Anton G. Leitner

 4.4 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Der Garten der Poesie, Die Hoffnung fährt schwarz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anton G. Leitner

Anton G. Leitner wurde im Juni 1961 in München geboren, wo er auch das Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie. Heute ist Leitner als Lyriker, Herausgeber und Verleger tätig. Er war einer der Mitbegründer der "Initiative Junger Autoren" und leitete mehrere internationale Kulturprojekte. Gemeinsam mit Ludwig Steinherr gründete er 1993 die Zeitschrift "DAS GEDICHT", das auch noch heute sehr erfolgreich herausgegeben wird. Neben den Tätigkeiten als Herausgeber, schreibt Anton G. Leitner vor allem Gedichte, Kurzgeschichten und Essays.

Alle Bücher von Anton G. Leitner

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Die Hoffnung fährt schwarz

Die Hoffnung fährt schwarz

 (4)
Erschienen am 20.01.2010
relax

relax

 (4)
Erschienen am 20.05.2009
Gedichte für Zeitgenossen

Gedichte für Zeitgenossen

 (3)
Erschienen am 01.06.2011
Ei für zwei

Ei für zwei

 (3)
Erschienen am 19.01.2011
smile

smile

 (3)
Erschienen am 20.05.2009
Ein Nilpferd schlummerte im Sand

Ein Nilpferd schlummerte im Sand

 (2)
Erschienen am 01.04.2009
Gedichte für Nachtmenschen

Gedichte für Nachtmenschen

 (2)
Erschienen am 20.11.2008

Neue Rezensionen zu Anton G. Leitner

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The iron butterflys avatar

Rezension zu "Gedichte für Nachtmenschen" von Anton G. Leitner

"Rette dich in das Herz der Nacht..."
The iron butterflyvor 3 Jahren

84 Gedichte für Nachtmenschen, 84 Gedichte über Licht und Dunkel und die besonderen Stimmungslagen, zu denen nur die Nacht verhilft.
Die Nacht beginnt bereits mit dem ausklingenden Tageslicht und so hat bereits der Abend viele Facetten der Einsamkeit, der Geselligkeit, der Rückschau auf den Tag oder der Vorfreude auf die Nacht. In der Nacht selbst wird Licht ganz anders wahrgenommen als am Tag. Und so kann die Dunkelheit Zuflucht bieten oder ein erleuchtetes Fenster unverhoffte Einblicke offenbaren. Aber auch die Dunkelheit an sich hat unterschiedliche Gesichter. Der Stadtmensch kennt die völlige Dunkelheit nur selten und fürchtet sie gar, aber zieht es ihn aufs Land, dann lernt er den Anblick der stockfinsteren Nacht wieder genießen und erkennt wie hell Sterne leuchten können, wenn sich Wolkenschleier lüften.
So erzählen die 84 Gedichte dieser Anthologie von Anton G. Leitner und Gabriele Trinckler von galaktischem Licht, der Sternseherin Lise, einer Mondlandschaft, Nachtschwärmern, einem Kaltstart, dem Schlaf und vielen Sternschnuppen.
Gedichte für Nachtmenschen, Schläfer, Nichtschläfer und Morgenmuffel.

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Rezension zu ""Kinder, Kinder!"" von Anton G. Leitner

Rezension zu ""Kinder, Kinder!"" von Anton G. Leitner
ChaosQueen13vor 7 Jahren

'Kinder, Kinder!' Der kleine Band erhält deutsche Gedichte aus den letzten zweieinhalb Jahrhunderten, die sich um die Kindheit drehen. Vom ersten Schrei, dem ersten Zahn, dem ersten Schritt, das erste Wort. Hier sind Texte von der Wiege bis zu den Erinnerungen an die Kindheit verfasst.
Das Lieblingsgedicht meiner Kindheit, die Schaukel von Richard Dehmel ist auch in diesem kleinen Band enthalten:
*
Die Schaukel
*
Auf meiner Schaukel in die Höh,
was kann es Schöneres geben!
So hoch, so weit: die ganze Chaussee
und alle Häuser schweben.
*
Weit über die Gärten hoch, juchhee,
ich lasse mich fliegen, fliegen;
und alles sieht man, Wald und See,
ganz anders stehn und liegen.
*
Hoch in die Höh! Wo ist mein Zeh?
Im Himmel! ich glaube, ich falle!
Das tut so tief, so süß dann weh,
und die Bäume verbeugen sich alle.
*
Und immer wieder in die Höh,
und der Himmel kommt immer näher;
und immer süßer tut es weh -
der Himmel wird immer höher.
*
Richard Dehmel (1863-1920)
*
Ein kleiner, feiner Band!

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Rezension zu "Gedichte für Zeitgenossen" von Anton G. Leitner

Rezension zu "Gedichte für Zeitgenossen" von Anton G. Leitner
Lektorvor 7 Jahren

Lebendige lyrische Zeitgeschichte

Sicher keine leichte Aufgabe, die vergangenen fünfzig Jahre bahnbrechender deutscher (Lyrik)Geschichte anlässlich des dtv-Jubiläums in einem ca. 140 Seiten starken Softcover-Band repräsentativ Revue passieren zu lassen. Wie gut, dass der Herausgeber Anton G. Leitner in seinem Nachwort selbst anmerkt, dass es vermessen sei, behaupten zu wollen, dass in seinem Band ‚die fünfzig bedeutendsten Lyriker oder die fünfzig besten Gedichte‘ der letzten fünfzig Jahre vertreten seien. Zudem bekannt ist, dass zugewiesene Star-Attribute oftmals eher mit den Intentionen der Connaisseurs an Bord literarischer Manöverschiffe korrespondieren denn mit wahrhafter Meisterschaft. Es zeugt von großer Weitsicht des Herausgebers, ‚aus der Vielfalt lediglich einige markante Stimmen‘, wie er im Nachwort schreibt, herauszufiltern. Dieses ist ihm sehr gut gelungen.

In fünf Kapiteln werden jeweils zehn Gedichte einer Dekade zugeordnet, was sicher umso schwieriger gewesen sein muss, als der Herausgeber ja jahresgleich mit dem dtv-Verlag das Licht der Welt erblickte. Das Wort ‚Zeitgenossen‘ im Titel hat m.E. eine Doppelbedeutung : Gedichte für Menschen, die die Jahre 1961 bis 2010 bewusst miterlebt haben und Gedichte für Gegenwartsmenschen, die von der Geschichte nur aus Büchern lernen können.

Im Prolog gibt es zunächst von bekannten Stimmen wie u.a. Ingeborg Bachmann, Günter Grass und Robert Gernhardt eine ‚Einführung‘ in das Metier des Dichters. Worüber kann er (noch) schreiben, was dürfen Gedichte? Hinreißend Gernardts legendärer Coup, der Jugend anhand ‚neuzeitlicher‘ Sprache die antike Form des Sonetts nahezubringen. Aber auch Adolf Engler betitelt sein eigenes Gesamtwerk mit einem verbreiteten Wort aus der Gossensprache, Hans Magnus Enzensberger in den Siebzigern sogar ein ganzes Gedicht mit diesem ‚sch’önen ‚Ausdruck‘, was vermuten lässt, dass der Dichter als solcher in einer Zeit, in der es ‚immer schwieriger‘ wird, ‚den Kopf in den Sand zu stecken` (Michael Augustin), sein Tun angesichts der Realitäten wohl manchmal selbst in Zweifel zieht.

Wolfgang Biermanns Ballade über Aktendokumentation und Archivierungsarbeit zu anderer Leute Leben, Ernst Jandls ‚epoche der zahlreichen veränderungen‘, Erziehung in den Siebzigern von Hermann Lenz , Fremdenfeindlichkeit, Aussteigertum, Betonlandschaften, Steuererklärung, Genmanipulation und Tschernobyl sind die Themen dieser engagierten Lyrik, und dann zum Ende des letzten Jahrhunderts immer mehr das Lebensgefühl des beliebig Austauschbaren, des `alles ist Machbaren` inklusive des Überwindens der Schwerkraft. Die Macht des Fußballs, Aids, und die Rückbesinnung auf den Wert des Natürlichen läuten die Jahrtausendwende ein, die den Weg frei macht für Immobilienspekulation im ehemaligen Osten (Ralph Grüneberger), Slam-Poetry von zwei Kings der Szene, Bas Böttcher und Alex Dreppec, sowie in einer Zeit, in der die Übermacht des Visuellen immer dominierender wird, für ein optisches Gedicht von Matthias Polyticki.

Zukunftsweisend der letzte Text von Arne Rautenberg, der uns die Vormachtstellung unserer virtuellen Existenz und Realität vor Augen hält. Günter Kunerts Vorschlag im Epilog, nicht nur Spuren, sondern ganze Gedenkpfähle als Denkmäler in die Zeit zu rammen, etwas Überdauerndes von uns zu hinterlassen, um nicht umsonst gelebt zu haben, beschließt diese kluge poetische Auswahl in dem kleinen flexiblen Band mit rundem Buchrücken und elegantem Schutzumschlag.

Diese Sammlung ist ein schönes Dokument des lyrisch- politischen Zeitgeistes zwischen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts und der Gegenwart. Ein wundervolles Stück Literatur für junge Menschen, die die Sechziger, Siebziger und Achziger Jahre nur aus Erzählungen kennen, aber sehr wohl etliche Autoren jener Zeit durchaus auf Lesungen antreffen können. Für Menschen, die ungefähr das Alter des dtv-Verlages oder des Herausgebers teilen, bietet das Buch einiges Rückbesinnliche zum Reflektieren, nie aber reine Selbstbefindlichkeitspoesie. Wieder so eine Komposition von Anton G. Leitner, die dafür prädestiniert ist, an Schulen fächerübergreifend den Unterricht zu bereichern.

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Anton G. Leitner wurde am 16. Juni 1961 in München (Deutschland) geboren.

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