Alle Bücher von Antonia Baum

Antonia BaumVollkommen leblos, bestenfalls tot
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Vollkommen leblos, bestenfalls tot
Vollkommen leblos, bestenfalls tot
 (14)
Erschienen am 14.09.2011
Antonia BaumIch wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren
Antonia BaumTony Soprano stirbt nicht
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tony Soprano stirbt nicht
Tony Soprano stirbt nicht
 (5)
Erschienen am 01.06.2018
Antonia BaumStillleben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Stillleben
Stillleben
 (3)
Erschienen am 19.03.2018
Antonia BaumStillleben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Stillleben
Stillleben
 (0)
Erschienen am 04.06.2019

Neue Rezensionen zu Antonia Baum

Neu
yellowdogs avatar

Rezension zu "Stillleben" von Antonia Baum

hochreflektiv
yellowdogvor 7 Monaten

Antonia Baums erzählerisch ausgebildetes Essay ist hochreflektiv. Es stellt die Überlegungen einer anfangs schwangeren Frau, später jungen Mutter, in einer Großstadt dar. Es geht um die Rolle, die eine Frau als Mutter plötzlich einnehmen soll, wie es selbst oder gesellschaftlich erwartet wird. Baum stellt das auch mit den erwarteten Pflichten an die Mütter und das Frauenbild in der Vergangenheit in Bezug, das eine Reduzierung der Individualität bedeutet.
In dem Zusammenhang wird Johanna Haarers Erziehungsratgeber aus der NS-Zeit zur Diskussion gestellt, der selbst später noch lange neu aufgelegt wurde.
Daneben wird der Alltag geschildert, zu dem es gehört, das Kind zu umsorgen und zu stillen. Die Geburt hat aber unmerklich auch ihre Außenwahrnehmung verändert, so hat sie Angst, mit dem Baby die Wohnung zu verlassen und fühlt sich isoliert, obwohl ihr Freund sich partnerschaftlich verhält. Auch fühlt sie sich in der Umgebung nicht mehr wohl, sie empfindet sie bedrohlich.
Doch allmählich findet sie wieder in einen normalen Zustand, wobei das ausformulieren dieses Textes vermutlich dazu beigetragen hat.

Ich fand es sehr interessant, den Gedankengängen Antonia Baums zu folgen, da sie oftmals originell sind und nicht nur das erwartbare bieten.

Kommentieren0
1
Teilen
Pagina86s avatar

Ich mache bei der Lovelybooks-Schatzsuche mit, da bekommen Bücher, die noch nicht so viele Rezensionen eine Chance sie zu lesen und sie zu bewerten. Ich war in meiner hiesigen Bücherei und fand diesen wahren Buchschatz. Wäre ich bei der Schatzsuche nicht dabei, hätte ich dieses krasse (im positiven Sinn) Buch nie gelesen.

Eigentlich lese ich immer nur harmonische Romane mit sympathischen Protagonisten. Bei dieser Geschichte ist es ein bisschen anders.

Theodor, der Vater von Jonny, Clint und Romy war schon nett, aber er hatte einen eigenwilligen Charakter und seine Handlungen waren manchmal heftig. Bei mir war es eine Hass-Liebe.

Romy, die Ich-Erzählerin,  Jonny und Clint waren einigermaßen sympathisch, aber es war in Ordnung, dass wir nicht auf einer Wellenlänge waren. 

Die Handlung war einzigartig, so etwas hab ich noch nie gelesen. "Das Überleben im Hause Theodor" könnte es man auch nennen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die  Story endet. Mit dem Ende bin ich vollkommen zufrieden, es ist kein klassischen "Friede-Freude-Eierkuchen-Ende". Es hätte nicht zu Theodor & Co. gepasst. Bei einigen Szenen musste ich lachen und bei anderen Szene konnte ich nur den Kopf schütteln. 

Den Schreibstil fand ich klasse. Es ist  kein Buch, das man so einfach weg lesen kann. Es gibt wenige Dialoge, aber es war angenehm zu lesen. Abwechselnd erzählt Romy aus der Vergangenheit und Gegenwart.

Antonia Baum kannte ich bisher nicht. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke von ihr lesen wollen.

Schade, dass "Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren" so wenige Leser hat.

Fazit

skurril, tragisch, berührend & absolut lesenswert

Kommentare: 1
19
Teilen
M

Rezension zu "Tony Soprano stirbt nicht" von Antonia Baum

Sehr, sehr persönlich
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Sehr, sehr persönlich

Da gibt es diese Ereignisse in der Serie „Die Sopranos“. Tony wird angeschossen und schwebt zwischen Leben und Tod. Die Familie um das Bett versammelt, die Gang bewacht ihn, er selbst schwebt in anderen Welten.

In der Serie überlebt Tony. Im wahren Leben erwies sich der Darsteller der Figur, James Gandolfini, als überaus sterblich.

Da steht die Veröffentlichung eines Romans an. Ein sehr, sehr autobiographisch geprägter Roman über einen Vater, der seine Kinder und sich selbst hohen Risiken aussetzte. Der darüber nicht sprach, sondern immer nur tat. Der ein Aufwachsen gerade für seine Tochter in den Raum setzte, der wie eine „Schrottplatz-Umgebung“ gestaltet war. Abenteuerlich, klar, aber voller Gefahren und Unwägbarkeiten mit einem Vater, der immer nur schnell machte, der im Liegen mit einem Finger am Lenkrad über die linke Spur raste (samt Kindern an Bord), der mit dem Motorrad nie anders als waghalsig nach vorne preschte.

Der die Liebe seiner Kinder besaß und doch diese Kinder ziemlich verlor im Leben, fast weggebissen hat.

Ein Roman, der hohe Bedeutung hat, jetzt, kurz vor der Veröffentlichung, denn im wahren Leben liegt der wahre Vater nach einem wahren Motorradunfall im Koma, zwischen Leben und Tod und die Kinder, auch Antonia Baum, versammeln sich. Wie um das Soprano-Bett.

Zeit, das Leben Revue passieren zu lassen, Zeit, tief ins ich zu gehen und nicht nur alte Geschichten noch einmal zu betrachten, sondern auch das eigene Gefühlsleben zu fassen, zu klären, Trauer, Angst, Wut, Ärger zu erleben.

Was Antonia Baum in einer solchen klaren Sprache, in solcher Intimität und solcher Schnörkellosigkeit in diesem schmalen Band vollzieht, das es den Leser nicht mehr loslässt.

Wobei es nicht um einen roten Faden, nicht um Spannung, eigentlich gar nicht um irgendetwas geht, was den Leser angehen würde. Außer, dass hier Grundfragen der Existenz und des eigenen „Kind-Seins“ in den Raum treten, die in jedem Leser ganz eigene Assoziationen freisetzen.

Eigentlich wäre zu empfehlen, dieses schmale Werk, das sprachlich exakt dem Duktus des „Schrottplatzes“ entspricht, zunächst zu lesen, um dann mit diesem Hintergrund sich dem während des Komas des Vaters erschienen, überzeugenden Romans von Antonia Baum noch einmal mit ganz anderem Wissen und breitem Hintergrund nähern zu können.

Eine intensive Lektüre. 

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 64 Bibliotheken

auf 19 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks