Antje Szillat Asphaltspuren

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Inhaltsangabe zu „Asphaltspuren“ von Antje Szillat

Dramatisch – Spannend – Erschütternd In ihrer neuen Jugendbucherzählung beschreibt Antje Szillat gewohnt schonungslos real die Geschichte zweier Jugendlicher auf der Suche nach der Wahrheit, und einem besseren Leben. Eine Sommernacht in Bukarest, ein schönes Mädchen, ein aufregender Abschiedskuss in der Dunkelheit. Dann nichts. Nur ein tiefschwarzes Loch. Als Simeon wieder aufwacht, befindet er sich auf einer schäbigen LKW-Ladefläche. Doch er ist nicht alleine, mit ihm reisen das Mädchen Luna, sein Bruder Boris und eine handvoll kleiner Kinder. Das Ziel ist Berlin, die Strippenzieher sind skrupellose Menschenhändler. Die Zukunft erscheint bitter – und sie können nichts daran ändern. Oder doch …?

Zeigt einem die Wahrheit über Straßenkinder und deren hartes, elendes Leben!

— andymichihelli
andymichihelli

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  • Ein Buch dessen Thema aufwecken sollte

    Asphaltspuren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. July 2013 um 18:18

    Titel:   Asphaltspuren   Autor:   Antje Szillat   ISBN:   ISBN 978 3 943199 08 6   Erscheinungsdatum:   März 2013   Cover:   Man sieht zwei Personen die aussehen als würden sie chillen. Aber wenn man das Buch gelesen hat weiß man was es bedeutet. Ich finde das Cover perfekt für dieses Buch.   Kurzbeschreibung laut Buch:   Eine Sommernacht in Bukarest, ein schönes Mädchen, ein aufregender Abschiedskuss in der Dunkelheit. Dann nichts. Nur ein tiefschwarzes Loch. Als Simeon wieder aufwacht, befindet er sich auf einer schäbigen LKW-Ladefläche. Doch er ist nicht alleine, mit ihm reisen das Mädchen Luna, sein Bruder Boris und eine Handvoll kleiner Kinder. Das Ziel ist Berlin, die Strippenzieher sind skrupellose Menschenhändler. Die Zukunft erscheint bitter und sie können nichts daran ändern. Oder doch ?   Meine Kurzbeschreibung:   Ein kleiner Junge der Hunger hat. Ein Bruder der sich auf der Straße herumtreibt um Essen zu besorgen. Ein wunderschönes Mädchen die diesen Jungen kennenlernt und bevor sich beide näher kommen können werden sie entführt. Ziel Berlin. Menschenhändler nutzen die kleinen Kinder aus. Es scheint aussichtslos, aus dieser Situation kommen die Kinder nicht mehr raus. Oder??????   Schreibstil:   Antje Szillat, schreibt klar und deutlich.  Das Buch liest sich gut und man kann sich die Situation sehr gut vorstellen.   Fazit:   Wahnsinn, in diesem Buch wird etwas beschrieben das gleich mal um die Ecke passiert. Klar bekommt man so einiges mit und wundert sich auch manchmal, aber ich denke niemand oder die wenigsten denken mehr darüber nach. Antje Szillat spricht ein Thema an, in einem klaren Ton. Sie möchte aufrütteln und Leute zum nachdenken anregen. Und genau das ist bei mir passiert. Ich finde das Buch sehr gut. Klar werden einige sagen, es ist zu seicht oder zu lieb, z.B. das Ende, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte um nichts zu verraten. Aber ich denke man muss es nicht schlimmer schreiben, denn die Worte die zwischen den Zeilen hervorschauen sind ausreichend. Das Buch ist für mich keine Sensationszeitung sondern ein Buch. Ich finde es ist auch ein gutes Buch für die Schule. Ein Buch und Thema über das man diskutieren kann.   Sterne:    *****       von 5 Sterne

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  • Skrupellos ehrlich und absolut schockierend!

    Asphaltspuren
    BeautyBooks

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    22. July 2013 um 11:04

    Simeon und sein kleiner Bruder Boris wachsen in sehr schlimmen Verhältnissen auf.. Die Mutter schläft mit anderen Männern um Geld einzutreiben - um die Jungs ernähren zu können.. Simeon durchwühlt Mülltonnen, um ebenfalls an Essensreste zu kommen.. Um Boris sorgt er sich sehr, ihm soll es so gut wie an nichts fehlen.. Eines Tages findet Simeon seine Mutter verprügelt am Straßenrand.. Ein Mann, der es wieder einmal nicht gut mit ihr meinte.. Simeon lernt ein Mädchen namens Luna kennen.. Sie unterstützt ihn wo sie nur kann.. Eine tolle Sommernacht in Bukarest, ein schönes Mädchen an seiner Seite und ein aufregender Kuss in der Dunkelheit.. Und plötzlich nichts.. Nur ein tiefschwarzes Loch.. Simeon, Boris und Luna werden entführt und erwachen auf einer schäbigen LKW-Ladefläche.. Sie sind nicht alleine.. Eine handvoll Kinder leisten ihnen ebenfalls Gesellschaft.. Das Ziel ist Berlin.. Strippenzieher - skrupellose Menschenhändler wollen all die Kinder für ihre Dienste benutzen.. Eine Zukunft, die bitterer nicht sein könnte.. Kann Simeon oder aber auch Luna etwas daran ändern? Und plötzlich verschwindet auch Boris.. Der kleine Junge wird wo anders untergebracht.. Dramatisch - Hochspannend - Skrupellos - Erschütternd Meine persönliche Meinung: Eine Geschichte von Antje Szillat, die sehr schnell meine Aufmerksamkeit erregte.. Schonungslos real beschreibt Antje Szillat die Geschichte rumänischer Straßenkinder und die Suche zweier Jugendlicher nach der Wahrheit.. Den verzweifelten Versuch, den brutalen Entführern zu entkommen, für ein besseres Leben.. Wer diese Worte am Klappentext zu lesen bekommt, kann nicht anders als dieses Buch zur Hand zu nehmen.. Und schafft es auch kaum, es zur Seite zu legen, bis man es nicht durchgelesen hat.. Grob geschätzt gibt es zwischen 1.000 und 30.000 Straßenkinder in Rumänien.. Die Bevölkerung reagiert mit Ablehnung und Diskriminierung auf die Kinder.. Die meisten Straßenkinder schlafen unter Plastikplanen oder in Kanalröhren.. Sie suchen im Müll nach etwas Brauchbaren oder stehlen sich Essen, um zu überleben.. Viele haben Tuberkulose, fast alle Kinder werden in Folge mangelnder Hygiene von Läusen und Flöhen geplagt.. Viele leiden an Fußpilz und oftmals ist der Fuß bis zur Ferse mit Pilz bedeckt.. Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Aids oder auch Hepatitis werden ebenfalls groß geschrieben.. Schockierende Worte, mit denen uns Antje Szillat die Augen öffnet.. Nach jedem Kapitel erhalten wir Informationen und Daten zu den Straßenkindern und den Verhältnissen in Rumänien.. Fakten, die einem sehr zum Nachdenken anregen.. Eine Geschichte, die man absolut nicht bewerten kann, sondern gelesen haben muss.. Dafür reichen keine Sternchen oder aber auch Zebras.. Keine 5 Symbole können dieses Buch nur im Ansatz gerecht bewerten.. Ein Thema, dass hoffentlich auch in Schulen besprochen wird.. Dafür eignet sich dieses Büchlein hervorragend.. Auf der Homepage des Edition Zweihorn Verlags können Unterrichtsmaterialien angefordert werden! Dieses Büchlein trieb mir viele viele Tränchen in die Augen.. Vieles wusste ich bisher noch nicht, dass ich in "Asphaltspuren" zu lesen bekam.. Die Realität in Rumänien ist grausam und nur schwer zu beschreiben.. Antje Szillat schafft es jedoch, mit ihrer Geschichte, dem Leser die Augen zu öffnen.. Wie gut haben wir es eigentlich hier in Deutschland/Österreich? Ich denke wir alle schätzen dies tagtäglich einfach viel zu wenig.. Ich hoffe sehr, dass diese Probleme sich in Rumänien irgendwann nur ansatzweise bessern.. Wenn ich an diese vielen Straßenkinder denke, bricht es mir fast das Herz.. Ich bin sehr sehr stolz auf meine signierte "Asphaltspuren" Ausgabe, und werde sie definitiv jedem weiterempfehlen, der solche Bücher gerne liest.. Der Leser fiebert vom Anfang bis zum Ende mit Simeon, Boris und Luna mit.. Aber auch mit all den anderen Straßenkindern, die wir in dieser Geschichte kennenlernen.. Herzschmerz und viele Tränchen bleiben einem hier nicht erspart.. Trotz des schweren und grausamen Themas liebe ich dieses Buch und werde es definitiv in Ehren halten.. Eine Geschichte, die sich im Kopf festsetzt, und so schnell nicht wieder verschwindet.. Ein absolutes MUST READ!

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  • Ein bewegendes Buch über die Kinderarmut/ Straßenkinder in Rumänien

    Asphaltspuren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. June 2013 um 14:18

    Simeon lebt mit seiner Mutter und seinem Bruder in einer kleinen Wohnung in Bukarest, doch trotzdem ist das Geld und auch das Essen immer knapp. Simeon versucht sich um seinen Bruder zu kümmern und sammelt Essen aus Mülltonnen. Die Mutter der beiden prostituiert sich um die Miete zahlen zu können und damit zumindest etwas im Kühlschrank ist. Simeon lernt Luna, ein Straßenmädchen kennen und dann werden sie auch schon von mehreren Männern betäubt und entführt. Ihre Reise geht nach Deutschland, wo Boris Simeons kleiner Bruder verkauft wird, und die anderen Kinder betteln müssen... Was soll ich sagen? Es ist ein Buch von Antje Szillat und sie vermag es wirklich eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Geschichten zu erzählen. Sie schafft es einem die Geschichten und die Schicksale der Protagonisten nah zu bringen. Man liest nicht einfach, man fühlt mit und es wird einem klar, wie gut es einem immer ging und das es auch ganz anders geht. Das Thema der Straßenkinder, die oftmals Lack schnüffeln um ihre schlechte Lebenssituation oder sexuelle Übergriffe zu vergessen, sich aus Mülltonnen ernähren müssen und oftmals schon ganz jung schwanger werden, ist wirklich schrecklich. Schrecklich erschütternd, schrecklich traurig und doch so realitätsnah. Am Ende eines jeden Kapitels finden wir Daten und Fakten zu den Straßenkindern aus Rumänien oder auch Textauszüge von Gesellschaften und Einrichtungen wie „save the children“, „straßenkinderreport“ oder auch der Caritas. Es wird dem Leser einfach klar, dass es nicht eine beliebige, fiktive Geschichte ist, sondern so jeden Tag irgendwo auf der Welt (nicht nur in Rumänien) so geschehen kann und geschieht. Wieder werden wir von Antje Szillat für ein sehr schwieriges Thema, dass angesprochen gehört, sensibilisiert. „Asphaltspuren“ ist ein Buch, dass sowohl aufgrund seiner Protagonisten, als auch aufgrund der Thematik berührt und dem Leser die Augen öffnet für das Leid der Welt! Wieder mal ein sehr eindrückliches, aber auch sehr gutes Buch von der sympathischen Frau Szillat!

