Antoine Laurain Der Hut des Präsidenten

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Inhaltsangabe zu „Der Hut des Präsidenten“ von Antoine Laurain

Ein zauberhafter Sinnsucher-Roman, wie er nur in Frankreich erfunden werden kann, und eine Parabel auf das Glück voller französischem Charme - nicht nur über einen Präsidenten. Ein Glückssucher-Roman über die Suche nach Veränderung
Es ist nicht einfach irgendein Hut, der dem schüchternen Buchhalter Daniel endlich das Selbstvertrauen gibt zu zeigen, was er wirklich kann: Die Kopfbedeckung aus schwarzem Filz hat zuvor das Haupt von François Mitterrand geziert. Und nicht nur auf Daniels Kopf entfaltet der Hut des Präsidenten seine ganz besondere Wirkung – er verleiht einer jungen Frau den Mut, ihren verheirateten Geliebten zu verlassen, und inspiriert einen blockierten Parfumeur zu einer einzigartigen Kreation. Ganz ohne Zauberkraft und mit typisch französischer Leichtigkeit erzählt, verändert der Hut das Leben seiner Träger. Und ein bisschen auch das der Leser.

Ein amüsantes Buch, lesenswert

— Campe

Jetzt erst entdeckt ... Definitiv eines der schönsten Bücher in den vergangenen 12 Monaten ... zum Träumen schön!!!

— Buecherfee13

bezaubernd

— Anita-Leserin

Ein wirklich wunderbares Buch über den Mut zur Veränderung u. den Zauber der Liebe. Dazu das Flair der schönsten Stadt der Welt!

— Books-in-the-Air

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  • ein bezauberndes Buch

    Der Hut des Präsidenten

    Anita-Leserin

    13. September 2017 um 11:03

    Das Buch habe ich mit großer Begeisterung gelesen.. Es hat ein ganz eigenes Tempo, eine eigene Melodie und wirkt im Jahr 2017 wie aus der Zeit gefallen. Ich kann ehrlich sagen, dass sie Lektüre für mich ein richtiger Urlaub war, so erholt und erfrischt fühlte ich mich danach.

  • Leserunde zu "Die Melodie meines Lebens" von Antoine Laurain

    Die Melodie meines Lebens

    AtlantikVerlag

    Die Melodie meines Lebens ist der neue Roman des Bestsellerautors Antoine Laurain, der mit Liebe mit zwei Unbekannten und Der Hut des Präsidenten alle Herzen erobert hat. Auf euch wartet wieder eine Geschichte voller Charme, die von vergessen geglaubten Lieben, verlorenen Träumen und verpassten Chancen erzählt. Los geht's!»Laurains Humor und sein Sinn für Melancholie sind unvergleichlich. Wäre der Roman nicht so komisch, würde man schluchzen ob all der verpassten Möglichkeiten« Le Figaro Zum Buch Ein Brief, der mit 33 Jahren Verspätung sein Ziel erreicht, stellt Alains ruhiges Leben auf den Kopf. Er ist Arzt und hat die fünfzig überschritten, seine Frau betrügt ihn, die Kinder sind längst aus dem Haus – und trotzdem ist er eigentlich ganz zufrieden. Doch eines Morgens liegt in der Post ein Plattenvertrag für Alains Band The Hologrammes – von 1983. Alain wird zurückgeworfen in eine Zeit, als er und seine Band um ein Haar berühmt geworden wären, als noch alles möglich schien. Er macht sich auf die Suche nach den anderen Bandmitgliedern – und findet einen erfolgreichen, aber verbitterten Künstler, dessen Freundin Alain ein vieldeutiges Lächeln schenkt, einen Präsidentschaftskandidaten und einen populistischen Politiker. Die Sängerin, die schöne Bérangère, in die Alain heimlich verliebt war, scheint zunächst verschwunden ... Humorvoll und mit feinem Gespür für Nostalgie erzählt Antoine Laurain von verlorenen Freundschaften und verpassten Chancen – die plötzlich neues Glück versprechen. Zum Autor Antoine Laurain arbeitete als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler in Paris. Er ist in Frankreich ein gefeierter Bestsellerautor. Mit Liebe mit zwei Unbekannten (Atlantik Verlag, 2015) gelang ihm der internationale Durchbruch. Auch sein Roman Der Hut des Präsidenten (Atlantik Verlag, 2016) war weltweit ein Erfolg.Wir möchten mit euch gemeinsam exklusiv vor Veröffentlichung Die Melodie meines Lebens lesen und diskutieren. Ihr könnt Euch bewerben, indem Ihr uns in einem Kommentar folgende Frage beantwortet:Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, würdest du alles noch mal genauso machen?Viel Glück!

