Der Tag, an dem ich starb

von Anthony McGowan 
3,8 Sterne bei49 Bewertungen
Der Tag, an dem ich starb
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

V

In manchen Schulen ist das, was in diesem Buch erzählt wird, wirklich an der Tagesordnung. Zum Glück ist meine Schulzeit schon vorbei.

Kerstin_KeJasBlogs avatar

Schöne eingängige Erzählung in der Ichform. Langsamer Aufbau, sehr plastische Schilderungen als wäre man dabei. Es kommt wie es kommen muss

Alle 49 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Tag, an dem ich starb"

An Pauls Schule regiert der Terror. Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln - ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473583768
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:27.01.2011

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne15
  • 4 Sterne15
  • 3 Sterne14
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    Kerstin_KeJasBlogs avatar
    Kerstin_KeJasBlogvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne eingängige Erzählung in der Ichform. Langsamer Aufbau, sehr plastische Schilderungen als wäre man dabei. Es kommt wie es kommen muss
    Es kommt wie es kommen muss...

    .....in dieser Geschichte um Paul. 
    Es war zu ahnen, aber eben nicht alles, nicht dieses Ausmaß, nicht diese Geschichte.

    "Der Tag an dem ich starb" von Autor Anthony Mc Gowan, erschienen im Ravensburger Buchverlag in der Kategorie Jugendbuch ist keine leichte Kost und doch war es gut zu lesen.

    Aber erst einmal zur Story:
    Paul, ein jugendlicher Schüler wie viele andere auch. 
    Seine Schule ein Tummelplatz der unterschiedlichsten Charaktere und Gruppierungen.
    Loser, Nervensägen, Coole, Mutige, Schwache, Freaks und Brutalos. Letztere geben den Ton an, allen voran Roth, ein Schläger und Quäler mit dem sich keiner anlegt, nicht mal die Lehrer. 
    Ausgerechnet Paul gerät an Roth und obwohl er sich gar nicht zu ihm gehörig fühlt gehört er ihm doch. Eine fatale Situation die sich zu einem Alptraum entwickelt.

    Paul erzählt seine Geschichte auf eine ruhige Art, er trägt nicht dick auf und trotz der jugendlichen Sprache erkennt man sehr gut den Erwachsenen dahinter. Seine Leben und sein Umfeld kommt glaubhaft und lebensnah rüber. Etwas mehr Optimismus hätte aber gut getan, vielleicht auch für Pauls Schicksal.
    Muss aber zugeben dass ich zwischendurch schon mal grinsen musste angesichts der lockeren Sprache.

    So oft verliert sich Paul in seinen Wörtern und doch fehlen sie ihm.
    Er beschreibt und bezeichnet und man weiss genau was er meint auch wenn er nicht alles ausspricht.
    Die Gewalt an der Schule überwiegt, seitens der Schüler ebenso wie der Lehrer. Ein Spießrutenlauf jeden Tag auf's Neue und doch hat Paul genug Humor um ihn einfließen zu lassen.

    Die Geschichte fließt so dahin und obwohl es nicht wirklich so spannend ist, fesselt sie doch. 
    Man folgt diesen Episoden um das Messer, eine besondere Rolle ist ihm zugetan, man wartet und erwartet und was letztendlich passiert ist dann wirklich unerwartet.

    Eigentlich hätte ich 5 Sterne vergeben, aber was mir fehlte waren die Emotionen. Zwar ist dieses Buch voll von Beschreibungen und Empfindungen über Angst, Wut, Hass, Mut und ein bisschen Liebe. Aber es war mir zu oberflächlich, vielleicht liegt es an diesem Jugendlichen der sich nicht ausdrücken kann oder will, am Autor und der Geschichte liegt es jedenfalls nicht.
    Deshalb vergebe ich ausgezeichnete 4 von 5 Sternen.
    c)K.B. 02/2016

    Kommentieren0
    39
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Seit dem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich garnicht mehr aufhören Bücher zu lesen.
    Vielleicht begeistert es euch auch so sehr, wie mich.

