Antonia Hayes

 4.1 Sterne bei 27 Bewertungen

Alle Bücher von Antonia Hayes

Antonia HayesDie relative Unberechenbarkeit des Glücks
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Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
 (24)
Erschienen am 22.08.2016
Antonia HayesEthan und die Schwerelosigkeit des Glücks
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Ethan und die Schwerelosigkeit des Glücks
Ethan und die Schwerelosigkeit des Glücks
 (0)
Erschienen am 15.01.2018
Antonia HayesDie relative Unberechenbarkeit des Glücks: Roman
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Die relative Unberechenbarkeit des Glücks: Roman
Antonia HayesDie relative Unberechenbarkeit des Glücks
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Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
 (3)
Erschienen am 22.08.2016

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Schlauris avatar

Rezension zu "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" von Antonia Hayes

Die relative Unberechnbarkeit des Glücks - Meine Meinung
Schlaurivor einem Jahr

Autorin: Antonia Hayes
Verlag: Blanvalet Verlag
Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
Seitenzahl: 464 Seiten
Gebundene Ausgabe 19,99 €

Inhalt

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang …

Meine Meinung

Mit diesem Roman möchte die Autorin ein ernstes Thema ansprechen und auf die Problematik von dem sogenannten Schütteltrauma bei Babys aufmerksam machen. Das Buch ist den Betroffenen gewidmet, deren Kinder unter solchen Folgen leben oder deren Kinder nicht überlebt haben.


In „Die relative Unberechenbarkeit des Glücks“ geht es um den 12 Jährigen Ethan. Ethan ist super intelligent und hat ein besonderes Verständnis für Physik und der Astrologie. Er wächst alleine bei seiner Mutter Claire auf, die beiden haben eine enge Bindung zueinander. Seinen Vater Mark hat er noch nie gesehen oder gar kennengelernt. Claire war stets darauf bedacht Ethan alles was mit seinem Vater zu tun hat, vorzuenthalten um ihn zu schützen. Denn sein Vater soll ihn als Baby heftig geschüttelt haben, wovon Ethan ein Schütteltrauma erlitt. Ein Teil seines Gehirns trägt davon lebenslange Schädigungen und  auch seine Entwicklung wurde stark beeinträchtigt. Da sein Vater seine Unschuld nie beweisen konnte, musste er für seine Tat ins Gefängnis gehen.

Ethan ist ein Junge, den ich schnell ins Herz geschlossen habe. Er ist lieb, sympathisch, neugierig und wahnsinnig interessant. Er hat Fähigkeiten, die beeindruckend sind und auch seine spezielle Sicht auf die unterschiedlichsten Dinge haben mir im Buch sehr gut gefallen. Schade fand ich allerdings, dass Ethans speziellen Fähigkeiten nur bedingt durch eine Krankheit möglich sind und dass man diese Krankheit -und somit auch seine Fähigkeit- quasi weg operieren kann. Gerade diese "Fähigkeit" hat aus Ethan erst diesen interessanten Charakter gemacht.

Die Perspektiven im Buch wechseln zwischen Ethan, seinem Vater Mark und seiner Mutter Claire hin und her. Die Erzählform und der Schreibstil haben sehr gut funktioniert und man bekommt Einblicke in alle Charaktere.

Ethan wird für seine Interessen und seinem Wissenstand, in der Schule gemobbt. Die Schüler sind gemein, hänseln ihn, nennen ihn „Stephan Hawking“  und äffen ihn nach. Selbst sein ehemaliger bester Freund Will ist auf der Seite der Mobbern und macht Ethan das Leben schwer. Doch Ethan bleibt er selbst, er passt sich nicht an und versucht nicht anders zu sein, nur um in die Masse zu passen. Dass ist was Ethans Charakter so liebenswürdig uns sympathisch macht.

Als sein Vater Claire ein Brief schreibt, dass er wieder in der Stadt ist, wird Ethan neugierig. Er will seinen Vater kennenlernen und ausfindig machen. Insgeheim gibt sich Ethan selber die Schuld dass sein Vater abgehauen ist. Er denkt, dass er damals als Baby zu viel geschrien hat und seinem Vater zu anstrengend war. Als Ethan dann aber erfährt, dass sein Vater im Gefängnis saß, dreht Ethan durch...

