Antje Wagner Unicorns don't swim

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Inhaltsangabe zu „Unicorns don't swim“ von Antje Wagner

Spannend, witzig, skurril, melancholisch und überraschend: 20 Geschichten zeigen Mädchen, die gängige Vorurteile und Geschlechterrollen durchbrechen. Die jungen Protagonistinnen befinden sich im Spannungsfeld zwischen den Lebensentwürfen ihrer Umgebung und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen. In den Erzählungen haben Kinder mit der sexuellen Orientierung ihrer Eltern sehr viel weniger Probleme als diese selbst, verliebt sich eine junge Frau in die beste Freundin, fällt ein Mädchen durch eine Zeitfalte ins Mittelalter und boxt sich durch – und es tauchen Einhörner auf, die keine "fluffigen, pinken Plüschtiere" sind.

Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen und Mut machen so zu sein wie man selbst es möchte.

— Ruffian
Ruffian

Eine tolle Anthologie! Hier wird auf verschiedenste Arten mit der Geschlechterrolle gespielt.

— Lilli33
Lilli33

Ein Buch, das ich mit Begeisterung gelesen habe!

— Bücherkrähe
Bücherkrähe

Spannende Geschichten mit Thema junge Frauen und Geschlechterrollen...

— nicigirl85
nicigirl85

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  • Que(e)re Anthologie, die fernab der Klischees liegt

    Unicorns don't swim
    Koriko

    Koriko

    13. April 2017 um 07:56

    Inhalt:Herausgeberin Antje Wagner hat 20 Geschichten von 16 unterschiedlichen Autorinnen gesammelt und in dem im Aviva Verlag erschienenen Erzählband „Unicorns don’t swim“ vereint. Egal ob realistisch oder fantastisch, lockerleicht oder dramatisch – es geht um Mädchen, die mit ihrer Art und ihren Gedanken aus den typischen Geschlechterrollen herausfallen. In der Anthologie geht es ums Anderssein, Que(e)rdenken und Sich-Selbst-Entdecken, das Brechen von Konventionen und dem Schubladendenken der Gesellschaft. Und so abwechslungsreich die Geschichten auch sind, sie haben eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch sämtliche Geschichte zieht – das Mädchen nicht immer den üblichen Klischees entsprechen müssen, sondern wesentlich vielseitiger und individueller sein können und dürfen.Eigene Meinung:Der Erzählband „Unicorns don’t swim“ erschien 2016 im Aviva Verlag unter der Schirmherrschaft der mehrfach ausgezeichneten Jugendbuch-Autorin Antje Wagner, von der zwei Kurzgeschichten stammen. Auch andere bekanntere Jugendbuchautorinnen wie Vera Kissel lassen es sich nicht nehmen, sich mit einer Geschichte zu beteiligen, ebenso Autorinnen, die mit ihren lesbischen Romanen auf sich aufmerksam gemacht haben. Für viele ist die Veröffentlichung in „Unicorns don’t swim“ jedoch der erste Schritt in die Öffentlichkeit.Die Geschichten sind so bunt, queer und unterschiedlich, wie die Autorinnen, was dem Leser eine breite Palette ungewöhnlicher Geschichten beschert, die zum teils Nachdenken anregen, teils „nur“ unterhalten sollen. Dabei werden alle möglichen Themen behandelt – Liebe in allen Formen und Facetten, das Ausbrechen aus Konventionen, der Umgang mit Transidentitäten und kleine und große Familienprobleme. Die Autorinnen entführen den Leser in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, in fantastische Parallelwelten und realistische Settings. Auch aktuelle Themen wie Flüchtlinge werden aufgegriffen und eingebaut. Die meiste Zeit bewegen sie sich jedoch abseits des Mainstreams, denn die Heldinnen der Geschichte entsprechen nicht den üblichen Klischees. Sie sind stark, vertreten ihr eigene Meinung, verlieben sich mitunter in Mädchen und müssen lernen mit ungewöhnlichen Familienproblemen umzugehen. Besonders hervorzuheben sind „Metamorphose“ von Tania Witte, „Baby“ von Vera Kiesel und „Hellhelden“ von Antonie Partheil, die mich auf ganz besondere Art und Weise gefesselt und zum Nachdenken angeregt haben, doch im Grunde ist jede Geschichte ein kleiner Schatz, der wunderbar zur Anthologie passt. Auch „Halbes Bett“, Auftakt eines Jugendromans von Ingrid Annel kann überzeugen, wenngleich es schade ist, dass es sich um keine abgeschlossene Geschichte handelt.Stilistisch weisen die Erzählungen eine hohe Qualität aus. Natürlich hat jeder Autor seinen Stil und setzt sich mit der Thematik auf ganz eigene Art auseinander, doch der Kurzgeschichtenband bietet Abwechslung und gibt dem Leser die Möglichkeit, neue Autorinnen kennenzulernen, die man zukünftig im Auge behalten kann. Dies ist bei einer Anthologie immer der schönste Punkt, neben verschiedenen Geschichten und einer bunten Mischung – das Kennenlernen neuer Autoren, die man bis dahin nicht kannte.Fazit:„Unicorns don’t swim“ ist eine gelungene Anthologie, die durch mutige, ungewöhnliche Geschichten besticht, die sich auf vollkommen unterschiedliche Art mit dem Thema Mädchen, Frauen in allen Facetten beschäftigen. Den Autorinnen gelingt ein breiter Querschnitt außergewöhnlicher Heldinnen, die sich fernab der Klischees und gängigen Ideale bewegen und für sich selbst sprechen, handeln und leben. Unter Herausgeberin Antje Wagner versammeln sich talentierte Autorinnen, die mit ihren Geschichten aufrütteln, berühren und nachdenklich stimmen wollen und die Themen aufgegriffen haben, die zu Diskussionen anregen dürften. Für junge Mädchen und Frauen unbedingt zu empfehlen, ebenso für Leser, die gerne einen Blick über den Tellerrand riskieren wollen. Es lohnt sich!