    Der Tag, an dem ich starb , war das erste Buch, dass mich zum weinen gebracht hat. Die Geschichte ist sehr interesant geschrieben und endet anders als erwartet. Anfangs habe ich nicht gedacht, dass mich dieses Buch so umhauen wird.

    Kommentare: 2
    3
    Teilen
    Jennis-Lesewelts avatar
    Jennis-Leseweltvor 4 Jahren
    mittelmäßiger Roman

    An Pauls Schule geht es ziemlich krass zu. Sowohl die Lehrer haben es auf bestimmte Schüler abgesehen als auch die Schüler, vor allem Roth und seine Gang, die ihren Mitschülern das Leben zur Hölle machen. Dabei wird nicht "nur" gemobbt, sondern es kommt auch zu Erpressungen und Gewalt.

    Der Roman schockt ziemlich, da einem vor Augen geführt wird, wie brutal es teilweise an Schulen zugeht. Der Autor schafft es, den brutalen Schulalltag glaubwürdig darzustellen. 

    Der Protagonist Paul hat es wirklich nicht leid. Er hält als Zielscheibe für Roth und seine Gang her und kann nichts unternehmen, um es zu stoppen. Ich hatte oft wirklich Mitleid mit ihm und konnte nicht verstehen, wie Leute wie Roth so brutal und kalt sein können, einem Menschen so schreckliche Dinge anzutun.

    "Denn ihr müsst wissen, dass die grausamen Götter mächtiger sind als die gütigen und dass es am Ende immer sie sind, die den Sieg davontragen." (S. 250)

    In diesem Roman wird auch sehr kritisch mit den Reaktionen der Lehrern umgegangen. Die Lehrer bekommen mit, dass einem Schüler so etwas angetan wird, aber sie tun so, als ginge es sie nichts an und schauen bewusst weg. Das hat mich wirklich geschockt, aber ich weiß, dass es die Wahrheit ist, da ich selbst auch solche Lehrer kenne. Im Buch gibt es sogar Lehrer, die es selbst auf die Schüler abgesehen haben und Spaß daran habe, diese vor der Klasse zu demütigen.

    Die Handlung an sich war teilweise sehr erschreckend, aber es fehlte an Spannung. Gerade gegen Mitte des Romans nimmt die Spannung ziemlich ab und erst gegen Ende geht es wieder aufwärts. Das Ende ist allerdings wirklich gelungen.

    Der Schreibstil des Autors ist wirklich flüssig und ermöglicht einem, dass Buch schnell durchlesen zu können.

    Insgesamt hat mir der Roman ganz gut gefallen. Alles wird sehr glaubwürdig dargestellt und es ist teilweise wirklich schockierend. Allerdings bleibt die Spannung meistens ziemlich auf der Strecke und es wird wohl kein Buch sein, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Nichts desto trotz vergebe ich solide 3 Punkte.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Adlerauges avatar
    Adleraugevor 4 Jahren
    Ein kurzer Roman ,aber mit einer geballten Ladung !

    An Pauls Schule reagiert der Terror.Und der Terror hat einen Namen : Roth.
    Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen,erpressen,prügeln- ihr Hass ist schier grenzenlos.Angst kennen sie nicht,aber sie können sie wittern wie Raubtiere.Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt .......

    Meine Meinung :
    Anthony Mc Gowan schildert die Probleme von Jugendlichen auf eine nüchterne,ungeschönte Art in all ihren Facetten!
    Die Gewalt und Brutalität auf  der Schule steht im Vordergrund.
    Es handelt sich zwar um ein Jugendbuch, dass aber auch für Erwachsene zum Lesen sehr empfehlenswert ist !
    Fazit : Eine kurze ,spannende, realistische und fesselnde Geschichte über die Jugendlichen und deren Gewalt an den Schulen !
    Ein Buch ,das einem stark zum "Nachdenken" anregt !

