Anthony O'Neill

 3.6 Sterne bei 36 Bewertungen
Autor von Der Hüter der Finsternis, Dark Side und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Anthony O'Neill

Cover des Buches Der Hüter der Finsternis9783404922215

Der Hüter der Finsternis

 (23)
Erschienen am 11.07.2006
Cover des Buches Dark Side9783426518656

Dark Side

 (11)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Die Kammer der Ewigkeit9783404923113

Die Kammer der Ewigkeit

 (1)
Erschienen am 29.11.2008
Cover des Buches The Lamplighter0743464273

The Lamplighter

 (1)
Erschienen am 01.03.2004
Cover des Buches Lost and Found or The Neglected Heritage1425780326

Lost and Found or The Neglected Heritage

 (0)
Erschienen am 07.06.2007

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Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

Anthony O'Neill - Dark Side
einz1975vor 7 Monaten

So schön er abends immer leuchtet, in der Zukunft wird der Mond mehr sein als ein kahler toter Trabant der Erde. Multimilliardär Fletcher Brass hat hier vor vielen Jahren die Kolonie Purgatory gegründet. Mit seinem Geld schuf er sich ein Reich, welches über viele Jahre hinweg gewachsen ist. Natürlich geschehen hier auch Verbrechen und genau aus diesem Grund, wird der frisch eingetroffene Polizeileutnant Damien Justus nach einem kleinen Interview mit der hiesigen Zeitung mit dem ersten Fall beauftragt – Ein Bombenanschlag. Währenddessen erfährt man als Leser, dass der Mond noch viel mehr ist als nur Vergnügungsstätte. Hier werden seit Jahrzehnten Experimente durchgeführt oder besser gesagt, Menschen leben hier und werden dabei beobachtet, was der Mond aus ihnen macht.

Dabei sind es nicht immer Freiwillige, aber immer Schuldige. Die Verbrecher sind alle sehr unterschiedlich in ihren Taten, aber das Ergebnis war immer das selbe, Tod und Verderben für alle anderen. Plötzlich taucht ein Androide auf, welcher die niedergeschriebenen Gesetzte von Fletcher Brass derart wörtlich umsetzt, dass man schon mehr als nur ein paar Blutstropfen an seinen Händen finden wird. Nach dieser kurzen Einleitung war ich zeitweise wirklich überrascht, wie brutal hier Anthony O'Neill mit seinen Figuren umgeht. Manche halten nicht einmal fünf Seiten aus und segnen schon das zeitliche. Interessant fand ich die wissenschaftlichen Aspekte des Buches. Hier wird über die Auswirkungen gesprochen, was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er nicht mehr auf der Erde sein Zuhause hat.

Neben der geringen Schwerkraft, welche dem Körper mehr schadet als nützlich ist, ist besonders die Strahlung und nicht zu vergessen die fehlende Atmosphäre überaus strapazierend für unseren Organismus. Dennoch ist der Mond ein Magnet und hier wird gefeiert und neuerdings auch in rauen Mengen gemordet. Das Spiel der Figuren führt am Ende unweigerlich zusammen, auch wenn es zwischendurch noch so einige Umwege gibt, welche der Autor gut erklärt und man sich einiges selbst zusammenreimen kann. Das Noir-Flair geht dabei niemals verloren, was nicht nur am Polizisten Damien Justus liegt. Vielmehr beschreibt der Autor die drückende und stickige Luft in jedem der Habitate so gut, als wäre man selbst vor Ort.

Vielleicht an einigen Stellen etwas unpassend heftig, doch der Autor hat sich etwas dabei gedacht. Fletcher Brass ist nur mit dieser Kaltschnäuzigkeit jetzt da, wo er jetzt ist und seine selbsterdachten Gebote sind so nazistisch und rücksichtslos, dass sie jedem noch so klischeehaften Oberboss anzuheften wären. Das Spiel seiner Tochter ist auch recht offensichtlich. Damien hingegen bleibt bis zum Ende eine Figur, welche in all dem Chaos einen Täter findet und am Ende erkennen muss, dass auch er nur eine Schachfigur war. Komplex ineinander geschachtelt, aber leider etwas zu lang, denn all die Nebencharaktere helfen zwar die Welt und das Handeln zu unterstreichen, dennoch bleibt das Ziel identisch und der Schlussakt auch.

Fazit:
Selbst ein Quentin Tarantino hätte Freude an diesem düsteren Sci-Fi-Thriller. Wenn die Justiz bis zur Spitze durchgreift, rollt meist mehr als nur ein Kopf. Anthony O'Neill schickt den Leser auf eine Reise zur dunklen Seite des Mondes und lässt ihn auch vom Inhalt her dort. Mord, Verschwörung und ein zynischer Ausblick das Ende eines Machtbesessenen, der bis zum Ende nicht versteht, dass er schon lange machtlos war. Hart im Wort und in den Taten, darf man auch mal Erwachsen ein Buch zum Mond vorschlagen.

