Anton Szandor LaVey

 3.1 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Die satanische Bibel., DIE SATANISCHEN RITUALE und weiteren Büchern.

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Die satanische Bibel.
Anton Szandor LaVeyDIE SATANISCHEN RITUALE
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DIE SATANISCHEN RITUALE
DIE SATANISCHEN RITUALE
 (1)
Erschienen am 11.12.1999
Anton Szandor LaVeyThe Satanic Rituals Companion to The Satanic Bible
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The Satanic Rituals Companion to The Satanic Bible

Neue Rezensionen zu Anton Szandor LaVey

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stefanie_skys avatar

Rezension zu "Die satanische Bibel." von Anton Szandor LaVey

Umstrittenes und schwieriges Thema
stefanie_skyvor 4 Jahren

VORWEG:

Vielleicht sollte ich kurz etwas zu meiner Beziehung zu dem Thema sagen. Ich bin keine Satanistin, beschäftige mich aber gerne mit der Geschichte, verschiedenen Religionen oder auch Mythologien. Obwohl ich evangelisch erzogen worden bin, sehe ich mich eher als Agnostikerin. Schließlich gibt es für keinen Glauben Beweise und somit glaube ich zwar, dass vielleicht in vielen Dingen ein Funken Wahrheit stecken könnte, aber wie viel oder wie wenig vermag ich nicht zu sagen. Ich philosophiere gerne, stelle Dinge infrage, bilde mir aber erst eine Meinung zu einem Thema, wenn ich glaube zumindest annnähernd genügend dazu zu wissen, Die Medien mögen viel über den Satanismus berichten, das erschauerlich ist. Aber inwiefern kann man den Medien schon trauen?

MEINUNG:

Kaum eine Glaubensrichtung ist wohl so umstritten wie der Satanismus. Immer wieder hört man von schrecklichen Opferritualen und dergleichen, die augenscheinlich von Anhängern dieser Religion vollbracht werden bzw. worden sind. LaVey nimmt klar Bezug zu diesen brisanten Thematiken und distanziert sich dabei von Ritualen, in denen beispielsweise Babys, Kinder oder Tiere geopfert werden. Der Satanist würde niemals einem Kind oder einem Tier etwas antun, da er diese als reine Wesen bzw. als Vorbild betrachtet. Er selbst sieht den Mensch selbt als ein Tier, das nicht mehr oder weniger wert ist, als nichtmenschliche Tiere. Zudem sieht der Satanist den Menschen als das gefährlichste Tier an, da dieses ua. gelernt hat sich und andere zu täuschen und zu belügen. Der Satanist hält zudem wenig von der Beichte, sofern man seine Taten nicht aufrichtig bereut. Alles dient insofern der eigenen Selbstverwirklichungen, wobei keine Bestrafung auf diverse Sünden erfolgt. Tu was dich glücklich macht, lautet ein Kerngedanke.  Das Buch predigt an vielen Stellen Toleranz, hat jedoch zum Ende hin wiederum auch Rituale aufgeführt um damit anderen Menschen Schaden zuzufügen. Ab wann es gerechtfertigt ist jemand anderen zu schaden wird demnach so geschildert, dass der Satanist aus einem Akt der Rache zu diesen Mitteln greifen kann und darf. Inwiefern die Rache gestaltet sein soll, ist dem Satanisten frei gestellt. Letzten Endes will dies heißen, dass man sich nichts einfach gefallen lassen muss und nicht alles vergeben und vergessen soll.

Die satanische Bibel zieht Vergleiche zwischen alten Religionen und dem Christentum, vergleicht Satan mit dem Gott Pan der griechischen Mythologie und räumt mit dem ausschließlich schlechten Bild auf, das die Kirche errichtet hat. Allerdings schreibt LaVey zwischendurch auch recht wiedersprüchlich oder es hat zumindest eine derartige Wirkung, da er bestimmte Themen anschneidet, die er später mit einer weiteren Ansicht an anderer Stelle erneut aufgreift. Da kriegt man als Leser manchmal schon ein wenig Kopfschmerzen. Hinzu kommt, dass er oftmals auch viel Ironie und Sarkasmus miteinbringt, was zusätzlich wohl dafür sorgt, dass jeder das Geschriebene teilweise anders auffassen wird.

Der Satanismus will nicht als gut oder böse angesehen werden, sondern als eine Religion mit Schatten. Im Prinzip ist sie das auch. Darin liegt jedoch auch ein wenig das Paradoxon. Die Religion lässt sich in vielerlei Hinsicht von jedem Menschen frei interpretieren, sodass sie auch leicht für ausschließlich "böse" Zwecke missbraucht werden kann. Somit nimmt LaVey auch an einigen Stellen Bezug dazu und nennt jene Gruppen, die ihre Religion missbrauchen "Pseudo-Satanisten". Diese sorgen schließlich dafür, dass das schlechte Image der Antichristen aufrecht erhalten bleibt.

AUSZUG:

"

Gib deine Meinung oder Ratschläge nicht preis, außer du wurdest gefragt. Berichte anderen nicht von deinen Sorgen, es sei denn, du bist dir sicher, dass sie sie hören wollen. Wenn du dich in den Räumlichkeiten eines anderen aufhältst, erweise ihm Respekt oder geh nicht dort hin. Wenn dich ein Gast in deinen Räumlichkeiten belästigt, behandle ihn grausam und ohne Gnade. Starte keine sexuellen Annäherungsversuche, außer du bekommst ein Signal dazu. Nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, es sei denn, es ist eine Bürde für die andere Person und sie schreit danach, davon erlöst zu werden. Respektiere die Kraft der Magie, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deine Wünsche zu erfüllen. Wenn du die Kraft der Magie abstreitest, nachdem du sie erfolgreich angerufen hast, wirst du alles verlieren, was du hast. Beschwere dich über nichts, dem du dich nicht aussetzen musst. Verletze keine kleinen Kinder. Töte keine nicht-menschlichen Tiere, solange du nicht angegriffen wirst oder Essen brauchst. Wenn du in offenem Gelände unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, fordere ihn dazu auf, dies zu unterlassen. Wenn er nicht damit aufhört, vernichte ihn. "

FAZIT:

Ob man nun den Ansichten von LaVey zustimmt oder nicht (vielleicht auch nur teilweise), sollte man es gelesen haben um klare Stellung zu dem Thema nehmen zu können. Etwas "verteufeln" von dem man kaum etwas weiß, kann man schließlich schnell.

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Leseratte von A - Zs avatar

Rezension zu "Die satanische Bibel." von Anton Szandor LaVey

Rezension zu "Die satanische Bibel." von Anton Szandor LaVey
Leseratte von A - Zvor 7 Jahren

Ja... Die satanische Bibel...

Also man hört ja schon so einiges über den Satanismus, vorallem wenn man sich als atheistischer Jugendlicher unter Gleichgesinnte mischt. Man hört davon, wie sich die Satanisten versammeln um gemeinsamn Tierblut zu trinken oder irgendwelche makaberen Opferrituale zu vollziehen mit Kerzen aus dem Fett ungetaufter Kinder und all das ganze Zeug.
Doch wie sieht's wirklich aus? Wer das wissen will, sollte auf jedenfall dieses Buch lesen, denn näher wird wohl kein offizieller Text die Gepflogenheiten der Church of Satan schildern.
Geschrieben vom Gründer und ehemaligen Hohepriester Anton Szando LaVey höchstpersönlich wird in diesem Buch alles genau erklärt. Es wird klarschiff gemacht mit den bösen Vorurteilen und es wird sogar erklärt, was man selbst machen kann um Satanist zu werden.

Obwohl mich der Satanismus schon irgendwie interessierte, hätte ich nie die tatsächliche satanische Bibel gekauft. Als Atheist glaube ich weder an Gott, noch an Satan, damit waren für mich Christentum und Satanismus gleich unbedeutend. Doch als eine Freundin mir anbot mir ihr Exemplar auszuleihen sagte ich einfach mal zu.
Zuerst war ich sehr begeistert. Der Satanismus heißt nur Satanismus, weil es als Gegenstück zum scheinheiligen Christentum stehen soll. Man glaubt an keine höhere Macht und man ist selbst sein eigener Gott. Anstatt wie das Christentum sexuelle Gefühle, marterielles Verlangen oder eigennützige Wünsche als Sünden anzusehen, ist es ihr mehr als erlaubt. Man soll sein Leben leben wie man es will und richtig genießen. Man soll sich nicht an scheinheilige Verbote halten und nur auf ein Leben nach dem Tod (also im Himmel) hinzuarbeiten.
Das Verlangen nach Sex, marterielle Habsucht und das man für sich selbst nur das Beste will ist vollkommen natürlich und man spottet darüber, dass das Christentum diese als Sünden darstellt. Genauso soll man nicht die andere Wange hinhalten, wenn einem Leid zugefügt wurde, sondern sich rächen.
Fand ich alles erstmal ziemlich gut und sehr gut nachvollziehbar. Doch umso weiter ich las, umso weniger hielt dieser positive Eindruck.

Mit diesen 'Geboten' wird der Satanismus auch als Religion der Realisten bezeichnet. Als ich diese Bezeichnung, diesen Paradox das erste mal las, musste ich direkt den Kopfschütteln.
Und dieser Paradox ist es auch, der den Satanismus für mich persönlich nach und nach wieder fast genauso wertlos machte wie andere Religionen.
Das Buch fängt an mit vollkommen rationalen Entschlüssen und zeigt teilweise genau, wo das Christentum denn falsch liegt und wie die Church of Satan es richtig macht, doch alles wird versaut mit immer mehr hinzuflößenden Stumpfsinn wie Magie, Rituale und Herbeirufung Satans. Vorallem letzteres hat mich sehr irritiert, da zu Beginn noch klar gemacht wurde, dass man an keine höhere Macht glaubt, wie ich schon sagte.
Vorallem das letzte Drittel des Buches handelt komplett von diesen magischem Zeugs und zog damit alles in den Dreck was vorher noch so logisch und verständlich erzählt wurde. Diesem Buch nach zu urteilen ist der Satanismus ein totales Paradox und weiß selber nicht genau was es ist. So kommt es mir jedenfalls vor...
Vorallem die letzten Seiten mit den verschiedenen Ritualen und den sogenannten henochischen Schlüsseln (irgendwelche uralten Texte von "Engeln") habe ich nur noch unaufmerksam gelesen.

Ganz ehrlich, wenn ich mich zwischen diesen beiden Religionen entscheiden müsste, würde ich auf jedenfall eher der Church of Satan beitreten als dem Christentum, weil ich dem Satanismus immer noch mehr abringen kann. Aber wenn ich die Wahl hätte, bliebe ich Atheist.

Wie auch immer, das Buch selber ist gut und verständlich geschrieben und wer sich in irgendeiner Art und Weise für den Satanismus interessiert, sollte dieses Buch auf jedenfall gelesen haben. Als offizielle Schrift der Church of Satan kann man davon ausgehen, dass das hier am nächsten an der Wahrheit dran ist.
Ob man nun irgendeiner anderen Religion angehört oder auch nicht, "Die satanische Bibel" ist auf jedenfall ein interessantes Buch über eine der umstrittensten Religionen und Kulte und tatsächlich jedem zu empfehlen. Egal ob man LaVey's Ansichten teilt - vielleicht auch nur teilweise - oder eben auch nicht, denn bei all den Mythen und Geschichten die über die Satanisten kursieren, weiß wahrscheinlich kaum einer, wie es denn wirklich ist.

Das Buch erhält von mir 4 Sterne, da es insgesamt sehr interessant war, aber ich konnte den 'magischen' Teil zum Schluss hin nicht ausstehen.

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Dupsis avatar

Rezension zu "Die satanische Bibel." von Anton Szandor LaVey

Rezension zu "Die satanische Bibel." von Anton Szandor LaVey
Dupsivor 8 Jahren

Ich habs einfach mal nur aus Interesse gelesen und fand es ziemlich interessant.
Ich hatte nicht allzuviel Ahnung vom Satanismus. Eigentlich nur das, was man im Allgemeinen so hört und was ja zum Großteil totaler Blödsinn ist.
Die satanische Bibel räumt mit all den Vorurteilen auf. Ich finde, jeder der sich anmaßt irgendwas über den Satanismus sagen zu wollen, sollte erstmal dieses Buch lesen um sich überhaupt ein Bild davon zu machen, was diese Religion überhaupt will.
Gerade die, die den Satanismus verhöhnen sollten dieses Buch lesen um falsche Ansichten revidieren zu können.

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