    Kommentieren0
    32
    Teilen
    Zen-Colas avatar
    Zen-Colavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Knapp, fesselnd, bedrückend und böse. Kein Buch, das gute Laune verbreitet - aber eins, das überzeugt.
    Verbreitet keine gute Laune - ist aber spannend und stark

    An Pauls Schule regiert ein nackter Kampf ums Überleben. Für ihn bedeutet das, sich möglichst unauffällig zu verhalten. Bloß nicht auffallen. Denn wer auffällt, kann leicht zum Opfer erkoren oder in Sachen hineingezogen werden, in die man nicht hineingezogen werden möchte. Der Tyrann der Schule, vor dem sich alle fürchten: Roth. Als dieser und seine Freunde Paul während einer Unterrichtsstunde schikanieren, startet dieser einen kläglichen kleinen Versuch, sich zur Wehr zu setzen – und gerät damit in ihren Fokus.


    Zuerst dachte ich, der – aufgrund einiger leerer Seiten - ziemlich kurze Roman »Der Tag, an dem ich starb« (englisch: »The Knife That Killed Me«) sei im harmlosen Jugendsektor anzusiedeln – dafür geht es dann aber doch ziemlich kaltherzig und teilweise ungeschönt zu. An Pauls Schule herrscht extreme Grüppchenbildung, extremer noch, als man das von amerikanischen College-Filmen so kennt. Paul gehört eigentlich zu keiner der hiesigen Gruppierungen so wirklich; langsam nähert er sich aber den »Freaks« an, den Außenseitern – schließlich gibt es dort ein Mädchen, für das er sich interessiert: Maddy. Doch als Roth ihn ins Visier nimmt, wird er unfreiwillig in einen Strudel von Gewalt gezogen. Dieser ist teilweise wirklich beklemmend, an einigen Stellen auch nicht ganz ohne Drastik geschildert. Der Roman nimmt einen als Leser jedenfalls sehr früh gefangen und lässt einen auch so schnell nicht wieder los. Ein »Feel-Good-Buch« ist das hier aber absolut nicht; dennoch ein starkes.


    Zwischen den Kapiteln gibt es kleine Einschübe, die bereits zu Beginn etwas verklausuliert das Ende umreißen: Irgendjemand nähert sich Paul mit einem Messer; mit dem Messer, das ihn töten wird. Was genau es damit auf sich hat, erfährt der Leser aber erst am Ende des Buches. Auf dem Weg dahin darf er sich lediglich fragen: Will ich es eigentlich erfahren?


    Ich kann dem Buch nichts Schlechtes anlasten; es hat mich von der ersten Seite an überzeugt, allerdings ist der Roman durch einige leere Seiten doch ziemlich kurz.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Cadizs avatar
    Cadizvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Tag, an dem ich starb" von Anthony McGowan

    „Das Messer, das mich tötete, war ein besonderes Messer. In seine Klinge waren magische Schriftzeichen einer längst vergessenen Sprache eingraviert und sie funkelte in tausend Farben, schillerte wie die Federn eines Pfaus oder Ölschlieren auf einer Pfütze.“ (Seite 7)

    Inhalt: An Pauls Schule regiert der Terror. Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln – ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt… (Klappentext)

    Zum Buch: Dieses Buch erzählt von Gruppenzwang, der Macht der Zugehörigkeit und dem Wert des Einzelnen. In „Der Tag, an dem ich starb“ bekommt der Leser eine kluge Geschichte mit einer interessanten Entwicklung geboten. Das Ende ist unerwartet und überraschend.
    Mir hat besonders die Intensität gefallen, mit welche der Autor das Buch in ein individuelles Werk verwandelt. Die Sprache ist einfach, dennoch an den passenden Stellen eher locker, ernst oder auch mal sarkastisch.
    „Der Tag, an dem ich starb“ ist aber eindeutig ein kurzweiliger Roman, der seine Botschaft seinem Leser durchaus verdeutlicht, aber nur leise nachklingt.