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  • Kurzgeschichten - zum Nachdenken und Mutmachen

    Unicorns don't swim
    Ruffian

    Ruffian

    15. August 2016 um 22:55

    Das Buch besteht aus 20 Kurzgeschichten, bei denen es sich fast immer um Mädchen oder junge Frauen dreht. Man erlebt als Leser jeweils einen kurzen Abschnitt aus deren Leben. Jede Geschichte hat ihre ganz eigene Botschaft. Manchmal wird dazu ermutigt das Leben so zu leben, wie man es will und sich nicht in ein Korsett zwängen zu lassen, egal ob es z.B. um die sexuelle oder berufliche Orientierung geht. Es ist schwierig, zu sich selbst zu finden, wenn die Familie oder das Umfeld versuchen einen jungen Menschen nach ihren Vorstellungen zu formen und manchmal zerbricht man daran. Auch vor dieser realistischen und leider immer wieder aktuellen Tatsache macht das Buch nicht halt. Die Erzählungen sind nicht zur reinen Unterhaltung gedacht, sondern sie enthalten Botschaften, die Mut machen sollen oder zum Nachdenken anregen.Es sind wichtige Botschaften und Kurzgeschichten sind eine gute Möglichkeit diese vor allem an Jugendliche weiterzugeben. Aber auch Eltern empfehle ich dieses Buch.Und so begegnen wir im Laufe des Buches den unterschiedlichsten Menschen, wie dem Flüchtlingsmädchen Djemile die versucht in einer ihr fremden Welt zurechtzukommen, oder Alina, die als Kind von ihrer Mutter verlassen wurde und erst mit 16 Jahren erfährt warum. Mal schicken die Autorinnen ihre Protas in die Zukunft, mal in die Vergangenheit oder auch einfach nur in die Schule oder auf den Skaterplatz. Durch die diversen Erzählstile und die Vielseitigkeit der Handlungsorte war die Lektüre für mich sehr kurzweilig. Damit die Geschichten jede für sich auf mich wirken konnten, habe ich sie nicht in einem Rutsch gelesen, damit sie nicht miteinander verschwimmen. Beim Lesen hatte ich die unterschiedlichsten Emotionen, mal habe ich mich amüsiert, dann wieder war ich betroffen, wütend oder traurig. Einzelne Eindrücke hallen immer noch in mir nach. So ein Buch hätte ich mir in meiner Jugend gewünscht. Am Ende des Buches werden die einzelnen Autorinnen vorgestellt und jede hat ein paar persönliche Worte zu einem ihr wichtigen und zum Buch passenden Thema geschrieben. Eigentlich mag ich solche Nachworte nicht, aber hier haben mir vor allem die als „O-Ton“ bezeichneten Abschnitte sehr gut gefallen.

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  • Lesenswert

    Unicorns don't swim
    dubh

    dubh

    07. August 2016 um 14:41

    Kurzgeschichten über Mädchen, die die gängigen Geschlechterrollen und Vorurteile durchbrechen? Obwohl ich sonst nicht zu den Kurzgeschichten-Leser*innen gehöre, hat mich das gleich neugierig gemacht. Zum Glück, denn mir hat das Buch ziemlich gut gefallen!In Zeiten, in denen sich junge Leute erschreckend häufig nicht für Politik und ihre eigene Rolle in der Gesellschaft interessieren (zumindest kommt mir das immer mehr so vor), zeigt das Buch ein sehr gutes Thema, mit dem es sich zu beschäftigen lohnt, auf: auch wenn wir in emanzipierteren Zeiten leben, ist noch lange nicht alles geklärt und vielen jungen Frauen ist gar nicht bewusst, dass es ein ziemlicher Kampf war, bis hierher zu kommen...Die Mädchen, von denen in 22 Geschichten zu lesen ist, sprengen das ein oder andere Vorurteil, bewegen sich jenseits der Schubladen, die für sie vorgesehen sind und zeigen, dass sie reich an Unterschieden sind und mutig ihren Weg gehen. Sie sind auf der Suche nach Liebe, haben ihre Mutter verloren, versuchen als Trennungskind zurechtzukommen, haben Gewalt, Angst, Flucht und Krankheit erlebt, usw. Entsprechend reagieren sie auf ihre Umwelt - sind schüchtern, zornig, verstört, rebellisch und was es eben alles an emotionaler Bandbreite gibt. Für mich haben die 16 Autorinnen, von denen die Kurzgeschichten stammen, ganze Arbeit geleistet: alle Erzählungen haben ihren Effekt - mit manchen der Mädels konnte ich mich besser identifizieren, da mag aber sicherlich auch die eigene Biographie eine Rolle spielen.Im Grunde müsste man dieses Buch all jenen empfehlen, die in Geschlechterrollen verhaftet sind - egal ob bewusst oder unbewusst; egal ob Frau oder Mann. Ich denke, dass die meisten hier mindestens eine Sache finden, die aufzeigt, dass sich tief in unser Inneres die ein oder andere Erwartungshaltung oder Definition eingeschlichen hat... Dieses Buch gibt die Möglichkeit, sich selbst gegebenenfalls zu entlarven. Zeit dazu ist es allemal! Aber auch sonst ist das Buch prima zu lesen.Ab 14 Jahren wird das Buch empfohlen und ich denke, dass ist vollkommen richtig so. Für mich hätte es das ein oder andere Element in einzelnen Geschichten nicht gebraucht, trotzdem würde ich das Buch für alle Altersgruppen ab 14 empfehlen - durchaus als auch für Ältere.4,5 von 5 Sternen

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  • Eine Anthologie von Que(e)rdenkern

