Nachtflug

von Antoine de Saint-Exupéry 
3,7 Sterne bei58 Bewertungen
Nachtflug
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Neue Kurzmeinungen

Dajobamas avatar

Die spannende Sternstunde des Nachtfluges. Besonders durch den Einfluss des Selbsterlebten. Sprachlich anfangs recht anspruchsvoll. Lesen!

juergenalberss avatar

Eines meiner Lieblingsbücher. Der Kampf zwischen Menschlichkeit und Pflicht. Auf den Punkt gebracht.

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Inhaltsangabe zu "Nachtflug"

Es sind die Anfänge der Luftpost in Südamerika. Man fliegt nachts, um schneller als die Konkurrenz zu sein. Es sind heroische Zeiten für die südamerikanische Dependance der französischen Aéropostale. Heroische Zeiten verlangen heldenhafte Persönlichkeiten. Ein Held ist der Pilot Fabien, der von Patagonien kommend in ein gewaltiges Gewitter gerät und um sein Leben kämpft. Ein Held ist auch Rivière, der Direktor der Bodenstation in Buenos Aires, der in der stürmischen Auseinandersetzung zwischen Pficht und Mitmenschlichkeit sein Alltag und den Alltag seiner Mitarbeiter bestimmen muss.
Eigene Erfahrungen des Autors prägen dieses Buch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783792000632
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Rauch, K
Erscheinungsdatum:01.04.2015
Das aktuelle Hörbuch ist bei Litraton erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der Schreibstil war etwas schwer lesbar für mich, nicht so richtig flüssig, stellenweise sehr poetisch.
    Eine schicksalshafte Nacht ...

    Die Geschichte:
    Das Buch schildert die Erlebnisse einer einzigen schicksalshaften Nacht. Die Fliegerei war um 1930 noch oft ein gefährliches Abenteuer, weit entfernt von der heutigen Technik und Ausstattung – besonders, wenn man in der Nacht fliegen musste. Drei Kuriere sind unterwegs und werden in Buenos Aires erwartet. Doch nicht alle kommen pünktlich an. Der Pilot Fabien gerät in ein schlimmes Unwetter, ist auf sich allein gestellt ohne Funkverbindung, ohne Sichtkontakt zur Erde …

    Meine Meinung:
    Nachdem ich ja kürzlich erst ein Sachbuch über den letzten Tag im Leben des berühmten Antoine de Saint-Exupéry gelesen habe, musste ich jetzt auch endlich mal ein Werk dieses Autors lesen.
    Sein Schreibstil ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, wirkte manchmal zerrissen und stichpunktartig. Es gibt vieles “zwischen den Zeilen”, das ungesagt bleibt. Anspruchsvoll und an vielen Stellen – vor allem bei den Beschreibungen von Landschaft und Umgebung – sehr poetisch …
    Die Charaktere bleiben eher in gebührlicher Distanz, nur zur Frau des Piloten konnte ich eine gewisse Beziehung aufbauen und mit ihr fühlen.
    Der Leiter Rivière ist ein strenger Vorgesetzter, der jegliche Verfehlungen seiner Mitarbeiter sofort bestraft. Er hat zwar auch eine weiche, menschliche Seite, doch er betont, dass er diese nicht zeigen dürfe. Ihm geht es um Pflichterfüllung, die über allen persönlichen Belangen stehen muss. Aber seine Zweifel kommen trotzdem deutlich zum Vorschein.
    Fabien ist der Pilot, der in den Zyklon gerät. Er beschreibt eindrucksvoll die Bedingungen und Schwierigkeiten der Mission, aber durch seine Augen sehen wir auch die Umgebung, die oft sehr schön beschrieben wird.
    Beim Lesen spürt man, dass viel Wahrheit und selbst Erlebtes in diesem Roman stecken. Antoine de Saint-Exupéry war begeisterter Pilot und hat am eigenen Leib gespürt, wie es sich anfühlt, in lebensbedrohliche Situationen zu geraten. Er hat sogar Abstürze überlebt mit zahlreichen Knochenbrüchen.
    Da ich nun absolut kein Mensch bin, der unbedingte Pflichterfüllung als seinen Lebenszweck ansieht, konnte ich der Grundstimmung der Geschichte nicht viel abgewinnen. Für mich ist Rivière, der praktisch nur seine Arbeit kennt, eine eher traurige Figur. Was hat man schon davon, wenn man andere Menschen zwar liebt, es ihnen aber nie zeigen kann?

    Fazit:
    Der Schreibstil war etwas schwer lesbar für mich, nicht so richtig flüssig, stellenweise sehr poetisch. Die Botschaft kam zwar an, deckt sich aber nicht mit meiner Lebensanschauung.

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    juni_monds avatar
    juni_mondvor 5 Jahren
    Eine Frage der Grundeinstellung

    Ich habe das Werk "Nachtflug" von Antoine de Saint-Exupéry lange im Regal stehen gehabt. In meinen Besitz ist es gelangt, da ich das Buch "Der kleine Prinz" von diesem Autor liebe!
    Da ich es nun endlich angehen wollte, habe ich es auf meine SUB-Abbau-Liste 2013 gepackt und nun gelesen.

    Es lohnt sich!
    Da es nicht all zu viele Seiten hat, kann man mit zu viel Handlungsbeschreibung schon zu viel verraten.
    Kurz, es geht um die ersten Nachtkurierflüge zwischen Rio und Buenos Aires.

