Antje Rávik Strubel

 3,7 Sterne bei 232 Bewertungen
Autor von Blaue Frau, Gebrauchsanweisung für Schweden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Antje Rávik Strubel

Antje Rávik Strubel lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Potsdam. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Deutschen Buchpreis 2021 für Blaue Frau. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen, u.a. Joan Didion, Lucia Berlin und Virginia Woolf. 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Vom Dorf (ISBN: 9783596523238)

Vom Dorf

 (5)
Neu erschienen am 28.09.2022 als Gebundenes Buch bei FISCHER Taschenbuch.
Cover des Buches Der Übergriff (ISBN: 9783990272725)

Der Übergriff

Neu erschienen am 22.09.2022 als Buch bei Jung u. Jung.
Cover des Buches Wer hat Bambi getötet? (ISBN: 9783701717590)

Wer hat Bambi getötet?

Neu erschienen am 13.09.2022 als Gebundenes Buch bei Residenz.
Cover des Buches Der gewöhnliche Mensch (ISBN: 9783630876092)

Der gewöhnliche Mensch

Erscheint am 13.10.2022 als Gebundenes Buch bei Luchterhand.

Alle Bücher von Antje Rávik Strubel

Cover des Buches Jenseits der Untiefen (ISBN: 9783492305785)

Jenseits der Untiefen

 (54)
Erschienen am 16.02.2015
Cover des Buches Blaue Frau (ISBN: 9783103971019)

Blaue Frau

 (46)
Erschienen am 11.08.2021
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Schweden (ISBN: 9783492059763)

Gebrauchsanweisung für Schweden

 (34)
Erschienen am 06.04.2018
Cover des Buches Kältere Schichten der Luft (ISBN: 9783104001258)

Kältere Schichten der Luft

 (28)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Blaue Stunden (ISBN: 9783548061719)

Blaue Stunden

 (18)
Erschienen am 31.05.2019
Cover des Buches Sturz der Tage in die Nacht (ISBN: 9783596193080)

Sturz der Tage in die Nacht

 (18)
Erschienen am 22.08.2013
Cover des Buches Ein Zimmer für sich allein (ISBN: 9783311150084)

Ein Zimmer für sich allein

 (15)
Erschienen am 23.07.2020
Cover des Buches Offene Blende (ISBN: 9783596297405)

Offene Blende

 (11)
Erschienen am 23.02.2017

Neue Rezensionen zu Antje Rávik Strubel

Cover des Buches Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss (ISBN: 9783103971705)Nasuadas avatar

Rezension zu "Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss" von Antje Rávik Strubel

Über die Wandelbarkeit von Sprache und Mensch
Nasuadavor 2 Monaten

Von Antje Rávik Strubel hörte ich, ehrlicherweise, zum ersten Mal, als sie im vergangenen Jahr für „Blaue Frau“ wohlverdient den Deutschen Buchpreis gewann. Mit „Es hört nicht auf, dass man etwas sagen muss“ liegt jetzt nun die neuste Veröffentlichung der Autorin vor, die auch als Übersetzerin (Virginia Woolf, Joan Didion…) tätig ist. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays, die zwischen 2003 und 2021 entstanden sind.

Den Anfang macht Rávik Strubels Rede bei der Verleihung des Buchpreises, in welcher sie die Themen der Sammlung vorgibt und zeigt, was ihr wichtig ist. Es geht um den spielerischen Umgang mit Sprache; Sprache ist wandelbar, so die Autorin, und so sind es auch die Menschen. Daher befasst sie sich in ihren Essays mit einer Vielzahl von Themen: von Pronomen und Gendersternchen, über die ungleiche Bezahlung von Künstlerinnen und Künstlern bis hin zu strukturellem Rassismus und Sexismus – Rávik Strubel legt den Finger in die Wunde unserer aktuellen gesellschaftlichen Lage, mal ernsthaft, mal mit herrlicher Ironie und Humor. Warum gibt es so viel Kritik am Gendern, aber niemand befasst sich mit dem Verschwinden des herrlichen „ß“? - das kann die Autorin nicht begreifen.

Sie erzählt auch von eigenen Erfahrungen, wie sie beispielsweise in einer Kulturdelegation beim Händeschütteln einfach übergangen wird, weil sie eine Frau ist oder dass Kritiker sich nicht vorstellen können, dass bestimmte Dinge in ihren Romanen tatsächlich geplant sind und einen Sinn haben. Außerdem fragt sie sich, ob eine deutsche Autorin auch immer nur deutsche Texte schreiben muss und was das eigentlich genau bedeutet.

