Anton Hergenhan Wenn Lukas haut

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Inhaltsangabe zu „Wenn Lukas haut“ von Anton Hergenhan

Die Gewaltbereitschaft von Kindern wächst bedrohlich. Der Blick in die Tageszeitungen zeigt: Aggressionen gelten vielen Heranwachsenden als „normale“ Form der Selbstbehauptung, als „cool“ gilt, wer seine Interessen aggressiv durchsetzt. Eltern stehen dem oft ohnmächtig und hilflos gegenüber.

Bei der Arbeit mit den Eltern aggressiver Kinder fühlen sich auch Pädagogen und Psychologen manchmal ohnmächtig. Wie gewinnt man Eltern für die Zusammenarbeit? Wie lässt sich ihr negatives Selbstbild verändern? Wie werden die Eltern selbst zu Gestaltern von Lösungen?

Anton Hergenhan vermittelt in diesem Buch die Herangehensweisen eines systemischen Elterncoachings. Anhand eines exemplarischen Falles aus der Praxis demonstriert er, wie Therapeuten und Berater Eltern im Umgang mit verbalen und tätlichen Angriffen ihrer Kinder unterstützen können.

Grundlegende systemische Techniken wie Verschlimmerungsfragen, Externalisierung oder zirkuläres Fragen werden in konkreten Dialogszenen vermittelt. Praktische Orientierung bieten u. a. sechs „Basalkriterien“, die der Autor für die therapeutische bzw. heilpädagogische Arbeit entwickelt hat.

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  • Rezension zu "Wenn Lukas haut" von Anton Hergenhan

    Wenn Lukas haut

    WinfriedStanzick

    15. November 2011 um 11:17

    Wie so viele andere Titel aus dem Carl Auer Verlag in Heidelberg richtet sich das hier vorliegenden Buch, das anhand von Praxisbeispielen in das systemische Coaching von Eltern aggressiver Kinder einführt, vornehmlich an Therapeuten und Menschen, die professionell in der Beratung tätig sind, und kann doch auch von Laien, die mit dem jeweiligen Thema befasst sind, gewinnbringend gelesen und rezipiert werden. Lehrer etwa und andere an Schule tätige Menschen werden in diesem Buch viele Erklärungen und Anregungen für konkretes Handeln finden, zu einem Phänomen, das in den letzten Jahren die Schule oft an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Immer mehr Schüler und auch Schülerinnen bringen eine Form der Aggressivität mit in die Schule, die andere Schüler bedroht und das Lehrpersonal hilflos macht. Lehrer, aber auch Eltern, die sich als Unterstützer der Lehrer engagieren wollen erfahren in diesem Buch, wie man Eltern aggressiver Kinder für die Zusammenarbeit gewinnt, wie man ihr negatives Selbstbild Stück für Stück verändern kann und wie die Eltern irgendwann selbst zu eigenständigen Gestaltern von Lösungen werden. Wieder einmal zeigt sich, wie der systemische Ansatz, dem sich der Carl Auer Verlag verpflichtet weiß und den er seit langen Jahren durch Publikationen unterstützt, eine nichtideologische, lösungsorientierte und relativ kurzfristig wirkende Intervention bei zunächst für unlösbar gehaltenen Konflikten oder Phänomenen darstellt. Das hier präsentierte Elterncoaching lebt von sechs grundlegenden Kriterien, die jede Lehrerin und jeder Lehrer zu seinen eigenen machen sollte: Persönliche Präsenz Wir spiegeln und suchen Anschluss an die Erlebniswelt der Eltern. Ihre Gedanken, Bilder und Geschichten nehmen wir auf. Gesprächsführung und Respekt Wir führen Gespräche nur im ausdrücklichen Respekt vor der Erfahrungsgeschichte der Eltern und ihrer Verantwortlichkeit Ausdrückliche Identifikation der Ressourcen, der Fähigkeit Wir teilen Eltern mit, was wir im Gespräch mit ihnen positiv erleben, und benennen konkret ihre Kompetenzen und Ressourcen Positive Beachtung des Symptoms Im Widerstand der Eltern gegen die Zusammenarbeit und ihrem Streit liegt Sinnvolles. Dieses Sinnvolle interessiert uns. Lösungsentwurf der Eltern Wir vertrauen darauf, dass Eltern ihre Kinder sehr gut kennen. Darum halten wir Eltern für lösungskreativ. Einbau des elterlichen Bezugsystems Wir ermutigen Eltern zum kooperativen Kontakt mit hilfsbreiten Personen aus ihrem Umfeld Kriterien sind das, die für jegliche Arbeit mit Eltern gelten sollten, auch wenn das Problem ein anderes ist als die Aggressivität der Kinder.

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