Antoinette van Heugten

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Autor von Mutterliebst.

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Mutterliebst
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 (24)
Erschienen am 01.10.2011

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Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten

Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten
Annie6vor 6 Jahren

Danielle Parkmans Sohn Max ist stark autistisch und depressiv – da findet Danielle sein Tagebuch. Die darin enthüllten Selbstmordgedanken veranlassen seinen Psychiater zu einer sofortigen Überweisung zu der renommierten psychiatrischen Klinik Maitland. Doch bereits kurze Zeit nachdem Max dort eingeliefert wird, scheint sich sein Verhalten negativ zu verändern. Als schließlich Jonas, ebenfalls stark autistisch, bestialisch ermordet aufgefunden wird, liegt Max (mit der Tatwaffe in der Hand) blutüberströmt neben ihm. Einzig Danielle glaubt an seine Unschuld. Doch auch ihr Verhalten, gilt als ungewöhnlich…

Dieser Thriller konnte mich wirklich begeistern und hat mich zeitweise, durch das Thema bedingt, sehr aufgeregt. Doch von vorne:
Die ersten 70 Seiten erinnerten mich eher an einen Roman als an einen Thriller, da einfach keine Spannung vorhanden war. Trotzdem interessierte mich das Leben von Danielle mit Max und natürlich auch seine Krankheit, die recht genau dargestellt wird. Manchmal waren mir die medizinischen Fachbegriffe sogar etwas zu detailliert. Dabei wird auch öfter der Konflikt einer berufstätigen Mutter, Danielle ist Anwältin, mit einem psychisch kranken Kind aufgezeigt.

Nach dieser kleinen Schwierigkeit mit dem Buch, begann die Autorin mich aber zu überzeugen. Sogar ich, die gar kein Kind hat, wurde wütend und konnte Danielle absolut verstehen. Ab hier entwickelt sich das Buch in Richtung Psycho-Thriller. Denn Danielle kann sich nicht gegen die Klinik und deren Anschuldigungen gegenüber Max und ihr wehren - ist sie vielleicht selbst psychisch krank?

Als dann der Mord geschieht, scheint die Situation ausweglos. Die Beweislast gegen Max ist erdrückend. Und wem sollte man eher glauben – Der mehrfach ausgezeichneten Spezialklinik oder einer verwirrten Anwältin, deren Sohn psychisch krank ist?

Der Täter ist bereits lange vor dem Ende des Buches bekannt. Dafür einen kleinen Minuspunkt, obwohl es danach trotzdem spannend bleibt. Die Auflösung fand ich sehr erschreckend, allerdings auch etwas zufällig. Um nicht zu viel zu verraten lässt sich hier nur schreiben, dass Danielle sich stets auf ihr Gefühl verlässt und dabei einige riskante Aktionen wagt. Bei diesen dann tatsächlich über etwas zu stolpern, erscheint mir fast ein bisschen unglaubwürdig.

Dass die Autorin selbst einmal Anwältin war und daher Erfahrung mit Gerichtsprozessen hat, ist dem Buch positiv anzumerken.

FAZIT

Der Autorin ist ein gut durchdachter und aufwühlender Psychothriller mit viel Spannung gelungen, der zudem noch gewagte und schwierige Themen aufgreift. Trotz einiger kleiner Schwächen, wie Danielles Verhalten und dem schleppendem Anfang, kann ich den Thriller weiterempfehlen.

4/5 Punkte

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Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten

Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten
Katzenpersonal_Kleeblattvor 6 Jahren

Wie reagiert eine Mutter, die ihren Sohn blutbefleckt mit einem Tatwerkzeug in der Hand neben einer grausam zugerichteten Leiche sitzen sieht?
Danielle, Rechtsanwältin und die Mutter vom autistischen Max versucht, ihren Sohn zu beschützen und mit ihm vom Tatort zu fliehen.
Seit sie ihren Sohn Max in die Maitland-Klinik bringen musste, muss sie zusehen, wie er sich vom Wesen her verändert hat. Hinweise an die Ärzte, dass das nicht ihr Sohn ist, den diese nach Untersuchungen und Beobachtungen beurteilen, werden nicht beachtet, bis er eines Tages neben der Leiche von Jonas gefunden wird und es klar ist, dass nur er den Mord begangen haben kann.
Danielle kämpft mit allen Mitteln und gegen die Zeit, denn sie will beweisen, dass nicht ihr Sohn der Täter war. Ihr ist jedes Mittel recht, auch wenn sie selbst dafür das Gesetz brechen muss und gegen Auflagen verstoßen muss.

Der Roman beginnt recht schleppend ... viele medizinische Erläuterungen, keine großartige Handlung... bis zum Mord an Jonas, einem weiteren Insassen der Maitland-Klinik, für den Max verantwortlich gemacht wird. Max jedoch hat keinerlei Erinnerungen an seine Tat.