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  • Eine Geschichte mit viel Tiefgang

    Der Hut des Präsidenten

    Buchfluestern82

    17. March 2017 um 14:15

    In dem Buch geht es um Selbstvertrauen und die Wirkung auf andere. Was sich ernst anhört, ist im Buch "Der Hut des Präsidenten" wunderschön beschrieben. Die Seiten zauberten mir ein Lächeln aufs Gesicht und gaben mir ein gutes Gefühl bis zur letzten Zeile.  Warum ich "nur" 4 von 5 Punkten gebe? Weil meine Erwartungen nach "Liebe mit zwei Unbekannten" so hoch sind, dass die 5/5 nicht mehr erreicht werden kann ...

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  • Eine zauberhafte Geschichte darüber, wie Kleider Leute machen

    Der Hut des Präsidenten

    melissy

    25. February 2017 um 07:57

    Das Buch geht um einen Hut, der das Leben seiner Träger verändert. Er sorgt für ein besonderes Selbstbewusstsein, was die Menschen dazu bringt die Dinge, die sie seit langem belasten zum Positiven zu verändern. Als ich das Buch geschenkt bekam, war ich mir nicht sicher, ob es mir gefallen wird. Solch eine Art von Romanen sind mir meistens zu oberflächlich, man springt von Charakter zu Charakter ohne sich wirklich mit ihnen identifizieren zu können. Nach ein paar Seiten allerdings konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Antoine Laurain schafft es in zauberhafter, poetische Sprache das Leben verschiedenster Persönlichkeiten des Paris der 80er Jahre authentisch zu beschreiben. Jede Figur ist anders und durchläuft eine Persönlichkeitsfindung durch den Hut, wodurch ihr Leben wieder lebenswerter wird. Die Message des Buches, dass man sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und der Hut als Symbol haben mir sehr gut gefallen. Die Intention des Autors ist sehr eindeutig, aber zauberhaft in der Geschichte verpackt. Außerdem ist die Geschichte rund. Von vorne bis hinten passt alles zusammen, ich möchte dem Ende nicht zu weit voraus greifen, aber durch die Verbindung zum Anfang und der ein oder anderen unerwarteten Wendung bleibt die Spannung erhalten und es kommt zu einem für den Leser befriedigendem Ende.

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  • Zauberhafte Geschichte

    Der Hut des Präsidenten

    Becky_Bloomwood

    27. January 2017 um 14:07

    Antoine Laurain erzählt in Der Hut des Präsidenten die wunderbare Geschichte von Francois Mitterrands Kopfbedeckung, die das Leben einiger Franzosen beeinflusst. Anfangs in einer Brasserie vergessen, gelangt der präsidiale Hut auf den Kopf von Daniel Mercier, der nach einem "gemeinsamen" Abendessen mit Präsident Mitterrand mitnimmt und der es dann plötzlich schafft, sich in seinem Beruf zu behaupten - so gut, dass Daniel die Karriereleiter emporklettert und versetzt wird. Doch im Zug zu seiner neuen Wirkungsstätte vergisst er seinen Hut, der daraufhin in die Hände der unglücklich verliebten Fanny fällt, nur um von ihr in einem Park ausgesetzt zu werden. Und das ist noch lange nicht das Ende der Reise des Hutes. An einem Nachmittag begonnen konnte ich Der Hut des Präsidenten nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt nichts, was ich an dieser zauberhaften und sehr französischen Geschichte, die den Leser in das Jahr 1986 zurückführt, zu bemängeln habe. Antoine Laurains Stil ist leicht, poetisch, unterhaltsam, humorvoll und einfach wunderbar. Während des Lesens schwebt die Frage im Raum, ob Mitterrands Hut tatsächlich eine Art Magie besitzt oder die Menschen, die ihn aufsetzen, einfach nur eine neue Art Selbstbewusstsein bekommen - allein durch den Anblick des Hutes auf ihrem Kopf. Ob mit Magie oder ohne, das Büchlein ist ein literarischer Genuss. Die Beschreibung des Abendessens, das Daniel in einer Brasserie neben dem französischen Präsidenten einnimmt und bei dem der Hut erstmals den Besitzer wechselt, ist köstlich. Ich konnte es bildlich vor mir sehen und obwohl ich keine Austern esse, werde ich beim Anblick der Meerestiere wohl auch an Helmut Kohl denken müssen... (Zitat: "Das habe ich letzte Woche zu Helmut Kohl gesagt.") Aber es bleiben noch viel mehr Sätze hängen, z. B. "Die wichtigen Ereignisse unseres Lebens sind immer die Folge einer Verkettung winziger Details." Ich habe Der Hut des Präsidenten bis zur letzten Seite genossen und kann es nur jedem ans Herz legen, der charmante, französische Geschichten liebt.

