Antonia Fennek Geschwärzt

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Inhaltsangabe zu „Geschwärzt“ von Antonia Fennek

Als der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning wegen einer schweren
Sexualstraftat in den Maßregelvollzug eingeliefert wird, bekommt die Ärztin
Regina Bogner bald Zweifel: Ist der junge Mann tatsächlich zu einer grausamen
Tat fähig? Immer wieder beteuert Bräuning seine Unschuld, doch die
Beweise sprechen gegen ihn. Ausgerechnet Reginas Tochter Anabel wird
zu seiner einzigen Fürsprecherin – und verstrickt sich ohne Reginas Wissen
immer mehr in der Grauzone zwischen Recht, Gesetz und Selbstjustiz …

Super spannend ging es im zweiten Buch weiter. Ziemlich gut geschrieben. Interessante Story.

— buchraube91

Spannend wie der Vorgänger. Absolut lesenswert!

— Tess-xy

Solider Krimi mit leichten Schwächen

— WolfgangHaupt

Gelungene Fortsetzung!

— Janosch79

Neues aus dem Maßregelvollzug mit viel Witz und nervenaufreibender Spannung. Uneingeschränkte Leseempfehlung

— AberRush

Sehr spannender Thriller zu einem weitgehend unbekanntem Thema. Regt zum Nachdenken an.

— Smberge

Ist es möglich, unschuldig im Maßregelvollzug zu landen? Und wenn ja - wie kommt man da wieder raus?

— MissStrawberry

Unschuldig im Maßregelvollzug? Spannende Einblicke in den Stationsalltag und ein interessanter Plot. Das Ende ist Geschmackssache.

— Antonella

Hochspannung garantiert.... Unbedingt lesenswert!!!

— Der.schmetterling

Spannend zu lesen, mit sehr interessanten Charakteren und einem großen Rätselraten. Hat für mich alles, was ein guter Thriller braucht.

— Kirschbluetensommer

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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Top! Wieder ein klasse Silva, sehr nah an der Ralität. Der Schreibstil faszinier, man kann das Buch nicht mehr weglegen

wildflower369

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  • Unschuldig gefangen?

    Geschwärzt

    AngiF

    19. June 2016 um 11:35

    Die im Maßregelvollzug tätige Psychiaterin Regina Bogner sieht sich immer wieder Konfrontationen mit ihrer kurz vor dem Abitur stehenden Tochter Anabel ausgeliefert. Anabel, kann nicht verstehen, warum sich ihre Mutter so bereitwillig den Gefahren im Umgang mit psychisch kranken Straftätern aussetzt. Diese hat schlussendlich die Idee, dass Anabel in den Ferien ein Praktikum in der Klinik absolvieren könnte, um ihr zu zeigen, dass die Arbeit wichtig ist. Anabel sagt schließlich zu, allerdings nur unter der Prämisse, dass ihre Mutter verspricht, sich eine neue Arbeit zu suchen, sollte sie, Anabel, überzeugende Nachweise finden, die gegen eine weitere Tätigkeit sprechen. Kurz nach Antritt des Praktikums lernt Anabel den Patienten Peter kennen, der immer wieder seine Unschuld beteuert und erstaunlicherweise, ist es Anabel, die sich für ihn einsetzt. Dieser Thriller, der sich im Umfeld einer Psychiatrie abspielt, fasziniert und erschreckt mich gleichermaßen. Die Autorin Antonia Fennek verfügt als Insiderin über die notwendigen Hintergrundinformationen, denn sie hat selbst als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie fast acht Jahre lang in der forensischen Psychiatrie, auch Maßregelvollzug genannt, gearbeitet. Meine alarmierende Erkenntnis aus der Lektüre dieses Buches: besser nicht unschuldig in die Klauen des Maßregelvollzuges zu geraten, denn die Chancen, seine Freiheit jemals wieder zu erlangen erscheinen vernichtend gering. Antonia Fennek fesselt mich von der ersten bis zu letzten Seite ihres gut durchdachten Psychothrillers. Sehr schnell habe ich große Sympathie für ihren Protagonisten Peter Bräuning empfunden und mit ihm mitgefiebert, ob man ihm Glauben schenken wird, ob er sich selbst aus seiner Lage befreien kann, indem er seine Unschuld beweist oder ob er für immer verloren sein wird. Neben der hochspannenden Story sind es ihre Charaktere, die mich begeistern, sie spielen allesamt hervorragend miteinander und ergänzen sich perfekt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, ihre Sprache angenehm, die Dialoge äußerst authentisch. Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt und dringlichst weiter, an Leser, die wie ich eine Leidenschaft zu Medical Thrillern haben und sich auf der Suche nach einer adäquaten, deutschsprachigen Alternative zu Katzenbach, Gómez-Jurado und Co. befinden.