Von diesem Augenblick an wird man von der Geschichte gepackt, förmlich in sie hineinkatapultiert, sie lässt den Leser nicht mehr los.
Man erlebt, wie aus einer Mutter, die ihr Kind liebt und um sein Wohl besorgt ist, eine Kämpferin wird, die nichts unversucht lässt, die Unschuld von Max zu beweisen. Da sie selbst nur gegen Kaution auf freiem Fuß ist, denn sie wollte mit Max vom Tatort fliehen, sind ihre Möglichkeiten ziemlich begrenzt, zumal sie mit einer Fußfessel belegt wurde und ihre Reichweite beschränkt ist.
Trotz dieser Widrigkeiten und dem Wissen, dass sie im Knast landen wird, wenn sie gegen die Auflagen verstößt, sucht sie Beweise, auch wenn die Mittel und Wege alles andere als legal sind. Es ist ihr egal, was aus ihr wird, Hauptsache es gelingt ihr, Max aus der Untersuchungshaft heraus zu bekommen.
Ihr Einfallsreichtum, die Auflagen zu umgehen, ist genial. Als Leser fiebert man mit Danielle mit, immer hoffend, dass sie es schaffen wird, den Mörder zu identifizieren. Es bleibt ihr nicht viel Zeit, denn die Anhörung vor Gericht ist sehr kurzfristig einberufen worden.

Was Danielle aber letztendlich ans Licht zerrt, ist hardcoremäßig. Auch wenn man sich als Leser so seine Gedanken gemacht hat und ahnt, wer der Mörder sein könnte, ist man dann doch entsetzt, man kann und will es eigentlich nicht wahrhaben.
Man blickt in Abgründe, die vom normalen Verstand nicht greifbar sind.

Die Protagonistin Danielle ist sehr sympathisch gezeichnet und ihre Handlungen lassen sich als Mutter sehr gut nachvollziehen. Auch ihr Anwalt Tony Sevillas und dessen Freund, der Privatdektiv Doaks, sind zwei Charaktere, die das Buch bereichern.

Auch wenn die Krankheit des Autismus hier ein wenig beschönigt wird, schmälert es nicht das Vergnügen, hier einen Thriller in der Hand zu haben, der einen packt und nicht mehr loslässt.

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gurkes avatar

Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten

Rezension zu "Mutterliebst" von Antoinette van Heugten
gurkevor 6 Jahren

Aufopfernd kümmert sich die Anwältin Danielle Parkman um ihren Sohn Max. Dieser ist 16 Jahre alt und Autist. Leider ist er derzeit auch Selbstmordgefährdet und um ihm zu helfen, lässt sie ihn in eine berühmte Eliteklinik einweisen. Von Anfang an, kommen ihr die Umstände dort seltsam vor und verursachen bei ihr Besorgnis und Bauchschmerzen. Allerdings bekommt Max dort die besten Behandlungen, von daher sollte eigentlich alles in Ordnung sein.
Doch die Ereignisse überschlagen sich, als sie ihren über alles geliebten Sohn blutüberströmt, neben der Leiche eines anderen Patienten vorfindet. Max ist nicht nur der einzige Zeuge, sondern wird auch noch des Mordes angeklagt. Aber Danielle ist von seiner Unschuld überzeugt und wird alles daran setzen und das beweisen - koste es was es wolle!

Anfangs dauert es etwas, bis man in der Geschichte so richtig drin ist. Die Autorin beschreibt zunächst sehr ausführlich die Personen und das Verhältnis zwischen Max und Danielle. Neben der Sorge um den Sohn, hat sie auch noch ein sehr stressiges und belastendes Berufsleben. Denn das Geld ist aufgrund der Pflege von Max äußerst knapp. Doch die Mutter ist eine Kämpfernatur, was immer wieder zum Vorschein kommt. Viel Spannung erwartet den Leser in den ersten Kapiteln allerdings nicht. Diese tragen nur zum allgemeinen Verständnis bei.

Doch dann wird Max in der Klinik aufgenommen. Die Geschehnisse spitzen sich immer mehr zu, bis hin zu dem Fund der Leiche. Spätestens dann kann man mit der Lektüre nicht mehr aufhören, bishin zur letzten Seite.
Immer wieder bekommt man eine Ahnung, wieviel Einfühlungsvermögen die Autorin besitzt, denn Gefühle werden in diesem Buch ganz groß geschrieben. Die Geschichte geht eindeutig ans Herz und man fiebert mit Mutter und Sohn richtig mit.

Meiner Meinung nach regt der Thriller sehr zum Nachdenken an. Die Autorin hat ein geniales Verbrechen konstruiert, in dem sich die Gefühle zwischen Mutter und Sohn und unerwartete Wendungen die Hände schütteln.
Wer "Mutterliebst" in die Hände nimmt und zunächst vom schleppenden Beginn der Geschichte enttäuscht ist, dem kann ich nur ans Herz legen, weiterzulesen. Ihr werdet nicht enttäuscht - Versprochen!

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