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Rezension zu "Die Frau des Pilatus" von Antoinette May

Reise durch die antike Welt
Sit-Hathorvor 4 Jahren

Die Autorin entwirft ein wunderbar farbiges Bild des römischen Reiches im 1. Jh. n.Chr. Zu den verschiedenen Orten, die die junge, seherisch begabte Claudia im Gefolge des Germanicus bereist, gehört auch Ägypten. Von der Isis- Religion fasziniert, lässt sich Claudia heimlich in die Mysterien der Göttin einweihen. Im Tempel der Isis begegnet ihr auch ein junger charismatischer Mann aus Galiläa, der ebenfalls auf einer spirituellen Suche ist und dem sie Jahre später in Jerusalem wieder begegnen soll. Gut recherchiert, Spannend, dramatisch und bewegend. Absolut empfehlenswert.

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Rezension zu "Die Frau des Pilatus" von Antoinette May

Rezension zu "Die Frau des Pilatus" von Antoinette May
Birgit Fiolkavor 9 Jahren

Da ich bisher keinerlei Rezension zu diesem Buch irgendwo gefunden habe, aber der Meinung bin, dass es Aufmerksamkeit verdient hat, hier also meine Meinung:
Das Buch erzählt die Geschichte von Claudia Procula aus der Ich-Perspektive, Frau des Pontius Pilatus. Sehr interessant bringt die Autorin die einzelnen unterschiedlichen und sich entwickelnden Religionen durch die Hauptperson Claudia ein, welche zu dieser Zeit zusammen treffen.
Claudia wächst als römisch geprägtes Mädchen auf, heiratet Pontius Pilatus, ihre große Liebe. Durch das Schicksal ihrer Schwester Marcella, die durch eine Intrige zur keuschen Vestalin bestimmt wird und durch ihre Liebe zu einem Mann als Buße für die Göttin Vesta lebendig begraben wird, schlägt die Autorin einen Bogen zum Isis-Kult, welcher den Frauen wohlgesinnter ist. Durch Claudias Glauben an Isis wird die Unterdrückung der römischen Frau für sie spürbar, und sie beginnt alles infrage zu stellen, bis hin zur vermeintlichen Liebe zu ihrem Mann.
Im letzten Viertel des Buches wird der Bogen dann natürlich auch noch zum Christentum und den aus der Bibel bekannten Abläufen, der Verurteilung des Predigers Jeshua (Jesus) geschlagen. Auch das Christentum wird durch Claudia Procula als etwas Neues, Fremdes und ganz und gar nicht das Maß aller Dinge erfahren. Allerdings muss man offen für die mystischen Einschläge sein, die sich in amerikanischen Romanen oftmals finden - Claudia Procula besitzt die Gabe des Sehens in Form prophetischer Träume, die jedoch nicht das zentrale Thema des Buches sind und nur einen Mithandlungsstrang bilden.
Kurz gesagt: Das Buch erzählt eine Geschichte, der man die Recherche um Kulte, Religion, Politik anmerkt, verliert sich aber niemals in Langeweile oder Langatmigkeit. Die Autorin schafft es einen Spannungsbogen zu bauen, ohne auf reißerische Elemente zurückgreifen zu müssen. Trotz der offen angesprochenen Grausamkeit oder Einschränkungen gegen Frauen (aber auch Männer) dieser Zeit (vor allem in Rom) kommt die Autorin ohne detaillierte Vergewaltigungsszenen oder Blutrünstigkeit aus. Für mich ein perfekter Mix aus gut recherchierter Historie und spannender Unterhaltung.

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