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  • Solide mit Schwächen

    Geschwärzt

    WolfgangHaupt

    19. June 2016 um 10:38

    Vorsicht, Spoiler!Krankenhaus, forensische Psychiatrie. Grundsätzlich ein spannender Schauplatz, der gut erklärt wird. Hätte ich das Nachwort nicht gelesen, hätte ich Mängel erkannt.Die Praktikantin Anabel, Tochter einer dort tätigen Psychiaterin, macht ein Praktikum, um sich ein Bild von dort zu machen. So weit, so gut. Sie darf sich ohne Aufsicht bewegen ... eher nicht. Jemand Fachfremden eine derartige Freiheit zu gönnen erscheint mir weder vernünftig noch gesetzeskonform. Auch dass sie dieselben Schlüssel bekommt wie die reguläre Pflegemannschaft erzeugte ein nicht zu stillendes Unwohlsein. Da erkennt man anfänglich ein Plotelement, das später zum Tragen kommen soll. Und da offenbart sich eine Schwäche des Buchs. Die Mechanik ist offensichtlich, ich habe nur gewartet, dass die Schlüssel zum Einsatz kommen. Ein ähnlicher Fall: Der Peilsender des sudanesischen Agenten. Das ist so klar, dass es Spannung wegnimmt. Hätte ihm Kashka einen anderen Grund genannt, zum Beispiel ihn als Agenten erkennbar zu machen, um ihn im Zweifelsfall orten zu können, hätte das eine andere Dynamik ins Spiel, wenngleich der erfahrene Leser das möglicherweise erkannt hätte. Zudem hätte Bräuning im Schmerz gestehen können. Er ist, was das betrifft, ein Laie, nie zuvor gefoltert worden, reagiert trotzdem kühl. Das bringt ihm Sympathie. Aber wer jemals einen gebrochenen Arm verdreht bekam, der weiß, dass klare Gedanken in dieser Situation schwer sind. Vor allem weil Bräuning zuvor als sensibler Mensch dargestellt wird. Da waren einige Stellen, die mir einfach zu offensichtlich waren. Zudem ein paar plakative Szenen, die Schmonzette zwischen ihm und Anabel, die sich subtil ankündigt und im Hollywoodstil beinahe ihr Ende findet.Im Vergleich dazu gibt es wieder Dinge, die ich für intelligentgelöst halte. Das Zusammenspiel von Kashka und Anabel bei Dahmer, obwohl ich es für riskant halte, arabisch zu sprechen, weil ein solches Kaliber an Makler das vielleicht selbst beherrscht.Natürlich ist das jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichtepasst, ist stimmig und schwer auseinanderzunehmen. Am stärkstenfand ich den Anfang und das Ende, in der Mitte hat es, wie so vieleBücher dieser Länge einfach ein Loch. Das wird meist mitBelanglosigkeiten wie Teekochen oder Kaffetrinken gefüllt. Da hätteich mir den Rotstift gewünscht, weil es lange auf der Stelle tritt. Dannzieht es wieder an, da wollte ich nicht zu Lesen aufhören. Ein gutesFinale, auch wenn man schon weiß, wie es endet.Kein Überraschungsmoment. Nicht zuletzt, weil sich das Tempogegen Ende nur wenig ändert. Da steht man in einer Kanzlei, wo sichdie entführten Kinder und der aufhalten, wo es um Leib und Lebengeht, und man reißt Witze, kichert, grinst, etc.Da fehlt mir die Ernsthaftigkeit der Sprache, beziehungsweiseschafft sie eine unnötige Distanz, das sie die Ereignisse relativiert.Zu den Charakteren: So richtig mitgefiebert habe ich mit keinem,dafür sind mir alle ein wenig zu glatt, zu vorhersehbar, auch wenn sieeine Vorgeschichte haben, die man auch klar spürt. Das liegt aberweniger an der Qualität des Buches als an meinen Vorlieben fürZerrissene. Sie dümpeln alle ein wenig dahin, werden mehr vonEreignissen gelenkt als von ihrer Motivation. Da hatte ich auch mitAnabel und ihrer mutmaßlichen Schwärmerei für Peter meineProbleme. Anfänglich ist sie idealistisch geprägt, das verliert sichspäter in ihrem mädchenhaften Verhalten. Da kommt es kaum zuKonflikten zwischen ihr und der Mutter, das wird im Nachhinein geklärt. Das wiederum hat mir Spannung herausgenommen. Ein bisschen zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Zumindest zwischen den "Guten". Deshalb habe ich auch nicht an Peters Unschuld gezweifelt. Weil die Grenze zwischen den Charakteren recht klar gezogen ist. Claudia zum Beispiel ist zutiefst unsympathisch, ein Charakter, der sich noch offenbart. Dass sie mit von der Partie ist, ist klar, da wird es dem Leser einfach gemacht, sie nicht zu mögen, beziehungsweise ihren kometenhaften Aufstieg zum Oberbösewicht nachzuvollziehen.Dieselbe Hintertür gilt für Bräuning, wenn man seine fragliche Kinderschänderei außer Betracht lässt. Hätte er das nicht, gehörte er unverkennbar zu den "Guten". Das lässt die Charaktere wiederum farblos erscheinen, wenngleich sie so offensichtliche Sympathieträger sind. Ich habe eben lieber einen, der schwer zu mögen, aber interessant ist.Retrospektiv ein solider Krimi, aber kein Toptitel, dafür habe ich zu wenig mitgefiebert.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Psychologisch am Abgrund

    Geschwärzt

    Pelikanchen

    07. May 2016 um 21:07

    "Geschwärzt" ist der Nachfolger von "Schwarzweiß" und ich muss zugeben, das ich das nur Zufällig gemerkt habe, weil mir manche Andeutungen doch sehr bekannt vorgekommen sind. Ich habe das Buch von einer Freundin bekommen , die einen genau so guten Geschmack wie ich habe und das hat sie mit diesem Buch wieder bewiesen.  Auch wenn die Geschichte eigentlich auch ohne den ersten Teil gelesen werden kann, ich würde dazu raten den ersten Teil vorher zu lesen.Das Drama mit Rösch steckt Regina Bogner immer noch in allen Knochen und schon bekommen sie ein neues Gesicht im Maßregelvollzug. Der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning ist rechtskräftig verurteilt und soll einen kleinen Jungen bestialisch sexuell missbraucht haben. Die Beweise lassen eigentlich keinen Zweifel an seiner Schuld zu und doch behauptet er immer wieder das er Unschuldig ist. Reginas Tochter Anabel macht ein Praktikum in der Forensik und sie ist die einzige die im glaubt und dann auch ihre Hilfe anbietet .......................................................wird sie das am Ende bereuen?Die Autorin die selbst mit psychisch kranken Straftätern gearbeitet hat, weiß ganz genau, wovon sie schreibt. Sie bringt uns ihrere Arbeit ein ganzes Stück näher, ohne das ganze trocken wirken zu lassen. Die Vorgänge werden für mich verständlich geschildert und sind fachgerecht.Die Protagonisten sind super dargestellt und wirken so lebensecht, es macht einfach Spaß ihnen zu folgen. Manche Handlung war ein wenig zu übertrieben, aber in diesem Fall nehme ich das der Autorin nicht Übel und es hat das Buch durchgehend spannend gemacht.Das Ende konnte mich nochmal richtig überraschen und der Showdown war einfach grandios. Ein wirklich tolles Buch das ich auf einen Rutsch durchgelesen habe, weil es mich einfach gepackt hat.

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  • Ein Buch, das einen sofort packt!

    Geschwärzt

    Janosch79

    Nach "Schwarzweiß" konnte mich auch der Nachfolgeband begeistern.Inhalt: Als der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning wegen einer schweren Sexualstraftat in den Maßregelvollzug eingeliefert wird, bekommt die Ärztin Regina Bogner bald Zweifel: Ist der junge Mann tatsächlich zu einer grausamen Tat fähig? Immer wieder beteuert Bräuning seine Unschuld, doch die Beweise sprechen gegen ihn. Ausgerechnet Reginas Tochter Anabel wird zu seiner einzigen Fürsprecherin – und verstrickt sich ohne Reginas Wissen immer mehr in der Grauzone zwischen Recht, Gesetz und Selbstjustiz …Der gesamte Thriller dreht sich um die Schuldfrage des Peter Bräuning, einem Software-Entwickler, der nun den Stempel eines Pädophilen aufgedrückt bekommt. Gelungen finde ich an diesem Thriller, wie der Alltag in der Anstalt dargestellt wird. Keine Effekthascherei, sondern es ergeben sich sogar heitere Szenen hinter einer eigentlichen Wand des Wahnsinns. Schriftstellerisch sehr gut gelöst von Antonia Fennek.Antonia Fennek gelingt es außerdem, das Kopfkino sehr schnell in Gang zu bringen. Das Buch ist an keiner Stelle langweilig und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Mich konnte dieses Buch sofort fesseln und der Schreibstil begeistern. Der Thrill-Faktor ist zwar nicht ganz so hoch, aber man wird mit einem furiosen Finale dafür mehr als entschädigt. Eine Wendung am Ende macht dieses Buch mehr als interessant."Geschwärzt" ist jedem Krimi-/Thriller-Fan zu empfehlen!  

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    • 2
  • Leserunde zu "Geschwärzt" von Antonia Fennek

    Geschwärzt

    MelanieMetzenthin

    Habt ihr Lust auf einen spannend Thriller, der durch seine Authentizität besticht?  Dann lade ich euch zu meinem bei Egmont-Lyx erschienen Thriller "Geschwärzt" ein. Er spielt in der forensischen Psychiatrie in Hamburg, dort, wo psychisch kranke Straftäter behandelt werden. Das Besondere - ich habe selbst als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie fast acht Jahre lang in der forensischen Psychiatrie, auch Maßregelvollzug genannt, gearbeitet - es ist also alles authentisch beschrieben, wenngleich die Geschichte und die handelnden Personen natürlich fiktiv sind.  Deshalb habe ich das Buch auch zur Abgrenzung von meinen historischen Romanen unter dem offenen Pseudonym "Antonia Fennek" geschrieben. Inhalt:  Als der bekannte Softwareentwickler Peter Bräuning wegen einer schweren Sexualstraftat in den Maßregelvollzug eingeliefert wird, bekommt die Ärztin Regina Bogner bald Zweifel: Ist der junge Mann tatsächlich zu einer grausamen Tat fähig? Immer wieder beteuert Bräuning seine Unschuld, doch die Beweise sprechen gegen ihn. Ausgerechnet Reginas Tochter Anabel wird zu seiner einzigen Fürsprecherin – und verstrickt sich ohne Reginas Wissen immer mehr in der Grauzone zwischen Recht, Gesetz und Selbstjustiz … Habt ihr Lust? Dann bewerbt euch unter "Bewerbung" bis Samstag, den 21.02.2016 und beantwortet die Frage, warum euch gerade dieses Thema so interessiert und was ihr euch von der Leserunde erhofft.  Wenn ihr das Buch bereits habt, seid ihr ebenfalls herzlich zu der Leserunde eingeladen. 