    Unicorns don't swim
    Lilli33

    Lilli33

    07. August 2016 um 14:10

    Broschiert: 256 Seiten Verlag: AvivA (16. März 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3932338823 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre Preis: 14,90€ Eine Anthologie von Que(e)rdenkern Antje Wagner hat in diesem Band 20 Erzählungen von 16 Autorinnen zusammengestellt, die sich alle um Mädchen bzw. junge Frauen drehen, die in irgendeiner Weise aus der typischen Mädchenrolle fallen, oder um Mädchen in besonderen Lebenssituationen. Dazu kommen ein Vorwort der Herausgeberin und am Schluss eine Übersicht der verschiedenen Autorinnen samt literarischem Werdegang und O-Ton. Besonders der O-Ton hat mir sehr gut gefallen, schafft er doch eine gewisse Nähe zwischen Leser und Autor. Die einzelnen Erzählungen sind zwischen 3 und 23 Seiten lang und vom Inhalt her sehr unterschiedlich, wenngleich es immer in irgendeiner Form um die Geschlechterrolle geht. Mal handelt die Erzählung von der Geschlechtsidentität, mal von mädchenuntypischem Verhalten. Mal sind die Geschichten realistisch, mal phantastisch. Aber ich kann sagen, alle 20 Erzählungen haben es geschafft, mich zu fesseln, die eine mehr, die andere weniger. Manche habe ich geradezu verschlungen, bei manchen blieb mir eine zu große Distanz zu den Protagonisten. Aber lesenswert fand ich jede einzelne dieser Erzählungen. Weil sie den Blick über den eigenen Tellerrand ermöglichen. Weil sie zum Nachdenken anregen. Weil sie zum Teil verblüffen. Weil sie zum Teil spannend erzählt sind. Weil sie von interessanten Menschen handeln. Dies ist ein wichtiges Buch, da es zeigt, dass es durchaus erlaubt ist, anders zu sein. Dass es vielleicht ein „Normal“ gar nicht gibt und somit auch kein „Anders“. Dass jeder das Recht haben sollte, so zu leben, wie er sich fühlt. Und dass wir alle nicht Mädchen und Jungen, Lesben und Schwule, Transgender und Cisgender sind, sondern einfach Menschen. ★★★★☆ Vielen Dank an den AvivA Verlag und Literaturschock, die mir freundlicherweise ein Leseexemplar zur Verfügung stellten.

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  • Ein bunter Strauß von Charakteren

    Unicorns don't swim
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    07. August 2016 um 11:28

    Mädchen haben viele Facetten, und definitiv mehr, als die Gesellschaft bereit ist, ihnen zuzugestehen. Die paar Schubladen, die eben jene Gesellschaft bereithält, sind wenig, zu klein und werden durch unzählige Erwartungen noch enger.   Dass Mädchen unfassbar vielschichtig und unterschiedlich sind, sollte keine wundersame Überraschung sein. Die Autorinnen der Kurzgeschichten, die Antje Wagner zusammengestellt hat, haben einen bunten Strauß unterschiedlichster Charaktere vorgestellt, bei denen es – größtenteils – Spaß macht, kurz in ihr Leben zu schnuppern. Da gibt es Skaterinnen, Mädchen, die von ihren Müttern verlassen wurden und solche, die ihre Liebe in unerwarteten Menschen und Orten finden. Wir sehen schüchterne und unsichere, selbstbewusste und laute, verwirrte, verzweifelte und sehr wütende Mädchen. Vor allem sind die Mädchen und jungen Frauen stark. Mit manchen konnte ich mich sehr gut identifizieren, bei anderen Geschichten hatte ich einen wundervollen Aha-Effekt. Denn diese Geschichten halten einem selbst und den unbewussten, tief verankerten Erwartungen, die wir durch das Leben in unserer Gesellschaft gelernt und verinnerlicht haben, den Spiegel vor.  Mit manchen Geschichten konnte ich wenig bis gar nichts anfangen, was aber der Gesamtheit des Buches nichts wegnimmt.   Es ist eine tolle Anthologie, die man aus einer feministischen, gesellschaftskritischen Haltung heraus lesen kann, aber nicht muss.