    Die Geschichte um Paul, einem Außenseiter, und Roth, dem Schlägertypen der Schule, bleibt glaubwürdig, ohne Dinge zu beschönigen oder Klischees zu benutzen.
    Die Charaktere sind gut vorstellbar. Vor allem Paul bleibt durch die gekonnte Darstellung seiner Person nicht lange fremd. Sein Konflikt mit sich selbst wird durch die Ich-Erzählung besonders prägnant hervorgehoben.
    Ein wertvolles Buch, das ich gerne gelesen habe und das ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

    Kommentieren0
    41
    Teilen
    nana_what_elses avatar
    nana_what_elsevor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Tag, an dem ich starb" von Anthony McGowan

    "Also erinnere ich mich. Und ihr wisst ja, wie das mit dem Erinnern ist. Man kommt leicht durcheinander, vermischt Altes mit Neuem, das Jetzt mit dem Damals. Aber manchmal ladne ich genau an der richtigen Stelle, und dann höre ich sie reden und sehe, sie sie sich bewegen, dann bin ich wieder voll und ganz bei ihnen. So wie jetzt."

    Zwei Schulen, die seit Jahrzehnten verfeindet sind. Warum?- Das weiß keiner so genau. Doch nicht nur zwischen den Schulen herrscht Hass, sondern auch innerhalb dieser herrscht der blanke Terror. Und manchmal trägt dieser sogar einen Namen.
    Paul Vardermann ist das was man gemeinhin als graues Mäuschen bezeichnet. Langweilig. Einzelgänger. Regelrecht unsichtbar. Doch plötzlich gerät er ins Visier der Schlägertruppe von Roth. Roth, der meistens seine Fäuste sprechen lässt und die anderen Schüler auf grausamste Arten demütigt, hat jedoch nicht vor, gegenüber Paul gewalttätig zu werden, viel mehr möchte er ihn auf seine Seite ziehen. Und obwohl Paul weiß, was für ein furchtbarer Mensch Roth ist, immer wieder durch ihn in Schwierigkeiten gerät, und ihn eigentlich abgrundtief hasst.. fühlt es sich für ihn gut an, "dazuzugehören". Zur gleichen Zeit freundet er sich mit einer Gruppe an, die von allen nur "Freaks" genannt werden. In Maddy, ein schüchternes Mädchen aus eben dieser Gruppe, ist er schon lange heimlich verliebt. Und Shane, der sanftmütige und kluge Kopf der Clique, scheint ihn immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen, ihm zu helfen, dem Zwang durch Roth zu widerstehen und ihm ein guter Freund zu sein..

    Doch als Paul von Maddy bei einer Verabredung im Kino versetzt wird, und ihm zugetragen wird, dass sie eigentlich mit Shane zusammen war (was sich als Lüge herausstellt), bricht für ihn eine Welt zusammen und er wendet sich von seinen Freunden ab und Roth zu. Es kommt zu einem Kampf zwischen den beiden Schulen, Paul steckt mittendrin, als rechte Hand Roths.. und verliert schlussendlich nicht nur seine einzig wahren Freunde, sondern auch sich selbst. Für immer.

    Charaktere: Man erfährt relativ wenig über die Vergangenheit und Gedanken der Figuren. Einzig Pauls Innenleben, seine Gedanken, Erinnerungen, Gefühle werden für den Leser greifbar. Shane wird als der Gute, Roth als der brutale Böse abgestempelt. Normalerweise hasse ich diese Gut-Böse-Klischees, sie haben in diesem Buch aber ihren Zweck ("Die Moral aus der Geschicht..") erfüllt.

    Stil: Vor allem, die Gedankeneinschübe vor den Kapiteln, die beschreiben, wie Paul ein Messer in Zeitlupentempo auf sich zukommen sieht, seine Überlegungen dazu, fortgespannt bis zum Ende der Erzählung, fand ich brilliant. Leicht zu lesen, gelungene Dialoge, wobei sich der Autor bemüht zu haben scheint ein Jugendbuch in "Jugendsprache" zu schreiben, was ihm teilweise überraschend gut gelingt, an anderen Stellen jedoch aufgesetzt wirkt.

    Handlung: Die Geschichte fesselte mich vor allem aufgrund der Moral, die dahintersteckt. Eine Botschaft, die bei jedem Leser ankommen MUSS. Das Ende, das von "happy" allerdings weit entfernt ist, hat mich schockiert, rechtnete ich doch die ganze Zeit noch mit einer Wende zum Positiven..

    Fazit: Ein gelungener Jugendroman, der zeigt, wie gefährlich es ist ein unmündiger Mitläufer zu sein. Aber auch wie schwer es sein kann GEGEN den Strom zu schwimmen, für andere einzustehen und dazusein, wenn man sich selbst vollkommen hilflos fühlt.

    Generell würde ich dem Buch 3 von 5 Sternen verleihen, aber der Schreibstil des Autors hätte wohl einen 4ten verdient. Dieses Buch ist kein MUSS, aber die Gedanken, die daraus hervorgehen, sind definitiv wertvoll.

    *Ravensbuger Taschenbuch Verlag
    256 Seiten*

    Kommentieren0
    25
    Teilen
    Kerrys avatar
    Kerryvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Tag, an dem ich starb" von Anthony McGowan

    Paul Varderman ist ein Einzelgänger. Freunde hat er keine in der katholischen Schule die er besucht, jedoch auch keine Feinde. Das ändert sich, als Roth, Anführer der Schläger-Gang dieser Schule, auf ihn aufmerksam wird. Von diesem Zeitpunkt an drangsalieren er und seine Mitläufer Bates und Miller Paul. Doch Roth hat Pläne mit Paul, auch er soll ein Mitläufer seiner Gang werden. Paul wird genötigt, einen Botengang für Roth zu machen, doch damit bricht eine Fehde offen aus.

    Lediglich Shane, ein Mitschüler von Paul und Anführer der Freaks, versucht, Paul zu helfen und einen anderen Weg aufzuweisen. Durch Shane lernt Paul Maddy, eine Mitschülerin, näher kennen und verliebt sich in sie. Doch Kirk, ebenfalls ein Mitglied der Freaks, ist Paul ein Dorn im Auge, da dieser eng mit Shane befreundet ist und Kirk seinen Platz streitig machen könnte. Von daher spinnt er eine Intrige. Kirk erzählt Paul, dass Shane und Maddy ein Paar seien, woraufhin Paul sich vollständig von den Freaks zurückzieht und somit ein gefundenes Fressen für Roth ist.

    Dann steht die Fehde unmittelbar vor ihrem Ausbruch. Eine Schlägerei unter den Gangs soll die Vorherrschaft klären. Doch in dieser Schlägerei kommen nicht nur Fäuste zum Einsatz, sondern auch Messer. Ehe Paul es sich versieht, steckt mit mitten drin im Kampf. Shane versucht noch, das Schlimmste zu verhindern, doch dann passiert es ...

    Eine wunderbar erzählte Geschichte über die Gewalt an Schulen. Der Autor kehrt an den Anfang der Geschichte zurück und erzählt diese, unterbrochen von kleinen Einblicken in die Gegenwart.

    Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und auch gefühlvoll zu lesen. Gerade die kurzen Einblicke in die Gegenwart, haben mich unheimlich vereinnahmt.

    Kommentieren0
    28
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Tag, an dem ich starb" von Anthony McGowan

    Inhalt:
    Roth wollte uns glauben machen, dass es auf der Welt nur zwei Dinge gab: seine Faust und das Gesicht, in das er sie rammte. Man konnte auf der Seite der Faust sein und Schmerz zufügen oder auf der Seite des Gesichts und zermalmt werden. Man war entweder der Schläger oder des Geschlagene. Eine dritte Möglichkeit gab es nicht.

    Meine Meinung:
    Dieser Jugendroman spricht mit seiner Handlung ein leider alltägliches und sehr ernst zu nehmendes Thema an: Gewalt an Schulen!
    Paul erlebt jeden Tag, wie ein Mitschüler namens Roth die gesamte Schule terrorisiert. Alle Schüler haben Angst und damit spielt Roth seine Macht an alles und jedem aus. Auch Paul ist ein beliebtes Opfer und er gerät immer mehr in Roths Gewalt. Bis eines Tages alles eskaliert …
    Soviel zur Handlung. Die Geschichte wird von Paul erzählt, der über diese Gewalt und auch die Angst berichtet. Dabei verwendet der Autor Anthony McGowan so viel Feingefühl, das diese Geschichte derart realistisch und authentisch wirkt, dass mir so manches Mal die Tränen kamen. Dabei konnte ich mir diese Handlung derart bildlich vorstellen, dass ich selbst schon fast glaubte, Roth steht vor mir.
    Beim Lesen weckte der Autor mit seiner Art und Ausdrucksweise all möglichen Emotionen in mir.
    Die Gewalt und die Qualen aber auch der Hass auf Roth werden so detailliert und überzeugend geschildert, dass man das Gefühl bekommt, selbst diese Schule zu kennen.
    Die Handlung ging mir persönlich sehr an die Substanz, gerade weil sie so real und alltäglich ist.
    Etwas gestört oder auch gewundert hat mich, dass die Lehrer selbst wohl nicht viel bemerkt haben und auch nicht viel unternommen haben. Das nahm der Geschichte etwas an Glaubwürdigkeit und Fahrt.
    Spannend fand ich die Handlung auf jeden Fall. Seite für Seite habe ich um Paul aber auch um die anderen Schüler gebangt, habe Roth und seine Mitläufer gehasst.
    Noch mal zum Schreibstil. Der Autor nimmt hier kein Blatt vor dem Mund und ist recht brutal in seiner Darstellung. Erzählt wird die Geschichte von Paul in der Ich-Form. Dabei berichtet er über die Zusammenhänge der Ereignisse, während ein Messer auf ihn zukommt.
    Es tauchen sehr viele Abschnitte bzw. Absätze in dem Buch auf, sodass nicht alle 249 Seiten des Buches voll bedruckt sind.
    Dies sorgt natürlich auch dafür, dass man das Buch nicht nur wegen der spannenden Handlung sehr schnell liest.
    Das Cover zeigt ein blutiges Messer und deutet somit schon die Gewalt an, die der Leser in diesem Buch vorfinden wird.

    Fazit:
    Anthony McGowan hat hier ein Buch geschrieben, das noch sehr lange nachwirkt. Mit seiner jugendlichen und realistischen Handlung ist mir der Roman sehr an die Substanz gegangen und ich habe mich gefragt, wie viele Schüler tatsächlich jeden Tag, Gewalt erleben.
    Dieses Buch ist spannend aber auch sehr traurig und hinterlässt am Ende kein gutes Gefühl, sondern einen bitteren Nachgeschmack.
    Ich war erleichtert als Leser aus dieser Geschichte wieder herauszukommen und doch beschäftigt sie mich im Nachhinein noch so intensiv.
    Dieses Buch sollten nicht nur Jugendliche lesen, sondern vor allem Erwachsene. Vielleicht, damit sie im Anschluss ihre Kinder aufmerksamer beobachten, mehr auf ihr Verhalten achten.
    Auch Lehrern selbst würde ich diesen Roman unbedingt empfehlen.

    Kommentieren0
    20
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Tag, an dem ich starb" von Anthony McGowan

    Kurzbeschreibung:
    An Pauls Schule regiert der Terror. Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln - ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt.

    Zum Autor:
    Anthony McGowan wurde 1965 in Manchester geboren, wuchs in Leeds auf und lebt heute in London. Bevor er sich ausschließlich dem Schreiben widmete, promovierte er in Philosophie und arbeitete unter anderem als Journalist und als Türsteher in einem Nachtclub. "Der Tag, an dem ich starb" ist sein dritter Roman für Jugendliche.

    Ich wehrte mich gegen die Hände in meinem Gesicht, wehrte mich gegen Roth, der mich mit seinem ganzen Gewicht gegen die Wand drückte, wehrte mich mit aller Kraft, aber ich war wie ein weiches Tier, das sich unter den Ketten eines Panzers windet. Und Roth lachte. (Seite 170)

    Rezension:
    Paul geht auf eine Schule, die schlimmer nicht sein könnte: Dieser Ort ist die Hölle! Gewalt, Prügeleien und Demütigungen stehen auf der Tagesordnung. Die Lehrer schauen entweder darüber hinweg, zu feige sich einzumischen oder scheuen genauso wenig vor der Schikane zurück.

    Ausgerechnet Paul wird von der Person, vor der er am meisten Angst hat, zum neuen Kameraden ausgewählt. Roth ist der brutalste Schläger der Schule, der mit seiner Gang jeden in Atem hält. Obwohl Paul sich so unauffällig wie möglich verhält, wird Roth eines Tages auf ihn aufmerksam und erteilt ihm den Auftrag, ein Päckchen zu einem Schüler der verhassten Temple Moor Schule zu bringen.

    Etwa zur gleichen Zeit freundet sich Paul mit Shane und seinen Freunden an, den sogenannten "Freaks". Sie sind vollkommen anders als Roth und seine Kumpane, sie strahlen eine gewisse Ruhe aus und sind sehr liberal eingestellt. Nun gerät Paul zwischen die Fronten: Eigentlich möchte er lieber mit Shane und seiner Clique befreundet sein, als zu Roth und seinen Schlägern zu gehören. Doch bleibt ihm überhaupt eine Chance, sich das selbst aussuchen zu dürfen?

    Am Titel des Buches und bereits im ersten Kapitel ist klar, was mit Paul passieren wird. Er wird getötet. Doch hält dies am Ende des Romans noch eine überraschende Wendung bereit, mit der man als Leser gar nicht rechnet.

    Anthony McGowan beschreibt eine Schule, die die Hölle darstellt. Es finden nicht nur harmlose Rangeleien statt, sondern es geht richtig zur Sache. Von Demütigungen bis zu wirklich brutaler Gewalt und Perversitäten ist hier alles vorhanden. Und das Schlimmste daran ist, dass kein Mensch einschreitet. Jeder versucht für sich das Beste rauszuschlagen, indem man sich so unauffällig wie nötig verhält, stur auf den Boden schaut, um ja keinen Anlass für irgendwelche Pöbeleien zu geben.

    Die Lehrer handeln nach der gleichen Devise oder schikanieren die Schüler auf ihre Art und Weise. Da Pauls Geschichte aus seiner Ich-Perspektive geschildert wird, ist der Leser bei allem hautnah dabei und an manchen Stellen musste ich wirklich schlucken, da ich nicht verstehen konnte, dass kein Mensch diesen ganzen furchtbaren Dingen Einhalt gebietet oder sich die Schüler nicht gegen die brutalen Schläger zusammen tun und sich gegenseitig helfen.

    Das Buch endet nicht mit einem Happy End, das hätte auch nicht zur Glaubhaftigkeit beigetragen. Vielmehr ist der Roman deprimierend, verstörend und düster - denn leider kennt man solcher Art Vorfälle ja auch bereits aus dem realen Leben, wenn auch noch nicht in so krassen Ausmaßen. Ich kann "Der Tag, an dem ich starb" nur empfehlen, vielleicht sogar als Unterrichtslektüre ab der 8. Klasse, und hoffen, dass sich solche Zustände in derart gewaltigem und zerstörerischem Gewand niemals an einer Schule abspielen werden.

    Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt eine Messerklinge in Großaufnahme, an der Blutstropfen hängen. Somit wird schon von Anfang an klar, was das Thema dieses Romans ist.

    Fazit: Anthony McGowan hat mit "Der Tag, an dem ich starb" ein aufrüttelndes und erschreckendes Buch über eine Schule geschrieben, an der Gewalt an der Tagesordnung ist. Ein absolutes Lese-Muss, das den Leser nicht kalt lässt und noch lange nachhallt.

    Wertung: 5 von 5 Punkten

    Kommentieren0
    10
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks