Antonia Baum Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren

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Inhaltsangabe zu „Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren“ von Antonia Baum

Johnny, Clint und Romy wachsen bei ihrem Vater auf, der sich weder für bürgerliche Konventionen noch Gesetze interessiert. Theodor war in keinerlei Hinsicht das, was man einen guten Vater nennt, und dennoch hat er seine Kinder auf seine Art sehr geliebt. Als die Zwillinge Romy und Clint ihren 25. Geburtstag feiern und der Vater nicht auftaucht, bekommen es die drei Geschwister mit der Angst zu tun. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, den sie ebenso verehren wie verfluchen. In einer Nacht voller Erinnerungen, Drogen, Alkohol und Warten erleben sich die drei Geschwister einmal mehr als Schicksalsgemeinschaft und setzen dabei auch ihr Leben aufs Spiel.

Was-für-ein-toller-skurriler-witziger-tragischer-berührender-Roman ist das denn! Ich bin absolut begeistert!

— Pagina86
Pagina86

Wie großartig-fantastisch-abstrus-traurig-herzzerreissend-herausragend ist dieses Buch bitte? Ich bin ein wenig sprachlos.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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  • Ein wahrer Buchschatz!

    Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren
    Pagina86

    Pagina86

    17. August 2017 um 14:04

    Ich mache bei der Lovelybooks-Schatzsuche mit, da bekommen Bücher, die noch nicht so viele Rezensionen eine Chance sie zu lesen und sie zu bewerten. Ich war in meiner hiesigen Bücherei und fand diesen wahren Buchschatz. Wäre ich bei der Schatzsuche nicht dabei, hätte ich dieses krasse (im positiven Sinn) Buch nie gelesen. Eigentlich lese ich immer nur harmonische Romane mit sympathischen Protagonisten. Bei dieser Geschichte ist es ein bisschen anders. Theodor, der Vater von Jonny, Clint und Romy war schon nett, aber er hatte einen eigenwilligen Charakter und seine Handlungen waren manchmal heftig. Bei mir war es eine Hass-Liebe. Romy, die Ich-Erzählerin,  Jonny und Clint waren einigermaßen sympathisch, aber es war in Ordnung, dass wir nicht auf einer Wellenlänge waren.  Die Handlung war einzigartig, so etwas hab ich noch nie gelesen. "Das Überleben im Hause Theodor" könnte es man auch nennen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die  Story endet. Mit dem Ende bin ich vollkommen zufrieden, es ist kein klassischen "Friede-Freude-Eierkuchen-Ende". Es hätte nicht zu Theodor & Co. gepasst. Bei einigen Szenen musste ich lachen und bei anderen Szene konnte ich nur den Kopf schütteln.  Den Schreibstil fand ich klasse. Es ist  kein Buch, das man so einfach weg lesen kann. Es gibt wenige Dialoge, aber es war angenehm zu lesen. Abwechselnd erzählt Romy aus der Vergangenheit und Gegenwart. Antonia Baum kannte ich bisher nicht. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke von ihr lesen wollen. Schade, dass "Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren" so wenige Leser hat. Fazit skurril, tragisch, berührend & absolut lesenswert

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  • Leserunde zu "Wünsch dich ins Märchen-Wunderland" von Mahandra Uwe Schmitt (Hrsg.)

    Wünsch dich ins Märchen-Wunderland
    stebec

    stebec

    ~~~~~~~~ Hier gibt es KEINE Bücher zu gewinnen~~~~~~~~~~~~~~~Dies ist der Lesemarathon unserer „Zukunft vs Vergangenheits“-Gruppe und unserer Werwolfrunde ~~~~~~~~ Lesemarathon zum Thema „Märchen“ - 03.3.-05.03.2017 Um dabei zu sein, braucht ihr keine Märchenkenner zu sein oder Märchen zu mögen. Zu unserer Werwolfrunde hier auf Lovleybooks veranstalten wir immer einen Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal wieder so ein Marathon statt. Größtenteils wird es sich thematisch um "Märchen" gehen, weil dies das Thema unserer aktuellen Werwolfrunde ist. Welche Bücher ihr euch dazu aussucht ist vollkommen egal.  Wir wollen zusammen lesen und gemütliche Stunden zusammen verbringen. ♦ZIELE:♦ Setzt euch welche! Wie viele Seiten wollt ihr an diesen drei Tagen schaffen? ♦DIE REGELN:♦ Und auch diesmal gibt es wieder eine kleine Neuerung, die euch zum lesen motivieren soll. Und zwar: Durch einen ganz blöden Zufall habt ihr die Märchengeschichten durcheinander gebracht. Nun müsst ihr versuchen alles wieder in Ordnung zu bringen. Hierzu stellen wir euch in regelmäßigen Abständen Fragen und Aufgaben, die ihr erfüllen könnt, um den Märchenfiguren zu helfen. Um die Aufgaben zu bestehen, müsst ihr euren Charakter entwickeln, damit dieser immer besser wird, solltet ihr regelmäßig in unserem Shop vorbeischauen und euch mit allerlei nützlichen Items eindecken. Hierzu könnt eure bereits gelesenen Seiten in Knöpfe umtauschen. Die offizelle Währung des Märchenlandes. Natürlich bekomtm ihr für die erfüllten Aufgaben auch Knöpfe als Belohnung. ♦DAS ENDE♦ Um ein Märchen-Happy End zu erreichen, müsst ihr eure Ziele schaffen. Je mehr Seiten ihr schafft, desto besser wird das Ende für euch. ♦DER SHOP:♦ Im Shop könnt ihr wieder fleißig zuschlagen und eure Knöpfe ausgeben. Aber wartet nicht zu lange! Einige Items sind nur in geringer Stückzahl auf Lager. ♦MITMACHEN:♦ Schreibt bitte einfach kurz einen kleinen Beitrag mit "Hallo ich bin dabei und ich nehme mir vor..." und erstellt einen Sammelbeitrag. Wir bitten euch zudem Sammelbeiträge zu erstellen, in denen Ihr eure gelesenen Seiten, eure Knopfanzahl und eure Sammelaufgaben postet. Damit alles etwas übersichtlicher ist für die Auswertung. ******************************************** WICHTIG: Unsere gestellten Fragen werden so weit wie möglich einen Bezug zu Märchen haben. Dies muss nicht für eure ausgewählten Bücher gelten. Es darf gelesen werden, was Spaß macht. Zudem sind zu diesem Marathon nicht nur Teilnehmer unser " Zukunft vs. Vergangenheitschallenge" und " Werwolfrunde" eingeladen. Jeder Leser ist willkommen. WANN STARTEN WIR? Der Marathon startet am Freitag, den 03.0.2017 um 15 Uhr und endet am 05.03.2017 um Mitternacht. Der Spaß bei unserem Lesemarathon ist natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wir ihr mögt. Wir streuen in regelmäßigen Abständen Aufgaben und Rätsel ein und setzten uns gerne Ziele, um den Spaßfaktor ein wenig zu erhöhen, beides ist aber nicht verpflichtend. ******************************************************** Habt ihr Fragen, Anregung oder Rätsel, die ihr uns für den Marathon zukommen lassen mögt? Gerne nehmen wir jede Hilfe an. Schreibt einfach eine kurze PN an: gut:AnnikaLeu => Der eiserne HeinrichMitchel06  => Peter Panböse:stebec => Die MeerhexeBlueSunset => Die Schneekönigin ******************************************************* 👫Teilnehmerliste:  ✽ Nelebooks  ✽ katha_strophe ✽ Henny ✽ mysticcat ✽ Jezebelle ✽ papaverorosso ✽ pinucchia ✽ MissSnorkfraeulein ✽ Pippo ✽ Sanjewel ✽ Vucha✽ Tatsu✽ kattii✽ KnorkeVergangene Runden: Vampire Diaries (03.02-05.02 Wunderschöne Winterzeit (27.12-30.12.) Supernatural (11.11.-13.11) Games of Thrones (14.10-16.10) Asterix - Der Gallier (09.09-11.09) Alice im Wunderland (Mitte Juni)

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  • Ein toller Roman

    Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren
    Tree_Trunks

    Tree_Trunks

    21. April 2015 um 14:26

    Ich mochte die direkte Erzählweise, die Rotzigkeit und wie die Geschichte ganz wunderlich meine eigene Kindheit berührt hat. Dabei ist “Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf…” kein Trauma-Trostbuch. Und auch kein Roman mit moralischem Zeigefinger. Es erzählt von Zusammenhalt zwischen den Geschwistern, die sich zu dritt durch schwere Zeiten helfen. Sie sind ihr eigenes Lebenserhaltungssystem. Antonia Baum erzählt in ihrem großartigen Roman die Kindheitsgeschichte von Protagonistin Romy und ihren Geschwistern, sowie ihrer Hassliebe zu ihrem Vater Theodor. So wie sie ihren Vater lieben, hassen die Kinder ihn aber auch dafür, dass er trotz seines Jobs als Arzt so geizig ist, dass sie kein warmes Wasser oder die Heizung benutzen dürfen. Dafür, dass er ihnen keine neuen Sachen kauft und sich nicht so kümmert, wie sich normale Eltern um ihre Kinder kümmern. Aber was ist schon normal?  Antonia Baum beschreibt so gut die verzweifelte Wut, mit denen die Kinder ihre Kämpfe mit dem Vater austragen. Sie flehen ihn an, tricksen, klauen und beziehen nicht selten heftige Prügel von ihrem Vater. Aber egal was sie tun: Mit Drogen dealen, später studieren und wegziehen. Sie können sich nicht von ihrem Vater lösen. Er bestimmt ihr Leben und hat ihre Art, die Welt zu sehen, geprägt. Romy und ihre Geschwister sind fraglos kaputt, haben aber die Schwäche zur Stärke erklärt und lassen sich von anderen Menschen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Aus der achtjährigen Romy, die so gern ihr pinkes Kleid anzieht, und von einer spießbürgerlichen Familie träumt, wird in wenigen Jahren eine harte Romy, die sich anzieht wie ein Junge und die Katastrophen  abzuwenden versucht. Die Autorin lässt den Leser durch Romys Augen blicken und mit Sprachwitz an der Klarsicht eines Kindes teilhaben, das viel schneller erwachsen werden muss, als seine Altersgenossen.

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  • Grandios erzählt

    Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. April 2015 um 12:40

    Grandios erzählt Und nein, es ist kein Schrottplatz (auch wenn es teilweise im Haus so aussieht) sondern ein durchaus großzügiger Wohnraum, in dem Romy, die Tochter samt ihren Brüdern Clint und Johnny und dem sehr, sehr eigenen Vater Theodor aufwachsen. Und es sind auch nicht Radkappen und Stoßstangen, von denen sich ernährt wird. Aber schon alte Konserven oder auch mal ein fieser Hamburger. Das aber eher zur Strafe, denn einer der Grundsätze Theodors lautet, dass nichts weggeworfen wird. Gerade die Szene mit dem Hamburger, den der Arzt, Autoschrauber, irgendwie Lebenskünstler, sehr konkret an anderen Menschen kaum interessierte (was auch seine Kinder mit einschießt, was Theodor aber natürlich ganz anders sehen würde), sich von nichts und niemanden an seiner Art des (teils sehr spontanen) Lebens hindern würden lassende und dazu ein äußerst rasanter Autofahrer, den Hamburger, den dieser einäugige Berg von einem Mann seinen Kinder „reindrückt“, gerade diese Szene fasst in sich die ganze, herzzerreißende Härte der Kindheit der drei Kinder zusammen. Auch wenn all dies hinter schnoddriger Sprache verborgen liegt, auch wenn Theodor letztendlich der Mittelpunkt des Lebens der Kinder ist, den sie lieben und fürchten, den sie beschützen wollen und vor dem sie wegweichen möchten, der sie trägt und stützt, der sie aber auch vernachlässigt und dem Gespött preisgibt (was seine unglaubliche „Sparsamkeit“ angeht auch in Bezug auf Kleidung für seine Kinder). Letztendlich schreibt Antonia Baum über hin- und hergeworfene Kinder, die in einem zweiten Strang der Geschichte (der in der Gegenwart angesiedelt ist) in all ihren „Spätfolgen“ sichtbar vor die Augen des Lesers treten. Kinder, deren Mutter gestorben ist (scheinbar bei der Geburt der Zwillinge Clint und Romy). Hier sind keine Lebenskünstler am Werk, die trotz oder gerade wegen einer chaotischen Kindheit später zu smarten jungen Menschen werden, sondern hier sind dann junge Erwachsene, die ständig drohen, „aus der Kurve zu fliegen“, von denen jeder einen gewaltigen Packen zu tragen hat. Und dennoch, trotz aller Hass-erzeugender Vorfälle, trotz allen Ekels des Lesers auch vor diesem Mann, Antonia Baum schafft es, dem Leser nicht nur zu erklären, wie unauflösbar die Bindungen zwischen Johnny, Romy und Clint zu ihrem Vater Theodor sind, sondern sie führt den Leser emotional mit hinein in diese Bindung. In das eigene Erleben von abgestoßen sein, angewidert und plötzlich wieder mit fast sympathischen Gefühlen zu Theodor versehen. Der allein lässt, verschwindet, der brutal sein kann aber auch zärtlich, der sich um nichts kümmert und irgendwie um alles, der festes Vertrauen in seine Kinder hat, aber das eher nur, um sich nicht kümmern zu müssen. Der seinen engen Freund Sultan (ein Hehler von Allahs Gnaden, Ersatzmutter der Kinder später) dann auch einfach sitzen lässt im Knast. Aus den Augen, aus dem Sinn. Eine grandios erzählte Geschichte voller Emotionen, die gekonnt die reibende Spannung zwischen Egomanie und Bindung darstellt. Mit einer dichten und bildreichen Sprache. „Wenn ein Mensch, der zu dir gehört, festgenommen wird, ist es ganz still, und irgendwo, tief hinter deinen Augen, schleicht die Zeit vorbei. Sie geht, als hätte sie ganz viel davon“. In der Antonia Baum vom äußeren Setting her im tiefsten sozialen Brennpunkt angelangt scheint (was auch die Mitschüler der drei Kinder so sehen), von den eigentlichen Verhältnissen her aber durchaus im Bürgertum ihre Geschichte ansiedelt. Was das Verhalten Theodors noch schwieriger zu ertragen macht und den Leser ein um das andere Mal tief schlucken lässt, wenn er den Kindern an die Seite gestellt so manches miterlebt und nacherlebt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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