Anton Kapfer

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Lebenslauf von Anton Kapfer

Der Autor wuchs in einem Dorf auf, das einst eine blühende Landjudengemeinde beherbergte. Als Schulkind kannte er die im Jahr 1938 zerstörte Synagoge lediglich als Lagerhaus, das aber die Spuren der einstigen Bestimmung noch deutlich trug. Die intensive Beschäftigung mit der Ortsgeschichte während der Schulzeit weckte das geschichtliche Interesse des Autors. Nach dem Lehramtsstudium und mit der beruflichen Tätigkeit als Volksschullehrer und Schulleiter gewann die Thematik immer mehr an persönlicher Bedeutung, da in ihm die Erkenntnis reifte, dass dieses historische Phänomen einer unbedingten Aufarbeitung bedarf. Die Restaurierung der ehemaligen Synagoge und der neuen Zweckbestimmung als "Haus der Begnung und Besinnung" sowie die Gründung eines Förderkreises zur Organisation der Erinnerungsarbeit boten eine neue Herausforderung, sich in diese Arbeit einzubringen. Der Einblick in historische Quellen eröffnen ganz neue Perspektiven und motivieren zu intensiver Auseinandersetzung.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Braune Hemden-Gelbe Sterne-Schwarze Spiegel-Grüne Helme" von Anton Kapfer

Braune Hemden, gelbe Sterne, schwarze Spiegel, grüne Helme
Pixibuchvor 2 Jahren

Ein Stück Zeitgeschichte, die jeder gelesen haben soll und die nicht spurlos an einem vorbeigeht. Geschildert wird die Geschichte eines kleinen Dorfes (ich selbst wohne nur 3 km davon entfernt, was im Buch als nächste Kreisstadt genannt wird, deshalb kenne ich auch die Örtlichkeiten wie die Judenfriedhof usw. genau). Dort wohnten die Juden schon immer und hatten ihr gutes Auskommen. Der Ortsgruppenleiter dieses Dorfes war ein besonders goßer Nazi, der den Juden das Leben schwer machte. Einigen gelang es noch, nach Palästina oder Amerika auszuwandern, andere wurden zwangsenteignet und in die Konzentrationslager nach Dachau oder Theresienstadt deportiert. Hier wird uns das Lagerleben sehr gut vor Augen geführt, Elend, Hunger, Leid und Tod. Einige überlebten und nachdem Hitlers Herrschaft zu Ende ging, flohen die Gefangenen vor den Russen. Zum Glück trafen sie dann auf die amerikanischen Befreier. Doch als die ehemaligen Häftlinge in ihrem Dorf ankamen, waren sie schockiert: Ihre Häuser teilweise zerstört, die Synagoge niedergebrannt. Sie fuhren dann weiter und halfen einem anderen jüdischen Mann, seine Fabrik wieder aufzubauen. Der Autor hat das Buch in einer sehr eindrucksvollen und verständlichen Sprache geschrieben. In zeitaufwendigen Recherchen in den Archiven und auch in Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen hat er sich an Tatsachen gehalten. Wir nachfolgende Generation können nur hoffen, dass dies nie mehr wiederholt werden wird.

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