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  • Leider nichts für mich

    Unicorns don't swim
    Tara01092012

    Tara01092012

    28. July 2016 um 11:20

    Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das Cover... und als ich dann gesehen hab, dass es sich um Erzählungen handelt, die um Mädchen und verschiedene Lebenssituationen gingen, dachte ich, das Buch könnte mir gefallen... Leider war das nicht der Fall...Es ist eher eine Seltenheit, dass mir ein Buch so absolut gar nicht gefällt... aber hier kam leider keinerlei Spannung meinerseits auf. Ich will aber nicht behaupten, dass es am Buch oder am Thema hängt, vielleicht sind Kurzgeschichten einfach nichts für mich!? Es handelt sich um Kurzgeschichten rund um verschiedene Mädchen, junge Frauen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Je nach Geschichte war das eine besser, das andere nicht so gut ... aber im Ganzen betrachtet, hat mich das Buch nicht sonderlich unterhalten... Ganz ok für zwischendurch ... mal die eine oder andere Kurzgeschichte zu lesen, aber der Unterhaltungswert lag bei mir leider ziemlich weit unten!Die Themen sind recht aktuell gehalten, das kann ich unter den positiven Aspekten erwähnen. Manche richten sich nach derzeitigen politischen Hintergründen, andere sind eher in Richtung Fantasy...Auch die Themenmischung rechne ich unter den positiven Aspekten. Eine Auswahl an aktuellen Themen und Zeitreisen ist auf jeden Fall geboten!Fazit: abwechslungsreich... jedoch leider absolut nichts für mich!

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  • Mädchen und Frauen abseits des Mainstream

