Antoine Leiris

 4,6 Sterne bei 92 Bewertungen

Lebenslauf von Antoine Leiris

Antoine Leiris, geboren 1981, war Journalist beim Radiosender »France Info«. 2014 kündigte er, weil er sich auf das Schreiben eines Romans konzentrieren wollte. 2015 wurde seine Frau im Bataclan ermordet – statt des Romans entstand »Meinen Hass bekommt ihr nicht«, ein Buch über seine Trauer, das zum internationalen Bestseller wurde. Er erhielt dafür den Prix littéraire des Rotary Club. Seit 2018 arbeitet er als Redenschreiber für die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Antoine Leiris

Cover des Buches Meinen Hass bekommt ihr nicht (ISBN: 9783764506025)

Meinen Hass bekommt ihr nicht

 (86)
Erschienen am 09.05.2016
Cover des Buches Danach, das Leben (ISBN: 9783103970449)

Danach, das Leben

 (1)
Erschienen am 07.10.2020
Cover des Buches Meinen Hass bekommt ihr nicht (ISBN: 9783837136753)

Meinen Hass bekommt ihr nicht

 (4)
Erschienen am 09.05.2016
Cover des Buches You Will Not Have My Hate (ISBN: 9781911215349)

You Will Not Have My Hate

 (1)
Erschienen am 20.10.2016

Neue Rezensionen zu Antoine Leiris

Cover des Buches Meinen Hass bekommt ihr nicht (ISBN: 9783764506025)M

Rezension zu "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris

Gänsehaut
Mareike_Pfenningvor 23 Tagen

Dieses Buch hab ich nun bereits das zweite Mal gelesen. Geschrieben von einem Journalisten, der seine Frau bei dem Terroranschlag im Pariser Bataclan im November 15 verlor. Bekannt geworden durch seinen offenen Brief an die Attentäter, den er bei Facebook veröffentlichte. Was für eine Botschaft. 

Ich musste wirklich immer wieder weinen.

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Cover des Buches Meinen Hass bekommt ihr nicht (ISBN: 9783764506025)la_chiennes avatar

Rezension zu "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris

Ein ergreifender Bericht
la_chiennevor 10 Monaten

"Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris ist ein Buch, das, trotz nur knapp 150 Seiten Umfang, so intensiv und eindringlich ist, wie kaum etwas, das ich bisher gelesen habe.

Antoine Leiris verlor am 13. November 2015 seine Frau Hélène, die an diesem Tag zusammen mit 89 weiteren Menschen im Konzertsaal Bataclan Opfer der Terroranschläge in Paris wurde.
Sein Brief an die Attentäter, in Form eines Facebook-Posts, ging um die Welt.
In seinem Buch erzählt Leiris, wie er die Tage nach dem Anschlag erlebte, wie er vom Tod seiner Frau erfahren hat, wie er versucht, das ihrem gerade 17 Monate alten Sohn zu erklären und wie er mit seiner Trauer umgeht.
"Der Hass ist ein Instinkt. Ich weiß immer, dass er da ist, aber ich halte ihn an der kurzen Leine, um zu verhindern, dass er die Herrschaft über mein Leben übernimmt."
Er lässt sich nicht vom Hass der Terroristen anstecken, da Hass nichts lösen kann, sondern stemmt sich diesem mit seinen Worten entgegen.
Leiris Trauer und Leid, wie er sein Gefühl des Verlusts, die Allgegenwart der Abwesenheit von Hélène, das Alleinsein mit der Verantwortung für ihren Sohn beschreibt, ist auf jeder Seite schmerzlich spürbar und hat mich tief berührt. Doch verbreitet er mit seiner Geschichte dennoch auch Hoffnung. Die Hoffnung, trotz allem ein Mensch zu bleiben und die Gewissheit, dass es auch nach solch unfassbaren Ereignissen im und mit dem Leben weitergeht.

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Cover des Buches Danach, das Leben (ISBN: 9783103970449)H

Rezension zu "Danach, das Leben" von Antoine Leiris

Vater und Sohn - ein Meisterwerk
Highlandervor einem Jahr

5 Jahre und exakt zwei Wochen sind nun seit dem grausamen Terroranschlag in Paris vergangen. Bereits kurz nach dieser beispiellosen Tragödie hat Antoine Leiris ein tieftrauriges und sehr bewegendes Buch verfasst: Meinen Hass bekommt ihr nicht. Was mit einem Facebook-Post begann, führte zu einem tiefen Seufzer und großer Anteilnahme in der Welt der Literatur. Antoine Leiris hat seine Frau, sein 17 Monate alter Sohn seine Mutter an diesem Abend verloren. Hélène war im Bataclan.


Im Herbst 2020 ist nun die Fortsetzung des ersten Buches erschienen: Danach, das Leben. Und genau das trifft es auch, das Buch ist nicht einfach eine literarische Fortsetzung. Es ist eine konkrete und bewusste Fortsetzung des Lebens von Antoine und Melvil Leiris. Ich weiß nicht, ob ich jemals so persönliche Bücher wie diese beiden gelesen habe. 

Antoine Leiris schafft es auf jeder Seite und in jedem einzelnen Satz so viel Gefühl zu transportieren, dass das Mitleid rasch verebbt und einer riesigen Bewunderung Raum verschafft. Antoine beschreibt ungeschönt und ohne Rücksicht auf eine potenziell negative Außenwirkung über seine Rückkehr ins Leben. Wobei Rückkehr nicht das richtige Wort ist. Es ist vielmehr eine Flucht nach vorn. Das Leben liegt vor ihm und seinem Sohn, sie können nicht in ihr altes Leben Leben mit Hélène zurückkehren. Der Weg ist alles andere als leicht, nur mithilfe von Routinen gelingt es ihm überhaupt wieder Struktur in das Leben dieser sehr besonderen Vater-Sohn-Beziehung zu bekommen. Auch Hélène spielt weiterhin und vermutlich für immer eine Rolle, aber das zu akzeptieren und daran nicht zu zerbrechen, ist eine Mammutaufgabe. Mit großer sprachlicher Eleganz beschreibt Antoine die Situationen, die über ihn hereinbrechen. Gerade der Besuch der Theatervorführung zu Meinen Hass bekommt ihr nicht oder auch der Versuch wieder eine Frau in sein Leben zu lassen, waren für mich sehr eindrucksvoll.

Mit jedem Jahr, was vergeht, wird das gemeinsame Leben von Vater und Sohn wieder reicher und vielfältiger. Neben dem traurigen Anlass ist das Buch eine wunderschöne Vater-Sohn-Geschichte. Mit viel Fingerspitzengefühl erzählt Antoine die Geschichte seiner Familie und erklärt den Begriff der Liebe auf besondere Weise.

Das Buch ist aber keineswegs eine reine Trauerbewältigung, denn diese Trauer wird nie vollkommen bewältigt sein. Stattdessen ist in Teil 2 deutlich mehr Struktur als noch in Band 1, sodass es viel eher ein Roman ist, als eine "Gedankensammlung". 

Für mich ist das Buch ein echtes Meisterwerk in großartiger Sprache und sorgt für große Emotionen. Vor allem aber ist es hoffnungsvoll!

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