Anton Holzer

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Ganz Wien in 7 Tagen, Die letzten Tage der Menschheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anton Holzer

Anton Holzer, geb. 1964, Dr. phil., ist Fotohistoriker, Publizist und Ausstellungskurator sowie Herausgeber der Zeitschrift FOTOGESCHICHTE. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Fotografie- und Kulturgeschichte. Zum Ersten Weltkrieg erschienen die Bände: "Die letzten Tage der Menschheit. Der Erste Weltkrieg in Bildern", "Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914- 1918", 2. Aufl. 2014 und "Die andere Front. Fotografie und Propaganda im Ersten Weltkrieg" (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis, 3. Aufl. 2012).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anton Holzer

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Cover des Buches Ganz Wien in 7 Tagen9783863127275

Ganz Wien in 7 Tagen

 (2)
Erschienen am 15.05.2014
Cover des Buches Die letzten Tage der Menschheit9783863120047

Die letzten Tage der Menschheit

 (1)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches Mit der Kamera bewaffnet9783894453244

Mit der Kamera bewaffnet

 (1)
Erschienen am 01.10.2003
Cover des Buches Die erkämpfte Republik9783701734771

Die erkämpfte Republik

 (0)
Erschienen am 15.10.2018
Cover des Buches Die andere Front9783896788870

Die andere Front

 (0)
Erschienen am 15.05.2014
Cover des Buches Krieg nach dem Krieg9783806235609

Krieg nach dem Krieg

 (0)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Rasende Reporter9783863120733

Rasende Reporter

 (0)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Das Lächeln der Henker9783896783752

Das Lächeln der Henker

 (0)
Erschienen am 12.09.2008

Neue Rezensionen zu Anton Holzer

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Rezension zu "Die letzten Tage der Menschheit" von Anton Holzer

Kritischer Blick auf die Berichterstattung im ersten Weltkrieg
annluvor 6 Monaten

„Ich bin jetzt nur ein einfacher Zeitungsleser.“


In seinem Drama „Die letzten Tage der Menschheit“ verarbeitet Karl Kraus all jene Bilder und Zeitungsartikel, die ihm während des ersten Weltkrieges begegnen. Die Propaganda nimmt er nicht als Wahrheit an und bastelt rund um all die Eindrücke, die ihn über die Presse erreichen ein monumentales Antikriegsdrama, in dem er seine Meinung anderen in den Mund legt, scheinbar reale Szenen aus dem Krieg nachstellt und mit Worten Bilder beschreibt, denen in diesem Buch Fotografien aus der Zeit gegenübergestellt werden. 



Die Einleitung betrachtet Fakten zum ersten Weltkrieg aus Sicht des Autors Karl Kraus. Bereits hier wird auf seine Arbeit, mehr noch aber auf seine Artikel in seiner eigenen Zeitung, eingegangen. Sie gibt einen Überblick über das Gesamtwerk „Die letzten Tage der Menschheit“, aus dem in den folgenden Kapiteln einzelne Szenen herausgenommen werden, die ein besonderes Thema aufnehmen. 


Da sich das Drama auf Pressemitteilungen und Bilder aus Zeitungen stützt, gibt dieser Bildband die Zitate aus Kraus Buch zusammen mit Fotografien wieder. Schon das erste Kapitel über die inszenierte Kriegsbegeisterung zeigt einerseits die literarische Auseinandersetzung damit, die mehr in den Bildern aus den Zeitungen sieht. Diese lassen erkennen, worauf sich die Propaganda bezieht (die übrigens in einem eigenen Kapitel behandelt wird). Die „Schlachtbilder“ stehen den „Posen und Begegnungen“ gegenüber, da in ersteren die einfachen Soldaten an der Front – samt Toten – zu sehen sind, während das zweite Kapitel sich mit der Inszenierung des Kaisers bei seinen Truppenbesuchen beschäftigt. Das Schicksal der Bevölkerung wird in „Kriegsgefangene, Trophäen, Raubzüge“ aber auch in „Krieg im Hinterland“ aufgezeigt. Wie das Drama selbst endet das Buch mit Albtraumbildern und Betrachtungen, die alles in Frage stellen. 


Fazit: Die Auseinandersetzung mit dem Drama in Zusammenhang mit den Bildern hat Einsichten in den ersten Weltkrieg ermöglicht, besonders aber die Seite davon gezeigt, die von den Zeitungen und Zeitschriften inszeniert wurde. 

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