    Unicorns don't swim
    Kerry

    Kerry

    04. July 2016 um 20:11

    *Sophie Micheel - In Strömen* Ein faszinierendes rothaariges Mädchen erweckt in der Straßenbahn, trotz Starkregens, die Aufmerksamkeit eines Zuschauers außerhalb der Bahn. *Sabine Funder - Unicorns don´t swim* Siiri ist nicht unbedingt eine normale Schülerin, denn sie entwickelt in ihrer Freizeit ein Computerspiel mit einem Einhorn nach Vorlage ihres Klassenkameraden Paul. Siiri ist eher knabenhaft gebaut und der geplante Schulausflug ins Schwimmbad ist ihr schon vorab ein Graus, sodass sie das eingesammelte Geld entwendet ... *Antje Wagner - Feuer und Flamme* Jacky und Florentine sind seit einigen Monaten zusammen, als sie sich spontan entschließen, zu heiraten. Nach der Hochzeitsnacht wartet das Erwachen in Form eines blauen Drachens im gemeinschaftlichen Badezimmer. *Tania Witte - Metamorphose* Vor 1740 Tagen verlor die damals 11-jährige Alina ihre Mutter. Sie verschwand einfach von der Bildfläche. Ihr Vater, ein Professor für Literaturwissenschaften, zog sie allein groß. Jedoch bekam sie wöchentlich einen Brief von ihr, die sie jedoch nicht öffnet. Der Vater hatte all die Jahre Kontakt und an ihrem 16. Geburtstag soll es zu einem Wiedersehen kommen ... *Anja Frisch - Djemile* Die 15-jährige Maris trifft im Skatepark auf ein fremdes Mädchen. Dieses beobachtet sie und nimmt Kontakt mit ihr auf. Doch dann verschwindet sie, jedoch nicht aus Maris Gedanken. *Corinna Waffender - Mann o Mann!* Die 9-jährige Karla ist ein Trennungskind, das die halbe Woche bei ihrer Mutter lebt und die andere Häfte beim Vater. Ihr Vater stellt ihr immer wieder neue Freundinnen vor, doch dieses Mal wird alles anders ... *Vera Kissel - An der Mauer* Lea ist zusammen mit ihrer Freundin Vanessa in einer Disco. Sie hofft, dort einen ganz bestimmten Jungen zu treffen, denn mit diesem hat sie großes vor ... *Katharina Korbach - In Nächten ohne Marika* Marika hatte einst ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Schwester, doch dann verliebte sie sich und zog sich immer mehr von ihrer Familie zurück. Als die Beziehung scheitert, schlägt sie einen Lebensweg ein, der sie immer weiter von ihrer Familie entfernt ... *Kim Katharina Salmon - Und wie heißt du?* Jordan Jordan ist gestraft fürs Leben mit ihrem Namen. An der Schule ist sie eine Außenseiterin und sie hasst Basketball. Ob sich je was ändern wird? Fest steht, diese Namenskombination macht es ihr nicht wirklich leicht. *Kathrin Schrocke - Kirschkönigin* In Milenas Familie waren alle Frauen Kirschköniginnen im Dorf. Nur Milena geht, sehr zum Entsetzen ihrer Mutter, lieber ins Fitnessstudio, als in High Heels über eine Bühne - und überhaupt: was sollte sie mit einem Krönchen anfangen? *Laura Henkel - I wanna hold your Hand* Sabrina verlor vor einem Jahr ihren Bruder. Noch lebt sie bei ihren Eltern und ehrlich, die Nachbarn sind verdammt komisch, denn die sind nie Zuhause. Mit ihrer besten Freundin Ilka macht sie Musik, doch für Sabrina ist es viel mehr als nur Musik. *Antje Wagner - Die Sache am See* Eine 4-köpfige Familie fährt gemeinsam in den Urlaub. Alle freuen sich, nur die Tochter der Familie hat gerade extreme Probleme mit der Pubertät und dem damit einhergehenden Gefühlschaos und den körperlichen Veränderungen. Auch am See fühlt sie sich nicht wohl, denn dieser birgt Erinnerungen ... *Anja Kümmel - Elektrisch* Sie lebt in einer Stadt, die vollkommen von ihr abhängig ist, denn nur wenn sie erotische Erfüllung findet, gibt es Strom in der Stadt - doch sie ist lustlos und der Winter steht vor der Tür ... *Juliette Bensch - Stahlrücken* Sara hat Skoliose, hat jedoch mit Michael, ihrem bersten Freund seit Kindertagen, ein gemeinsames Treffen mit einer Freundschaft aus der letztjährigen Ferienzeit vereinbart. Doch es ist ungewiss, ob Sara auf Grund ihrer Krankheit daran teilnehmen kann und dabei hatte sie Claire mehr als beeindruckt ... *Kathrin Schrocke - Ira* Ira ist eine Rebellin und wenig angepasst, was ihr wiederholt Besuche bei der Beratungslehrerin einbringt. Doch auf einmal macht sie eine beängstigende Entdeckung ... *Vera Kissel - Baby* Hilde, genannt "Baby" ist mit ihrer Familie neu hinzugezogen. Die Familie hat keinen guten Ruf, so geht z. B. die Schwester auf de Strich, wie ein die Mutter und auch Baby ist etwas sonderbar und schottet sich ab. Aufsehen erregt sie, als sie mit einer Baby-Puppe zur Schule kommt, doch diese steht für eine große Tragödie in ihrem Leben ... *Ingrid Annel - Halbes Bett* Die 14-jährige Jonna sucht bei einem Unwetter mit Hagel Schutz in einem verlassenen Keller. Als sie diesen verlässt, befindet sie sich plötzlich im Jahr 1512. Nun ist guter Rat teuer ... *Antonie Partheil - Hellhelden* Erzieher Janek entspricht nicht den Erwartungen seiner Eltern. Mit Mara ist er glücklich, doch die Musikerin ist auf Tourneen und Janek holt die Vergangenheit wieder ein ... *Corinna Waffender - Alles, was ich will* Lott ist Studentin, wunderschön und doch unsicher in ihrer Geschlechterrolle. Lediglich bei ihrer Freundin Paula fühlt sie sich als das, was sie ist - ein wunderschöner Mensch ... Mädchen und Frauen abseits des Mainstream! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich mit der Thematik Mädchen und Frauen und deren Bild in der Gesellschaft bzw. dem Widerspruch dieses Bildes befasst. Ich muss gestehen, einige Geschichten haben mir sehr gefallen und mich tief berührt, jedoch nicht alle (was denke ich, auch auf Grund der Vielfalt einfach nicht möglich ist). Abschließend kann ich aber sagen, dass es faszinierend war mitzuerleben, wie in diesem Buch das gesellschaftliche Bild von Mädchen und Frauen aus den Angeln gehoben wird.

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  • Können Einhörner wirklich nicht schwimmen?

    Unicorns don't swim
    nicigirl85

    nicigirl85

    10. June 2016 um 17:14

    Das freche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen und da ich eher selten Kurzgeschichten lese, dachte ich probier doch einfach mal etwas Neues. Überraschungen vorprogrammiert.In diesem Band erlebt der interessierte Leser vor allem Geschichten um Mädchen und junge Frauen wie sie sich sehen und wie andere sie gern hätten.Mir hat besonders gefallen wie sehr mit den Geschlechtern und den Erwartungen des Lesers gespielt wird, denn oft kommt es anders als man beim ersten Lesen denkt.Zudem sind die Geschichten teils top aktuell, wie bei "Djemile", wo es um ein Flüchtlingsmädchen geht.Meine Lieblinge in diesem Erzählband waren "Kirschkönigin" und "Halbes Bett", Erstere weil hier gezeigt wird, dass Mädchen auch toll sein können, die nicht dem optischen Idealbild entsprechen und Letztere, weil ich einfach Zeitreisen sehr mag.Für dieses Buch sollte man sich Zeit lassen, denn jede Geschichte wirkt noch nach und regt vor allem zum Nachdenken an.Ich habe mich beim Lesen öfter an meine Jugend erinnert gefühlt und mit welchen Problemen ich in dieser Zeit zu kämpfen hatte.Fazit: Ein Buch, welches nicht nur junge Leute begeistern wird. Prädikat wertvoll!

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  • Auch für erwachsene LeserInnen ein Gewinn!