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  • Asphaltspuren

    Asphaltspuren
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    15. June 2013 um 22:08

    Simeon fühlt sich halb wie ein rumänisches Straßenkind und halb wie das Kind einer überforderten, alleinerziehenden Mutter in Bukarest. Das Leben gelingt ihnen mehr schlecht als recht, aber immerhin halten seine Mutter, sein Bruder und er zusammen. Doch eines Tages werden Simeon und sein Bruder von Unbekannten geschnappt und mit anderen Kindern nach Berlin verschleppt. Sie sind in die Hände von skrupellosen Menschenhändlern gefallen, so dass ihnen auch in Deutschland keine bessere Zukunft bevorsteht. Hier, im "sozialen" Deutschland, quasi vor unseren Augen, werden sie ausgenutzt, wie Sklaven behandelt und zum Betteln geschickt. Ich bin immer wieder begeistert, wie Antje Szillat es schafft in verschiedene Thematiken einzutauchen und stets die richtigen Worte zu finden. Ob ich nun einen gefühlvollen Jugendroman von ihr lesen, ein super witziges Kinderbuch oder ein Roman mit einem sehr ernsten Inhalt - stets gelingt es ihr ihre verschiedensten Figuren authentisch zu beschreiben und handeln zu lassen und die richtige Atmosphäre zu erzeugen. "Asphaltspuren" ist ein Buch für Jugendliche und beschreibt das Leben rumänischer Straßenkinder, die in unterirdischen Kanalrohren oder in Parks leben und oft genug Opfer von sexuellem Missbrauch oder Menschenhandel werden. So ein Buch zu schreiben, ist bestimmt nicht leicht, zumindest nicht, wenn man das Thema intensiv recherchiert und sich mit den nackten Fakten und den zahlreichen Schicksalen beschäftigt, die einen einfach nur erschrocken, wütend und traurig hinterlassen. Dass Antje Szillat sich dieses "angetan" hat, merkt man nicht nur am Inhalt der Geschichte sondern auch an den zahlreichen Quellen, die sie in ihrem Buch zitiert hat. Dort findet der Leser sachliche Informationen, die den Tatsachen entsprechen und losgelöst von Simeons Geschichte sind, und unter anderem von "save the children", "strassenkinderreport" oder der Caritas stammen. Diese ungeschönten Fakten sorgen dafür, dass der Leser immer wieder daran erinnert wird, dass die Autorin sich kein grausames Szenario ausgedacht hat, sondern lediglich etwas beschreibt, was tagtäglich Kindern in Rumänien widerfährt, deren Elend selbst innerhalb der Grenzen von Deutschland kein Ende findet. Antje Szillat hat mich total in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich finde es gut und wichtig, dass Jugendbücher solche Themen aufgreifen, um sie im Bewusstsein der Menschen festzusetzen. Dieses Buch eignet sich sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene und besonders auch als Schullektüre (es gibt sogar Unterrichtsmaterial zu diesem Buch). Die erschütternde Geschichte wird jeden Leser berühren und bewegen und obwohl alles sehr authentisch und realitätsnah beschrieben wird, liest es sich angenehm wie ein Roman, auch wenn Szillat auf ausschweifende Beschreibungen von Dingen oder Orten verzichtet und sich mehr auf die Fakten und ihre Charaktere konzentriert. Fazit: Ein mehr als gelungenes Buch zu einem sehr schwierigen und erschütternden Thema, welches Jugendliche allein oder im Klassenverband lesen sollten, um sich die Augen öffnen zu lassen, wie zahlreiche Kinder und Jugendliche in Rumänien leben müssen. Bewegend, authentisch und mit einer nachhaltigen Wirkung. Broschiert: 124 Seiten Verlag: Edition Zweihorn; Auflage: 1., Auflage (8. März 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3943199088 ISBN-13: 978-3943199086 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre

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  • Tiefgehende Lektüre

    Asphaltspuren
    MacBaylie

    MacBaylie

    14. June 2013 um 03:50

    Kurzbeschreibung: Der 15 jährige Simeon lebt zusammen mit seiner Mutter und seinem 6 jährigen Bruder Boris in Bukarest. Die Verhältnisse sind mehr als lausig und er ist oftmals gezwungen, genau wie die Straßenkinder, die es zuhauf in der Gegend gibt, Mülleiner zu durchkämmen um überhaupt etwas zu Essen zu bekommen. Eines Tages trifft er auf Luna, ein hübsches und gefühlvolles Mädchen, doch bevor er sie richtig kennen lernen kann, werden sie überfallen und verschleppt. Ausgerechnet an dem Tag, als sein kleiner Bruder dabei ist. Schnell wird Simeon klar, dass das schreckliche Leben welches er schon zu Hause geführt hat noch viel schrecklicher werden kann. Meine Meinung: Wie geht man mit solch einem Thema um, vor dem wir doch alle liebend gerne die Augen verschließen würden? Straßenkinder oder wie sie sich selber nennen „Niemandskinder“, letztes Glied in der Kette, Handelsware. Frei gegeben für alles, was wir uns nicht mal vorstellen können, und doch gibt es sie. Auch heute noch. Und das sogar in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Dieses kleine Büchlein trägt mehr Inhalt in sich, als es manch seitenstarker Buchwälzer auch nur ansatzweise zu schaffen vermag.  Zur Geschichte selbst und zum Ausgang möchte ich gar nichts weiter verraten, außer, dass ich Antje Szillat sehr gut verstehen kann, dass sie sich sehr gequält hat, um diesem Buch ein Ende zu gestalten, welches der Situation auch gerecht wird. Das war sicher nicht einfach. Als Schullektüre würde ich „Asphaltspuren“ jederzeit befürworten. Gerade in unserer Gesellschaft muss deutlich gemacht werden, dass es nicht selbstverständlich ist, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat und immer ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. Und, dass man über Menschen, denen das Schicksal nicht so wohlgesinnt ist, nicht einfach hinwegsehen darf, oder sie gar ausgrenzt.  Fazit: Eine sehr bewegende Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Eine hervorragendes Buch für Schulklassen mit reichlich Diskussionspotenzial. 

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  • aufrüttelnd und realistisch

    Asphaltspuren
    GuteMiene

    GuteMiene

    17. May 2013 um 17:49

    ein Buch, das man nicht  einfach wieder weglegen kann... Man erfährt wie es im Leben von Simeon, seiner Mutter und seinem kleinen Bruder zugeht. Sie leben in Bukarest und in seinen Vorstellungen träumt sich Simeon in eine andere, in eine bessere Welt hinein. Doch auch hier, in Bukarest lernt er ein Mädchen kennen... Es gibt einen Kuß...und dann: ...Cut! Er befindet sich mit anderen in der Hand von Menschenhändlern, Widerstand zwecklos, oder doch nicht?... (mehr wird hier nicht verraten)... Eine sehr aufrüttelnde Erzählung. Ergänzt wird die Erzählung durch "Faktenkästchen" und einer weiterführenden Linkliste. Antje Szillat schafft es, dem Leser einen eindrucksvollen Einblick in eine -in unserer Gesellschaft zumeist ignorierte- Parallelwelt zu geben; und vielleicht den ein oder anderen Denkanstoss zu geben....   

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  • Menschenhandel in Europa

    Asphaltspuren
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    28. April 2013 um 14:39

    Antje Szillat hat in dem Buch "Asphaltspuren" den Strassenkindern in Rumänien eine Stimme gegeben. Diese Kinder sind von der Gesellschaft ausgestossen, leben obdachlos in Kriminalität und können nicht zur Schule gehen. Viele sind Analphabeten. Sie werden auch als "Ratten" verspottet. Da in Europa die Armut immer weiter zunimmt und damit auch der Hass auf die Armen, über die allerlei Vorurteile gepflegt werden, habe ich diese Geschichte mit grossem Interesse gelesen. Sie ist für Teenager zwischen 12 und 16 konzipiert, und es gibt auch Unterrichtsmaterialien dazu. Weil Luna nicht für ihren Freund Pana, einen Menschenhändler, anschaffen gehen will, wird sie mit Simeon und seinem kleinen Bruder Boris entführt. Die Händler vermitteln ihn an ein deutsches Ehepaar, das ein Kind adoptieren will. Können Luna und Simeon entkommen? Und werden sie Boris wiederfinden? Zum Ende darf ich ja leider nichts sagen!! Antje Szillat gewährt in dieser Abenteuererzählung Einblicke in das Abseits, in dem sich die Kinder befinden und aus dem sie niemals alleine herauskommen können. Mutig räumt sie mit dem Vorurteil auf, Arme wären faul und ergreift Partei für Kinder wie Luna und Simeon. Das Buch eignet sich für Teenager aber auch für Erwachsene, die einen allerersten Einblick in ein brisantes und hoffnungsloses Thema gewinnen wollen. Der Vorteil einer Erzählung ist es, dass man nicht vollends der Verzweiflung der Realität ausgesetzt ist. Auch wer schwache Nerven hat, kann es noch lesen.

