Antonia Hodgson

 4.3 Sterne bei 80 Bewertungen
Autor von Das Teufelsloch, Der Galgenvogel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Antonia Hodgson

Antonia HodgsonDas Teufelsloch
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Das Teufelsloch
Das Teufelsloch
 (42)
Erschienen am 21.08.2014
Antonia HodgsonDer Galgenvogel
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Der Galgenvogel
Der Galgenvogel
 (20)
Erschienen am 02.10.2017
Antonia HodgsonDas Sündenhaus
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Das Sündenhaus
Das Sündenhaus
 (14)
Erschienen am 21.08.2017
Antonia HodgsonDas Teufelsloch
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Das Teufelsloch
Das Teufelsloch
 (3)
Erschienen am 28.01.2016
Antonia HodgsonA Death at Fountains Abbey (Thomas Hawkins 3)
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A Death at Fountains Abbey (Thomas Hawkins 3)
Antonia HodgsonThe Devil in the Marshalsea
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The Devil in the Marshalsea
The Devil in the Marshalsea
 (0)
Erschienen am 13.02.2014
Antonia HodgsonUntitled Historical Crime
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Untitled Historical Crime
Untitled Historical Crime
 (0)
Erschienen am 26.02.2015

Neue Rezensionen zu Antonia Hodgson

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Rezension zu "Das Sündenhaus" von Antonia Hodgson

Die Feinde des John Aislabie
Ambermoonvor 5 Monaten

Frühjahr 1728. Auf eine »Bitte« von Englands Königin Queen Caroline reist Tom Hawkins, mit allen Wassern gewaschener Gentleman, zum Herrenhaus von John Aislabie in Yorkshire. Doch die ländliche Idylle entpuppt sich für Tom schnell als Hexenkessel: Die Queen wird von Aislabie erpresst, denn der ehemalige Schatzkanzler war mitverantwortlich für die »Südseeblase«, den größten Finanzskandal des 18. Jahrhunderts. Aislabie wiederum erhält seit einiger Zeit zunehmend blutigere Drohbriefe. Ehe Tom es sich versieht, gerät er zwischen alle Fronten und mitten hinein in einen mörderischen Racheplan.

Britischer (Galgen-)Humor, Tempo und authentische Einblicke in die Intrigen des 18. Jahrhunderts - das ist Antonia Hodgson!...(Klappentext)

♘♘♘♘♘♘♘♘♘♘

"Hier war er.
Der Tod, den ich aus London mitgebracht hatte. Hier war er und breitete sich wie ein Mantel über das Anwesen aus. Und ich wusste, während ich die Tür aufdrückte. dass er noch nicht mit mir fertig war." (S. 258)

Aislabie war einst Schatzmeister der Königlichen Hoheit und kaufte Aktien der Südseegesellschaft. Die Aktien stiegen in ungeahnte Höhen, bis die Südseeblase schließlich platzte und viele Investoren ins Verderbnis führte. Aislabie wurde der Korruption für schuldig gesprochen und dafür in den Tower geworfen. Nach einer kurzen Zeit wurde ihm jedoch der Rückzug in sein Landhaus gewährt. Die Ungnade war ihm jedoch gewiss. Trotzdem bittet er die Königin um ihre Hilfe (wobei es sich eher um eine Drohung, bzw. Erpressung handelte), da er seit Wochen beängstigende Drohbriefe erhält. Diese schickt niemand Geringeren als Thomas Hawkins zu ihm. Jedoch nicht um ihm beizustehen, sondern mit einem gänzlich anderen Auftrag.

Tom Hawkins kommt zwar aus gutem Hause und hatte in jungen Jahren ein Theologiestudium begonnen, aber seine Vorliebe für Glücksspiel, Bordelle und andere Vergnügungen ließen ihn tief fallen. Er war bereits Insasse im berüchtigten Marshalsea-Gefängnis und auch zum Galgentod verurteilt.
Durch seine Gerissenheit, seinen Scharfsinn, sowie seinen Charme und vor allem durch eine große Portion Glück, konnte er seinen Kopf bisher jedoch immer rechtzeitig aus der Schlinge ziehen - im wahrsten Sinne. Nach seiner Nahtod-Erfahrung versucht Hawkins ein ehrbares und vor allem ruhiges Leben zu führen. Leider ist er jedoch seiner Königlichen Hoheit etwas schuldig und somit ist er derjenige dem das Los zufiel sich um Aislabie zu kümmern.

"Es war ein untrügliches Zeichen dafür, wie schlecht es um Mr. Aislabies Ansehen am königlichen Hof bereits bestellt war, dass er sich bei besagtem jungen Gentleman ausgerechnet um mich handelte." (S. 21)

Hawkins reist natürlich nicht alleine. Sam, ein 14-jähriger Junge begleitet ihn. So unschuldig dieser aussieht ist er aber bei weitem nicht. Er ist der Sohn des berüchtigsten Gangsterbosses in London, Neffe eines Auftragsmörders und hat es faustdick hinter den Ohren. Tja, Gleich und Gleich gesellt sich eben gerne.
Hawkins kann es natürlich nicht lassen trotzdem Detektiv zu spielen und gerät alsbald wieder einmal in die Bredouille. Doch diesmal bringt er dabei nicht nur sich in größte Gefahr...(persönliche Inhaltsangabe)

♘♘♘

Dies ist der 3. Teil der Tom Hawkins-Reihe und schließt fast direkt an den 2. Teil an. Trotzdem kann er durchaus unabhängig und ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da jedoch oft auf vergangene Ereignisse eingegangen wird und diese auch Einfluß auf die Charakterentwicklung haben, wäre es natürlich von Vorteil diese Serie der Reihe nach zu lesen. So kommt man in den vollständigen Genuß dieser atmosphärischen Thriller-Reihe und auch in den vorliegenden 3. Teil.

Der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig und einfach gehalten und daher fliegt man direkt durch das Buch...zumindest ab des ersten Drittels, denn bis dahin kommt es diesmal zu einigen Längen, die etwas an meinen Nerven zerrten. Die Autorin schweift hier ständig in ausführliche (verdammt, und wie ausführlich diese waren) Umgebungsbeschreibungen und Nebensächlichkeiten ab.

Er sprach weiter in der ihm eigenen ernsten Manier über Zweck und Kraft, gerippte Tonnengewölbe und Lanzettenbögen, dieweil ich ernsthaft erwog, Messenger zu überreden mich doch noch zu erschießen." (S. 169)

Jap, ich konnte an dieser Stelle Hawkins verstehen, denn ich empfand ähnlich.
In den vorherigen beiden Teilen war diese Detailverliebtheit in genau dem richtigen Maß, um atmosphärische Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Hier hat die Autorin damit jedoch stark übertrieben und es wurde zunehmend ermüdend der Handlung zu folgen, da die Story dadurch sehr schleppend bis gar nicht in die Gänge kommt.
Ich war wirklich knapp davor das Buch zuzuklappen. Nur gut, dass ich es nicht getan habe, denn ab dem 1. Drittel nahm der Spannungs- und Tempo-Level stark zu und ich klebte regelrecht mit der Nase im Buch.
Hier waren wieder diese atmosphärischen Bilder, der packende Erzählstil und der Plot, welcher Wendungen und ein tolles Finale enthält.

"Drei junge Hirsche lagen zu einem Dreieck angeordnet in der Kutschenauffahrt.
Jemand hatte ihnen die Köpfe abgeschlagen und die Bäuche aufgeschlitzt.
Dohlen stolzierten um die Kadaver herum, krächzten laut und zerrten an dem Fleisch. Sie hatten den Hirschen bereits die Augen ausgehackt." (S. 141)

Ich liebe historische Krimis/Thriller, die sich auf reale historische Ereignisse stützen und/oder Charaktere beinhalten, welche wirklich einst existierten. Das ist auch bei dieser historischen Thriller-Reihe und somit auch in diesem Buch der Fall.
Am Ende der Story findet man interessante und informative Historische Anmerkungen der Autorin bezüglich des vorliegenden Thrillers und lohnt sich durchaus beachtet zu werden.

