Antonia Hodgson Das Teufelsloch

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Inhaltsangabe zu „Das Teufelsloch“ von Antonia Hodgson

1727. Tom Hawkins will lieber verdammt sein, als Landpfarrer zu werden wie sein Vater. Er liebt die Frauen, das Bier und das Glücksspiel – und landet eines Nachts im berüchtigten Londoner Schuldgefängnis »The Marshalsea«. Schnell erkennt Tom, dass in diesem »Teufelsloch« nur überlebt, wer sich nützlich machen kann: Er verdingt sich als Ermittler in einem hinterlistigen Gefängnismord – eine Idee, an der sein düsterer Zellengenosse Fleet sogleich Gefallen findet. Doch Tom ist auf der Hut, gilt Fleet doch selbst bei den abgebrühtesten Bütteln des Marshalsea als Ausgeburt der Hölle…

Sehr spannend und lebendig geschrieben. Man kann die Geschichte förmlich spüren.

— Arabelle

Grandios recherchiert, fantastische Charaktere, spannend geschrieben und trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz.

— Leseraupe

authentisch, düster und unheimlich spannend. nichts für schwache nerven

— eulenmama

Solider gut recherchierter Krimi mit beständigen Spannungsbogen.

— Burgkelfe

Mit diesem Roman taucht man in das London des frühen 18. Jahrhunderts ein - spannend, authentisch und interessant zugleich.

— Ambermoon

Tolle Atmosphäre, ein sympathischer Charakter und interessante Verwicklungen. Lediglich das Ende ein wenig zu vorhersehbar und glatt

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein bisschen mehr erwartet ...

— Fluse

Tiefe Einblicke in ein Gefängnis in der Historie.

— Ionandar

Kurzweiliger historischer Krimi. Schauplatz : ein Schuldnergefängnis in London....

— Mira20

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    Das Teufelsloch

    PagesofPaddy

    20. August 2017 um 17:13

    Die Kombination aus Thriller und Historienroman bietet Antonia Hodgsons Buch „Das Teufelsloch“. Das diese Kombination funktioniert liegt an dem passenden Schreibstil der Autorin, dem authentisch wirkenden historischen Hintergrund und der fesselnden Story über den Schwerenöter Tom Hawkins, der sich plötzlich im berühmt berüchtigten Schuldgefängnis „Marshalsea“ wiederfindet. In diese Ausgangslage manövriert Hodgons den sympathischen Protagonisten. Natürlich gibt es einen Mord und jede Menge offenen Fragen aber für inhaltliche Geschichten bin ich nicht weiter zuständig (Das müsst ihr schon selbst herausfinden). Was mir zu sagen bleibt ist, dass das mal wieder ein richtig klasse Thriller war. Packende Story, viele interessante Charaktere und mehrere gute Twists. Es wird definitiv kein Einheitsbrei serviert. Der historische Kontext wirkt immer passend und auch das ist eine Stärke des Buchs. Es wirkt nichts wirklich übertrieben oder künstlich. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Auf Verbrecherjagd im Mashalsea-Gefängnis

    Das Teufelsloch

    Ambermoon

    23. October 2016 um 14:06

    Als der junge Tom Hawkins im Jahre 1727 unter zwielichtigen Umständen ins Marshalsea geworfen wird, haben sich die Bedingungen soeben verschärft: Der grausame Mord an einem Insassen soll als Selbstmord vertuscht werden, die Witwe des Unglücklichen schreit nach Rache. Tom ist es, der Licht ins Dunkel bringen soll - eine Idee, an der sein düsterer Zellengenosse Fleet sogleich Gefallen findet. Doch Tom ist auf der Hut, gilt Fleet doch selbst bei den abgebrühtesten Bütteln des Marshalsea als skrupelloser Ränkeschmied - und schlimmer noch, als Ausgeburt des Teufels....(Klappentext)                                     ----------------------------------------The Marshalsea: jahrhundertelang Londons berühmt-berüchtigtes Schuldgefängnis. Im frühen 18. Jahrhundert ein Sumpf voller armer Teufel jeglicher Herkunft. Und hinter den Gefängnistoren: gnadenloser Konkurrenzkampf. Wer geschickt war, schlug sich auf die Seite der Privilegierten - wer nicht, verrottete binnen Tagen eingepfercht mit den Ärmsten der Armen.Dieser Kriminalroman entführt den Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts und ist auf historischen Tatsachen aufgebaut. Die Story selbst ist fiktiv, jedoch aufgrund des historischen Hintergrunds mehr als nur authentisch. Selbst so manche Figuren in diesem Roman basieren auf echten Personen, die um 1727 im Marshalsea und im Borough lebten. Und genau das macht dies alles noch um Ecken interessanter.Der flüssige und angenehme Schreibstil unterstreicht diese Authentizität nochmals. Die Autorin bedient sich teilweise dem damals üblichen und etwas ruppigen Jargon. Zudem ist es ihr gelungen die damalige Atmosphäre einzufangen und so ein äußerst gelungenes Setting zu kreieren.Die Charakterzeichnungen sind gut ausgearbeitet. Hier gibt es nicht nur die Guten und die Bösen, die Sympathischen und Unsympathischen. Selbst der Hauptprotagonist Tom Hawkins hat Dreck am Stecken und ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger. Ein Gentleman, der sich mit Glücksspiel über Wasser hält, dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist und dem ehrliche Arbeit einfach zu anstrengend und zuwider ist. Da hält er sich doch lieber an reiche Damen, denen er Geld aus der Tasche zieht.Doch im Laufe der Geschichte macht dieser, sowie so manch anderer Charakter, eine Entwicklung und Veränderung durch, jedoch nicht so stark, um ins Unglaubwürdige abzutrifften. Diesen schmalen Grad zwischen Authentizität und Unglaubwürdigkeit können nur wenige Autoren bewältigen. Diese Autorin hat es aber drauf.Hier muss man trotzdem etwas Geduld mitbringen bis man zur eigentlichen Story gelangt, denn die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beschreibung des Marshalsea, dessen Strukturen und "Bewohnern" und der Vorgeschichte von Tom.Dies ist durchaus interessant, was an der guten Recherche und dem Schreibstil der Autorin liegt. Ich empfand diesen Teil der Story ebenso genial wie die eigentliche Kriminalgeschichte, die dann ab der zweiten Hälfte des Buches folgt.Hier kommt es dann schließlich zu einem gelungenen Spannungsaufbau und die Story nimmt ordentlich an Fahrt zu. Es ist nichts mehr wie es scheint und es kommt mehrmals zu einer überraschenden Wendung.Auch die Auflösung hält eine Überraschung bereit und konnte mich überzeugen.Man wird also für die lange Vorgeschichte aufs Beste belohnt.Zudem beinhaltet dieser Roman Historische Anmerkungen bezüglich des damaligen Lebens in London, zum Marshalsea, sowie zu den historischen Figuren, welche sich in diesem Roman tummeln. Auch ein Glossar ist vorhanden.Somit kann man als Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts abtauchen und gewisse Zusammenhänge besser verstehen.Fazit:Ich liebe historische Romane, Krimis und Thriller und das London des 18. Jahrhunderts. Dieses Buch beinhaltet somit alle meine Lesevorlieben. Dazu konnte es noch durch seine Authentizität, den Schreibstil und historischen Fakten punkten und beinhaltete auch noch einen tollen Krimi.Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!!

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  • Ein verhängnisvoller Gefangener

    Das Teufelsloch

    MichaelSterzik

    10. July 2016 um 13:32

    Die Autorin Antonia Hodgson hat mit Ihrem Erstlingswerk „Das Teufelsloch“ im Genre „Historischer Roman“, den Spalt zu einen neuem Schauplatz ein wenig geöffnet. Das Setting bildet eine kleine, in sich geschlossene Welt, keine Stadt mit einer bekannten Infrastruktur, kein Landkreis mit herkömmlicher Vegetation – nein, die Bühne der Handlung ist ein berüchtigtes englisches Schuldgefängnis in London im Jahre 1727 „The Marschalsea“. Ein Mensch im 21 Jahrhundert verbindet mit dem „Gefängnis“ einen düsteren Ort in denen Verbrecher – Mörder, Räuber, Vergewaltiger etc. zu langen Haftstrafen verurteilt, Ihre Strafe ableisten müssen. In unserer zivilisierten Welt allerdings sind selbst die Haftanstalten menschenwürdig und mit einem gewissen Komfort für die Insassen ausgestattet. Willkürliche Morde, Erpressungen und Verbrechen innerhalb dieser kleinen in sich geschlossenen Welt, mag es heutzutage ebenfalls geben, allerdings sind die geschilderten Dimensionen der Gewalt vor knapp 300 Jahren wesentlich brutaler.Die Autorin Antonia Hodgson lässt die Handlung von „Das Teufelsloch“ in diesem berüchtigten, berühmten Gefängnis spielen. Es ist immer schwer, für einen historischen Roman zu recherchieren. Die Quellen finden sich zumeist in Bibliotheken, Archiven, Museen u.a. natürlich auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Archäologen usw. Diesen Quellen wird sich die Autorin höchstwahrscheinlich bedient haben, doch das wichtigste war wohl das Tagebuch von John Grano, der von 1728 bis 1729 im Marschalsea lebte. Die geschilderten Haftbedingungen, die im Roman verwendet wurden, entspringen demzufolge nicht einer grausamen Fantasie. Die Autorin vermutet, dass die Verhältnisse unter der Willkür des Direktors und der Wächter noch weitaus grausamer gewesen sein dürften.Antonia Hodgson erzählt das Leiden des jungen Pastorensohnes Tom Hawkins im Marschalsea sehr drastisch. Sein Schicksal ist für die damaligen Verhältnisse realistisch vorgestellt. Das Marschalsea war ein Schuldgefängnis und Tom Hawkins ausschweifender Lebensstil mitsamt Alkohol, Frauen und Glücksspiel führte ihn letztlich in die Mauern des Gefängnisses. Die inhaftierten Schuldner sind der Willkür und der Geldgier des Direktors ausgesetzt. Für Unterkunft und Verpflegung muss gezahlt werden auf der „Masters Side“ – ansonsten sieht man sich als „mittelloser“ Gentleman in den überfüllten Baracken der „Common Side“ wieder, dass gleichwohl einem Todesurteil gleichkommt. Inmitten von zwielichtigen mitgefangenen und verbrecherischen Aufsehern, bekommt Tom Hawkins den Auftrag einen Mord in den Mauern des Marschalsea aufzuklären, damit wäre er wieder ein freier Mann. Leichter gesagt als getan: absolut unerfahren in der Ermittlungsarbeit und sowieso naiv, gerät er schnell in unmittelbare Lebensgefahr. Die Handlung geht in dem sehr realistisch erzählten Grauen des Marschelsea`s unter. Willkürliche Auspeitschungen durch den Direkter, Erpressung, Mord, Krankheit und Hunger und selbst von barbarischer Folter – die Autorin Antonia Hodgson nimmt kein Blatt vor dem Mund. Da der Schauplatz der Handlung recht übersichtlich ist, ist die Anzahl der Haupt- und Nebencharaktere ebenfalls eingeschränkt. Das schränkt allerdings die spannende Handlung nicht ein, wenn diese sich auch wie schon erwähnt auf das Grauen konzentriert. Die Atmosphäre ist wie erwartet dunkel und fürchterlich beklemmend und manchmal verliert sich die Autorin in ausufernden Dialogen. Für einen Debütroman ist „Das Teufelsloch“ allerdings sehr stark, eine Fortsetzung erscheint am 2.11.2016 mit dem vielversprechenden Titel: „Der Galgenvogel“.Fazit„Das Teufelsloch“ überzeugt durch eine anhaltend beklemmende Atmosphäre mit einem überzeugendenden Tom Hawkins und seinem Talent, immer wieder ins sprichwörtliche Fettnäpfchen zu treten. Antonia Hodgson beweist viel Talent und Geschick spannende historische Fakten, noch ein Stückchen spannender zu beschreiben. Perfekte Unterhaltung garantiert. Michael Sterzik

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  • Ein ganz toller Debüt-Roman...

    Das Teufelsloch

    mijou

    12. February 2016 um 15:47

    Inhalt London, 1727: Eigentlich hätte Tom Hawkins Landpfarrer werden sollen, doch die Frauen und das Glücksspiel haben dies verhindert. Stattdessen lebt er in der Stadt und genießt das Leben. Eines Tages haben sich seine Schulden allerdings auf zwanzig Pfund angehäuft, und so findet er sich plötzlich im Schuldgefängnis Marshalsea wieder. Tom, der einem kürzlich gestorbenen Gefangenen sehr ähnlich sieht, erhält ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann: Wenn er die Todesumstände des Mannes innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufdecken kann, würden seine Schulden bezahlt werden. Im Marshalsea herrschen allerdings eigene Gesetze, und nicht jeder ist mit den Ermittlungen einverstanden…Die Bühne steht also bereit für Thomas Hawkins, einen Lebemann, wie er im Buche steht, obwohl er sich diesen Lebensstil eigentlich gar nicht leisten kann. Das erfährt er auch sogleich auf die harte Tour: Er schuldet seinem Vermieter eine Menge Geld, das er aber nicht auftreiben kann. Im England des 18. Jahrhunderts heißt das: ab ins Schuld-Gefängnis. Ein Ort also, den man tunlichst meiden sollte. Das weiß auch Thomas, der sich das nötige Geld in letzter Minute gerade noch zusammenleihen kann. Aber wie es so kommt, wird er gleich zu Beginn des Buches überfallen und ausgeraubt, worauf er schnurstracks im Marshalsea landet. Und dort erwartet ihn buchstäblich die Hölle: Gewalt, Betrug und Intrigen sind hier an der Tagesordnung, und wenn Thomas überleben und das Gefängnis mit heiler Haut verlassen will, bleibt ihm nur eines übrig: Das Rätsel um einen mysteriösen Mord im Gefängnis lösen, bei dem nicht nur ein Geist, sondern vielleicht sogar der Teufel selbst seine Finger im Spiel hat ... