Anthony O'Neill

 3.8 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Der Hüter der Finsternis, Dark Side und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Anthony O'Neill

Anthony O'NeillDer Hüter der Finsternis
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Der Hüter der Finsternis
Der Hüter der Finsternis
 (23)
Erschienen am 11.07.2006
Anthony O'NeillDark Side
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Dark Side
Dark Side
 (7)
Erschienen am 01.03.2017
Anthony O'NeillDie Kammer der Ewigkeit
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Die Kammer der Ewigkeit
Die Kammer der Ewigkeit
 (1)
Erschienen am 29.11.2008
Anthony O'NeillThe Lamplighter
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The Lamplighter
The Lamplighter
 (1)
Erschienen am 01.03.2004
Anthony O'NeillSherezade/Sherezade. A Tale
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Sherezade/Sherezade. A Tale
Sherezade/Sherezade. A Tale
 (0)
Erschienen am 30.06.2005
Anthony O'NeillLost and Found or The Neglected Heritage
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Lost and Found or The Neglected Heritage
Lost and Found or The Neglected Heritage
 (0)
Erschienen am 07.06.2007
Anthony O'NeillEl Imperio De La Eternidad/ The Empire of Eternity
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El Imperio De La Eternidad/ The Empire of Eternity
Anthony O'NeillThe Inevitable Holocaust or Fanatics Catch Fanatics
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The Inevitable Holocaust or Fanatics Catch Fanatics

Neue Rezensionen zu Anthony O'Neill

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kleeblatt2012s avatar

Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung
kleeblatt2012vor einem Jahr

Damien Justus wird als Polizeilieutenant auf der dunklen Seite des Mond eingesetzt, um dort in der Kolonie Purgatory für Recht und Ordnung zu sorgen. Kaum hat er mit der Arbeit angefangen, erwartet ihn auch schon ein kniffliger Fall. Ein Mord nach dem anderen wird ausgeübt und irgendwie stehen alle mit dem Gründer der Kolonie, Fletcher Brass in Verbindung. Auf der anderen Seite des Mondes macht sich ein wahnsinniger Androide auf den Weg in die Kolonie und hinterlässt dabei ebenfalls eine Spur aus Leichen.Doch wie steht dies alles miteinander in Verbindung? Justus Recherche lässt ihn immer weiter in die dunkelsten Geheimnisse von Purgatory eindringen.
Nach dem ersten Lesen des Klappentextes war ich nicht so recht überzeugt, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber bekanntlich soll man ja allem eine Chance geben.
"Dark Side" hat definitiv eine Chance verdient, denn der abgedrehte Schreibstil, die düstere Atmosphäre aufgrund des Settings (dunkle Seite des Mondes) und die herrlich durchgeknallten Charaktere ergeben eine Mischung der besonderen Art.
Purgatory ist eine Kolonie auf der dunklen Seite des Mondes, die von dem eigensinnigen Milliardär Flechter Brass gegründet wurde. In Purgatory und deren Hauptstadt Sin finden sich jegliche Kriminelle, die es auf der Erde nicht mehr ausgehalten haben und dort ein neues Leben anfangen wollen. 
Natürlich gibt es Polizei, doch Korruption ist Alltag und die Polizisten drücken eher ein Auge zu oder handeln unverantwortlich. Bis der unbestechliche Lieutenant Damien Justus auftaucht und anfängt für Recht und Ordnung zu sorgen...
Die Geschichte beginnt damit, dass einem erst mal der Mond an sich vorgestellt wird. Man wird direkt vom Erzähler angesprochen und bekommt eine Führung der besonderen Art. Dieses "Ansprechen" gibt es nochmals in einigen Kapiteln und macht mir ehrlich gesagt den Mond nicht gerade schmackhaft. Aber gut, dass dort oben ja keiner lebt. Oder doch?
Ansonsten spielt die Handlung abwechselnd aus Sicht von Justus oder einem Opfer des Androiden. 
Auf der Rückseite im Klappentext steht, dass das Wallstreet Journal folgendes zu dem Buch sagt: "Hochinspirierter Wahnsinn...". Meiner Meinung nach trifft dies den Nagel auf den Kopf. 
Der Schreibstil des Autors hat etwas fesselndes. Nicht nur sein Erzählstil ist ungewöhnlich, auch die Story, die sich langsam abzeichnet, ist so dermaßen anders als man gewohnt ist.
Und doch gab es Momente, in denen ich dachte: Stop. Das ist jetzt aber wirklich zu viel. Doch diese hielten sich in Grenzen.
Die Vorstellung des Lebens auf dem Mond hat der Autor hier sehr gut gelöst. Es gibt so einiges, über das er sich Gedanken gemacht hat und das auch vernünftig erklärt wird. Dass sich in der Kolonie Purgatory, die ja auf der dunklen Seite des Mondes liegt, der Abschaum der menschlichen Rasse angesiedelt hat, passt auch sehr gut. 
Die Charaktere sind allesamt sehr gut getroffen. Der Lieutenant Justus kam mir allerdings manchmal etwas zu "cool" vor. Seine Gefühle hat er sehr gut verstecken können und es bringt ihn auch fast nichts aus der Fassung. Vor allem, wenn er von seinen "Kollegen" verspottet wird. Hier hätte er als Chef schon mal eingreifen müssen. Der respektlose Umgang mit ihm hat viel von seiner Sympathie einbüßen lassen.
Dass sich neben den Ereignissen in der Hauptstadt Sin dann auch noch ein wahnsinniger Androide von der anderen Seite des Mondes auf den Weg nach Purgatory macht und dabei ein Blutbad hinter sich her zieht, hat dann noch einmal einen gewissen Kick in die Geschichte gebracht. Man rätselt, was der denn eigentlich will. Nach und nach zeichnet sich jedoch ein Bild ab, welches dann aber doch noch gegen Ende der Geschichte total über den Haufen geworden wird.
Fazit:Ungewöhnliches Setting, ungewöhnlicher Plot, ungewöhnliche Umsetzung. Mir hat es Spaß gemacht, mich mal auf die dunkle Seite zu begeben.