Fazit:
Obwohl dieser historische Thriller knapp davor war in der Ecke zu landen, hat er nochmal die Kurve gekriegt und zwar sowas von. So gelangweilt ich war und gegen Ende des ersten Drittels war ich sogar regelrecht genervt, so sehr konnte mich der Rest packen und begeistern. Ich konnte und wollte nicht mehr aufhören zu lesen und somit hat die Autorin ein weiteres Mal alles richtig gemacht, um mich ins frühe 18. Jahrhundert zu ziehen und mich für paar Stunden toll zu unterhalten.

© Pink Anemone (mit Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)

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PagesofPaddys avatar

Rezension zu "Der Galgenvogel" von Antonia Hodgson

Toller 2ter Teil mit einem tollen Hauptcharakter
PagesofPaddyvor 7 Monaten

Mit „Das Teufelsloch“ hat Antonia Hodgson einen lesenswerten Historienthriller geschrieben, der mit „Der Galgenvogel“ eine gelungene Fortsetzung findet. Und was soll ich sagen? Der 2te Teil gefiel mir nochmal besser als das erste Buch. Das liegt vor allem daran das die Story um den frech, sympathischen Protagonisten Tom Hawkins diesmal etwas kleiner angelegt ist. Der erste Teil war doch etwas komplexer vom Setting und den Figurenkonstellationen her. Der 2te Teil fährt hier etwas zurück aber wirkt dadurch noch unterhaltsamer, kurzweiliger und spannend ist das Buch eh. Alles in allem ein wirklich lesenswertes Buch und die Reihe kann ich auch jedem ans Herz legen. Teil 3 „Das Sündenhaus“ ist als HC auch schon erschienen. Aber ich warte auf die TB Ausgabe. Hab eh noch genug zu lesen! 
PS: Sehr interessant fand ich wie fundiert viele der Ereignisse sind. Am Ende des Buches gibt Hodgson einen kleinen Faktencheck. Stark recherchiert.

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Brivulets avatar

Rezension zu "Das Teufelsloch" von Antonia Hodgson

Authentischer und spannender historischer Thriller
Brivuletvor 9 Monaten

„In jener Nacht lernte ich wahre Verzweiflung kennen. Ihre kalten, unsterblichen Finger schlangen sich langsam um mein Herz, bis ich Angst und Schmerz nicht mehr spürte – ich war jenseits aller Gefühlte angelangt.“
Dieser Textauszug zeigt meines Erachtens sehr gut, warum ich „Das Teufelsloch“ nur jedem wärmstens ans Herz legen kann. Obwohl ich nicht unbedingt der größte Fan historischer Romane bin, las ich die Geschichte um den Lebemann Tom Hawkins mit allergrößtem Vergnügen. Das liegt nicht nur am Setting, obwohl ich glaube, dass selten irgendwo der Alltag und die Menschen in einem Schuldgefängnis um 1727 besser dargestellt wurden. Nein, auch die handelnden Personen sind Antonia Hodges gut gelungen. Allen voran natürlich Tom Hawkins, der als Lebemann par excellence zunächst den brutalen und ungerechten Vorgängen im Marschalsea ziemlich hilflos  gegenübersteht.
Schließlich gefiel mir die flüssige und sehr bildhafte Sprache der Autorin, die es dem Leser leicht macht, schon ab den ersten Zeilen mit Tom mitzufiebern, dem das Leben wahrlich übel mitspielt.
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet und werde auch den zweiten Band „Der Galgenvogel“ lesen.
Fazit: Absolut lesenswert.

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