    Die Perspektiven wechseln. Die wichtigsten hierbei sind der Pilot Fabien und der Chef der ganzen Unternehmung.
    Die Piloten verdeutlichen die Sicht aus den Wolken auf die Welt bei Nacht, so beschreibt ein Zitat 

    Die Stadt hielt ihr lebendiges Leben hinter ihrer Unbeweglichkeit verborgen,...


    das Gefühl der Piloten, wenn sie die Gefahren der Nacht in der Höhe bewältigen und sich nach dem Leben am Boden sehnen, speziell die Lichter sind hier der wichtige Schlüssel, denn etwas anderes wird von ihnen in der Nacht nicht wahrgenommen und das Licht verkörpert somit für sie das ganze Menschliche Leben, mit seinen verankerten Umständen.

    Der Chef des Ganzen, der die Nachtflüge ins Leben gerufen hat, aus dem Motiv, das er selbst als ein Prinzip darstellt

    "Die Erfahrung schafft die Grundsätze, (...) die Grundsätze gehen niemals der Erfahrung voraus."


    Die ganzen Gefahren der durch seine Bemühungen entstandenen Nachtflüge und die strengen Sanktionen, die an allen Mitarbeitern durchgeführt werden, wenn ein Fehler an irgendeiner Stelle passiert, rufen jedoch irgendwann Zweifel hervor und die Frage, ob es richtig ist, seine Mitmenschen einer solchen Gefahr auszusetzen um etwas in der Weltgeschichte zu bewegen, einen Fortschritt zu schaffen und sie quasi als nötiges Opfer zu begreifen, entwickelt sich zu einem inneren Konflikt.

    "Er hob den Blick zu den Menschen. Er versuchte diejenigen unter ihnen zu erkennen, die ihre Erfindungen oder ihre Liebe still hier spazierenführten..."

    Er rätselt, ob ihm die Macht über derlei zusteht.

    Schließlich kommt es zu einer kritischen Situation, deren Ausgang ich nicht verraten möchte, Fabien ist der Pilot, seine Frau bangt am Boden um ihn.

    Als ob man ganz am Ende  des Lebens den glücklichen Frieden gewinnen könnte, den man sich erträumt. Aber es gibt keinen Frieden. Es gibt vielleicht auch keinen Sieg. es gibt keine endgültige Rückkehr aller Flugzeuge.

    Der Text regt einige Gedanken in einem an. Ich weiß nicht, ob meine Beispiele verdeutlichen was ich meine, man muss es wahrscheinlich selbst lesen, um den vollen Gedankengang anzustoßen. 

    Meiner Meinung nach ist es absolut lesenswert.

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    O
    oblomowvor 6 Jahren
    Rezension zu "Nachtflug" von Antoine de Saint-Exupéry

    "Nite Flights" von den Walker Brothers gehört zu meinen musikalischen Favoriten. Als ich das Buch Nachtflug von Antoine de Saint-Exupery in einem Gebrauchtbuchhandlung liegen sah, musste ich daher intuitiv zugreifen. Es handelt sich dabei eher um eine Novelle als um einen Roman, in 2-3 Stunden ist man schon durch. Auch wenn es um die ersten Nachflüge von Postflugzeugen auf der Strecke zwischen Rio und Bunenos Aires geht - solche Flüge waren damals noch richtig gefährlich - geht es auch um "gute Führung" und Pflichtgefühl. Noch stärker als die Beschreibung dieser Flüge hat mich die Schilderung der Gedanken des verantwortlichen Inspektors interessiert, der seine Piloten auf diese Flüge schicken musste. "Man soll die lieben, denen man befiehlt, aber man soll es Ihnen nich zeigen", hab ich mir notiert. Ich fand in diesem Büchlein einige interessante Gedanken. Natürlich auch sehr interessant für alle Fans der Fliegerei...

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    katermurrvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nachtflug" von Antoine de Saint-Exupéry

    ...ich kann mich nicht mehr erinnern, aber von Saint Exupéry sollte man schon Einiges gelesen haben

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    Kristina_mit_Kvor 11 Jahren
    Rezension zu "Nachtflug" von Antoine de Saint-Exupéry

    Ein einfühlsames und eindrucksvolles Epos über die Pioniere der Luftfahrt, deren Berufung es war, sich ganz in den Dienst der Fliegerei zu stellen. Auf ihren Missionen gingen sie bis an ihre physischen und psychischen Grenzen. Und weit darüber hinaus. Sie riskierten stets aufs Neue ihr Leben – nicht wenige haben diesen hohen Preis am Ende auch tatsächlich bezahlt ...

    Zitat von Rivière: "Ein Nachtflug ist jedes Mal eine Chance zu sterben."

    Die Urteile gehen – wie überall – stark auseinander. Realitätsferne kann man Antoine de Saint-Exupéry allerdings sicher nicht vorwerfen. Er wusste genau, wovon er erzählt. Wer aber keinen Bezug zu diesem Thema hat und/oder eine vielschichtige Handlung erwartet: Finger weg!

    Dieser intensive Roman zeichnet die weitschweifigen Gedankengänge des Protagonisten Rivière und der Piloten nach und beschreibt detailliert die technischen Abläufe.

    Die Geschichte wird von einer unglaublichen Dramatik und Melancholie dominiert, die nicht zuletzt in der nächtlichen Atmosphäre Ausdruck findet.

    Wer meine Passion für das Fliegen teilt und sich gerne mit Sinnfragen auseinander setzt, wird bestimmt nicht enttäuscht werden.

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    Dajobamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die spannende Sternstunde des Nachtfluges. Besonders durch den Einfluss des Selbsterlebten. Sprachlich anfangs recht anspruchsvoll. Lesen!
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    juergenalberss avatar
    juergenalbersvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eines meiner Lieblingsbücher. Der Kampf zwischen Menschlichkeit und Pflicht. Auf den Punkt gebracht.
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    B
    Borkinsvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: kurzatmig, spannend, intelligent
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    Khorne
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    Armin

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