Antonia Fraser Antonia Fraser: Blaues Blut ist nicht alles

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Inhaltsangabe zu „Antonia Fraser: Blaues Blut ist nicht alles“ von Antonia Fraser

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    Antonia Fraser: Blaues Blut ist nicht alles
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    26. March 2013 um 15:11

    Die im Sterben liegende Schwester Elsie lässt die bekannte TV-Reporterin Jemima Shore zu sich rufen. Shore hatte sich in einer ihrer Sendungen mit dem Seelenfrieden befasst und nun findet Schwester Elsie, Shore sei die richtige Ansprechpartnerin, um sich von einem Makel in ihrer Laufbahn als Hebamme zu befreien. Elsies Eröffnung klingt tatsächlich nach einer vielversprechenden Story, zumal Shore nach einigem Hin und Her die Möglichkeit sieht, das terminlich mit ihren Recherchen zur begüterten, adligen Jugend Englands zu kombinieren. In dieser ach so lebenslustigen und sorgenfreien Welt tummelt sich der junge Lord Saffron, der durch draufgängerische Eskapaden auf Partys immer wieder schlechte Presse bekommt. Auch er betraut Shore mit einer kleinen Aufgabe: Jemand bedroht sein Leben und Shore soll während ihrer Recherchen unauffällig ein Auge auf seine Umgebung haben. Jemima Shore stürzt sich in die Ermittlungen. Es ist Jahre her, dass ich diesen Krimi gelesen hatte und glücklicherweise gab es nirgends déjà vu-Passagen, die mir zuviel von diesem Roman vorweggenommen hätten. Es mag daran liegen, dass der Krimi vielleicht damals schon so eindruckslos an mir vorüber schwappte wie beim zweiten Durchgang. Es ist ganz unterhaltsam, was Jemima Shore die ganze Zeit treibt. Sie hat einen Geliebten, den Rechtsanwalt Cass Brinsley, der ein bisschen helfen kann, ein bisschen für die Nacht da ist und der, genau wie Jemima auch, hin und wieder woanders kostet. Shores Chef flirtet auch immer mit irgendwem und es scheint schwer zu sein, seine Liebschaften richtig zuzuordnen. Lord Saffron lädt Shore ein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die zwei sich auch miteinander die Zeit vertreiben. Ganz nebenher erfährt Jemima Shore das eine oder andere, was für den Fall von Schwester Elsie wichtig sein könnte, sie reimt sich Möglichkeiten zusammen, was für den Fall von Lord Saffron wichtig sein könnte und freilich hilft die Mitarbeiterin des TV-Senders auch mit kleinen Fakten aus. So trudelt eine Lösung bei Shore ein, mehr oder weniger gut terminiert auch mit den Aufnahmen zur Sendung über die "goldene Jugend" und ihre wilden Parties. Warum der Täter Täter ist, wird natürlich erklärt, aber schlüssig ist es nicht unbedingt. Muss es wohl auch nicht unbedingt sein. Insgesamt fällt das Buch durch sanftes, unterhaltsames Plätschern auf, das gerade nur ansatzweise ein bisschen Gesellschaftskritik übt, aber nur ansatzweise, denn Jemima Shore ist trotz einem kleinen sozialen Aufruhr doch recht anfällig für die Amusements, die sie eigentlich anprangern soll. Mehr von Jemima Shore ist deshalb gerade nicht vorgesehen.

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