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    • 656

    MelanieMetzenthin

    20. April 2016 um 18:43
  • Geschwärzt

    Geschwärzt

    Themistokeles

    20. April 2016 um 15:43

    Hatte ich bisher von der psychatrischen Sicherheitsverwahrung bzw. forensischen Psychiatrie noch keine Ahnung, bin ich nach diesem Thriller eindeutig um einiges schlauer. Ich bin ehrlich, auf positive Weise, sehr erstaunt, wie viel Wissen einem die Autorin zu diesem Thema vermittelt. Er ist einfach extrem authentisch, spannend und interessant. Dabei schafft sie es zudem sehr gut mit dem Leser zu spielen, denn man weiß lange nicht so genau, wem man wirklich glauben soll, ob man seinem Gefühl trauen kann oder auch nicht.Zum einen lernt man sehr schnell, dass in der forensischen Psychiatrie der Grundsatz herrscht, dass man als Arzt den Patienten erstmal nicht glaubt und alles, was von ihnen kommt in Frage stellt, denn man kann nie sicher sein, ob es sich bei den Aussagen um die Wahrheit oder etwas handelt, was der psychisch kranke sich zusammenfabuliert hat. Genau dieser Aspekt ist in diesem Thriller einfach sehr gut dargestellt, da da Ärzte Peter alle nicht glauben, dass er immer wieder beteuert, unschuldig zu sein. Ich selbst habe mich auch immer wieder gefragt, hat er wohl Recht oder ist er so weit psychisch krank, dass er nur davon überzeugt ist Recht zu haben, obwohl er etwas verdrängt. Einzig Anabel, die ein Praktikum in der Klinik macht, ist von Peters Unschuld überzeugt.Es ist dabei einfach zu spannend die Reaktionen der Ärzte zu erleben, wie Peter und Anabel mit der Situation umgehen und was man von der Tat nebenbei noch alles erfährt, das einen dazu bringt, dass man seinen eigenen Standpunkt immer wieder überdenkt und alles immer wieder in einem neuen Licht sieht. Von daher schafft es dieser Thriller, ohne großartig blutig oder ähnliches zu sein, auf jeden Fall aber extreme Spannung aufzubauen.Von den Charakteren, muss ich ehrlich gestehen, ist mir Peter ziemlich sympathisch, auch wenn man nie weiß, ob er zu den Bösen gehört oder auch nicht. Auf jeden Fall mochte ich ihn von seiner Art her sehr, was es für mich sehr schwer gemacht hat ihn als neutralen Charakter zu sehen, hinter dem auch Böses schlummert. Vor allen Dingen finde ich es auch klasse, wie unterschiedlich die Ärzte dargestellt werden, wobei ich einen richtigen Ekel gegenüber Dr. Proser, der ein solches Ekel ist, dass man ihn einfach nicht mögen kann.Ein genialer Thriller, der super spannend ist, mich sehr gut unterhalten hat und den ich jedem empfehlen kann.

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  • Rezension: "Geschwärzt" von Antonia Fennek