    Unicorns don't swim
    JDaizy

    JDaizy

    17. May 2016 um 12:43

    ""Warum eigentlich nicht?" Ilka hielt nichts im Leben für unmöglich. Sie war mein Fels in der Brandung, die rettende Hand, die mir aufhalf, wenn ich fiel, und ich wünschte mir, ich wäre das Gleiche für sie. Vielleicht würde es helfen, wenn ich über meine Gefühle sprach?Darüber zum Beispiel, dass ich es liebte, wenn Ilka sich durch das dunkelbonde Haar fuhr, dass immer in alle Richtungen abstand, als wäre sie gerade in einen Sturm geraten."Die Anthologie "Unicorns don`t swim" ist entstanden, weil der Autorin und Herausgeberin Antje Wagner auffiel, dass es in der deutschsprachigen Jugendliteratur bisher kein Buch über Geschlechterrollen gibt, das nicht moralisiert und bewertet. Was ist ein typisches Mädchen? Was ein typischer Junge? Müssen Mädchen Kleider tragen? Müssen Jungen Mädchen lieben oder ist es auch normal, wenn man Gefühle für das eigene Geschlecht hegt? In zwanzig Geschichten begegnen uns (meist junge) Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensituationen. "Sie alle befinden sich im Spannungsfeld zwischen den Vorstellungen und Erwartungen ihrer Umwelt und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen jenseits der gängigen Rollenzuweisungen." So treffen wir zum Beispiel auf ein Mädchen, dass plötzlich ihre Mutter "verliert"; ein Flüchtlingsmädchen, dass ihre Identität und ihren Weg sucht; aber auch auf den azurblauen Drachen Flori und das Alpha-Weibchen Sona. Manchmal verwischen die Grenzen der Realität in unseren Gedanken und man sollte unbedingt unvoreingenommen und offen an die gut ausgewählten Texte gehen. Manche offenbaren beim mehrmaligen Lesen erneut Geheimnisse, die einem vorher verborgen blieben und andere zaubern uns ein bleibendes Lächeln ins Gesicht. Zwei Geschichten sind mir besonders im Gedächtnis geblieben und haben mich nachdenklich zurückgelassen. Da ist zum einen die Geschichte "Metamorphose" der Autorin Tania Witte, in der die elfjährige Alina mit Schmerz, Ungewissheit und Angst umgehen (lernen) muss. Auch bei "Die Sache am See" schafft die Autorin auf wenig Raum eine bleibende Geschichte mit offenem Ende, dass mich bald wahnsinnig werden ließ, weil ich es immer und immer wieder lesen musste, um es für mich greifbarer zu machen. Das nict immer alles eitel sonnenschein ist und Geschichten auch weh tun können, zeigen die Erzählungen "In Nächten ohne Marika", "An der Mauer" und "Baby". Ich hoffe, dass die (versteckten) Botschaften bei den jugendlichen Lesern ankommen und dieses Buch helfen kann unsere oft festgefahrenen, gedanklichen Grenzen zu überwinden. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die beiden Geschichten "Feuer und Flamme" und "Und wie heißt du?", weil sie, im Gegebnsatz zu den anderen, so herrlich unbefangen und erfrischend waren und ich herzhaft lachen musste. Haben sie schon einmal daran gedacht morgens neben einem Drachen aufzuwachen? Ich ehrlich gesagt bisher nicht. Und auch bei der Namenswahl ihrer Kinder sollten Eltern lieber Vorsicht walten lassen, weil sonst was passiert? Das wüssten sie gern? Dann sollten sie unbedingt zu dieser Anthologie greifen.Sonst verpassen sie außerdem den kleinen Tierschutz-Aktivisten-Kampfzwerg, der ahnungslosen Passanten in den Weg springt und die Geschichte mit den "kotzenden" Meerscheinchen. Was mir bei dieser Anthologie für Jugendliche (14+) besonders gut gefällt, ist, dass die Herausgeberin ganz bewusst auch unerfahrenen Autorinnen eine Stimme gegeben hat. Ab und an merkt man die sprachlichen und stilistischen Unterschiede in den einzelnen Geschichten, was der Aussagekraft der Erzählungen aber keinen Abbruch tut. Und auch die Auswahl der Kurzgeschichten finde ich sehr gelungen. Neben tiefgehenden, bewegenden Themen, gibt es auch humorvolle, leichte Geschichten. Und man findet sogar eine genreübergreifende (Fantasy-)Geschichte. Nur männliche Autoren habe ich in der Auswahl vermisst. Das Buch wurde 2016 als Taschenbuch im AvivA-Verlag veröffentlicht. Der Titel stammt aus einer der Erzählungen im Buch und überzeugt mit einem aussagekräftigen Cover. Ein junges Mädchen schaut den Leser herausfordernd ins Gesicht. Sie ist mit ihrem sportlichen Aussehen und ihrem Skateboard nicht passiv, sondern fordert uns auf, aktiv an den Geschichten teilzunehmen. Auch die kräftige, harmonische Farbgebung des Covers, die Reihenfolge und Anordnung der Geschichten in der Anthologie und auch die Länge der Erzählungen fande ich sehr gelungen. Bei der ein oder anderen Geschichte könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen. Fazit: Eine wunderbare Anthologie, die sich über die Grenzen gesellschaftlich festgelegter Rollenbilder hinweg setzt. Auch für erwachsene LeserInnen ein Gewinn.  

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