Die Geschichte spielt zum größtenteils in der Gegenwart, allerdings erhält man auch immer wieder Rückblicke aus der Vergangenheit. Was mir nicht ganz schlüssig wurde, was eigentlich die Aussage dieses Buches ist oder was nun der Schwerpunkt des Buches sein soll. Die Krankheit, die Fähigkeiten von Ethan oder die Geschichte seiner Eltern und was wirklich damals vorgefallen ist?

Fazit


Ein hoch interessantes Buch. Es spricht nicht nur ein ernstes Thema an sondern zeigt auch wie einzigartig Menschen sein können. Teilweise fiel es einem nur schwer die ganzen physikalischen Darstellungen zu folgen und auch der Kernpunkt der Geschichte wurde nicht ganz deutlich. Ansonsten aber ein absolut schönes und empfehlenswertes Buch.


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gedankenbuechereis avatar

Rezension zu "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" von Antonia Hayes

Hat mich begeistert
gedankenbuechereivor 2 Jahren

MEINE MEINUNG:
Dieses Buch hat mich wirklich begeistert. Zuerst einmal gefiel mir der Schreibstil der Autorin sehr gut. Viele bedeutungsvolle Szenen waren wirklich sehr ausführlich und gut beschrieben, ich hatte das Gefühl, in die Geschichte eintauchen zu können. Die Geschichte an sich, war sehr gut aufgebaut. Der Protagonist, der zwölfjährige Ethan, der mit seiner alleinerziehenden Mutter in Australien lebt, hat einige außergewöhnliche Talente und verfügt über einen sehr hohen Intelligenzquotienten. Das macht ihn natürlich besonders, aber für seine Mitschüler gilt er als Freak, als Außenseiter und wird regelmäßig in der Schule gemobbt. Bei diesen Szenen konnte ich sehr gut mitfühlen, da man Ethan als süßen und liebenswerten Jungen kennenlernt und somit Mitleid für diesen Charakter entwickelt, da er selbst nicht versteht, was er falsch macht und irgendwann sogar selbst glaubt, mit ihm stimme etwas nicht. Und das stimmt auch in gewisser Weise, so erfährt man reativ schnell, dass in Ethans Leben etwas schlimmes passiert sein muss, was bei ihm bleibende Schäden hinterlassen hat. Hier konnte ich auch gut Hayes‘ Liebe zum Detail herauslesen, Ethans Krankheit wird anschaulich beschrieben, was die Geschichte irgendwie realer wirken lässt. Genauso verhält es sich auch mit der Physik – Ethan ist ein Wunderkind, versteht mit seinen zwölf Jahren mehr von Astronomie und physikalischen Vorgängen als manch anderer ausgebildeter Wissenschaftler. Leider kommt er mit diesen besonderen Fähigkeiten nur bei den Erwachsenen gut an, die ihn bewundern und fansziniert sind. Bei seinen Mitschülern kann er damit natürlich nicht punkten. Trotzdem findet er in Alison eine gute Freundin, zwar ganz anders als er selbst, trotzdem verstehen die beiden sich vom Tag ihrer ersten Begegnung an blendend.

Die Charaktere waren, meiner Meinung nach, sehr schön ausgearbeitet, vor allem auch Ethans Eltern Claire und Mark. Von seinem Vater weiß Ethan so gut wie nichts, da er die kleine Familie schon kurz nach Ethans Geburt verlassen hat. In dem Roman kommt Ethan an den Punkt, das alles zu hinterfragen, er hätte doch so gerne einen Vater. Durch Perspektivenwechsel und Rückblenden bekommt man als Leser einen detaillierten Einblick in das Leben der beiden Elternteile vor Ethan, und auch erzählt das Buch vom Beginn ihrer Liebesgeschichte. Die Autorin hat es geschafft, vor allem diese emotionalen Szenen zu beleben. Besonders rührend war die Rückblende in Ethans Grundschulzeit. Er erzählt von ihrer Aufgabe, eine Vatertagskarte zu gestalten.

„Will?“, flüsterte Ethan.
„Ja“, erwiderte Will, während er eine knallrote Krabbe mit riesigen Scheren malte.
„Darf ich deinen Dad abmalen? Ich weiß nicht, wie meiner aussieht.“ (s.68)

Und auch die Liebesszenen zwischen Ethans Eltern waren wunderschön ausgemalt. Ein wenig anstrengend waren die ganzen physikalischen Vorgänge, die sowohl von Ethan, als auch von seinem Vater Mark immer wieder beschrieben wurden. Aber das gehört nun mal zu den beiden Charakteren und macht das Buch einzigartig. Trotzdem sollte man wissen, dass der Roman wirklich voll von Physik und Astronomie ist! Diese ganzen Details habe ich teilweise natürlich nicht verstanden, aber das hat meine Freude an dem Buch nicht geschmälert. Denn langweilig wurde es nie.

FAZIT:
Dieses Buch hat mir wirklich supergut gefallen, aus dem einfachen Grund, dass so ziemlich alles darin verpackt ist – die große Liebe, Familienzusammenhalt, ein wenig oder auch viel Drama, aber auch Szenen zum lachen und freuen. Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen und auch die Liebe zum Detail. Man hat durch die vielen Fachbegriffe einfach gemerkt, wieviel Recherche und Arbeit dahinter stecken muss. Antonia Hayes hat Figuren mit Ecken und Kanten erschaffen, keiner der Charaktere ist perfekt und macht Fehler. Das lässt das ganze sehr authentisch wirken und auf 461 Seiten ist auch genug Platz, um Ethan, Claire und Mark kennen zu lernen. Einen kleinen Punkt Abzug nur, da es an manchen Stellen echt ein bisschen Physik weniger hätte sein dürfen. Das war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig.

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K

Rezension zu "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" von Antonia Hayes

interessanter Debütroman mit tragischem Hintergrund
katze102vor 2 Jahren


Antonia Hayes erzählt in „Die relative Unberechenbarkeit des Glücks“ über Ethan, einen inselbegabten Zwölfjährigen mit besonderen Talenten in Physik und Astrologie. Ethan lebt mit seiner Mutter Claire in Sidney, seinen Vater ( Mark) hat er bislang nicht kennengelernt und seine Mutter will nicht über ihn sprechen. Davon, dass er als Baby beinahe gestorben wäre, sein Vater beschuldigt wurde, ihn geschüttelt zu haben, seine Unschuld beteuert und trotzdem zu einer Gefängnissrafe verurteilt wurde, hat Ethan keine Ahnung. In der Schule hat Ethan Schwierigkeiten mit anderen, wird von vielen als Freak bezeichnet; sein größter Wunsch ist es, seinen Vater kennenzulernen....

Nach und nach erfährt der Leser, was damals passiert ist, welche Folgen sich daraus ergeben haben.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und in Rückblicken erzählt. Immer wieder beeindrucken die Fähigkeiten Ethans und seine manchmal ganz spezielle Sicht der Dinge.


Antonia Hayes verarbeitet in ihrem Debütroman Autobiographisches und möchte auf die Problematik von heftigem Schütteln aufmerksam machen, denn jedes Jahr werden Tausende von Kindern als Folge dessen schwer verletzt oder sogar getötet und widmet allen Betroffenen dieses Buch.


Obwohl der Roman gut erzählt wurde, hatte ich einige Anfangsschwierigkeiten mit ihm. Zunächst haben mich die vielen Einfügungen mit Ethans Wissen und Erklärungen zu physikalischen oder astrologischen Themen eher verschreckt als in ihren Bann gezogen und mich das Buch immer wieder beiseite legen lassen. Doch dann war der Knoten plötzlich geplatzt und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, mich letztendlich auch an Ethans Ausführungen und Sichtweisen erfreuen können. Ganz besonders spannend fand ich auch die Erläuterungen der Ärzte zu unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsbildern und jene, wie Betroffene mit dem Erlebten umgehen; den Titel finde ich ausgesprochen gut gewählt. Insgesamt erzählt Antonia Hayes diese tragische Familiengeschichte sehr fesselnd und zeigt auf, wie ein einziger Moment alles verändern kann.


Fazit: Ein interessantes Buch zum Thema Kindesmisshandlung / Schütteltraumata, jedoch standen mir die physikalischen und astrologischen Darstellungen etwas zu sehr im Mittelpunkt

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