    Geschwärzt

    JamieRose

    08. April 2016 um 08:14

    Inhalt Regina ist Ärztin im Maßregelvollzug Hamburg. Vor einer Weile wurde ihre Tochter von einem ihrer Patienten, einem psychisch kranken Mörder, entführt und ihr Freund gefoltert. Nach diesem Schock bringt Anabel kein Verständnis mehr für die Arbeit ihrer Mutter auf. Regina schlägt vor, dass Anabel ein Praktikum bei ihr macht, damit sie Regina besser verstehen kann und um die Angst vor ihrer Arbeit zu verlieren. Im Maßregelvollzug trifft Anabel auf Peter Bräuning, der grade erst wegen Kindesmissbrauch verurteilt und wegen psychologischen Gründen in den Maßregelvollzug überstellt wurde. Peter leugnet seit seiner Festnahme, dass er das Verbrechen, dem er bezichtigt wird, begangen hat. Er ist von seiner Unschuld überzeugt, doch kann das wirklich die Wahrheit sein? Haben Justiz und Gerechtigkeit verloren und einen Unschuldigen eingesperrt oder spielt Peter Bräuning ein ganz besonders perfides, abartiges Spiel, um aus der Haft entlassen zu werden? Als Anabel Peter im Maßregelvollzug kennenlernt, steht für sie fest: Peter ist unschuldig, aber wie kann es weiter gehen? Meine Meinung »Geschwärzt« ist nach »Schwarzweiß« der zweite Band um Regina und ihrer Tochter Anabel. Ich habe »Geschwärzt« gelesen ohne vorher »Schwarzweiß« zu kennen. Es wurde sehr oft auf »Schwarzweiß« angespielt und Bezug genommen, jedoch denke ich, man kann »Geschwärzt« auch sehr gut lesen ohne den ersten Teil zu kennen. Gedankenexperiment »Geschwärzt« liegt ein wirklich spannendes Gedankenexperiment zu Grunde: Kann es sein, dass jemand hierzulande unschuldig verurteilt und eingesperrt wird? Und wenn ja, was hat dieser Jemand dann überhaupt noch für Chancen gegen dieses Urteil anzugehen? Ausweg aus der professionellen Distanz Regina arbeitet im Maßregelvollzug Hamburg. Für sie und ihre Kollegen ist klar: die Patienten die dort ankommen sind schuldige, verurteilte Täter, alles andere ist gelogen, es wird kein Gedanke daran verschwendet, ob ein Patient möglicherweise die Wahrheit sagt, die professionelle Distanz will gewahrt sein! Ihr Job ist es, die Patienten zu therapieren, nicht über Schuld und Unschuld zu richten. Reginas Arbeit und die Abläufe im Maßregelvollzug wurden sehr glaubhaft und authentisch beschrieben. Reginas Grundsatz und die der anderen Kollegen, einem Patienten nicht zu viel zu glauben ist absolut nachvollziehbar. Die Distanz zu bewahren ist sicherlich ratsam und wichtig. Leichtgläubigkeit ist in einer solchen Umgebung nicht angebracht. Umso spannender ist die Frage, was geschieht, wenn jemand unschuldig einsitzt. Wenn jedes Wort, das du sagst als Auswirkung deiner psychischen Erkrankung gesehen wird, dann bleibt nicht mehr viel, was du machen kannst. Verzweiflung ist vorprogrammiert. Charakterstärke vs. Manipulation Im Mittelpunkt des Buches stehen Anabel, Regina und vor allem auch Peter Bräuning. Ich war im Geiste wirklich hin- und hergerissen, ob Peter die Wahrheit sagt und unschuldig ist oder ob die Autorin mich hinters Licht führt. Bis zum Ende kann man nicht eindeutig festlegen, ob Peter unschuldig ist oder ein sehr geschickter Psychopath, der es perfekt beherrscht seine Mitmenschen zu manipulieren. Dieser Konflikt hat das Buch sehr spannend gemacht, weil hinter jeder Ecke die Wendung lauern konnte. Das Problem das sich mir gestellt hat ist ja auch: Kinderschändung ist eins der abscheulichsten Verbrechen, die ein Mensch begehen kann, kann man wirklich das Risiko eingehen, so jemandem Vertrauen zu schenken? Auf der anderen Seite: hat man den Falschen erwischt, ist dort draußen immer noch ein Verbrecher auf freiem Fuß, der Unheil verbreiten kann. Anabel ist mutig und folgt ihrem Herzen, das unbedingt nach Gerechtigkeit strebt, sie nimmt nicht den einfachen Weg und schaut weg, sondern handelt, wie es ihr richtig erscheint. Sie ist ein sehr sympathischer, sehr starker Charakter, den ich auf jeden Fall als gutes Vorbild ansehe und beim Lesen total gemocht habe. Sie hat bei mir die Frage ausgelöst, wie weit man eigentlich gehen kann und sollte, um Gerechtigkeit zu vertreten und durchzusetzen, Stichwort: „Recht, Gesetz und Selbstjustiz …“. Peter hingegen ist schwieriger einzuschätzen, auch er kommt sehr sympathisch daher, direkt und ehrlich erscheint er, ehrlich verzweifelt in seiner Situation, aber ein Rest Misstrauen bleibt, ob dieser Charakter einen nicht doch kalt erwischt, wenn man ihm grade Glauben schenkt. Der Superagent Der afrikanische Agent / Ermittler / Geheimdienstmitarbeiter Kashka taucht auf, löst Probleme und verschwindet wieder. Ich wurde nicht recht schlau aus diesem Charakter, das war wohl auch Absicht, dennoch, fand ich, war er zu abgehoben. Er gibt nichts von sich preis, taucht auf, fordert Gefallen ein und lässt Beziehungen spielen. Mich hat seine Rolle im Buch etwas gestört, weil seine Intentionen und Arbeitsweise völlig im Dunkeln blieben und Anabel und Regina ihm dennoch sehr trauten und er zu einer wichtigen Figur in der Aufklärung in Peters Fall wurde. Vielleicht muss man doch Band eins gelesen haben um Kashka besser zu verstehen. Fazit Das Buch hat mich von Anfang an sehr mitgerissen. Oft habe ich am Anfang eines Buches Schwierigkeiten mich in die Geschichte rein zu finden, hier war dies gar nicht der Fall. Der Stil und die Art der Autorin sind absolut flüssig und geschmeidig. Man liest und liest und vergisst völlig die Zeit. »Geschwärzt« ist ein sehr verstricktes Buch, das sehr intelligent konstruiert ist. In nächster Zeit werde ich mir auf jeden Fall auch den Vorgänger »Schwarzweiß« zulegen und auf eine ähnlich spannende Unterhaltung hoffen!

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  • Leserunde zu "eXXXtrem" von Svea Tornow

    eXXXtrem

    sveatornow

    Gewinnen Sie eines von 15 Exemplaren von Svea Tornows 2. Thriller  "eXXXtrem"!Teilnehmer verpflichten sich zur aktiven Teilnahme an der Leserunde sowie dazu, im Anschluss zeitnah eine Rezension zu veröffentlichen. Empfehlt mir in Eurer Bewerbung mind. eine deutsche Krimi- oder Thrillerautorin! Infos zum Buch: http://www.egmont-lyx.de/buch/exxxtrem/Textprobe: https://youtu.be/1-xoIhJM0SkAutorin:http://facebook.com/sveatornowhttps://twitter.com/sveatornowhttp://www.lovelybooks.de/autor/Svea-Tornow/  Viel Glück!

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    • 228
  • Schuld oder Unschuld?

    Geschwärzt

    AberRush

    30. March 2016 um 09:58

    Kann „Geschwärzt“ mit seinem Vorgänger mithalten? … definitiv ja. Die Grundfrage des Buches ist: Ist Peter Bräuning ein schuldiger Pädophiler oder sitzt er zu Unrecht im Maßregelvollzug? Die Entscheidung muss jeder für sich ausmachen, und es ist ein ständiges Rätselraten, bis dann am Schluss die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Meine persönliche Meinung von Beginn an war, dass er zu Unrecht verurteilt ist. Das lag vor allem an seiner tollen, sympathischen Persönlichkeit, so dass ich einfach nicht glauben konnte, dass er diese Tat begangen haben soll. Aber ob ich mit meiner Vermutung richtig lag oder ich nur an der Nase herumgeführt wurde, müsst ihr selber herausfinden. Die Geschichte ist äußerst spannend und die Autorin spielt mit unseren Emotionen.Wir erleben wieder den Alltag in der Anstalt und dieser ist gewohnt gespickt mit viel Witz, ich musste über einige Anspielungen sehr schmunzeln und es heitert dieses ernste Thema doch etwas auf. Aber auch die Spannung kommt natürlich nicht zu kurz. Es gab Passagen, da konnte ich das Buch vor Aufregung nicht aus der Hand legen. Ich habe mit gefiebert, mit gelitten und mit gelacht, es ist wirklich für Jeden etwas dabei. Für den Ekelfaktor ist auch gesorgt, denn es gibt doch eine Stelle im Buch, da musste ich etwas schlucken, da sie so plastisch und grauenhaft beschrieben ist.Alle liebgewonnenen Charaktere aus dem ersten Teil sind auch wieder dabei, da freut man sich auf die witzigen Dialoge mit viel Biss. Gerade Regina, ihre Tochter Anabel und der nervige Oberarzt liefern sich so machen Schlagabtausch. Dieses Buch ist eine Steilvorlage und eigentlich fast gar nicht mehr zu toppen. Jedoch würde ich mich sehr über einen weiteren Teil der Reihe freuen.Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Vorkenntnisse zu Band eins „Schwarzweiß“ sind nicht zwingend erforderlich.

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  • Es ist nicht immer wie es scheint

    Geschwärzt

    Smberge

    22. March 2016 um 10:13

    Inhalt: Der 26-jährige Softwareentwickler Peter Bräuning wurde aufgrund eindeutiger Beweise für schuldig befunden, einen Jungen missbraucht und misshandelt zu haben. Aufgrund der Schwere der Tat und seiner fehlenden Einsicht in seine Schuld, wird er in den Maßregelvollzug eingewiesen. Peter beteuert weiterhin seine Unschuld, jedoch ist keiner seiner behandelnden Ärzte bereit, ihm Glauben zu schenken. Erst als Anabel, die Tochter der Ärztin Regina Bogner eine Praktikum auf der Station beginnt, findet Peter einen Menschen der an seine Unschuld glaubt…..Meine Meinung: Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Die Verzweiflung Peters in dieser scheinbar ausweglosen Situation zu sein, sogar anzufangen an eine eigene geistige Krankheit zu glauben hat bei mir einfach nur Gänsehaut verursacht. In einem gelungenen Perspektivwechsel schafft es die Autorin, dem Leser beide Sichten nahe zu bringen, das Urteil der Ärzte aber auch die Verzweiflung des Patienten. Auch als Leser fängt man an, an der Schuld oder Unschuld Peters zu zweifeln und mit zu rätseln, was hier wohl passiert ist. Auch die weiteren Ereignisse werden logisch aufgebaut und scheinen sich einfach aus den Ereignissen zu entwickeln. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die Charaktere werden gut entwickelt und man kann sich als Leser ein gutes Bild der Protagonisten machen. Bei diesem Thriller mach das Setting die besondere Würze aus. Da die Autorin selber im Maßregelvollzug gearbeitet hat, kann sie den Leser einen detaillierten Einblick in die Arbeit und die Behandlung der Patienten geben. Dieser Thriller ist nicht nur spannend, sondern mach auch nachdenklich. Kann es sein, dass dort Menschen festgehalten werden, die eigentlich unschuldig sind, aber keine Gelegenheit haben ihre Unschuld zu beweisen? Sehr gut hat mir das Nachwort gefallen, das die Ereignisse in dem Buch nochmal aus der sich einem neutralen Blickwinkel aus der Sicht eines Experten betrachtet. Dieses rundet das Buch sehr gut ab. Es handelt sich hier um einen sehr lesenswerten Thriller zu einem Thema, über das es sich lohnt genauer nachzudenken.

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  • Psychologische Intrigen - Wahnsinn pur!

