Anthony Trollope Die Claverings

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Inhaltsangabe zu „Die Claverings“ von Anthony Trollope

Erstmals auf deutsch! Liebe hin, Liebe her, ohne finanzielles Fundament führt kein Weg in die Ehe: Das ist viktorianischer common sense – und Ursache so mancher Nöte in Anthony Trollopes hinreißend charmantem Familienroman. Von sämtlichen Schriftstellern aller Länder sei Trollope derjenige, der die Rolle des Geldes am besten verstehe, schreibt W. H. Auden: »Verglichen mit ihm ist selbst Balzac ein Romantiker.« Die blutjunge, temperamentvolle Julia gibt sich keinerlei Illusionen hin. Harry Clavering, ihr glühender Verehrer, dem durchaus ihr Herz gehört, ist der Sohn eines Landpfarrers, zwar mit vornehmer Verwandtschaft, aber ohne Aussicht auf ein nennenswertes Vermögen. So heiratet Julia wild entschlossen statt seiner einen steinreichen, aber liederlichen, trunksüchtigen Adligen. Harry findet schon bald Trost für sein vermeintlich auf ewig gebrochenes Herz. Doch als Julia nach einjähriger Ehehölle unversehens als vermögende Witwe wieder in England auftaucht, droht alles aus den Fugen zu geraten. Mit profunder Menschenkenntnis und einem kräftigen Schuss Ironie schildert Trollope Leben und Treiben des Clavering-Clans. Seinen Protagonisten blickt er so tief ins Herz, dass man sie am Ende zu kennen glaubt, als sei man selbst Teil der Familie. In pointierten, urkomischen Dialogen gewinnen auch Nebenfiguren ein markantes Profil. Dem wankelmütigen Liebhaber Harry Clavering widmet sich Trollope mit besonders innigem Spott. So entstand das gewinnende Porträt eines sympathischen, doch zwischen zwei starken Frauen mitunter sehr unheroischen Helden, der mit seiner Unberechenbarkeit in Liebesdingen den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält.

Ein interessanter und charmanter Roman aus der viktorianischen Zeit vor, der sehr gelungen ist und ein echtes Lesevergnügen war.

— Maki7
Maki7

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  • Die Claverings

    Die Claverings
    Maki7

    Maki7

    30. August 2015 um 20:34

    Julie eröffnet Harry Clavering, dass sie den reichen Lord Ongar heiraten wird. Die beiden standen sich zwar nahe und haben sich Liebe geschworen, aber Harry ist nur der Sohn eines Landpfarrers, arbeitet als Lehrer und hat kaum nennbares Einkommen und eine Frau muss nun mal an die finanzielle Absicherung denken und der steinreiche, adlige Lord Ongar sei nun mal die bessere Partie für eine mittellose Frau. Harry leidet zunächst an gebrochenem Herzen, fängt eine weitere Ausbildung an und zieht in die Stadt. Bald verliebt er sich in Florence, die Tochter seines Vorgesetzten. Die beiden verloben sich, doch auch wenn Harry Florence sofort heiraten will, besteht sie darauf zu warten, bis Harry seine Ausbildung beendet und finanziell besser da steht. Im Gegensatz zu Julie ist Florence nicht auf das Geld bedacht, sondern sie kennt Harry besser als er sich selbst und weiss, er wäre Arm nicht glücklich. Julias Ehe dagegen ist eine Katastrophe, aber Lord Ongar stirbt bald nach einer schweren Krankheit und sie erbt sein Vermögen, doch ihr Ruf ist ruiniert. Sie kehrt nach London zurück ohne Freunde oder Familie. Sie ist einsam und erhofft sich eine neue Chance mit Harry, der ihr als einziger Freund zur Seite steht und wieder Gefühle für sie entwickelt. Ich will nicht viel vom Inhalt verraten. Alles in allem liegt hier ein interessanter und charmanter Roman aus der viktorianischen Zeit vor, der sehr gelungen ist und ein echtes Lesevergnügen war.

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