Matthias Göbel

Autor: Anthony O'Neill
Übersetzung: Gerd Rottenecker
Paperback: 416 Seiten
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Erscheinungsdatum: 01.07.2017
ISBN:  9783426518656

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Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

Zu flach
Sunnyleinchenvor einem Jahr

Inhalt: Anthony O’Neills düsterer SF-Thriller spielt in der nahen Zukunft auf dem Mond: Dort hat der exzentrische Multimilliardär Fletcher Brass die Kolonie Purgatory gegründet. Der Arm des irdischen Gesetzes ist 384.400 km entfernt, und so gilt Purgatory als Mekka für Kriminelle aller Art – bis Polizeileutnant Damien Justus in die Kolonie strafversetzt wird. Damien ist fest entschlossen, für Recht und Ordnung zu sorgen, und ist damit nicht nur dem ebenso charismatischen wie skrupellosen Brass ein Dorn im Auge. Doch die wahren Probleme beginnen, als auf der anderen Seite des Mondes ein Android zu einem Rachefeldzug aufbricht, der ganz Purgatory in Schutt und Asche legen soll.

Dark Side zeigt ein spannendes Cover und der Klappentext lässt auf viel hoffen. Insgesamt hat das Buch eine Story die durchaus Potential hat. Leider bleiben die Charaktere sehr oberflächlich, ebenso die häufigen Ansammlungen von langweiligen Beschreibungen. Der eintönige Schreibstil und die öden Unterhaltungen zwischen den Protagonisten konnten mich ebensowenig überzeugen.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung
meggies_fussnotenvor 3 Jahren

Damien Justus wird als Polizeilieutenant auf der dunklen Seite des Mond eingesetzt, um dort in der Kolonie Purgatory für Recht und Ordnung zu sorgen. Kaum hat er mit der Arbeit angefangen, erwartet ihn auch schon ein kniffliger Fall. Ein Mord nach dem anderen wird ausgeübt und irgendwie stehen alle mit dem Gründer der Kolonie, Fletcher Brass in Verbindung. Auf der anderen Seite des Mondes macht sich ein wahnsinniger Androide auf den Weg in die Kolonie und hinterlässt dabei ebenfalls eine Spur aus Leichen.Doch wie steht dies alles miteinander in Verbindung? Justus Recherche lässt ihn immer weiter in die dunkelsten Geheimnisse von Purgatory eindringen.
Nach dem ersten Lesen des Klappentextes war ich nicht so recht überzeugt, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber bekanntlich soll man ja allem eine Chance geben.
"Dark Side" hat definitiv eine Chance verdient, denn der abgedrehte Schreibstil, die düstere Atmosphäre aufgrund des Settings (dunkle Seite des Mondes) und die herrlich durchgeknallten Charaktere ergeben eine Mischung der besonderen Art.
Purgatory ist eine Kolonie auf der dunklen Seite des Mondes, die von dem eigensinnigen Milliardär Flechter Brass gegründet wurde. In Purgatory und deren Hauptstadt Sin finden sich jegliche Kriminelle, die es auf der Erde nicht mehr ausgehalten haben und dort ein neues Leben anfangen wollen. 
Natürlich gibt es Polizei, doch Korruption ist Alltag und die Polizisten drücken eher ein Auge zu oder handeln unverantwortlich. Bis der unbestechliche Lieutenant Damien Justus auftaucht und anfängt für Recht und Ordnung zu sorgen...
Die Geschichte beginnt damit, dass einem erst mal der Mond an sich vorgestellt wird. Man wird direkt vom Erzähler angesprochen und bekommt eine Führung der besonderen Art. Dieses "Ansprechen" gibt es nochmals in einigen Kapiteln und macht mir ehrlich gesagt den Mond nicht gerade schmackhaft. Aber gut, dass dort oben ja keiner lebt. Oder doch?
Ansonsten spielt die Handlung abwechselnd aus Sicht von Justus oder einem Opfer des Androiden. 
Auf der Rückseite im Klappentext steht, dass das Wallstreet Journal folgendes zu dem Buch sagt: "Hochinspirierter Wahnsinn...". Meiner Meinung nach trifft dies den Nagel auf den Kopf. 
Der Schreibstil des Autors hat etwas fesselndes. Nicht nur sein Erzählstil ist ungewöhnlich, auch die Story, die sich langsam abzeichnet, ist so dermaßen anders als man gewohnt ist.
Und doch gab es Momente, in denen ich dachte: Stop. Das ist jetzt aber wirklich zu viel. Doch diese hielten sich in Grenzen.
Die Vorstellung des Lebens auf dem Mond hat der Autor hier sehr gut gelöst. Es gibt so einiges, über das er sich Gedanken gemacht hat und das auch vernünftig erklärt wird. Dass sich in der Kolonie Purgatory, die ja auf der dunklen Seite des Mondes liegt, der Abschaum der menschlichen Rasse angesiedelt hat, passt auch sehr gut. 
Die Charaktere sind allesamt sehr gut getroffen. Der Lieutenant Justus kam mir allerdings manchmal etwas zu "cool" vor. Seine Gefühle hat er sehr gut verstecken können und es bringt ihn auch fast nichts aus der Fassung. Vor allem, wenn er von seinen "Kollegen" verspottet wird. Hier hätte er als Chef schon mal eingreifen müssen. Der respektlose Umgang mit ihm hat viel von seiner Sympathie einbüßen lassen.
Dass sich neben den Ereignissen in der Hauptstadt Sin dann auch noch ein wahnsinniger Androide von der anderen Seite des Mondes auf den Weg nach Purgatory macht und dabei ein Blutbad hinter sich her zieht, hat dann noch einmal einen gewissen Kick in die Geschichte gebracht. Man rätselt, was der denn eigentlich will. Nach und nach zeichnet sich jedoch ein Bild ab, welches dann aber doch noch gegen Ende der Geschichte total über den Haufen geworden wird.
Fazit:Ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung. Mir hat es Spaß gemacht, mich mal auf die dunkle Seite zu begeben.

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