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  • Ein Hut in Paris

    Der Hut des Präsidenten

    Literaturwerkstatt-kreativ

    22. January 2017 um 21:49

    Paris, 1986: Daniel Mercier beschließt eines Tages, sich ein Abendessen in einer vornehmen Brasserie zu gönnen. An den Nebentisch werden drei Herren geführt und einer von ihnen ist der amtierende Staatspräsident Francois Mitterrand. Als der Präsident nach dem Essen seinen Hut vergisst, nimmt Daniel Mercier ihn kurzerhand mit nach Hause. Mitterrands Hut ist von nun an Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Der Hut beeinflusst von nun an Daniels Leben. Allein zu wissen, dass der Hut des Präsidenten auf seinem Kopf sitzt, gibt ihm das nötige Selbstbewusstsein, seiner beruflichen Laufbahn neuen Schwung zu geben. Doch bald wechselt der Hut erneut mehrfach den Besitzer und bleibt auch auf den folgenden Köpfen nicht ohne Wirkung. Dem Autor ist es gelungen, mir jeden der Hutbesitzer in kürzester Zeit, sympathisch werden zu lassen. Dabei wird der schwarze Hut zum roten Faden des Buches. Immer wieder kehrt die Handlung zu Daniel Mercier zurück und so ergibt die Geschichte am Ende ein großes Ganzes. Fazit: Eine schöne Geschichte, die durch das Frankreich der 80er Jahre führt, mit viel französischem Flair und Charme. Antoine Laurain hat einen wunderbaren, schnörkellosen Schreibstil mit der Liebe zum Detail. Das Buch ist ein gelungenes Gesamtwerk. Ein echter Hingucker ist auch das herrliche, schlichte Cover. Der Hut des Präsidenten ist im Buch eigentlich schwarz, jedoch sticht einem der rote Hut auf dem Eiffelturm direkt ins Auge. Von daher kann ich Euch nur empfehlen das Buch zu lesen und mit dem Hut auf Reisen zu gehen!

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  • Ist Selbstbewusstsein der Schlüssel zum Erfolg?

    Der Hut des Präsidenten

    RenateTaucher

    16. January 2017 um 20:04

    Der Klappentext sagt schon alles. Der Hut des Präsidenten geht durch Zufall (oder Schicksal?) von Hand zu Hand, beziehungsweise von Kopf zu Kopf, und verändert das Leben des jeweiligen Trägers. Es scheint eine magische Kraft zu geben, die dem Besitzer hilft, seine eigenen Stärken zu erkennen und somit Schwierigkeiten besser zu meistern. Ob im Beruf oder im Privatleben der Protagonisten, überall entfaltet der Hut seine Wirkung. Beim Lesen drängt sich die Frage auf, wieweit positives Denken unser Leben beeinflussen kann. Eine unterhaltsam geschriebene Geschichte, die auch ein wenig nachdenklich macht.

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  • Ein Hut wechselt immer wieder seinen Besitzer

