Anton Kapfer Braune Hemden-Gelbe Sterne-Schwarze Spiegel-Grüne Helme

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Inhaltsangabe zu „Braune Hemden-Gelbe Sterne-Schwarze Spiegel-Grüne Helme“ von Anton Kapfer

Auch auf dem breiten Land greift die nationalsozialistische Ideologie ab 1933 Platz. Ein übereifriger Ortgruppenleiter versucht, seine ganze Familie zu indoktrinieren, was aber nur bei den Söhnen gelingt. Er initiiert und inszeniert auch den „braunen“ Terror im Dorf. Einige Familien von noch im Dorf lebenden Juden beugen sich dem massiven Druck und wandern aus: die genannten Familien nach Palästina. Mit Unterstützung ehemaliger Auswanderer gründen sie eine neue Existenz. Andere jüdische Dorfbewohner werden verhaftet, zwangsenteignet und deportiert. Der Lageralltag in Dachau und Theresienstadt gestaltet sich grausam, entwürdigend und sehr lebensbedrohend. Doch der unbedingte Überlebenswille siegt über alle Entbehrungen und Strapazen.
Hugo Weiß und Nathan Baldauf, aus demselben Dorf stammend, begegnen sich in den letzten Kriegstagen im KZ Theresienstadt und beschließen die sofortige Rückkehr in die Heimat, nicht zuletzt aus dem Grund, nicht in die Hände der heranrückenden Russen zu fallen. Zusammen mit drei Mithäftlingen machen sie sich auf den Weg und treffen an der Westgrenze des einstigen Protektorats Böhmen-Mähren auf eine amerikanische Einheit. Unverhofft begegnen Weiß und Baldauf einem US-Offizier, der aus ihrem Dorf stammt. Mit einem amerikanischen Truppentransporter gelangen die ehemaligen Häftlinge nach Bayern.
In Augsburg findet Weiß sein Haus mit der Fabrik zerstört vor, seine Frau und Schwiegermutter aber trifft er wohlbehalten an. Seine Weggefährten, die bei ihm bleiben, werden ihm wichtige Stützen beim Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde und seines persönlichen Immobilienbesitzes.
Seine ganze Energie investiert er in die Wiedergutmachung für seine jüdischen Glaubensgenossen sowie der Entlarvung und Verurteilung der einstigen braunen Machthaber mit ihren Helfershelfern und Sympathisanten.

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  • Braune Hemden, gelbe Sterne, schwarze Spiegel, grüne Helme

    Braune Hemden-Gelbe Sterne-Schwarze Spiegel-Grüne Helme

    Pixibuch

    30. October 2017 um 13:57

    Ein Stück Zeitgeschichte, die jeder gelesen haben soll und die nicht spurlos an einem vorbeigeht. Geschildert wird die Geschichte eines kleinen Dorfes (ich selbst wohne nur 3 km davon entfernt, was im Buch als nächste Kreisstadt genannt wird, deshalb kenne ich auch die Örtlichkeiten wie die Judenfriedhof usw. genau). Dort wohnten die Juden schon immer und hatten ihr gutes Auskommen. Der Ortsgruppenleiter dieses Dorfes war ein besonders goßer Nazi, der den Juden das Leben schwer machte. Einigen gelang es noch, nach Palästina oder Amerika auszuwandern, andere wurden zwangsenteignet und in die Konzentrationslager nach Dachau oder Theresienstadt deportiert. Hier wird uns das Lagerleben sehr gut vor Augen geführt, Elend, Hunger, Leid und Tod. Einige überlebten und nachdem Hitlers Herrschaft zu Ende ging, flohen die Gefangenen vor den Russen. Zum Glück trafen sie dann auf die amerikanischen Befreier. Doch als die ehemaligen Häftlinge in ihrem Dorf ankamen, waren sie schockiert: Ihre Häuser teilweise zerstört, die Synagoge niedergebrannt. Sie fuhren dann weiter und halfen einem anderen jüdischen Mann, seine Fabrik wieder aufzubauen. Der Autor hat das Buch in einer sehr eindrucksvollen und verständlichen Sprache geschrieben. In zeitaufwendigen Recherchen in den Archiven und auch in Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen hat er sich an Tatsachen gehalten. Wir nachfolgende Generation können nur hoffen, dass dies nie mehr wiederholt werden wird.

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