Anton Tantner Die ersten Suchmaschinen

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Inhaltsangabe zu „Die ersten Suchmaschinen“ von Anton Tantner

Was heute Dating- Apps, Tauschbörsen, Finanzmakler, Jobcenter und Carsharing- Anbieter übernehmen, leistete früher eine einzige Institution: das Adressbüro. Wer im 17. Jahrhundert etwas kaufen oder verkaufen wollte, Arbeit, Wohnung, ein Hausmädchen oder einen Arzt suchte oder zu vermitteln hatte, konnte dort sein Anliegen gegen Gebühr in ein Register eintragen lassen oder Auszüge aus diesem Register erhalten. Solche Adressbüros gab es in vielen europäischen Städten, etwa in London die registry oder das intelligence office, in der Habsburgermonarchie die Frag- und Kundschaftsämter und in anderen deutschsprachigen Städten Adresscomptoirs und Berichthäuser. Anton Tantner schreibt eine Ideengeschichte des Sammelns, Organisierens und Weitergebens von Informationen und Wissen aus der Perspektive unserer Gegenwart, in der wir ohne google kaum mehr leben können, social media scheinbar alles und andererseits Datenschutz ein zentrales Thema ist. Dass man aber die richtige Form für das Vermitteln von Information kaum unterschätzen kann, beweist Tantners eigener, bisweilen vergnügt erzählender Stil.

Informationsmanagement vor Google, Wikipedia und Co - "Frag- und Kundschaftsämter"

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

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  • Wer liefert was? - vor Google und Co.

    Die ersten Suchmaschinen
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Wer gab dem Wissbegierigen in Zeiten vor Google und Co. Auskunft? Das ist die Frage, die sich Autor Anton Tantner stellte. Auf 176 Seiten gibt es einen Abriss über die Geschichte der „Frag- und Auskunftsbureaus“. Der Einstieg beginnt im Paris von 1580 mit dem Vorschlag von Montaigne, doch eine staatliche Auskunftsstelle zu eröffnen, in der „Angebot und Nachfrage“ einander finden könnten. Wir erfahren von Théophraste Renaudot, der um 1612 das königliche Privileg erhielt, ein „Bureau d’Adresse“ eröffnen zu dürfen. Renaudot bot nicht nur Adressen, Immobilien, Auskünfte und Arbeitsvermittlung an, sondern als gelernter Arzt, auch medizinische Beratung an. Er was also quasi „Dr. Google“. Natürlich wurde er von allen, möglichen Leuten angefeindet. Verletzung des Datenschutzes (auch, wenn das damals anders hieß) wurde ihm vorgeworfen. Weiter geht die Reise des Informationsmanagements mit dem Londoner „Offices of Intelligence“. Im Wien des 17. Jahrhunderts beleuchtet der Autor das Projekt der „Fragstuben“ von Angelus de Sumaran. In Preußen übernehmen Adresshäuser gleich die Aufgabe der Pfandleihanstalten, weil ja irgendwo das Geld hereinkommen muss. Der Philosoph und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz hatte hochfliegende Pläne, die leider niemals verwirklicht wurden. Später, im 18. Jahrhundert etablieren sich im Habsburgerreich „Frag- und Kundschaftsämter“, dessen Anzeigenblatt als „Wiener Zeitung und amtlicher Anzeiger“ als Zeitung bis heute überlebt hat. Der Autor Anton Tantner ist Historiker und hat mit diesem Buch eine interessante Aufzählung von Institutionen erstellt. Er beschreibt das Sammeln, Organisieren und Weitergeben von Informationen, nicht nur an Einzelpersonen sondern auch an staatliche Interessenten. Das vorliegende Buch liest sich ein wenig wie eine Diplomarbeit. Doch irgendwie endet sie plötzlich. Die Quellenangaben und das weiterführende Literaturverzeichnis sind sehr ausführlich. Ich bin verleitet, das eine oder andere noch nachzuschlagen.

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