Anton Leiss-Huber Gnadenort

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Inhaltsangabe zu „Gnadenort“ von Anton Leiss-Huber

Die Jugendliebe Maria im Kloster, ganz Altötting bevölkert mit Pilgern und der alte Wirt Bichler ermordet in der Kirchenbank: Die Rückkehr in seinen Heimatort hat sich Kommissar Max Kramer beschaulicher vorgestellt. Seine Ermittlungen beginnen zäh, doch Maria kennt sich aus mit dem Neid, den Lügen und Intrigen hinter dem katholischen Anstrich und unterstützt ihn tatkräftig. Ungünstig nur, dass dabei das alte Feuer zwischen den beiden erneut entfacht …

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  • Gottes Werkzeug

    Gnadenort
    walli007

    walli007

    23. June 2017 um 21:30

    Max Kramer will keine von seinem Vater vorgefertigte Karriere, deshalb ist er zur Polizei nach Mühldorf zurück gekehrt. Einmal zurück trifft er auch seine ehemalige Freundin Maria Evita wieder, die ist allerdings als Novizin in das Kloster eingetreten. Nicht lange dauert es, da hat Max Kramer seinen ersten Fall. Der alte Bichler Wirt sinkt während des Gottesdienstes tot zusammen. Natürlicher Tod? Der Mann war sehr betagt, doch er erfreute sich guter Gesundheit. Nur kurze Zeit später stürzt die Frau des Toten vor Schwester Maria Evitas Augen in den Hof des Klosters. Kann das noch ein Zufall sein? Hier treffen Schwester Maria Evita und Max Kramer zum ersten Mal wieder aufeinander. Und schon entsteht eine Verbindung, die durch die Todesfälle noch intensiviert wird. Schwester Maria Evita kennt sich natürlich aus mit dem Kloster und der Kirche. Max vermutet allerdings, dass wenn es sich nicht um einen natürlichen Tod oder einen Unfall handelt, die Ursache eher in der Familie des alten Ehepaares zu suchen ist. Doch es geht nicht nur um Recht haben, es geht vielmehr darum, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Egal wie tief verborgen die Wahrheit liegt. In diesem Hörbuch, das durch den Autor selbst mit viel Phantasie und Lokalkolorit vorgetragen wird, trifft das Weltliche mit dem Kirchlichen zusammen. Der wunderbar bodenständige Pfarrer Hirlinger mit seinem Fräulein Schosi, der heimgekehrte Max Kramer und die bekehrte Maria Evita. Sie geraten in ein Familiendrama um die Familie Bichler, die angesehene Wirtsfamilie, die doch einiges zu verbergen hat. Viel mehr Leute sind in die Sache verwickelt als man sich vorstellen kann, auch solche, bei denen man nun überhaupt nicht damit rechnet.  Mit teilweise beißendem Witz und doch auch sehr humorvoll schildert der Autor die Geschehnisse. Obwohl er ein eher leichteres Format gewählt hat, gibt es in diesem Roman um die Tode in der Familie Bichler auch sehr ernste Momente und mit Spannung verfolgt man, wie schließlich die Lösung gefunden wird. Warum gerade in diesem Moment alles so kommt, ist nicht ganz schlüssig, das tut dem Hörvergnügen allerdings keinen Abbruch. Zwar gesteht die Rezensentin, dass ihr das zweite Buch dieser Reihe etwas besser gefallen hat, gute Unterhaltung bietet dieses Hörbuch aber allemal. 3,5 Sterne

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  • LovelyBooks Hörbuch-Challenge 2017

    Der Vorleser
    Ginevra

    Ginevra

    Ihr liebt das gesprochene Wort genauso wie das geschriebene? Und Hörbücher und Hörspiele gehören in euer Bücherregal genauso wie das gedruckte Buch? Dann seid ihr bei der LovelyBooks Hörbuch Challenge 2017 genau richtig.  Ziel der Challenge ist, das wir in diesem Jahr 15 Hörbücher/ Hörspiele hören und rezensieren. Ablauf:  1. Melde dich mit einem Sammelbeitrag zu Challenge an. Ich werde unter diesem Text eine Teilnehmerliste anlegen mit allen Teilnehmern und diese mit Eurem Sammelbeitrag verlinken. 2. Zwischen dem 01.01. und 31.12.2017 hörst zu 15 Hörbücher/Hörspiele mit einer Mindestlänge von 3 Stunden, egal aus welchem Genre oder wann erschienen. Neu: Bis zu drei Hörspiele dürfen auch kürzer als drei Stunden sein! (sonst ist es zu schwierig, welche zu finden). 3. Wenn du nun ein Hörbuch/Hörspiel gehört und auf LovelyBooks rezensiert hast, schreibe den Link zur Rezension hier in einem Kommentar. Es werden nur rezensierte Hörbücher und Hörspiele gezählt, deren Rezension auf LovelyBooks erschienen sind.  Drei Rezensionen dürfen durch Kurzmeinungen ersetzt werden! 4. Die Unterkategorien dienen dem Austausch untereinander - Du darfst natürlich frei wählen, was Du hören möchtest! 5. Trage den Link zu Deinen Rezensionen auch in Deinen Sammelbeitrag ein. 6. Unter allen TeilnehmerInnen, die die Vorgaben erfüllt haben, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost! Ihr könnt jederzeit einsteigen und mitmachen oder euch wieder abmelden. Denn die Challenge soll vor allen Dingen eins machen: Spaß! Habt Ihr noch Fragen? Dann meldet euch! Ansonsten freue ich mich auf viele Anmeldungen. Falls Eure Links nicht funktionieren sollten, bitte melden!! Teilnehmerliste: Aglaya ban-aislingeach black_horse BellastellaBuchgeborene   Buecherwurm Cathy28 capcola ChattysBuecherblog ChrischiD Cornelia_Ruoff CorniHolmes danielamariaursula Foerdebuch Gelegenheitsleseratte Ginevra Gruenente HeyyHandsome Joolte Kleine1984 Kuhni77 lenisvea leniks Lesebiene27 Letanna loveYouknowMe Luiline LunaLuo Meiky MelE Michicorn MissWatson76 MissStrawberry monidaMrslaw MsChili Nelebooks Nele75 OnlyHope1990 parden Pucki60 robberta sChiLdKroEte Schluesselblume Schnapsprinzessin Seelensplitter Smilla507 Steffi_LeyererTalathiel Thaliomee walli007 Wedma zazzles

