Eine Frage der Erziehung

von Anthony Powell 
3,2 Sterne bei5 Bewertungen
Eine Frage der Erziehung
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Petra54s avatar

Für mich erschloss sich keine Geschichte.

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Auf der einen Seite ist das Buch fürchterlich langatmig, auf der anderen Seite bekomm ich nicht genug von der englischen Upper-Class.

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Inhaltsangabe zu "Eine Frage der Erziehung"

Aus der Perspektive des mit typisch britischem Humor und Understatement ausgestatteten Ich­-Erzählers Jenkins — der durch so­ manche­ biografische­ Parallele­ wie­ Powells­ Alter ­Ego­ anmutet — bietet der »Tanz« eine Fülle von Figuren, Ereignissen, Beobachtungen und Erinnerungen, die einen einzigartigen und auf­schlussreichen Einblick geben in die Gedanken­welt der in England nach wie vor tonangebenden Gesellschaftsschicht mit ihren durchaus merkwürdigen Lebensgewohnheiten.
So eröffnet Powell seinen »Tanz« in dem Band »Eine Frage der Erziehung« mit Szenen der Jugend: Jenkins in der Abschlussklasse des College, während eines Sprachaufenthalts in Frankreich sowie beim Five O'Clock Tea seines Universitätsprofessors. Der historische Hintergrund, hier die 1920er Jahre, scheint dabei immer wieder überraschend schlaglichtartig auf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423145947
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:264 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:08.09.2017

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 6 Monaten
    A dance to the music of time

    "Eine Frage der Erziehung" ist der erste Band der zwölfbändigen Reihe "Ein Tanz zur Musik der Zeit" des englischen Schriftstellers Anthony Hopkins. Darin wird die englische Gesellschaft und ihr Wandel vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende der Sechziger Jahre sehr detailgetreu und umfassend beschrieben.
    Der erste Band nun beginnt 1921 in einem britischen Internat. Wir beobachten Nick Jenkins, dessen Leben in dem Zyklus erzählt wird, und seine Freunde Charles Stringham und Peter Templer beim traditionellen Tee, bei Verwandtenbesuchen, im Umgang mit dem Lehrpersonal. Sofort stolpert man über offensichtliche Eigentümlichkeiten britischen Internatswesens, darüber, dass es akzeptierte Arten des Benehmens und selbst des "Über die Stränge Schlagens" gibt und unakzeptable. Den Unterschied kennt man - oder verrät sogleich die Nichtzugehörigkeit zu entsprechenden Gesellschaftsschichten.
    Im weiteren Verlauf begleiten wir Jenkins zu einem Sprachaufenthalt nach Frankreich, bei den ersten Schritten auf der Universität und erleben seine ersten Verliebtheiten. Im Grunde passiert nicht viel. Jenkins berichtet über seine Erlebnisse, teilt seine Gedanken dazu und öffnet dabei ganz nebenbei und im Plaudertone die Tore zu einer verlorenen Welt.
    Ich glaube, man muss diese Art des Schreibens mögen. Es ist wie mit Koriander, entweder man liebt ihn oder man findet ihn seifenartig im Geschmack, dazwischen gibt es nichts. Hier ist es wohl ebenso. Ich kenne diverse Stimmen, die dem Buch gepflegte Langeweile vorwerfen, denen Handlung fehlt, Spannung, Ereignisse. Ich habe diesen ersten Band geliebt und fast ohne Unterbrechung gelesen, wollte und konnte mich nicht trennen von diesem anderen Leben, diesem durchaus auch ereignislosen Alltag in einer mir eher fremden Gesellschaft, diesem Blick auf Personen und die Gründe ihres Verhaltens. Und ich freue mich darüber, dass ja nun noch elf weitere Bände auf mich warten, sofern dem Verlag nicht zwischendrin die Puste ausgeht, was ich mir gar nicht ausdenken mag. Zwei weitere Bände sind schon erschienen, zwei werden demnächst erscheinen. Sollte also in nächster Zeit hier Stille herrschen, dann tanze ich zur Musik der Zeit.

     

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    Petra54vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich erschloss sich keine Geschichte.
    Zum Glück bekam ich die Trilogie geschenkt und musste kein Geld dafür verschwenden.

    „Ein bedeutendes Werk der Literatur – brillant und hinreißend geschrieben“, urteilt BBC. „Alle Qualitäten: Witz, Ironie und genaue Beobachtung sind überreichlich vorhanden“, meint The Times.

    Nun – überreichliche genaue Beobachtungen reihen sich aneinander. Eine zusammenhängende Geschichte erschloss sich mir nicht – jedenfalls nicht bis zu dem Punkt, an dem ich gelangweilt abbrach.

    Die Fortsetzung „Tendenz steigend“ wird etwas verhaltener in langen, wenig konkreten Sätzen im Klappentext beschrieben. Auch diesem Titel konnte ich nicht lange folgen.

    Den letzten Band „Die neuen Herren“ aus der Reihe „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ ließ ich unbeachtet und biete sie meinen Nachbarn an. Vielleicht möchte jemand diese Bücher wegen des bekannten Autors in seinem Regal stehen haben – ich jedenfalls nicht.

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    Marina_Nordbrezes avatar
    Marina_Nordbrezevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auf der einen Seite ist das Buch fürchterlich langatmig, auf der anderen Seite bekomm ich nicht genug von der englischen Upper-Class.
    Sittengemälde der englischen Upper-Class

    Die Idee hinter dem zwölfbändigen Wer "Ein Tanz zur Musik der Zeit" spricht mich sehr an: Anthony Powell entwirft ein detailliertes Sittengemälde der englischen Upper-Class für die Jahre zwischen 1914 und 1971. Im Mittelpunkt steht Nick Jenkins, der uns Leser in sein Leben zwischen Schule, Uni, Familiendinnern und Ferien in Frankreich mitnimmt. Das ist jedenfalls die Welt, wie sich sich im ersten Band "Eine Frage der Erziehung" zeigt. Wie es in den weiteren Bände zugeht, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen.

    Ich kann auch nicht sagen, ob ich die weiteren 11 Bände wirklich lesen werde. Denn so sehr mir die Grundidee gefällt, die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Fast vier Monate lang habe ich immer wieder an dem schmalen Bändchen gelesen, nie hat es mich wirklich gepackt. Grund dafür ist die wahnsinnige Detailverliebtheit von Powell, er lässt seinen Erzähler von einer Begebenheit zur nächsten springen, meistens verbunden mit mit Hinweis, dass Jenkins zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ahnte, welche Konsequenzen dieses oder jenes in seinem späteren Leben haben wird. 

    Auf Dauer kann ich mit dieser Art des Erzählens nichts anfangen. Deswegen wird der erste Band von "Ein Tanz zur Musik der Zeit" wohl fürs Erste ohne seine Brüder im Regal stehen bleiben. Vielleicht muss ich hier noch auf den richtigen Lesemoment warten. Denn prinzipiell interessiert mich der Fortgang von Jenkins Leben doch sehr. Und die Upper-Class ist (gerade nach "Downton Abbey") eine gar vorzügliche Ausgangslage für interessante Geschichten. Mal sehen, ob ich nicht doch schneller als gedacht zum zweiten Band greifen werde ... 

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    Eruntalonvor 2 Jahren
    asitas avatar
    asitavor 3 Jahren

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