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Archers avatar

Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

Der Brass-Codex
Archervor einem Jahr

Fletcher Brass ist der heimliche (unheimliche) König der dunklen Seite des Mondes. In dieser Region regiert die Gesetzlosigkeit, die Polizisten tun wenig mehr als wegzuschauen. Ausgerechnet dorthin kommt der aufrechte Cop Damien Justus, den die Bewohner dort Justice nennen. Er lernt schnell, dass kaum jemand die Wahrheit sagt, dass Brass sich nur an seine eigenen Regeln hält, welche unter anderem so nett klingen wie "Es ist gut, einen Rivalen zu haben. Noch besser ist es, ihm den Schädel einzuschlagen" und dass alle, die hier etwas zu sagen haben, versuchen, ihn an der Aufklärung von Morden zu hindern. Dabei sind nicht einmal die geringere Schwerkraft oder ein mordender Android das größte Problem. Doch Justus wäre nicht er, wenn er sich in irgendeiner Form aufhalten lassen würde.

O'Neill hat sich wirklich Mühe gegeben, so viel über Zukunftsvisionen zu recherchieren wie möglich. Zum großen Teil gelingt es ihm auch, das gut rüberzubringen, wobei mich persönlich seine Abschnitte, in denen er sich als Reisekaufmann betätigte und in diesem Ton einiges vom Mond beschrieb, eher genervt haben. Auch finde ich, hätte es nicht gebraucht, wirklich jeden einzelnen der meist kriminellen Opfer so ausgiebig zu beschreiben, besser wäre es gewesen, sich weiterhin auf die Dynamik zwischen Justus und den Rest des Mondes zu konzentrieren. Großartig fand ich jedoch, dass er es wirklich schaffte, mir Purgatory - die gesetzlose Stadt - nahezubringen, und alles, was auf dem Mond mit der geringen Schwerkraft und den möglichen politischen und technischen Verwicklungen zu tun hat. Auch Justus ist ein interessanter Protagonist in seiner aufrechten, geradezu altmodischen Art, so dass ich eine Weile vermutete, er könne ebenfalls ein Android sein. Was mich allerdings wirklich (zynisch) amüsierte, war die Ähnlichkeit Fletcher Brass' mit all seinem Größenwahn, ja seinem Aussehen, seiner Art von Aussagen mit einem gewissen Herrn, der gerade sehr viel Macht in Amerika besitzt. Gegen ein Sequel hätte ich grundsätzlich nichts einzuwenden.

