Anthony Robbins

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Autor von Das Robbins Power Prinzip, Grenzenlose Energie und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Awaken the Giant within" von Anthony Robbins

Selbshilfeklassiker
Jary_Dittmannvor 3 Monaten

Seine Gedanken kontrollieren, Herr über die jeweilige Stimmung sein, Rückschläge als Antriebskraft nutzen, die unendliche innere Kraft erwecken und nutzen – und das alles mit ein paar einfachen Tricks. Das sind so die Dinge, die Anthony Robbins verspricht. Die Methoden, die er in seinem Buch vorstellt, helfen mir teilweise tatsächlich. Und trotz aller anfänglichen Skepsis halte ist Awaken the Giant Within für ein gutes Buch.

Take-Away: Kontrolle über sein Leben zu erlangen ist möglich Ein Buch für: Selbstoptimierer, Menschen in der Midlife-Crisis und Amerika-Fans

Dieses Buch passt so dermaßen gut zu Amerika. Nimm dein Schicksal selbst in die Hand. Du hast die Kontrolle. Wenn du alles gibst, kannst du es schaffen. Und wenn du es doch nicht schaffst, kaufst du dir Awaken the Giant Within und nimmst einen neuen Anlauf mit anderen Werkzeugen. Tony Robbins hat das Buch bereits 1991 veröffentlicht. Seitdem sind fast 30 Jahre vergangen und das, was Tony in seinem Buch vorstellt, hat dazu beigetragen, dass Manager Lösungsorientiert und nicht Problemfixiert denken und dass Putzleute jetzt Housekeeper oder Facilitymanager heißen. NLP, worauf sich Robbins teilweise beruft, wurde entzaubert und für so manches gibt es einfachere und bessere psychologische Selbsthilfewerkzeuge, wie WOOP.

Natürlich hat sich auch Anthony Robbins weiterentwickelt, aber grundsätzlich vertritt er noch die gleichen Thesen und bietet auch einige seiner Seminare immernoch an. Heißt: ein Buch kann tatsächlich eine große Hilfe sein. Mir war es eine Hilfe. Ein Beispiel: passiert mir etwas dummes und würde mir den Tag verderben, stelle ich mir das Ereignis als Stummfilm mit Cartoon Elementen vor. Ich selbst und alle beteiligten Personen bewegen sich stumm, zu schnell und etwas abgehackt zu lustiger Musik durch die Gegend. Dem Reifen eines Autos geht nicht einfach die Luft aus, sondern er explodiert. Menschen streiten sich nicht, sie hauen sich mit viel zu großen Hämmern auf den Kopf. Und schwups verliert das Ereigniss seine deterministische Kraft.

Aber nochmal zurück zu den Seminaren: Die kosten pro Tag drei bis vierstellige Summen – ohne Unterkunft und Verpflegung. Eine Therepieeinheit kostete 1990 3.000 Dollar. Crazy oder? Ich meine, der Typ hat nichtmal Psychologie studiert oder so. Er hat einfach nur viel gelesen, viele Seminare besucht, viel nachgedacht – und scheinbar ist er auch tatsächlich recht gut (worin eigentlich? Selbstvermarktung? Als Redner? Als Motivator? Darin, Menschen zu lesen?). Aber warum erzählt er etwas davon, möglichst vielen Menschen helfen zu wollen? Nun, es gibt schließlich auch ausreichend Menschen mit richtig Kohle und wenn jemand so viel Geld investiert hat, hat er wohl Bock, etwas zu verändern. Beim Buch ist das was andres. Das kann man auch mal einfach so lesen.

Wobei – einfach so auch nicht unbedingt. Es sind gut 500 Seiten und es ist ein Arbeitsbuch. Es gibt viel zum mitdenken, viele Fragen zum beantworten. Robbins führt seine Leser durch zwei Challenges, eine zehn Tage lang, eine sieben Tage lang. Also es gibt da schon gut was zu tun. Der viele Inhalt ist schlecht gesetzt und ohne Mühe gestaltet. Wäre das Buch optisch gut gemacht, könnte es locker 1.000 Seiten lang sein. Aber trotz des miesen Äußeren lässt es sich sehr gut lesen. Robbins erzählt viele Geschichten, zitiert viele berühmte Menschen. Erzählt immer wieder aus seinem eigenen Leben und regt im Leser glorreiche Vorstellungen von der eigenen Zukunft an. Das erscheint manchmal arg materialistisch, insbesondere, weil er selbst recht materialistisch geprägt ist. Aber letztendlich macht er durchaus deutlich, dass es nicht darum geht und Reichtum und Erfolg nach allgemeinen Maßstäben keineswegs glücklich und zufrieden machen.

Vielleicht nochmal zu den Challenges. 10 Tage lang geht es darum, jeden negativen Gedanken sofort zu tacklen und abzuwehren. Dabei kann man diverse Tools benutzen, die Robbins vorgestellt hat. Und tatsächlich ist genau das meines erachtens der wichtigste Teil des Buches. Die zweite Challenge geht über sieben Tage und scheint mir nur ein aufgesetzter Bonus zu sein. im Zweifelsfall einfach etwas Masse, nicht dass dem einen oder anderen die Klasse nicht reicht. In dieser Challenge fast ganz am Ende des Buches kommt Robbins plötzlich mit Themen wie Gesundheit, Beziehungen oder Finanzen an – und handelt sie auf ein paar Seiten ab. Sein Ernst?

Nun, bei aller Kritik: mir hat das Buch geholfen. Und vermutlich werde ich sogar noch ein weiteres seiner Bücher kaufen. Letztendlich geht es bei diesem wie bei allen anderen Büchern darum, alles zu prüfen und nur das Beste zu behalten.

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