Antje Babendererde Der Walfänger

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Inhaltsangabe zu „Der Walfänger“ von Antje Babendererde

Ende der 90er Jahre erhielten die Makah nach 83 Jahren Unterbrechung erstmals wieder die Erlaubnis der Internationalen Walfangkommission, die traditionelle Jagd durchzuführen. Die Vorbereitungen der Jagd und die Jagd selbst begleiten heftige Proteste von Naturschützern und Walfanggegnern. Vor diesem Hintergrund erzählt "Der Walfänger" die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zwischen dem Makah-Indianer Micah und der Naturschützerin Irina.

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  • Rezension zu "Der Walfänger" von Antje Babendererde

    Der Walfänger
    Keeweekat

    Keeweekat

    05. September 2011 um 20:52

    Die junge Meeresbiologin Irina steht kurz davor, Roberts Antrag anzunehmen und ihn zu heiraten. Doch die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe – der Indianer Micah, mit dem sie früher verheiratet war, taucht plötzlich immer wieder in ihren Gedanken auf. Was für ein Mensch ist aus ihm geworden? Was ist passiert, seit sie ihn verlassen hat, weil sie die Kluft zwischen ihren beiden Kulturen für unüberwindbar hielt? Und vor allem: was geschieht nun, da das Fangverbot der Makah das erste Mal seit 80 Jahren wieder aufgehoben wurde und sich die Indianer auf eine traditionelle Jagd vorbereiten? Irina fährt nach Neah Bay, um sich für den Schutz ihrer geliebten Wale einzusetzen und herauszufinden, was sie noch für Micah empfindet. Dieser hat sich unterdessen in die liebenswerte Museumsleiterin Sally verliebt und hadert mit seiner Bürde – denn er wird an der Waljagd teilnehmen. Als dann auch noch Morddrohungen fanatischer Tierschützer im Reservat eintreffen, spitzt sich die Lage erheblich zu. Meine Meinung: „Der Walfänger“ beschäftigt sich ausführlich mit den Traditionen des Walfangs der Makah und dem Versuch, diese heute wieder aufleben zu lassen. Das Buch steckt voller hervorragend recherchierter Fakten und bleibt dabei durchgehend objektiv. Immer ist der Leser hin und hergerissen zwischen Wohlwollen und Abneigung gegenüber dem Walfang. Antje Babendererde deckt in diesem Roman auf, wieviel mehr mit dem Walfang verbunden ist als das bloße „Wiederbeleben“ einer alten Tradition, dass die Hoffnung und die Zukunft der Makah an dem neu gewonnenen Walfangrecht hängen. Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit der Frage, wie weit man in die Vergangenheit zurückgehen sollte und wann es an der Zeit ist, einen Schritt nach vorn zu tun. „Der Walfänger“ ist detailgenauer und informativer als jedes ihrer anderen Werke, büßt durch die vielen Beschreibungen und Perspektivwechsel aber auch an Spannung ein. Fazit: sehr zu empfehlen für jene, die sich für den Walfang, die Makah und ihre Traditionen interessieren. Wer lieber einen packenden Page-Turner lesen will, ist bei Antje Babendererdes anderen Büchern besser aufgehoben.

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  • Rezension zu "Der Walfänger" von Antje Babendererde

    Der Walfänger
    papalagi

    papalagi

    18. June 2009 um 08:51

    Eindrückliche Einblicke in die Traditionen der Indianer, hier des Makah-Stammes an der Meeresküste bei Juan de Fuca bei Vancouver-Island. Micah ist Nachkomme einer Walfänger-Familie. In jungen Jahren zog es ihn aus dem Reservat fort zu den Weissen, wo er eine Weisse heiratet. Nach dem die Ehe zerbrochen ist, konnte er sich im letzten Moment auffangen, bevor er endgültig dem Alkohol verfiel. Er kehrte zurück zu seinem geistig zurückgebliebenen Sohn und seiner Grossmutter ins Indianerreservat. Hier wird er zum Fischer und sorgt so für seine Familie. Jetzt, nach rund 80 Jahren soll zum ersten Mal wieder die Tradition des Walfangs aufgenommen werden. Micah ist unter den ausgesuchten, die das Kanu steuern und den Wal töten sollen. Tierschützer bekämpfen die Waljagd und im Reservat ist eine eigentümliche Stimmung. Ein Teil befürwortet die Jagd ganz klar, der andere ist dagegen. Micah ist selber sehr unsicher. Einerseits fühlt er sich seiner Tradition verpflichtet und will das Vorhaben nicht gefährden, andererseits will er die Tiere nicht töten. Es kommt zur Jagd und zum anschliessenden Fest, das für die Ureinwohner sehr viel bedeutet. Das Buch schildert eindrücklich die Tradition der Ureinwohner, hier vorallem der Küsten-Indianer. Die Zerrissenheit der jungen Generation, die einerseits die Ahnen respektieren aber in der heutigen Zeit leben. Wir erfahren auch sehr viel über Wale.

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