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  • Ein sensibilisierendes Buch

    Asphaltspuren
    Natalie77

    Natalie77

    21. April 2013 um 09:47

    Inhalt: Simeon lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in Rumänien. Immerhin hat er ein Dach über dem Kopf auch wenn er in Armut lebt. Dann lernt er auf der Straße Luna kennen. Kurz darauf findet er sich, seinen Bruder und Luna mit anderen kleinen Kindern in einem Keller wieder. Gefangen von Menschenhändlern... Meine Meinung: Asphaltspuren ist ein sehr kritisches Buch und beschreibt denke ich ziemlich gut wie es den sogenannten "Niemandskindern" in Rumänien ergeht. mir schwirren noch viele der Bilder aus Waisenhäusern von vor ein paar Jahren im Kopf rum. Diese Kinder die mehr dahinvegetieren als das sie Leben und Kind sein dürfen. Dann die Berichte von rumänischen Kindern die Aurolac schnüffeln um den Hunger zu übergehen und sich damit in eine Abwärtsspirele begeben. Aber nicht nur von diesen Kindern handelt dieses Buch. Sondern auch von Erwachsenen die mit diesen Geschäfte machen. Sie entführen sie um sie zu verkaufen und zum Betteln zu schicken. In Berichten im Fernsehen habe ich auch von Kindern gehört die zum Klauen geschickt werden, denn bis 14 gehen sie ja straffrei raus. Diese Erwachsenen spielen mit der Angst, setzen Kinder unter Druck und bringen sie so dazu alles zu tun was die "Chefs" wollen. Im Buch hat Antje Szillat ein Beispiel geschaffen wie es funktioniert und hat den vielen anonymen Kindern Namen gegeben. Simeon und Luna, Boris und Nic und Octavian werden hier benannt und ihre Schicksale erzählt. Die Autorin berichtet sehr realitätsnah und mit einem leicht verständlichen Schreibstil. Im hauptsächlichen liest man von Luna und Simeon und wie es ihnen geht. Warum sie sich nicht wehren. Man lernt sie erstmal in Rumänien kennen, ihren Alltag und wie sie sich kennen lernen. Dann kommt der Alltag unter dem Druck der Entführer und ich als Leser konnte keine Fiktion erkennen. Es ist als ob es die Beiden wirklich gegeben hätte und quasi gibt es sie auch nur mit anderen Namen. Zu jedem Schluss eines Kapitels hat die Autorin Fakten in einem grauen Kasten beschrieben. Das sind Zitate aus Berichten von Zeitungen, Fernsehen und Homepages. Die Fakten untermalen noch die ganze Geschichten und belegen die leider grausame Realität Auf das Ende mag ich nicht eingehen da jedem der es noch lesen mag die Spannung bleiben soll, aber ich kann sagen das ich es gut finde. Es ist auch da ein Ende das genau so passieren könnte und schlüssig ist. Das Buch wird auch als Klassenlektüre angeboten, wenn ich auch denke das Rumänische Kinder vermutlich weit weg ist für unsere Teenies, denke ich auch das es die Augen öffnet, wie gut sie es haben, das es Kinder gibt den es schlechter geht und um zu zeigen wie schlimm es anderen geht die im selben Alter sind. Es öffnet ein wenig die Augen wie schlecht die Welt manchmal ist

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