Antje Rávic Strubel Sturz der Tage in die Nacht

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Inhaltsangabe zu „Sturz der Tage in die Nacht“ von Antje Rávic Strubel

Antje Rávic Strubel erzählt von einer ungewöhnlichen und unabwendbaren Liebe und von den langen Schatten eines untergegangen politischen Systems. Eine Insel in der Ostsee. Der junge Erik verliebt sich in die scheinbar unergründliche Vogelforscherin Inez. Aber die beiden werden beobachtet. Ohne es zu ahnen, sind sie längst in eine politische Intrige verstrickt. Die geschützte Insel wird zum schutzlosen Ort. Ein Roman, der von einer großen Liebe erzählt, von den Erinnerungen, Legenden und Lügen unserer Gegenwart, aber auch vom Glück, das im Vergänglichen liegt.

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    Sturz der Tage in die Nacht
    Kattro

    Kattro

    18. September 2013 um 07:35

    Wie schon in "Kältere Schichten der Luft" begeistert Antje Rávic Strubel auch hier mit einem ungewöhnlichen, einnehmenden, fast poetischen aber dennoch mitunter verwirrenden Schreibstil, der einige Konzentration und wirkliches Eintauchen ins Buch erfordert. Durch viele Andeutungen und Perspektiven- sowie Zeitsprünge muss man höllisch aufpassen, auch alles Wichtige zu erfassen. Ein bisschen Hintergrundwissen zur ostdeutschen Geschichte können dem Verständnis auch nur zuträglich sein. Ein anstrengendes, aber anspruchsvolles Buch, welches noch einmal ein Stück ostdeutsche Geschichte aufrollt. 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Sturz der Tage in die Nacht" von Antje Rávic Strubel

    Sturz der Tage in die Nacht
    verbalkind

    verbalkind

    06. July 2012 um 09:27

    Dieses Buch ist für mich nicht einfach zu bewerten. Einerseits ist ganz klar, dass eine talentierte Autorin zugange ist - ihre Beschreibungen der Insel, der Ostsee und der Lummen hab ich geliebt. Die Geschichte selbst hat für mich aber nicht funktioniert. Sie ist ein für meine Begriffe nicht besonders geglücktes Amalgam aus DDR-Aufarbeitungsdrama, Thriller und Pulp (um nicht zu sagen: Soap). Wir begegnen der 41-jährigen Inez, Vogelforscherin auf besagter bezaubernder Insel, und dem 24-jährigen Erik, einem Rucksacktouristen. Die beiden verlieben sich ineinander. Schon nach wenigen Seiten ist klar, dass... SPOILER!!!! - sorry: unvermeidlich ... dass es sich um Mutter und Sohn handelt. Zwei Herzen schlagen ab da in meiner Brust: eine Art angespannter Beklemmung angesichts dieser verbotenen Liebe inklusive der Hoffnung, dass sie doch nicht Mutter und Sohn sind - das ist der Soap-Anteil. Andrerseits die Erwartung, dass ein enormes Geheimnis aufgedeckt wird, dass diese ödipale Konstellation rechtfertigt und in ein Drama griechischen Ausmaßes überführt. Die Spannung besteht in der Tat nur darin, was Inez in der Vergangenheit angetan wurde, warum sie ihren Sohn verloren hat und was es mit der Stasi-Figur Feldberg auf sich hat, der ebenfalls auf die Insel gereist kommt. Und an dieser Stelle bricht das Konstrukt für mich zusammen: es kommt keine große Geschichte. Die Auflösung versackt im Privaten, einer unglücklichen Teenagerliebe, einer Geschichte, wie sie dir und mir jeden Tag passiert, in Soap Opera. Der ganze DDR-Background ist plötzlich nur noch eine Farbe dieser Soap, kein Quell echten Dramas. SPOILER-ENDE Die Figuren erscheinen deshalb (aufgrund mangelnder tieferer Backstory) überzeichnet und holzschnittartig. Motivationen der Figuren, die über mehrere hundert Seiten als auf ein traumatisches Erlebnis begründet aufgebaut wurden, erscheinen plötzlich nur noch hysterisch. Auch die Dialoge funktionieren vor dem Hintergrund der finalen Auflösung nicht wirklich. Von Anfang an wirken sie außerordentlich seltsam, man könnte fast sagen: gestelzt. Das hat mich während des Lesens nicht wirklich gestört, weil ich ja der Annahme war, dass sich das alles erklären wird. Fehlanzeige. Um es ganz klar zu sagen: die Autorin führt die Leser bewusst auf die Fehlfährte einer großen Auflösung. Gebaut ist der Roman wie ein Thriller – da kann sich der Leser einfach nicht helfen und erwartet natürlich ein Einlösen des Genre-Versprechens. Für mich hätte die Geschichte besser funktioniert, wenn sie klassisch erzählt worden wäre und als das was es ist: ein kleines, aber feines Drama. FAZIT: Ein Roman einer sehr begabten Autorin, die ihre Geschichte leider mit falschen Erwartungen aufbläst. Empfehlenswert dennoch für alle, die ein historisches Interesse am Sujet haben oder wissen wollen, was Lummen sind und was die alles können!

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  • Rezension zu "Sturz der Tage in die Nacht" von Antje Rávic Strubel

    Sturz der Tage in die Nacht
    Boris

    Boris

    01. January 2012 um 13:58

    In einigen Rezensionen über dieses großartige Buch stand, daß es überkonstruiert und zu ambitioniert wäre. Ich frage mich dann immer: Wäre das Buch besser, wenn sich die Autorin mit weniger begnügt, die Konstruktion ihres Buches etwas vernachlässigt hätte? Würden diesselben Kritiker auch Sophokles vorwerfen, sein Ödipus sei doch von sehr vielen Zufällen abhängig? Das bisher beste Buch der Autorin, die Liebesgeschichte ist zutiefst beeindruckend, der historische Hintergrund - DDR, Stasi - genau getroffen. Das Buch ist spannend, das Buch berührt. Mehr davon....

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