Anton Tschechow Ein Duell

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Inhaltsangabe zu „Ein Duell“ von Anton Tschechow

Der junge Beamte Laevskij, ein Zyniker und geschickter Schwindler, ist mit seiner (verheirateten) Geliebten Nadezda aus Petersburg geflohen. In einer nordkaukasischen Kleinstadt will er ein neues Leben beginnen, fern der Zerstreuungen der Hauptstadt. Doch dieser Plan erweist sich als Illusion, denn Arbeit und ein beschauliches Leben liegen ihm nicht. Vor allem ist er sich seiner Gefühle zu Nadezda nicht mehr sicher: Soll er sie heiraten oder verlassen? Kann er überhaupt glücklich werden mit ihr? Oder soll er wieder zurück in die Hauptstadt? Mit diesen Fragen konfrontiert ihn der Zoologe von Koren, der ihm Unschlüssigkeit und sinnlosen Lebenswandel vorwirft. Dieses Duell - erst mit Worten ausgetragen, dann mit Waffen - wird zum Wendepunkt in Laevskijs Leben.

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  • Rezension zu "Ein Duell" von Anton Tschechow

    Ein Duell

    Carriecat

    11. February 2010 um 18:19

    Cover: Wie vom Verlag „Diogenes“ gewohnt, sind die (Hör)Bücher immer schlicht und v. a. einheitlich aufgemacht. Das kann natürlich identitäts- stiftend sein und für einen gewissen Wieder- Erkennungs- Effekt sorgen, ich persönlich finde es etwas langweilig. Das vorliegende Hörbuch ist in einem, schwarz- weiß- blau bedruckten, Papp- Karton geliefert worden. Das hätte mich im Laden definitiv nicht angesprochen! Hauptfiguren: Laevskij: Ein liebenswerter Nichtsnutz, der gekonnt die Sonnenseiten des Lebens wahrnimmt und den Rest umschifft. Er ist ein Lebemann, der mit seiner verheirateten (nicht mit ihm!) Geliebten in den Kaukasus geflüchtet ist. Dummerweise ist er sich nicht sicher, ob er sie verlassen soll oder nicht… Nadezda: Ist mit ihrem Geliebten in die „Provinz“ gekommen, vergeht aber vor Langeweile und kommt deshalb auf einige Dummheiten. von Koren: Durchschaut und verachtet Laevskij. Der Zoologe geht sogar so weit zu sagen, dass es ein reiner Akt der Nächstenliebe wäre, dieses „Subjekt“ aus der Welt zu schaffen. Doktor Samoljenka (frei nach Gehör): Die gute Seele des Ortes, mit jedem gut Freund und „harmoniesüchtig“. Wenn er mal sauer ist, dann aber richtig! Inhalt: Im Petersburg des 19. Jahrhunderts geächtet wegen ihrer „wilden Ehe“, flüchtet sich ein besonderes Paar in den Kaukasus. Sie ist eigentlich mit einem anderen verheiratet, was sie aber nicht davon abhält, sich für etwas „Besseres“ zu halten. Schließlich lebt man ja nun unter „Wilden“! Er fristet ein faules Leben als Beamter, wie man ihn sich klassischerweise vorstellt: ganztägig in Pantoffeln, außer beim morgendlichen Bad! Natürlich ist die Bevölkerung nicht gerade begeistert über diesen russisch- arroganten Neuzugang, der nur mit Bier und einem Kartenspiel zum kulturellen Leben beiträgt. Besonders der Wissenschaftler von Koren hasst Laevskij bis aufs Blut. Er lässt keine Gelegenheit aus ihm zu verspotten und bloßzustellen. Aus Worten wird irgendwann bitterer Ernst: Ein Duell steht an…. Stil: Der Autor (1860-1904) stammt aus einer längst vergangenen Zeit und das merkt man natürlich auch am Schreibstil. Er verwendet Wörter und einen Sprachstil, der uns schlichtweg nicht geläufig ist (z.B. „Mir ist so schwer.“, „Liebste, reden sie nicht!“). Antiquiert aber keinesfalls verstaubt, nimmt er den Leser mit in eine andere Welt, lässt Bilder entstehen von der Mode, den Sitten und Gebräuchen. Die damalige Gesellschaft ist wunderbar skizziert, man kann sich die „Uniformhörigkeit“, die feinen Herrschaften und ihre Intrigen perfekt vorstellen. Die Dialoge der einzelnen Kontrahenten bzw. der Kontrahentinnen sind spitz und treffsicher formuliert. Obwohl der ein oder andere verbale Schlagabtausch sich etwas hinzieht, ist mir doch nie langweilig geworden. Sprecher: Ulrich Matthes liest manchmal etwas monoton, ihm gelingt es aber meist die verschiedenen Figuren sprachlich voneinander abzuheben. Besonders gelungen: der Doktor, der Diakon und die Damenwelt. Bei den Duellen zwischen Laevskij und von Koren gelingt es nicht immer, da die Erregung der Kontrahenten ihre „Stimmen“ ins Ähnliche verzerrt. Für den Hörer nicht immer klar erkennbar, wer gerade spricht! Fazit: Idylle in der „guten alten Zeit“: Badekultur, Picknicks auf dem Lande, aber damals war auch nicht alles besser! Glasklar werden Intrigen gesponnen und Lästereien verschossen! Die Figuren sind trotzdem so nett und liebenswert beschrieben, dass sie einem richtig ans Herz wachsen und zum schmunzeln bringen. Ihre Macken und Probleme sind auch heute noch aktuell, auch wenn wohl keiner mehr die Duell- Pistole aufnehmen würde…. Das finde ich so faszinierend, Menschen sind so verschieden aber immer wieder gerne gemein zueinander, scheinbar hat sich in hundert Jahren nicht viel geändert!

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