    Der Hut des Präsidenten

    sydneysider47

    15. December 2016 um 09:49

    Aus der Bücherei konnte ich mir folgenden Roman ausleihen Der Hut des Präsidenten des französischen Autors Antoine Laurain Dieses Buch wird nicht nur auf einigen Internetseiten empfohlen, nein, auch Mitarbeiter der Bücherei hier im Ort finden es ganz klasse und empfehlen es weiter. Ob ich die Meinung dieser Leute teilen kann, liest man jetzt. Ein Hut wechselt immer wieder seine Besitzer – oder: die Handlung Im November 1986 speist Daniel Mercier in einer Brasserie in Paris. Zufälligerweise nimmt am Nachbartisch der Mann, der 1986 Präsident Frankreichs war, Platz. Es ist François Mitterand. Er speist mit zwei anderen Männern und Daniel bekommt ihre Unterhaltung mit. Als Daniel die Brasserie verlassen will, ist der Präsident schon gegangen. Aber er hat einen Hut vergessen. Ein edles Modell in schwarzer Farbe mit den Initialen F.M. Daniel kann ihn unbemerkt nach Hause nehmen. Der Hut bringt ihm Glück. In der Bank, in der er arbeitet, wird er auf einmal befördert, nachdem er in einer wichtigen Situation großes Selbstvertrauen an den Tag gelegt hat. Aber kurz darauf vergisst er den Hut in einem Zug, wo eine Frau, namens Fanny Marquant ihn findet. Sie nimmt ihn mit zu ihrem Reiseziel. Der Hut gibt ihr Mut, eine aussichtslose Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann zu beenden. Sie schreibt eine Geschichte, in der der Hut vorkommt, und gewinnt einen Literaturpreis damit. Auf einer Bank im Park lässt sie den Hut liegen, um zu sehen, was damit passiert. Pierre Aslan nimmt ihn mit. Pierre Aslan, ein Mann, der einst erfolgreich Parfüms kreierte. Doch ihm fehlen schon seit Jahren Ideen für neue Düfte. Der Hut inspiriert ihn zu einem neuen, aufregenden Duft. Auch er hat den Hut nicht lange. Er kommt zu einem neuen Besitzer , zu Bernard Lavallière, – und gleichzeitig macht sich Daniel Mercier auf die Suche nach diesem Hut. Er will diesen Glücksbringer unbedingt wiederhaben… Meine Meinung zu diesem Buch Dieser Roman ist leicht geschrieben – wird aber nie zur Trivialliteratur, da die Botschaft des Buches und auch der Schreibstil einen gewissen Anspruch haben. Der Autor hat eine gewählte Wortwahl, sein Buch ist aber nie kompliziert zu lesen. Der Hut ist ein Symbol – ein Symbol, das Glück bringt, Selbstvertrauen schafft und Situationen der Menschen, die den Hut gerade haben, zum Positiven ändert. Kein Wunder, dass niemand – außer Fanny Marchand – den Hut hergeben will. Der Hut wird vergessen, verwechselt – und so weiter. Und das macht die Spannung in diesem Buch aus. Der Leser fragt sich: Was passiert jetzt mit dem Hut? Was genau verändert er im Leben der Person, die ihn gerade hat? Unweigerlich kommt man als Leser zu der Überlegung, was man tun würde, wenn man selbst den Hut hätte. In welcher Situation im Leben der Hut helfen könnte. Charmant ist das Buch, geschrieben aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit. Die Person, die gerade den Hut hat, ist für den Moment auch die Hauptperson. Es ist nachvollziehbar, was im Leben dieser Personen passiert. Der Hut kommt zu Leuten aus der Mittelschicht, aber auch zu Leuten, die wenig Geld haben – und zu wohlhabenden Personen. Und all diesen Menschen hilft er in der jeweiligen Situation. Der Hut scheint zu wissen, was diese Menschen gerade brauchen und wann er diese Leute wieder verlassen muss – und das ist faszinierend, charmant. Eine ganz neue, eine ganz interessante Idee für ein Buch! Ich habe das Buch an wenigen Nachmittagen gelesen (ich habe nicht nachgezählt, an wie vielen Nachmittagen genau), immer zwischendurch, wenn ich gerade Zeit hatte. Es ist ein positiver, ein schöner Roman. Er macht gute Laune – auch wenn man als Leser zuerst mal bedauert, dass einer Person, die den Hut gerade besaß, dieser irgendwie abhandenkommt. Ich mochte Daniel Marchand, auch Fanny Mercier und Pierre Aslan. Wen ich weniger mochte, war Bernard Lavallière, der den Hut anschließend bekam. Das lag aber auch an dem Umfeld, in dem dieser Herr agierte – die Welt der ganz Reichen. Diese Welt interessiert mich wenig bis gar nicht. Ich kaufe mir ja auch keine Zeitungen und Zeitschriften mit Klatsch und Tratsch aus der Promi-Welt. Und so interessierte ich mich auch wenig für Bernard Lavallière im Buch „Der Hut des Präsidenten“. Mein Fazit „Der Hut des Präsidenten“ von Antoine Laurain ist ein leicht geschriebener Roman über einen Hut, den der französische Präsident François Mitterand besitzt, den er in einer Brasserie vergisst und der anschließend zu unterschiedlichen Menschen kommt. Und immer hat der Hut Auswirkungen auf ihr Leben. Das ist schön zu lesen, das macht Spaß – leichtfüßig geschrieben in einem guten Schreibstil und eine schöne Geschichte, die gute Laune macht. Ich vergebe dem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter. P.S.: In ähnlicher Form habe ich diese Rezension bereits bei Ciao.de veröffentlicht.

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  • Wunderbar französisch

    Der Hut des Präsidenten

    Isaopera

    23. September 2016 um 12:26

    "Der Hut des Präsidenten" war schon länger ein Wunschbuch und hat mir wirklich gut gefallen.Die Charaktere sind sehr verschieden, originell und verlieren den Hut auf niemals vorhersehbare und ganz unterschiedliche Weise.Das Ende hat mir besonders gut gefallen, ebenso die Geschichten von Daniel und Fanny. Auch die anderen beiden Protagonisten haben mich angesprochen und obwohl Vieles humorvoll verpackt ist, handelt es sich um eine unheimlich kluge und irgendwie weise Geschichte.Die Aufmachung des Buches ist wirklich schön, allerdings finde ich den Preis für ein so dünnes und groß gedrucktes Buch natürlich nicht ganz günstig. Aufgrund der sehr positiven Resonanz waren meine Erwartungen sicher auch relativ groß, die nicht zu 100% erfüllt werden konnten. Es ist eine tolle Geschichte, sehr gut geschrieben und mit französischem Charme. 4,5 Sterne von mir!

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  • Mitterands Hut

    Der Hut des Präsidenten

    tinstamp

    16. August 2016 um 21:22

    Meine Meinung: Paris, Mitte der Achzigerjahre. Während Daniel Mercier allein im Restaurant speist, nehmen am Nebentisch vier Herren Platz, unter ihnen der französische Präsident Mitterand. Als nach dem Verlassen des Restaurants der Hut des Präsidenten liegen bleibt, nimmt ihn Daniel an sich. Voller Stolz und mit einer neuen Portion Noblesse führt er seine neue Kopfbedeckung aus und fühlt sich auf einmal selbtbewusster. Sein Leben nimmt eine postive Wendung - bis er eines Tages den Hut im Zugabteil vergisst. So wandert die berühmte Kopfbedeckung von Träger zu Träger und verändert diese Menschen wie durch Zauberhand. Die charmante und typisch französische Geschichte verändert auch den Leser, der mit einem Schmunzeln im Gesicht das Leben der diversen Huttträger begleitet. Des öfteren wünscht man sich selbst diesen Hut zu finden und aufzusetzen, um seinem Leben eine positive Wendung zu geben. Während die eher männliche Kopfbedeckung der rote Faden im Buch und der eigentliche "Hauptprotagonist" ist, lernen wir auch einige Menschen kennen. Alle davon tragen eine bestimmte Sehnsucht oder einen Wunsch in sich, egal ob es sich dabei um die Arbeit, die Familie, Gesundheit oder die Liebe handelt. Und jeder von ihnen fühlt sich mit dem Hut des Präsidenten plötzlich stärker, beschwingter und mutiger. Dabei stecken diese Fähigkeiten eigentlich alle in ihnen....nur der letzte "Kick" fehlt - der Mut sich seiner Entscheidung zu stellen. "Die wichtigesten Ereignisse unseres Lebens sind immer die Folge einer Verkettung winziger Details"   -- Seite 28 -- So lernen wir nach Daniel Mercier die junge Fanny Marquant kennen, die den Hut im Zugabteil findet. Auch ihr Leben nimmt ab diesem Zeitpunkt eine Wendung, bis sie den Hut mit Absicht auf einer Parkbank liegen lässt. Dort nimmt ihn nach einigen Zögern der Parfümeur Pierre Aslan mit. Dieser hat schon seit Ewigkeiten kein neues Parfüm mehr kreiert, denn er steckt in einer Schaffenskrise. Auch ihm ist das Glück hold und er erfindet eine neue Duftkreation.  Und so wandert der Filzhut mit den Initialen "FM" von einem zum anderen, bis sich zum Ende hin der Kreis mit einer kleinen Überraschung wieder schließt.  Man begibt sich auf den 240 Seiten auf eine Rundreise durch Paris und eine Zeitreise in die Mitte der Achzigerjahre. Die Aussage, die der Autor hier treffen möchte, hat jedoch nichts mit der Zeit zu tun, denn diese gilt genauso heute wie damals: Hab Mut für neue Entscheidungen! Mit einer kleinen Portion Glück, kleinen Zufällen und mehr Selbstbewusstsein kann man alles schaffen, was man sich wünscht! Und so versprüht der Roman, von der ersten bis zur letzten Seite, jede Menge positive Energie und sehr viel Fröhlichkeit.Nur mit dem letzten Viertel hatte ich ein bisschen Probleme, da sich dieses größtenteils mit der französischen Politik der Achzigerjahre beschäftigt. So fand ich diesen Abschnitt ein bisschen langatmig. Charaktere:  Obwohl die Charaktere schnell wechseln und man zuerst denken könnte, man hätte hier ein Buch mit einzelnen Kurzgeschichten vor sich, ergibt die Geschichte ein Ganzes. Alle Protagonisten sind sympathisch, lebendig und glaubwürdig. Der Autor versteht es seine Charaktere gut zu zeichnen und ihnen Tiefe zu verleihen. Man identifiziert sich leicht mit ihnen und doch sind sie alle grundverschieden - und trotzdem haben alle das gleiche Ziel: Jede(r) von ihnen sucht nach dem Glück und hat es doch selbst in der Hand sein Leben zu verändern und sein Glück zu finden. Schreibstil: Antoine Laurain's Schreibstil ist charmant, humorvoll, leicht und locker und lässt sich sehr gut lesen. Man merkt, dass man ein Buch eines französischen Autors in der Hand hat, denn es besitzt diesen typischen Charme, den - meiner Meinung nach - einfach nur die Franzosen besitzen. Fazit : Eine humorvolle, originelle Geschichte mit viel französischem Flair, die auf 240 Seiten sehr viel zu sagen hat - besonders zwischen den Zeilen! Eine Hommage an das Leben!

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  • Ein Hut geht auf Reisen....

    Der Hut des Präsidenten

    lievke14

    15. August 2016 um 15:34

    Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf - und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen - und was man dafür drauf haben muss. Daniel Mercier ist außer sich vor Aufregung. Am Nachbartisch in seiner Lieblingsbrasserie sitzt Präsident Mitterand mit einigen seiner Regierungskollegen und fachsimpelt über die Weltpolitik…. Als dieser seinen Hut vergisst, nimmt ihn Daniel  völlig fasziniert an sich und fühlt sich mit einem Mal stark und erleuchtet. In den nächsten Tagen wächst er, vor allem in seinem Berufsleben über sich hinaus und wird endlich beachtet. Alles wendet sich zum Guten… Eine ähnliche Wirkung erfährt eine junge Dame, die eine heimliche Affäre unterhält und unter dieser schon länger zu leiden hat…. und und und…. Die Geschichte ist ein Kleinod. Das ist sicher nicht abzustreiten. Wir erleben einen Hutbesitzer nach dem anderen. Jeder erfährt eine bedeutsame Entwicklung bzw. Änderung in seinem Leben, nach dem der Hut in seinen Besitz übergegangen ist. Die Aussage des Autors ist deutlich: Mach etwas aus deinem Leben! Verweile nicht! Lass dich nicht unterkriegen. Du bist kein Opfer! Aber warum soll der Hut daran schuld sein? Kleider machen Leute? Ist es das, was uns der Autor sagen will? Ganz hat sich mir das Ganze nicht erschlossen. Dennoch ist „Der Hut des Präsidenten“ ein schöner und poetischer Roman, der den Leser offen anspricht, aktiv zu werden…sein Leben in die Hand zu nehmen. Diese Message gefällt mir ausnehmend gut. Ich sehe den Hut als einen Fingerzeig, der sich dem Menschen auch in allen anderen möglichen Schlüsselmomenten zeigen kann, um sein Leben eine andere Richtung zu geben, die ihn vorwärts bringt oder glücklich macht. Mehr möchte ich in dieses Buch allerdings nicht hineininterpretieren. Es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und in der jeder seinen eigenen Schlüssel zum Glück finden kann. Ich kann das Buch sehr empfehlen.  

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    • 2
  • Der Hut des Präsidenten

    Der Hut des Präsidenten

    CWPunkt

    28. June 2016 um 10:41

    Inhalt:„Der Hut des Präsidenten“ ist der zweite Roman von Antoine Laurain. Er spielt in den 80er Jahren und im Mittelpunkt steht der Hut von François Mitterrand. Der Präsident vergisst bei einem Abendessen in einem französischen Restaurant seinen Hut. Ein anderer Gast nimmt ihn mit und verändert mit Hilfe des Hutes sein Leben. Der Hut bleibt aber nicht bei ihm. Er wandert weiter und lenkt auch den Lebensweg der anderen „Besitzer“ in neue Bahnen bevor er zu François Mitterrand zurückkehrt.Rezension:Erzählt werden vier getrennte Geschichten von Menschen, die in Frankreich leben und deren Leben durchaus verschieden ist. Der Hut gibt ihrem Leben eine neue Richtung. Dennoch handelt es sich nicht um eigenständige Kurzgeschichten. Sie sind zusammengefügt, greifen ineinander und sind fest miteinander verflochten. Das Besondere an diesem Roman ist für mich, die französische Lebensweise, die aus jeder Zeile des Buches blitzt und die den Leser wie selbstverständlich nach Frankreich entführt. Der Schreibstil ist unglaublich einnehmend und die Hintergründe der einzelnen Geschichten sind sehr gut recherchiert. Sei es das Berufsbild des Parfümeurs, das beschrieben wird, oder Einblicke in Kunstrichtungen bzw. Hinweise zu Künstlern.Fazit:Dieses Buch verfügt über so unglaublich viel französischen Charme und ist ein Muss für jeden Frankreichliebhaber. Es regt an zu überlegen, was der Hut wohl im eigenen Leben bewirken würde und zeigt auf wie kleine Zufälle und Momente das Leben beeinflussen. Eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Von der Schicksalshaftigkeit einer Kopfbedeckung

    Der Hut des Präsidenten

    jenvo82

    12. June 2016 um 17:52

    „Manchmal führt uns das Leben auf neue Wege, man hat eine Abzweigung genommen, ohne es zu merken, der große Navigator des Schicksals ist nicht der vorgesehenen Route gefolgt, und kein Schild hat uns vor dem Punkt gewarnt, an dem es kein Zurück mehr gibt.“ Inhalt Als der französische Präsident Francois Mitterrand seinen geliebten schwarzen Hut in einer Brasserie vergisst, nimmt das Leben von Daniel Mercier eine ungeahnte Wendung. Denn trotz einigen Bedenken nimmt er das gute Stück mit und trägt es fortan voller Stolz, in dem Wissen eine derart bedeutungsvolle Kopfbedeckung zu besitzen. Und wie von Zauberhand bringt der Hut dem neuen Träger tatsächlich Glück, bis er ihn eines Tages im Zug liegen lässt und eine junge Frau, den herrenlosen Hut an sich nimmt. Auch Fanny schafft es mit Hilfe des Hutes, ihrem verheirateten Liebhaber den Laufpass zu geben und eine neue, ehrliche Beziehung anzufangen. Und sie setzt den Hut voller Überzeugung auf einer Parkbank aus, damit er einem anderen ebenfalls Glück beschert. Und so zieht sich die Erfolgsgeschichte des verlorenen Hutes durch alle Schichten, bis Daniel Mercier nach monatelanger Recherche sein Fundstück zurückerobert. Meinung Dieser typisch französische Roman besticht mit Leichtigkeit und einer charmanten, unkomplizierten Story, die dem Leser immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert. Im Mittelpunkt steht hier zur Abwechslung mal nicht eine Person, sondern ein besonders liebevoll gewählter Gebrauchsgegenstand, der so individuell wie anpassungsfähig ist und die jeweilige Lebensgeschichte des aktuellen Trägers auf famose Art und Weise beeinflusst. Mit einem Augenzwinkern gelingt es dem Autor, seine Leser auf eine abenteuerliche Reise quer durch Paris mitzunehmen, die das Augenmerk auf besondere Zufälle, glückliche Umstände und magische Momente legt. Insbesondere die versteckte Botschaft, die ganz eindeutig für ein selbstbestimmtes Leben plädiert, welches man am besten mit einem gut gepolsterten Selbstbewusstsein erreicht, durchdringt den Roman von der ersten bis zur letzten Seite und macht ihn so positiv und ansprechend. Fazit Ich vergebe 4 Sterne für dieses locker-leichte, französische Lesevergnügen und eine Leseempfehlung für alle, die gerne von einem glücklichen, schicksalhaften Leben träumen, in dem Dinge möglich werden, die man vorher nicht für möglich hielt. Die Aussage des Buches stimmt froh und macht Mut und hält dazu an, immer die Augen offen zu halten für die kleinen, unscheinbaren Abzweigungen im täglichen Alltagstrott, die vielleicht eines Tages die große Wende bringen. Ein Roman fürs Herz und die schönen Dinge des Lebens.

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    • 5
  • Eine Reise durch Frankreich in den 80er Jahren

    Der Hut des Präsidenten

    daydreamin

    05. June 2016 um 12:06

    Die Reise beginnt in Paris, 1986. Der Familienvater Daniel Mercier nutzt aus, dass Frau und Sohn im Urlaub sind, und gönnt sich ein Abendessen in einem eher gehobenen Restaurant. Wie der Zufall oder das Schicksal es so will, bekommt er den Tisch neben dem damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand, welcher mit zwei seiner Kollegen zu Abend isst. Als würde diese Tatsache alleine Daniel nicht schon bis an sein Lebensende mit Aufregung erfüllen, vergisst Mitterrand nach dem Bezahlen auch noch seinen schwarzen Filzhut. Mehr einem Impuls als der Logik folgend nimmt Daniel den Hut mit und von dort an ändert sich sein Leben schlagartig.Die Reise des Hutes endet allerdings nicht bei ihm. Schon bald vergisst er ihn im Zug, woraufhin eine junge Schriftstellerin namens Fanny ihn an sich nimmt. Auch ihr gibt der Hut die Kraft, ihr Leben zu verändern und neu zu gestalten. Danach macht der Hut Station bei dem Pafürmeur Pierre Aslan. Dieser hat seit acht Jahren keine Kreation mehr auf den Markt gebracht, hat dafür jede Woche einen Termin beim Psychologen. Als er den Hut nach einer Sitzung im Parc Monceau in Paris aufliest, kann er nicht ahnen, dass dies die letzte Sitzung seines Lebens gewesen ist. Auch er entdeckt sein früheres Ich wieder und macht nicht nur eine optische Verwandlung durch, sondern findet zu seiner alten Handwerkskunst zurück. Der letzte Hutträger nennt sich Bernard und stammt aus der Pariser Oberschicht. Er hat sein ganzes Leben eher taub dahingelebt und weder Vermögen und Titel, noch die konservativen Ansichten seiner Vorfahren hinterfragt. Mit dem Erhalt des Hutes wacht er jedoch auf. Er hinterfragt nicht nur die konventionellen Denk- und Lebensweisen seiner Familie und seiner sogenannten Freunde. Bernard entdeckt außerdem seine Leidenschaft für die moderne Kunst und öffnet seinen Blick auch für die sozialistische Politik Mitterrands. Autor Laurain erzählt vier einzigartige und charmante Geschichten von Franzosen, welche allesamt einen kleinen Anstoß brauchten, um ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Das Pariser Flair ist in jedem der Kapitel deutlich spürbar und gibt dem Roman eine ganz besondere Atmosphäre. Die Geschichte des Hutes ist eine eher leichte für zwischendurch und wunderbar geeignet für ein gemütliches Wochenende. Außerdem erfährt man einiges über Mitterrands erste Amtszeit und die Stimmung im Paris der 80er Jahre, was ich sehr interessant fand. Abgerundet werden alle Vorkommnisse durch einen Epilog, der mich sehr schmunzeln ließ. Fazit Die Reise des Hutes durch das Paris der 80er Jahre empfand ich als kurzweilig und amüsant. Jede der vier kleinen Geschichten hat ihren eigenen Charme und das französische Flair ist allgegenwärtig. Eine klare Leseempfehlung für all die, die eine kurze Auszeit in Paris brauchen! 

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  • Ein Hut lässt Wünsche und Träume in Erfüllung gehen

    Der Hut des Präsidenten

    sommerlese

    Sein erster Roman "*Liebe mit zwei Unbekannten*" verhalf "*Antoine Laurain*" zu internationalem Durchbruch. Ein Jahr später folgt "*Der Hut des Präsidenten*", verlegt wird das Buch im "*Atlantik Verlag*". Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache? Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf - und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen - und was man dafür drauf haben muss. (Klappentext) Dieser Roman führt ins Frankreich der 80er Jahre, er ist charmant erzählt, unterhält feinsinnig und bringt eine zauberhafte, fast schon märchenhafte Handlung ins Rollen. Mehrere Handlungsstränge zeigen jeweils einen Protagonisten, der den Hut eine Weile besitzt und durch diesen eine wunderbare Veränderung in seinem Leben erfährt. Der Hut ist sozusagen der rote Faden des Buches. Präsident Mitterand lässt seinen schwarzen Filzhut in einer Brasserie liegen, neue Teilzeit-Besitzer profitieren auf wunderbare Weise vom Hut. So gewinnt Daniel, der erste Träger des Hutes, endlich Mut und Durchsetzungsvermögen, um sich für wichtige Aufgaben in seinem Betrieb zu profilieren. Fanny Marquant unterhält ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, bemerkt endlich, dass sie in ihm ihre wahre Liebe nicht findet und trennt sich von ihm. Der berühmte Parfümeur Pierre Aslan überwindet seine Schaffenskrise und depressive Lebenseinstellung und ist endlich wieder in der Lage, ein einzigartiges Parfüm zu kreieren. Dann schliesst sich der Kreis wieder. Mehr möchte ich dazu nicht verraten. Welche Macht hat dieser Hut? Wohl keine wirklich realistische! Aber dennoch werden dank ihm Wünsche oder Träume wahr. Er bringt den Trägern ein besseres Imagegefühl, ist ein Glücksbringer oder gibt einfach nur Selbstbewusstsein, da es sich ja um einen Hut des Präsidenten handelt. Der Hut gibt den Trägern Sicherheit und Selbstbewusstsein, das ihnen im wahren Leben abhanden gekommen ist. Dabei stecken die Fähigkeiten eigentlich in den Menschen selbst und sie müssen sie nur mutig entfalten. Die symbolische Kraft, Veränderungen zu bewirken, hängt allerdings mit dem Hut zusammen. Das Objekt wird also zum Glücksbringer, dem die Menschen Macht zuschreiben. Der Schreibstil ist das besondere an diesem Roman. Mit feinfühliger Sprache und etwas unterschwelligem Humor zeichnet Laurain seine Geschichte, die mir schon wie ein modernes Märchen erscheint. Er gibt sich detailgenauen Beschreibungen von Schauplätzen, Musik und Zeitgeist hin, man erkennt die 80er Jahre gut wieder. Die Charaktere sind gut und klar beschrieben, man bekommt sie deutlich vor Augen, sieht beim Parfümeur seine Lebensgeschichte, bekommt Informationen über die Kunstszene und sieht die französische Küche ausgebreitet mit wunderbaren Meeresfrüchten und gekühlten Weißweinen vor sich. "Der Hut des Präsidenten“ hat mich feinsinnig mit typisch französischer Atmosphäre gut unterhalten, die Geschichte schliesst sich am Ende zu einem Kreis und die Charaktere haben mir gefallen. Ein schöner Roman für Liebhaber frankophiler Literatur.

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