Antje May Mascha, du darfst sterben

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Inhaltsangabe zu „Mascha, du darfst sterben“ von Antje May

Der schmerzvolle Weg einer Mutter, die für den Tod ihrer Tochter gekämpft hat
Die 17jährige Mascha erlitt bei einem Verkehrsunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ihre Mutter kämpfte dafür, Maschas Leiden beenden zu dürfen, nachdem klar war, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen der Intensivmedizin für sie mehr Fluch als Segen waren.
Antje Mays Buch ist der berührende Nachlass einer Mutter, der den schwierigen Entscheidungsprozess, die Tochter letztendlich aufzugeben, dokumentiert. Ihr bewegender Erfahrungsbericht nimmt die Leser mit in die Welt der Krankenhäuser, wo es häufig an Wärme, Menschlichkeit und Empathie fehlt.

Berührend, mutig, wichtig! In Zeiten moderner Medizin ist es wichtig, sich mit Fragen nach Moral und Ethik auseinanderzusetzen.

— FelisBuecherregal

Ein bewegender Erfahrungsbericht, der zum nachdenken anregt und sich trotz der ergreifenden Thematik leicht lesen lässt

— himbeerbel

Unfassbar, was Mascha durchmachen musste, bevor sie endlichen gehen durfte und eine Frage bleibt ... wer bestimmt, wann man sterben darf?

— 19angelika63

Ein zutiefst berührendes Buch welches die Frage in den Raum wirft: Wie lange dürfen Maschinen das Leben bestimmen?

— Hexchen123

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    Mascha, du darfst sterben

    FelisBuecherregal

    15. October 2016 um 19:01

    ⇢Zum Inhalt⇠In „Mascha, du darfst sterben“ erzählt die zweifache, alleinerziehende Mutter – und gleichzeitig Autorin des Buches – Antje May von dem schweren Schicksal, das ihre Familie und ganz besonders ihre Tochter Mascha getroffen hat.Wie so oft beginnt die schicksalshafte Veränderung im Leben der Familie an einem ganz normalen Tag. Mascha ist auf dem Weg zum Bus, als sie vor der Tür ihres Wohnhauses von einem Auto angefahren wird. Schnell wird die Diagnose schweres Schädel-Hirn-Trauma gestellt und Mascha und ihre Angehörigen müssen von nun an eine scheinbar endlose Kette medizinischer Behandlungen über sich ergehen lassen.May beschreibt ihre Erlebnisse in dieser Zeit – angefangen am Unfalltag, über Intensivstation, Reha und Hospiz – bis hin zu dem Tag, an dem sie Mascha gehen lassen darf. Schon nach kurzer Zeit ist absehbar, dass Mascha vermutlich nie wieder volles Bewusstsein erlangen wird, sonder stattdessen in einem Zustand des Wachkomas verbleiben wird.Der festen Überzeugung nach, dass Mascha in einem solchen Zustand nicht hätte weiterleben wollen, kämpft ihre Mutter für das Recht, sie sterben zu lassen.Geschrieben hat die Autorin das Buch kurz nach Maschas Tod in Finnland, wo sie in einsamer Atmosphäre versucht, wieder zu sich selbst zu finden. Als Leitfaden benutzt sie dafür ein Tagebuch, das die Angehörigen während der Klinikzeit geführt haben. So wechseln sich innerhalb des Buches eher nüchterne Darstellungen medizinischer Vorgänge, mit sehr emotionalen und persönlichen Gedankengängen ab.⇢Meine Meinung⇠„Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Sterben“(-Mascha; S. 24)„Mascha, du darfst sterben“ – das sagt schon den Titel, soll nicht unterhalten. Es ist kein schönes Buch und es ist auch kein einfaches Buch. Es ist ein Buch, über ein lebensbedrohlich erkranktes Kind, geschrieben von eben jenem Menschen, der so dicht dran ist, wie nur möglich. Der Mutter.Und es ist ein Buch geprägt von einer schweren Frage:Können wir uns in Zeiten des medizinischen Fortschritts, vor dem Hintergrund unseres Menschenbildes, unserer Vorstellung von Ethik und Würde, ganz bewusst dafür entscheiden, einen Menschen sterben zu lassen – ein Kind sterben zu lassen?Antje May glaubt, dass sie diese Entscheidung treffen kann, denn sie ist sich ganz sicher, dass ihre Tochter sich ein solches Leben nicht gewünscht hätte.Sie kritisiert ganz bewusst Aspekte der modernen Medizin, hinterfragt deren Sinn und Nutzen.In diesem Buch spürt man das enorme Leid, das sie und ihre Familie zu tragen haben, nicht nur durch die schweren Verletzungen ihrer Tochter, Schwester, Enkelin, sonder ganz besonders, weil sie das Gefühl haben, sie mit den lebenserhaltenden Maßnahmen ihrer Würde und ihres freien Willens zu berauben.Maschas Mutter konnte die Entscheidung, sie gehen zu lassen, für ihre Tochter treffen, denn zum Zeitpunkt des Unfalls wusste sie durch zufällige Gespräche sehr genau, was ihre Tochter wollte.Aber nicht jeder weiß genau, wie seine Liebsten zu diesem Thema stehen und meist weiß man es ja nicht einmal selbst so genau.Auch genau darauf will May aufmerksam machen. Jeder Mensch sollte sich entscheiden dürfen, wie sein Lebensende auszusehen hat. Die Autorin selber musste um das Sorgerecht für ihr Kind fürchten, als sie den Wunsch, ihre Tochter sterben zu lassen, laut aussprach. Sie möchte, dass es nie wieder jemandem so gehen muss. Möchte dem Tod ihrer Tochter durch den Einsatz für ein bewussteren Umgang mit unseren Kranken eine Art von Sinn geben.⇢Fazit⇠Ein mutiges, kritisches und vor allem wichtiges Buch!Es ist Teil unseres „Menschseins“, das wir uns nicht gerne mit dem Thema Tod auseinandersetzen, ganz besonders nicht mit unserem eigenen. Wenn er dann noch plötzlich und unerwartet kommt, sind wir schnell damit überfordert.Die Autorin hat es geschafft tiefe – auch für Laien verständliche – Einblicke in die Reichweite moderner Medizin zu geben, ohne dabei ihren Mittelpunkt – das Leid des Menschen zu lindern – aus den Augen zu verlieren.Und das heißt nunmal nicht immer nur, die Abwesenheit von Schmerz. Manchmal kann es auch Leid bedeuten, sein Leben nicht zu gestalten, wie man es sich erhofft hatte.Mascha sagte zu ihrer Mutter: „Ich möchte Leben, nicht nur existieren“.Es ist ein Appell, sich bewusster den Fragen der Moral und Ethik zu stellen.„Was Mascha braucht, hat sie vor einigen Monaten selbst gesagt: „Dass jemand einem die Hand hält, wenn man stirbt.“(S. 160) 

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  • Ergreifend, traurig und dennoch schön ...

    Mascha, du darfst sterben

    Bommerlinda

    13. October 2016 um 18:50


  • "Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Sterben"

    Mascha, du darfst sterben

    himbeerbel

    07. September 2016 um 10:54

    Das Schlimmste im Leben einer Mutter ist, wenn sie das Sterben ihres Kindes erlebt. Diese Erfahrung hat Antje May machen müssen und schildert in dem Buch „Mascha, du darfst sterben“ die letzte Zeit mit ihrer 17jährigen Tochter, die durch einen Verkehrsunfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und im Wachkoma lag.Als Leser durchlebt man hautnah den Schmerz und die Zerrissenheit der Mutter. Einerseits will sie, dass ihre Tochter lebt, doch andererseits sind die Umstände so aussichtslos, dass ein menschenwürdiges Weiterleben unter den Voraussetzungen nicht möglich ist. So segensreich der medizinische Fortschritt auch sein mag, stellt sich in dem Buch doch immer wieder die Frage, ob noch im Interesse des Patienten gehandelt wird, oder ob die Apparatemedizin im Fokus steht und der Sinn und Zweck die quantitative Verlängerung des Lebens ist.„Mascha, du darfst sterben“ ist ein bewegender Erfahrungsbericht, der zum nachdenken anregt und sich trotz der ergreifenden Thematik leicht lesen lässt. Medizinische Fachbegriffe sind auch für den Laien interessant und verständlich erklärt. Anteilnahme und Auswirkungen im Familien- und Bekanntenkreis werden feinfühlig beschrieben. So sehr man sich anfangs gemeinsam mit der Mutter das Leben der Tochter wünscht, so sehr fiebert man schließlich doch dem Tod von Mascha entgegen, der, so traurig er auch sein mag, letztlich nicht nur für Mascha selbst, sondern für alle Beteiligten eine Erlösung ist. So hat das Buch auf den ersten Blick ein gutes Ende, auf den zweiten Blick bleibt jedoch weiterhin das Problem bestehen, dass Personalmangel und wirtschaftliche Interessen oft der Menschenwürde und Selbstbestimmung entgegen stehen. Ich für mich habe mich noch während des Lesens dieses Buches entschieden, dass es endlich Zeit wird, eine Patientenverfügung aufzusetzen, um mir ein möglichst würdiges Ableben zu sichern und die Formalitäten für meine Lieben etwas einfacher zu machen.

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  • Wer bestimmt, wann Mascha sterben darf?

    Mascha, du darfst sterben

    monja1995

    14. August 2016 um 19:43

    Erfahrungen, SchicksaleMascha ist 17 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben noch vor sich, als ein schrecklicher Unfall aus diesem lebenslustigen Mädchen einen Pflegefall im Wachkoma macht.Nach dem Tod des Teenagers reist ihre Mutter Antje May nach Finnland um dort Ruhe und zurück zu sich selbst zu finden. In diesen vier Wochen schreibt sie Maschas Geschichte vom Zeitpunkt des Unfalles bis zu ihrem Tod nieder.Sie berichtet über die intensivmedizinische Versorgung, die Versuche der Rehabilitation, ihren Kämpfen mit Ärzten und Behörden um eine Lösung zu finden, ihre Tochter sterben und nicht zu einem lebenslang dahinvegetierenden Bündel Mensch werden zu lassen.Antje May beschreibt ihren anfänglichen Kampf um Maschas Leben ebenso wie ihren Kampf, Mascha gehen lassen zu dürfen.Ihre Tage und Nächte am Krankenbett ihrer Tochter und die teils menschenunwürdigen Behandlungsmethoden. Methoden, die Mascha am Ende nicht halfen, sondern sie nur unnötig quälten. Und schlussendlich den Kampf, Mascha in ein Hospiz bringen zu lassen, um ihr ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen.Teils sehr nüchtern, dann wieder überaus emotional verfasste Antje May die Geschichte ihrer Tochter vom Tag des Unfalles bis zu deren friedlichem Hinübergleiten in den gnädigen Tod.Diese Geschichte entstand in der Zeit, in der die Autorin langsam mit Hilfe der Abgeschiedenheit an einem finnischen See zurück in ihr eigenes Leben fand.Sie nimmt Bezug auf Vorgänge, OP- und Untersuchungsmethoden im Krankenhaus, die sie versuchte, in einfachen und für den Laien leicht verständlichen Worten zu erklären.Im Nachwort geht sie speziell auf Ratgeber und Mitarbeiter zu diesem Buch ein und verweist auf diverse Anlaufstellen ebenfalls betroffener Eltern.Die Geschichte Maschas ist keine leichtverdauliche Kost für den Zwischendurchleser. Sie bringt zum Nachdenken, ist teilweise brutal und schockierend, insbesondere wenn man selbst Kinder in diesem Alter hat.Aber hinsichtlich des medizinischen Fortschrittes der letzten 30 Jahre und dessen Ausmaßes ist dieses Buch zu 100% empfehlenswert. Denn nicht alles was entwickelt und erforscht wird, ist unbedingt ein Segen für betroffene Patienten und dessen Angehörige.

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  • Wenn der Tod Erlösung ist

    Mascha, du darfst sterben

    19angelika63

    KlappentextDas letzte Versprechen am Totenbett: Ich hoffe, du wirst durch dein Schicksal etwas bewirken, Mascha. Es war nicht umsonst. Ich möchte Menschen zum nachdenken anregen, Ärzte, Pflegende, Angehörige. Letztendlich alle Menschen. Auch ich habe einmal daran geglaubt, dass es immer andere trifft. Ein schlimmes Ereignis, eine Tragödie. Doch wir werden alle eines Tages sterben. Auf welche Art kann niemand ahnen. Vielleicht werden wir uns aufgrund der guten Intensivmedizin auch eine Weile in einem Stadium zwischen Leben und Tod befinden – und dann hoffentlich jemanden an unserer Seite wissen, der die Kraft und den Mut hat, in unserem Sinn zu handeln.Antje May„Nie wieder zusammen lachen. Nie mehr unterhalten. Nichts mehr zusammen unternehmen. Ich hatte doch noch so vieles mit dir vor … nie mehr, nie mehr, nie mehr. Habe ich dir genug gegeben? Hatten wir genug Zeit? Mir ist so klargeworden, dass jeder Moment, den man gemeinsam verbringt, der Letzte sein kann. Jederzeit. Mir war dies vor deinem Tod durchaus bewusst. Meine Mutter hat dazu beigetragen, indem sie uns Kinder lehrte, man sollte sich immer nett voneinander verabschieden, auch im Streit, denn es kann jederzeit die letzte Begegnung gewesen sein.“ (Seite 12)Antje May ist 2009 alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Mascha und Raphael. Die drei sind gerade umgezogen, in eine Wohnung mit günstiger Busanbindung. Somit sind die beiden Jugendlichen mobiler und von ihrer Mutter unabhängiger, die im Schichtdienst arbeitet. Doch dann passiert nach drei Monaten das Unglück. Mascha möchte die Karnevalstage bei einer Freundin verbringen. Sie wollte den Bus nehmen, da die Haltestelle direkt vor bzw. gegenüber der Wohnung lag. Nach dem Abendessen packt Mascha ihre Sachen und verabschiedet sich dann von ihrer Mutter. Mascha läuft die Treppe runter, Antje schaut aus dem Fenster und sieht den Bus vorfahren. Dann hört sie einen dumpfen Aufprall. Antje denkt noch … es wird wohl nichts passiert sein … und läuft mechanisch die Treppe runter auf die Straße und sieht ihre Tochter Mascha auf dem Boden liegen. Scheinbar unverletzt … doch dann sieht Antje May die tiefe Wunde am Kopf …Mascha kommt ins Krankenhaus. Die Diagnose lautet schweres Schädel-Hirn-Trauma. Für Antje May und ihre Tochter Mascha beginnt eine schwere Zeit … fünf Monate später darf Mascha endlich einschlafen.„Alles ist einsEs ist der Tod, der wie ein SternUnverhofft vom Himmel fälltUnd irgendwo am Horizont lautlos im Meer versinkt.Und wenn er kommt, hab keine Sangst,jedes Ende ist ein Neuanfang,um zu sterben, leben wir ein Leben lang –alles ist eins und gehört zusamm‘.Unsere Zeit ist immerzu auf der Flucht vor uns,irgendwann holen wir sie ein, das wird unser Ende sein.Und wenn er kommt, hab keine Angst …Das Leben und der Tod sind ein Liebespaar,was wäre der Tag ohne Nacht?Alles ist eins und gehört zusammen,es gibt immer wieder einen Neuanfang.“ ((Seite 89)aus „Kinder und Tod“ von Elisabeth Kübler-Ross)Während ich hier sitze, über das gelesene nachdenke und schreibe habe ich einen dicken Kloß im Hals. Tränen steigen mir in die Augen …Ich habe dieses Buch gelesen und oft gedacht, ich kann nicht weiter lesen … Aber dieses Buch muss man lesen, mit all den schlimmen Dingen die passieren. Mich hat die Geschichte um Mascha traurig gemacht und zugleich auch wütend.Traurig, weil man den Schmerz und die Hilflosigkeit Antjes spürt. Man hat Antje so oft mit Sorgerechtsentzug gedroht, nur weil sie ihrer Tochter z.B. keine weitere OP zumuten wollte, die letztendlich nichts bewirkt. Sie schaltet Anwälte ein, die ihr jedoch sagen, dass sie letztendlich nichts bewirken können und ihre Klage durch alle Instanzen gehen würde … Wütend, weil ich persönlich die sogenannte Apparatemedizin als reine Geldmacherei sehe. Der Mensch zählt nicht. Mir scheint, die Ärzte und Pfleger gingen davon aus, da Mascha im Wachkoma lag, dass sie nichts mitbekommt, von dem was man mit ihr macht. Ist das so? Wer garantiert das? Wer sagt und beschließt, dass Menschen im Wachkoma nichts mitbekommen?Ehrlich gesagt war ich erleichtert, als Mascha endlich in eine Hospiz entlassen wurde und sie dort endlich ihren Frieden fand. Ich habe geweint und auch jetzt ist der Gedanke daran nicht einfach. Es tröstet mich, dass sie jetzt, wo auch immer sie ist, keine Schmerzen mehr hat und vielleicht sogar fröhlich ist.„Und was ist letztendlich mit der Annahme des Todes? Können und dürfen wir loslassen, um Leiden zu verringern? (Seite 179)Diese Geschichte um Mascha ist ein wichtiger Beitrag zum Thema „würdevoller Tod“ und dem Umgang damit. Ich gestehe bis dato habe ich hin und wieder einmal über eine Patientenverfügung nachgedacht, aber mich nie näher damit beschäftigt. Mein Mann und ich haben in letzter Zeit mehrfach über Maschas Situation gesprochen. Für uns ist es wichtig, dass der andere weiß, was wir in einer solchen Situation möchten und was nicht. Die Patientenverfügung wird in der nächsten Zeit ausgefüllt. Und dann hoffe ich sehr, sollte es einmal soweit sein, dass mein Mann oder auch ich dann den Mut haben diese auch so umzusetzen wir es jeder von uns möchte.„Seit Maschas Tod lebe ich bewusster, habe Zusammenhänge in verschiedenen Richtungen geklärt. Mir ist es wichtiger denn je, mit den Menschen, die mir am Herzen liegen, Zeit zu verbringen.“ (Seite 184)In diesem Sinne … 

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  • Maschinen oder Würde ?

    Mascha, du darfst sterben

    aftersunblau

    16. May 2016 um 19:38

    Mascha ist 17 Jahre alt als sie auf dem Weg zum Bus von einem Auto erfasst wird und ein schweres Schädel-Hirn Trauma erleidet. Sie wird zunächst ins künstliche Koma gelegt und fällt danach über Monate ins Wachkoma. Ihr Gehirn ist aufs schwerste geschädigt und ein langer Leidensweg beginnt, nicht nur für Macha, auch für ihre alleinerziehende Mutter und den Bruder. Ihre Mutter Antje hat während der ganzen Zeit in der Klinik Tagebuch über den Zustand der Tochter geschrieben und es ist schwer zu lesen was Macha alles mitmachen musste, man kann nur erahnen was sie davon mitbekommen hat, wahrscheinlich viel mehr als man von Wachkomapatienten annimmt. Besonders schlimm fand ich das Wünsche der Mutter nicht respektiert wurden und alles darauf ausgelegt wurde nicht lebenswertes Leben zu erhalten, obwohl auch die Wünsche der Tochter genau feststanden und sie sich nie gewünscht hat so zu existieren. Zum Teil wird Antje schon mit Entzug des Sorgerechts bedroht wenn sie für Behandlungen gibt. Am Ende schafft sie es dann das ihre Tochter in ein Hospiz verlegt wird wo sie in Frieden sterben darf.Das Buch ist keine leichte Kost, berührt und macht nachdenklich. Es zeigt wie wichtig es ist eine Patientenverfügung zu haben. Muss wirklich bis zum Ende die komplette Apparate Maschinerie genutzt werden? Was ist Leben, was ist existieren? Ich konnte die Beweggründe nachvollziehen und stehe voll hinter der Entscheidung der Mutter.

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  • Maschinen oder Würde - therapieren bis zum bitteren Ende

    Mascha, du darfst sterben

    Hexchen123

    26. April 2016 um 17:03

    Mascha verabschiedet sich fröhlich nach dem Abendessen von ihrer Mutter. Er ist Karneval und Mascha will mit dem Bus zu ihrer Freundin fahren um dort zu übernachten. Die Bushaltestelle ist direkt vor der Türe. Ihre Mutter hört noch wie sie die Treppen runterläuft und plötzlich ist da ein Schlag. Fassungslos rennt Antje auf die Straße und findet ihre Tochter schwer verletzt auf der Straße, angefahren von einem Auto.Mascha hat schwerste innere Verletzungen und wird ins künstliche Koma gelegt. Ihr Gehirn ist schwerst geschädigt. Der große Leidensweg beginnt – nicht nur für Mascha sondern auch für ihre Mutter.„Mascha, du darfst sterben“ ist keine leichte Kost. Wird einem doch eindringlich klar, wie schnell sich das Leben von der einen auf die andere Sekunde ändern kann. Habe ich doch noch eben mit dir gelacht muss ich plötzlich um dein Leben bangen. Angeschlossen an alle möglichen Apparaturen, liegend im grellen Neonlicht der Intensivstation. Es ist nicht vorgesehen, dass Kinder vor den Eltern auf die andere Seite gehen. Man hofft, man bangt, man weint und ist einfach nur verzweifelt.Nachdem Mascha aus dem künstlichen Koma zurückgeholt wurde ist sie nun Wachkomapatientin. Das Gehirn ist noch mehr geschädigt als bisher angenommen. Sollte Mascha jemals wieder aus diesem Zustand erwachen, so wird sie stark geistig und körperlich behindert sein. Die Ärzte, die Leben retten wollen um jeden Preis, bringen Antje an ihre Grenzen. Entscheidungen über eine künstliche Ernährung müssen fallen, mehrmals wird immer wieder operiert, obwohl Antje das gar nicht möchte. Sie wird bedrängt, überrollt und teilweise schon bedroht. Dabei weiss sie ganz genau, dass Mascha so nicht leben wollte. So schwer es ihr fällt wünscht sie sich doch, dass ihre Tochter friedlich gehen darf. In Würde und respektvoll auf die andere Seite gleiten. Doch bis dahin ist es noch ein steiniger Weg im Kampf gegen Ärzte und Maschinen.Die Geschichte hat mich zutiefst berüht und ich wünsche keinem, dass er so etwas durchstehen muss. Aber natürlich können wir uns das Leben nicht aussuchen. Es bleibt auch nicht aus, dass man sich nach dieser Lektüre mit den ethischen Fragen beschäft, welche im Laufe der Erzählung auftauchen. Muss man therapieren um jeden Preis? Sollte man nicht auch ein Selbstbestimmungsrecht über das Leben und den Tod haben? Mit welcher Würde und mit welchem Respekt sollten schwerkranke und sterbende Patienten behandelt werden? Warum wird den Patienten nicht so manches Leid erspart, nur um kostendeckend zu arbeiten?Antje ist eine starke Frau und sie hat bis zum Schluss für ihre Tochter gekämpft. Mit ihrer Geschichte möchte sie uns allen Mut machen, sich auch in den „guten Zeiten“ schon mal Gedanken zu machen über ein „was-wäre-wenn“. Sie hatte das Glück, dass sie ganz genau wußte was ihre Tochter möchte und konnte so gestärkt in diesen letzten Kampf ziehen.FazitAuch wenn man sich bei diesem Buch mit den unschönen Seiten des Lebens auseinander setzen muss, so ist es dennoch eine Bereicherung. Ich habe mit der Autorin mitgelitten und ihre Entscheidung total verstanden. Es ist ein heikles und sensibles Thema, doch nach dieser Geschichte weiß ich, dass ich eigentlich keine Probleme habe.

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