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monja1995

vor 3 Jahren

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Klappentext:

Mord oder Totschlag? Unfall oder Berechnung?
Als Hauptkommissar Konrad von Kamm zu einem Tatort südlich von München gerufen wird, bietet sich ihm ein skurriler Anblick: Norman Zauner, der Betreiber des Reitstalls Ertl-Hof wurde von einem Küchenregal erschlagen. Schnell stellt sich heraus, dass eine Reihe von Frauen Grund gehabt hätte, die fahrlässig angebrachte Regalkonstruktion zu manipulieren. Trotz Konrads Verdacht ist es ihm nicht möglich, die Staatsanwaltschaft zu überzeugen, dass es sich nicht nur um einen saublöden Unfall, sondern um einen Mord handelt. Konrad ermittelt auf eigene Faust weiter. Kann er den kuriosen Fall mithilfe seines Onkels lösen?

Mein Umriss:

Utzschneider und von Kamm, die beiden Hauptkommissare bei der münchner Kriminalpolizei werden auf einen Reiterhof gerufen. Sie finden bei ihrem Eintreffen Kinder mit ihren Müttern oder Vätern, sowie einige Bedienstete des Reiterhofes an. Die Mitarbeiter des Reiterhofes sind in Schockzustand, denn der Betreiber der Anlage, Norman Zauner ist in der Küche des Reiterstüberls verunglückt.
Alles deutet auf einen tragischen Unfall hin, denn so wie es aussieht, wurde er von einem schlampig montierten Regal erschlagen.
Von Kamm will dies jedoch nicht so hinnehmen und macht sich auf Spurensuche. Einen Grund, ihn zu ermorden hätten einige gehabt, zumal Zauner den Ruf eines berüchtigten Schürzenjägers hat. Aber erstmal heißt es für von Kamm und Utzschneider, den Staatsanwalt zu überzeugen und nach Spuren zu suchen, sowie diese wie ein Puzzle zusammen zu setzen…

Mein Eindruck:

Nach „Keine halben Sachen“, dem ersten Fall für Konrad von Kamm präsentiert Antonia Günder-Freytag nun den zweiten Fall für diesen unkonventionellen, manchmal etwas verschrobenen münchner Hauptkommissar, der mich in einigen Zügen an den berühmten Colombo erinnert.
Ebenso wie dieser lässt von Kamm nicht locker, wenn er sich wo festgebissen hat. Aufgeben ist nicht sein Ding und damit reißt er seinen Kollegen Utzschneider mit. Mit diesem Zweiergespann trifft die Autorin bei mir voll ins Schwarze. Sie lässt nichts aus, was einen guten Kriminalroman ausmacht. Habgier, Familienzwist und falsche Hoffnungen gehören ebenso dazu, wie eine genau dosierte Prise Humor.
Günder-Freytags Schauplatz ist München, ihre Heimatstadt, was man daran erkennt, dass sie die Szenen in der Stadt beschreibt, wie man sie nur beschreiben kann, wenn man diese Stadt liebt. Auch ihren Figuren ist das Bayrisch-Münchnerische auf den Leib geschrieben. Manchmal brummelig in sich selbst zurück gezogen, dann wieder polternd, aber auch gesellig und weltoffen.
Schon zu Beginn wird der Leser darüber aufgeklärt, wer das Opfer ist und wie es ums Leben gekommen sein könnte. Aber in die Recherche fühlt man sich als Leser schnell eingebunden, zumal man beginnt, eigene Rückschlüsse auf die diversen Personen und Begebenheiten zu ziehen. Zwischendurch auf die falsche Fährte gelockt zeigt die Autorin jedoch, dass vieles nicht so einfach ist wie man meint, aber trotzdem ans Ziel gelangt, an dem man mit Aufklärung des Falles belohnt wird.

Mein Fazit:

Wer Konrad von Kamm noch nicht kennt hat etwas versäumt. Ich hoffe, dass bald ein 3. Fall für von Kamm zu lösen ansteht, denn diese Krimis machen süchtig.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an den Bookshouse Verlag für das Cover, das ich in Verbindung mit dieser Rezension veröffentlichen darf, ebenso vielen herzlichen Dank an Antonia Günder-Freytag, dass ich Dich persönlich kennen lernen durfte. Ich freue mich auf weitere Treffen und ebenso wunderbare Unterhaltungen wie zuletzt in Holzkirchen.

Autor: Antonia Günder-Freytag
Buch: Sachsentöter
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