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  • Eine tolle Autorenlesung

    Gnadenort
    Antek

    Antek

    Anton Leiss-Huber hat mich mit seinem Krimidebüt „Gnadenort“ wirklich absolut begeistert, deshalb war ich sehr gespannt, wie er seinen Krimi als Hörbuch umsetzt. Mir hat beides super gut gefallen. Autorenlesungen  sind meiner Meinung nach immer etwas Besonderes. Im Normalfall merkt man, dass bei dem Vortag das ganze Herzblut darin liegt und genau so ist es hier auch. Anton Leiss-Huber, der ja in Altötting aufgewachsen ist, hat natürlich auch den perfekt passenden Dialekt, authentischer könnte es gar nicht sein. Auch seine Tätigkeit als Opernsänger und Schauspieler kommen ihm sicherlich zugute. Er versteht es wirklich seinen Charakteren Leben einzuhauchen, sie eben mit ihrem eigenen Tonfall ganz individuell erscheinen zu lassen. Ebenso gelingt es ihm geschickt die Atmosphäre einzufangen, egal ob humorvoll oder spannend. Kommissar Max Kramer lässt sich nach einigen Jahren in München wieder in die Nähe seines Heimatortes Altötting versetzen. Aber so ruhig und beschaulich, wie er sich es von dem katholischen Epizentrum erwartet hat,  geht es hier nicht zu. Beim Gottesdienst in der Stiftskirche bricht der Bichler Wirt röchelnd zusammen. Ist er an einem Herzinfarkt verstorben? Wie passen die Pilger dazu, die ebenfalls über Atembeschwerden klagen? Noch eine Überraschung hat die Rückkehr für Max parat. Er hat sich auch auf ein Wiedersehen mit seiner Jugendliebe gefreut. Daher staunt er nicht schlecht, als er Maria Evita in Nonnentracht über den Weg läuft. Wie es der Zufall will, saß sie während dem Gottesdienst auch noch direkt neben dem Wirt und erlebte dessen Sterben hautnah mit. Nicht nur sie glaubt an einen natürlichen Tod und so steht sie Max bei dessen Ermittlungen nur allzu gern zur Seite. Der Autor vereint einen spannenden Krimi mit einer gehörigen Portion Humor, was mir super gut gefällt. Bei den ersten Sätzen schon herzhaft lachen, das kann man mit Gadenort auf jeden Fall. Ich konnte Tränen lachen über Petronilla Schosi, die Haushälterin des Monsignore. Hirlinger. Diese schrullige Persönlichkeit macht diesem das Leben ganz schön schwer und zwar nicht nur mit Ayurveda Küche, die einfach nicht so gut schmeckt wie eine ordentliche Weißwurst. Sie scheut auch nicht davor zurück, den Dorfpfarrer aus der Wirtschaft zu zitieren, oder den Krankenschwestern zu diktieren, was gut ist für den Monsignore. Kommissar Max war mir sympathisch, aber noch ein bisschen besser hat mir Novizin Maria Evita als Ermittlerin gefallen. Gemeinsam sind sie auf jeden Fall gut im Lösen von kniffligen Fragen und wer weiß, vielleicht ermittelt sie in einer hoffentlich folgenden Fortsetzung ja schon auf weltlichen Füßen. Dass noch ein großer Rest der Jugendliebe vorhanden ist, ist nämlich unschwer zu erkennen. Der Krimi sprüht vor Lokalkolorit. Altötting wie es leibt und lebt. Pilgerströme und Devotionalienläden mit jeder Menge Andenken prägen den bekannten Wallfahrtsort. Auch hier geht es nicht ohne Humor zu, so kann schon mal die Frage auftauchen, wofür diese hohlen Heiligenfiguren denn dienen sollen, wirklich für das Weihwasser, oder doch nicht eher für den heimlichen Schnaps. Auch der Dialekt, der immer wieder mit einfließt schafft eine tolle Atmosphäre. Man merkt deutlich, dass sich der Autor in seinem Geburtsort so richtig auskennt und sichtlich wohl fühlt. Der Fall an sich ist spannend und verzwickt. Lange war ich am Grübeln wer als Täter infrage kommt. Der Tote war nicht sonderlich beliebt und damit gibt es ja schon allein einmal genügend Verdächtige. Einige geschickte Finten haben mein Ermitteln erschwert und die bis kurz vor der Auflösung hatte ich keine richtige Ahnung. Sehr gut haben mir der Mordplan und das zugehörige Motiv gefallen. Alles in allem ein spannender Krimi, der mit Ironie, Situationskomik, Lokalkolorit und toll gezeichneten Charakteren wirklich überzeugt. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.  

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