Antonia Arslan Das Haus der Lerchen

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der Lerchen“ von Antonia Arslan

Eine ergreifende Familiensaga aus Armenien zu Beginn des 20. Jahrhunderts Mitten in den Hügeln Anatoliens liegt das eindrucksvolle „Haus der Lerchen“ – ein Paradies und der ganze Stolz des armenischen Apothekers Sempad. Voller Ungeduld erwarten er und seine zahlreiche Familie die Ankunft seines Bruders Yerwant, der es in Italien als Arzt zu großem Ansehen gebracht hat. Doch es ist das Jahr 1915, kurz vor Ostern: In der jungen Türkei kommt es zu Pogromen gegen die Armenier, und ein Blutbad verwandelt das Haus der Lerchen in einen Ort des Schreckens. Nur die Frauen bleiben verschont, aber ihr Schicksal ist noch nicht besiegelt …

Ein beeindruckendes Buch über den armenischen Genozid. Erschütternd und tragisch, aber wunderschön erzählt.

— Tree_Trunks
Tree_Trunks

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  • Rezension zu "Das Haus der Lerchen" von Antonia Arslan

    Das Haus der Lerchen
    Liisa

    Liisa

    06. May 2007 um 17:02

    In einem bewegenden teilweise geradezu poetischen Roman hat Antonia Arslan dem armenischen Volk und den Opfern des Genozids an den Armeniern ein würdevolles neues literarisches Denkmal gesetzt. Natürlich kommen einem sofort die wenigen anderen literarischen Denkmäler dieses Völkermords in den Sinn, ein hoher Maßstab. Doch es gelingt Antonia Arslan und es war für mich als Leserin geradezu erstaunlich wie sie diese so düsteren, unsäglich traurigen, brutalen, unmenschlichen Ereignisse auf eine Art erzählt, die leicht daher kommt ohne dabei leichtsinnig zu werden, ganz im Gegenteil. Erzählt wird die Geschichte anhand einer großen armenischen Sippe und deren Mitglieder. Diese Figuren wachsen einem wirklich ans Herz. Besonders beeindruckend sind die Frauengestalten, die versuchen zu retten was zu retten ist, häufig um den Preis des eigenen Lebens. Die Erzählung fließt dahin wie eine dieser traurigen armenischen Melodien und birgt doch immer einen Funken an Hoffnung, an Überlebenswillen. Erschütternd fand ich die Parallelen zu den Juden, die zu entdecken sind. Da sind die Armenier, die ahnen, dass sich etwas über ihren Häuptern zusammenbraut und die es doch nicht rechtzeitig erkennen, da sind die Armenier, die glauben/hoffen sich mit Geld vielleicht freikaufen zu können und häufig genug enttäuscht werden, da sind Armenier, die der Gesellschaft treu dienen und daher glauben, ihnen könne nichts geschehen und sich bitter täuschen und irgendwann gibt es kein Entrinnen mehr. Antonia Arslan ist selber armenischer Herkunft und vieles, was sie in diesem Roman in literarischer Form erzählt sind Erinnerungen ihrer eigenen Familie oder anderer Angehöriger des armenischen Volkes die überlebt haben. Man darf Antonia Arslans "Das Haus der Lerchen" braucht sich neben einem "Die vierzig Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel nicht verstecken.

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