    Geschwärzt

    MissStrawberry

    21. March 2016 um 13:27

    Regina Bogner steckt noch das Drama mit Rösch in den Knochen, da wird der bekannte Software-Entwickler Peter Bräuning in den Maßregelvollzug eingeliefert. Er streitet seine Schuld kategorisch ab. Das kennt man im Maßregelvollzug jedoch und geht davon aus, dass die Justiz ihre Arbeit gut gemacht hat und das nur Tricks sind. Doch Reginas Tochter Anabel, die ein Praktikum in der Forensik macht, ist der Ansicht, dass man die Frau mit dem Tattoo suchen müsste. Sie fängt an, auf eigene Faust zu recherchieren. Als der behandelnde Arzt Dr. Proser immer unfairer wird, kommt Anabel auf eine folgenschwere Idee …„Geschwärzt“ ist der Nachfolger von „Schwarzweiß“. Die Story selbst ist in sich abgeschlossen, dennoch rate ich, den ersten Band doch vorher zu lesen. Es gibt immer mal wieder Hinweise auf den Inhalt und die Zusammenhänge. Auch wenn für das Verständnis das erste Buch nicht dringend nötig ist, fühlt man sich dann doch weniger „außen vor“. Da die Autorin selbst mit psychisch kranken Straftätern im Maßregelvollzug gearbeitet hat, weiß sie sehr genau, wovon sie schreibt. Das merkt man auch – aber im positiven Sinne. Sie verärgert den Leser nicht mit „hochtrabendem Geschwafel“, sondern schildert die Vorgänge für jeden verständlich und dennoch fachgerecht. So ist das Buch gleich doppelt interessant, denn der eigentliche Plot packt einen sofort und zudem lernt man viel über Psyche und Psychiatrie. Die Protagonisten sind gut dargestellt, wenn mir auch die eine oder andere Figur einfach zu einseitig gut oder böse erschien. Insgesamt ist alles stimmig und lebensnah. Anabel mag öfter eher ein pubertierender Teenager als eine junge Erwachsene sein, aber aufgrund ihrer Vorgeschichte verzeiht man ihr das schon eher. Ich konnte mich mit ihr, ihrem Denken und Handeln trotz allem am meisten identifizieren, auch wenn ich altersmäßig Regina entsprechen würde. Die Bandbreite der Charaktere bietet mit Kashka und Franklin zwei besondere Typen, die dem Buch eine Extra-Würze geben.Relativ schnell hatte ich eine Ahnung, wohin die Story führen könnte, doch obwohl ich gar nicht so falsch lag, kam eine hammerharte Wendung, die mir den Atem raubte. Für Zartbesaitete ist das Ende gar nicht geeignet! Auch wenn das Buch streckenweise relativ wenig Thrill bot, das dicke Ende gab dafür umso mehr davon!Der Stil selbst liest sich sehr gut. Antonia Fennek langweilt nicht mit unnötigen Beschreibungen, sondern bringt alles gut auf den Punkt. So bleibt dem Leser genug Raum für das eigene Kopfkino. Das mag ich sehr.Dass ich den ersten Band vorher nicht gelesen hatte, ist nicht Schuld des Buches oder der Autorin. Deshalb ziehe ich auch keinen Stern ab und vergebe neben der Leseempfehlung auch die vollen fünf Sterne!

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  • Unbedingt lesen!

    Geschwärzt

    Igela

    Regina Bogner beschäftigt ein neuer Fall: Peter Bräuniger, ein verurteilter Täter, der einen 13 jährigen Jungen auf das Übelste misshandelt hat, wird an ihrem Arbeitsort,dem psychiatrischen Massregelvollzug , eingeliefert. Vehement beteuert er seine Unschuld...er habe die Tat nicht begangen . Als Anabel, die Tochter von Regina ein Praktikum macht, ist sie von seiner Unschuld überzeugt und schmiedet einen ausgeklügelten Plan! Dies ist der zweite Fall mit Regina Bogner. Nach "Schwarzweiss" wiederum ein spannender, Emotionen und Fragen auslösender Fall! Als Leser bekommt man wiederum Einblick in den Alltag von psychiatrisch betreuten Tätern. Hier merkt man , dass die Autorin vom "Fach" ist, weiss wovon sie schreibt! Da ich schon "Schwarzweiss" gelesen habe, kann ich nicht einschätzen, wie Neuleser dieses Buch auffassen. ich kann mir jedoch vorstellen, dass gewisse Hintergrundinformationen fehlen und Figuren erst etwas Verwirrung stiften ?Darum unbedingt den ersten Fall auch lesen...es lohnt sich! Auch in "Geschwärzt" schafft es die Autorin wieder sehr schnell den Spannungsbogen konstant und hoch zu halten.Ein Buch, das man fast nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Figuren sind wiederum gut gezeichnet...wenn mir auch Reginas Tochter Anabel als etwas zu sehr Richtung Supergirl ging..... Besonders erwähnen möchte ich das Cover:Passend zum ersten Band, hat es einen hohen Wiedererkennungswort und ist toll gestaltet!

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    • 4

    Mira20

    15. March 2016 um 13:48
  • Unschuldig im Maßregelvollzug?

    Geschwärzt

    Antonella

    14. March 2016 um 13:46

    Regina Bogners Arbeitsplatz ist die forensische Psychiatrie. Gegen den Willen ihrer 18jährigen Tochter Anabel arbeitet sie dort trotz traumatischer Erlebnisse mit einem inhaftierten Straftäter weiterhin als Ärztin. In der Hoffnung, Anabels Verständnis für ihre Arbeitsplatzwahl wieder zu gewinnen, überredet sie ihre Tochter zu einem zweiwöchigen Praktikum. Zeitgleich kommt der Spieleentwickler Peter Bräuning neu auf die Station, ein verurteilter Sexualstraftäter, der vehement seine Unschuld beteuert. Ärzte und Pfleger halten die Unschuldsbeteuerungen für Teil seiner Störung, nur Anabel zieht es in Betracht, dass Bräuning zu Unrecht verurteilt wurde. Als kein anderer sich bereit erklärt, vermeintlichen Hinweisen für seine Unschuld nachzugehen, handelt Anabel. Ist es möglich, dass ein Unschuldiger im Maßregelvollzug landet? Und welche Chancen hätte er, von dort aus seine Unschuld zu beweisen? Dieser Frage geht der Roman auf ca. 500 Seiten nach. Mit viel Sachverstand und Liebe zum Detail wird im ersten Teil der Stationsalltag beschrieben. Der zweite Teil des Romans fällt dann deutlich mehr in die Kategorie Krimi. Die Stärken dieses Romans liegen eindeutig im ersten Teil. Man merkt, dass die Autorin Insiderin ist und Wert darauf legt, auch ein für Laien weitestgehend realistisches Bild des Geschehens im Maßregelvollzug zu zeichnen. Auch für die Entwicklung der Charaktere nimmt sie sich viel Zeit. Im weiteren Verlauf steigert sich das Tempo dann stetig, allerdings wirkt es gegen Ende fast schon ein wenig gehetzt. Etwas mehr Seiten hätten dem Roman hier gutgetan. Obwohl es sich nicht ausdrücklich um einen Hamburg Krimi handelt, ist auch die Auswahl und Beschreibung der Schauplätze mit sehr viel Sorgfalt erfolgt. Und gelegentlich eingestreute humorvolle Dialoge lockern die ernste Handlung ebenfalls auf. Bei „Geschwärzt“ handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, „Schwarzweiß“ zuvor gelesen zu haben, trotzdem empfiehlt es sich. Es gibt etliche Anspielungen und auch das Verhalten insbesondere von Anabel erklärt sich aus der Vergangenheit. Auch wenn ich aufgrund des letzten Teils und insbesondere des Endes nicht 100%ig begeistert bin, würde ich mich über einen weiteren Band mit Schwerpunkt Forensik freuen. Denn der Schreibstil ist wirklich flüssig und angenehm zu lesen, der Plot ist auch gut. Und das Ende ist reine Geschmackssache. Deshalb würde ich eigentlich statt 3 Sternen lieber 3,5 Sterne vergeben, das geht aber leider nicht.

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  • Unschuldig verurteilt und hinter Gittern, oder doch nicht?

    Geschwärzt

    Xanaka

    11. March 2016 um 08:15

    Als Kinderschänder und im Besitz von kinderpornographischen Fotos ist der Softwareentwickler Peter Bräuning verurteilt worden und soll seine Strafe im Maßregelvollzug absitzen. Da man bei ihm eine abartige Persönlichkeitsstörung diagnostiziert hat, ist ihm ein langer Aufenthalt verbunden mit einer Therapie gewiss. Nur Peter Bräuning behauptet immer wieder, er ist unschuldig und in eine Falle gelockt worden. Von den behandelnden Ärzten scheint ihm niemand zu glauben. Regina Bogner, Stationsärztin im Maßregelvollzug ist auch dieses Mal involviert. Sie selbst hatte in "Schwarzweiß" um ihr Leben kämpfen müssen, ist aber nicht bereit ihre Arbeit aufzugeben. Um den Sinn ihrer Tätigkeit ihrer Tochter Anabell zu erklären, kommt diese für 14 Tage zum Praktikum auf ihre Station. Hier lernt Anabell Peter Bogner kennen und ist die einzige, die von seiner Unschuld überzeugt ist. Auch als Leser habe ich mir fortwährend die Frage gestellt, ist Peter Bräuning nun unschuldig oder nicht. Wie es ausgeht, das sollte schon jeder selbst lesen. Antonia Fennek hat auch hier wieder alle Register gezogen. Mit viel Spannung wird der Leser durch das Buch getragen. Und dann, wenn man denkt, jetzt ist alles klar, dann ist plötzlich nichts mehr klar. Alles ist anders, damit konnte niemand rechnen. Und das ist es, was das Buch ausmacht. Diese ungeahnten Geschehnisse, die Geheimnisse die so nach und nach aufgedeckt werden. Und es sind die überaus sympathischen Protagonisten, die das Buch irgendwie auch mittragen. Sicher es gibt auch, wie im wahren Leben wunderbar beschriebene, unangenehme, unsympathische Antihelden. Aber auch die gehören dazu. Für dieses Buch eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne für Antonia Fennek mit dem Hinweis - ich hoffe, es gibt weitere Bücher!

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