuch, mit Sprecherangaben und Regieanweisungen, angereichert mit den Gedanken der jeweiligen Personen. Ja, irgendwann habe ich mich daran gewöhnt. Aber so richtig Spaß macht das nicht. Viel zu oft dachte ich, mann, kann er nicht ganz normale Sätze schreiben? Der Roman und die Geschichte sind schön und lesenwert, die Textform dagegen hat mich gestört. Vielleicht geht es euch da anders.

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  • McCarten, Anthony - Superhero

    Superhero
    Emili

    Emili

    07. February 2014 um 06:36

    Seitenzahl: 303 Autorenportrait: (Quelle: Buchcover/Verlag)  Anthony McCarten, geboren 1961 unter dem Vulkan Mount Taranaki im neuseeländischen New Plymouth, schrieb als 25jähriger mit seinem Freund Stephen Sinclair (Drehbuchschreiber der 'Herr der Ringe'-Trilogie) 'Ladies Night', einen weltweiten Theaterhit um vier Loser ohne Job, Geld und Liebesleben, die eine Männerstrip-Gruppe gründen (2001 mit dem Molière für das beste ausländische Stück ausgezeichnet). Seither schrieb McCarten 11 weitere Theaterstücke, mehrere Drehbücher (u.a. 'Via Satellite', in McCartens Regie, Weltpremiere 1999 in Cannes), Gedichte, einen Kurzgeschichtenband und drei Romane, von denen der zweite ('The English Harem', bei Diogenes als 'Der englische Harem' in Vorbereitung), eine Tragikomödie über Liebe, Essen und Islam, auch im Nahen Osten für Furore sorgt und, von ITV verfilmt, 2005 in England ein Bestseller wurde. Anthony McCarten wohnt in Los Angeles, Wellington und im englischen Gloucestershire, wo er gegenwärtig die Verfilmung von 'Superhero' vorbereitet und seinen vierten Roman abschließt. Kurzbeschreibung: (Quelle: Buchcover/Verlag) Donald Delpe ist 14, voller unerfüllter Sehnsucht, Comiczeichner. Er möchte nur eines wissen: Wie geht Liebe? Doch er hat wenig Zeit - er ist schwerkrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Donald hat sogar einen erfunden - MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden? Meine Meinung: Eine Geschichte, die berührt. Der 14-jährige Donald Delpe ist krank, er hat Krebs. Er lässt alle Behandlungen über sich ergehen, doch Hoffnung - Hoffnung an eine Heilung hat er wohl nicht. Er ist wütend, wütend auf das was passiert ist, wütend darauf, dass er es nicht ändern kann, wütend, dass seine Eltern wegen seiner Erkrankung, leiden müssen. Seine Gefühle versucht er in einem Comic zu verarbeiten. Und er ist talentiert, Comics schreiben und zeichnen kann er gut. Das ist auch das Einzige im seinem momentanen Zustand, was er gut kann. Der Charakter seiner Zeichnungen und Comicsgeschichten ist ein Held, ein Superheld - und Donald führt die Geschichte seines Superhero zu einem Ende, wie er sich diese eben vorstellt. "Superhero" ist ein emotionales Buch. Es bleibt in Erinnerung, es bewegt, lässt nachdenklich werden, lässt mit den Charakteren des Romans fühlen. Die Erzählart ist besonders und auffällig: die eigentliche Handlung um den Hauptprotagonisten Donald vermischt sich mit seinen Comic-Aufzeichnungen. Alle Kapitel tragen als Titel den Ort des momentanen Geschehens und die Zeitangaben, was das Gefühl mitten drin in der Geschichte zu sein, noch verstärkt. Der Roman zieht alle emotionale Register bei dem Leser. Stellenweise ist die witzig, wütend, traurig, verzweifelt, nachdenklich, menschlich. Ich muss gestehen, dass mich die Story of a Superhero sehr bewegt hat, die letzten Seiten zu lesen, war eine Herausforderung. Eine gute Geschichte, die in Erinnerung bleibt.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Meisterwerk über Liebe, Pubertät, Krankheit und Sterben - dazu gleichzeitig witzig und ernsthaft

    Superhero
    awogfli

    awogfli

    30. March 2013 um 09:53

    Ein Roman, der in Zeile 8 schon anfängt mit "Wut ist seine Standardeinstellung. Wehmut auch", kann ja nur ein Meisterwerk sein, und mit dieser Einschätzung habe ich mich bis zur letzten Zeile nicht getäuscht. Don ist 14, schwerstens pubertierend, notgeil auf der Suche nach Liebe und krebskrank. Sein Psychiater versucht ihm auf unkonventionelle Weise Freude und Lebenswillen zu vermitteln. Ihr meint hier sei der perfekte Mix für einen todtraurigen, tränendrüsendrückenden, empathischen, besonders wertvollen Schmachtfetzen von einem Jugendroman gelegt? Da liegt ihr völlig falsch, aber wer mich kennt, weiss ja ganz genau, dass ich gegen Kitsch allergisch bin. Noch nie habe ich eine einerseits so witzige und andererseits so realistische Auseinandersetzung mit dem Thema Krebs, Liebe, Freundschaft und Sterben gelesen. Alleine die bildhaften Beschreibungen, was Krankheit und Chemo im Körper anrichten, suchen ihresgleichen. Weiters habe ich Tränen gelacht ob der Situationskomik, und gerade weil das Buch so witzig ist, ist es todernst. Und das Ende......herrlich ein Triumph - jeder bekommt was er verdient - so aber jetzt hör ich auch schon zu spoilern auf :-) Abschliessend möchte ich mich noch bei einem Mitarbeiter des Diogenes Verlags bedanken, der mehrere meiner Reviews gelesen hat und darauf basierend das mir völlig unbekannte Werk ans Herz gelegt hat. Punktgenau meinen Geschmack getroffen - versenkt! Fazit: lesenswert für alle!

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  • Rezension zu "Superhero" von Anthony McCarten

    Superhero
    Marena

    Marena

    26. February 2013 um 13:05

    Donald Delp ist 15, krebskrank und Zeichengenie. Obwohl das Thema eher
    auf die Tränendrüse drückt, versteht es Anthony McCarten den Leser auch
    zum Lachen zu bringen. 5 Sterne für dieses fantastische Buch und als
    Empfehlung gleich den Nachfolger: ganz normale Helden

  • Rezension zu "Superhero" von Anthony McCarten

    Superhero
    MelladeLuxe

    MelladeLuxe

    17. September 2012 um 16:08

    Habe mir zwischendurch die Augen mal wieder durchgespült. Aber halt, es ist kein symples "Armer Junge hat Krebs-Buch", sondern sehr tiefgründig und mit einer Portion Mut und Lebensglück zum Ende hin. Sehr, sehr schön und auch sicherlich traurig, aber wie gesagt mit positivem Ausblick. Klug, einfühlsam, aber ohne Schmalz!

  • Rezension zu "Superhero" von Anthony McCarten

    Superhero
    ailsa

    ailsa

    01. August 2012 um 10:18

    Eine Sonnenblume im Regen.
    Das Buch hat mich überzeugt, mehr als das. Ein besonders Buch mit vielen schönen Lautmalereien. Ein intensives Leseerlebnis, mit einzigartigen Gleichnissen, die treffender nicht sein könnten.
    Wer hätte da gedacht.
    -wirklich wunderschön

  • Rezension zu "Superhero" von Anthony McCarten

    Superhero
    Die_Germanistin

    Die_Germanistin

    12. December 2011 um 22:24

    Donald Delpe ist vierzehn, Jungfrau, Krebskranker und er will sein Geld zurück, denn er hat nichts kapiert. Der Situation machtlos gegenüberstehend schicken seine Eltern ihn zu einem Psychologen, Adrian. Wer hier wen beeinflusst sei dahingestellt, doch Donald und Adrian helfen einander auf eine Weise die keiner vorher für möglich gehalten hätte. Ein Superheld, ein Krankenpfleger, ein Zeichenkurs und eine Prostituierte sind daran nicht ganz unbeteiligt. McCarten schildert Dons Schicksal so einfühlsam und humorvoll zugleich, dass er seine Leser in ein Wechselbad der Gefühle, zwischen lachen und weinen, stürzt. "Niemand möchte zerschmettert werden von einem Psychologen im freien Fall. Der Film kommt zum Halt. Stop. Standbild. Abblende. Ende. Wer hätte das gedacht."

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  • Rezension zu "Superhero" von Anthony McCarten

    Superhero
    Fanje

    Fanje

    22. August 2011 um 12:35

    Ein sehr einfühlsames Buch über den frühen Tod von Jugendlichen aufgrund von Krankheit. Doch trotz dieses nicht einfachen Themas macht das Buch auch Mut, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Es handelt sich um einen Roman, in den das Theater Eingang findet durch die Darstellung von Dialogen. Doch auch der Stil von Comics ist übernommen, da Donald Comics zeichnet und seine Wahrnehmung der Welt häufig von diesem literarischen Genre beeinflusst ist. Inhalt und Form verbindet McCarten hier zu einem empfehlenswerten Ensemble, das ergreift und nachdenklich stimmt.

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