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bieberbrudas avatar

Rezension zu "Dark Side" von Anthony O'Neill

Interessanter Mix aus "Western" und Horror
bieberbrudavor einem Jahr

Die Besiedelung des Mondes bietet viele Möglichkeiten für die Menschheit. Aber wie wird sich die Gesellschaft abseits der Erde entwickeln? Insbesondere dann, wenn die Geschicke durch einen ebenso exzentrischen wie skrupellosen Mulitmilliardär gesteuert werden?

Inhalt:
In Purgatory herrscht Anarchie! Die Kolonie ist fest in der Hand des Multimilliardär Fletcher Brass und ein begehrtes Ausflugsziel für Bewohner der Erde, die sich mal so richtig auszutoben wollen. Ausgerechnet in diese "Sin City" wird Polizeileutnant Damien Justus strafversetzt. Und im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er nicht bestechlich und möchte tatsächlich etwas gegen die Kriminalität auf dem Mond unternehmen. Als die Vorbereitungen für die Besiedelungen des Mars beginnen, entfacht ein erbitterter Machtkampf um Flechters Nachfolge. Und dann treibt auf der dunklen Seite des Mondes auch noch ein augenscheinlich wahnsinnig gewordener und massenmordender Android sein Unwesen...

Meine Meinung:

Das Buch ist aufgeteilt in zwei Erzählstränge: Man verfolgt die Ermittlungsarbeiten des Polizisten Damien Justus, der innerhalb des Haifischbeckens Purgatorys eine Reihe von Attentaten aufklären muss und in den Machtkampf um Fletchers Nachfolge gerät. Gleichzeitig verfolgt man einen Androiden auf dem Weg nach El Dorado (oder Oz), auf welchem er immer wieder auf die im Exil lebenden Schwerkriminellen der Erde trifft. Denn die besonders harten Fälle werden auf die dunkle Seite des Mondes abgeschoben und leben dort in Isolationshaft. Offensichtlich wurde der Android umprogrammiert, denn eigentlich sollen diese den Menschen dienen - dieser besondere Roboter befindet sich aber auf einem extrem(!) blutgetränkten Eroberungsfeldzug nach Purgatory. Und er hält sich strikt an Fletchers perfiden Kodex, der unter anderem folgendes besagt: "Versuche niemals mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, es sei denn, es ist der Kopf eines anderen."(das darf hier gerne wörtlich genommen werden).
Diese Kapitel waren der absolute Höhepunkt des Buches und gingen ganz stark in die Richtung Horror, da der extrem attraktive und (zumindest vorerst) freundliche Android alles tun würde, um seinen Willen zu bekommen. Das geradezu wahnsinnige Verhalten sorgt beim Lesen tatsächlich für Nervenkitzel oder sogar Gänsehaut. Ganz großes Kino! Im Vergleich dazu wirkt der zweite Handlungsstrang um Justus aber leider ziemlich blass, voller Klischees und nur mäßig spannend. Die Geschichte des aufrechten Polizisten, der gegen ein übermächtiges/korruptes System kämpft kennt man leider schon und auch diese exotische Kulisse konnte mich da nicht unbedingt überzeugen. Das Ende war aber dennoch überraschend und hat mich etwas mit dem Buch (bzw. dem Purgatory-Teil) versöhnen lassen.

Fazit:
Ein klassischer Gut gegen Böse-Western in lunarem Setting trifft auf waschechten Horror über einen wahnsinnigen Androiden. Interessanter Mix, bei dem mich vor allem der Horror-Anteil fesseln konnte. Ich vergebe 4 Sterne.

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