Dann widmet sie sich auch berühmten Paaren: Virginia Woolf (auf die sie immer wieder zurückkommt) und Vita Sackville-West, Astrid Lindgren und Louise Hartung (zugegeben eine eher einseitige Liebe Hartungs zur verschlossenen Kinderbuchautorin), Selma Lagerlöf und Sophie Elkan (später mit Valborg Olander quasi zu einem Liebesdreieck erweitert) und schließlich Penthesilea und Achill. Was machte sie alle aus? Was zog sie aneinander an? Was ließ sie scheitern? Eine bemerkenswerte Sammlung!

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss (ISBN: 9783103971705)yellowdogs avatar

Rezension zu "Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss" von Antje Rávik Strubel

Sammlung von Essays
yellowdogvor 2 Monaten

Spätestens seit den Erfolg mit Die blaue Frau ist Antje Ravic Strubel ein literarischer Shooting Star.

Schon ihre Romane haben essayistische Momente. Ihre Essays, von denen einige hier versammelt sind, wirken besonders konzentriert bis angestrengt.


Schon über den Titel „Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss“ kann man länger nachdenken.

In den Texten geht es oft um genderspezifische Themen und um Literatur. Von Virginia Woolf über Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf bis zu Fontane.

Mit einigen Essays kann ich etwas anfangen, andere erreichen mich nicht. Aber das ist normal für eine Essaysammlung, die Texte über mehrere Jahre abdeckt.

Die Essays sind fast alle schon vorher Zeitungen, Zeitschriften, als Nachwörter oder Begleittexte erschienen. Alle Essays wurden für diese Ausgabe überarbeitet.


Ein paar möchte ich kurz erwähnen:

In dem Essay Scham nennt Strubel treffend so einiges in Deutschland für das man sich im Ausland rechtfertigen und nicht selten schämen muss.

Vom Überschwärmen der Grenzen heißt ein Essay, in dem die Autorin sich ausführlich Penthesilea von Kleist widmet.

Witzig fand ich Lieber Theodor Fontane.

Höhepunkt ist für mich der letzte Text Die große Elchwanderung, die poetische Stellen und gute Gedanken hat.


Zuletzt sei noch das unglaublich originelle Buchcover erwähnt, dass Judith Schalansky kreiert hat.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Was ich meine (ISBN: 9783550201813)sternenstaubhhs avatar

Rezension zu "Was ich meine" von Joan Didion

Eine ganz große Leseliebe
sternenstaubhhvor 5 Monaten

Von der amerikanischen Journalistin und Schriftstellerin Joan Didion hatte ich bisher noch nichts gelesen und ich bin sehr froh das ich das mit diesem Buch nun nachholen konnte. 

Joan Didion gilt nicht ohne Grund als literarische Ikone. Nach nur wenigen Sätzen ihres ersten Essays war ich so gebannt von ihren Formulierungen, Beobachtungen, Begegnungen und Momentaufnahmen, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ihre Essays bestechen vor allem durch ihren klaren Blick für das Offensichtliche und ihrem Feingefühl für die Menschen wie auch für die Sprache. Mit großer Freude habe ich ihre Essays gelesen, die ein besonderes Vermächtnis an zeitgenössischer Literatur darstellen. Vor allem aber Didions Sprache, kraftvoll, scharfsinnig und poetisch, hat mich völlig begeistert. 

Die Essays, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten stammen, beschreiben die Untergrundpresse und sezieren ihre Begegnungen mit Menschen. Seien es Kriegsveteranen oder First Ladys in spe. Auch ihre Arbeit für die Vogue oder ihre schriftstellerische Betätigung an Dreharbeiten, lassen Vergangenes Revue passieren. Interessant fand ich auch ihre Auseinandersetzung mit den Texten Hemingways. Ich bewundere die kraftvolle und doch poetische Sprache Hemingways sehr. Es wundert mich daher nicht das sich Joan Didion selbst sich mit Hemingway auseinandergesetzt hat. Auch ihr Schreibstil ist wortgewandt, scharfsinnig, kräftig und anziehend. Der Vergleich mit Hemingway kommt daher nicht von ungefähr.

Dieses Buch kann man zu Recht als ein Vermächtnis bezeichnen und jedem Leser nur ans Herz legen. Dieses Buch war für mich das erste Buch Joan Didions das ich lesen durfte und es war mit Sicherheit nicht das letzte.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 397 Bibliotheken

von 98 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks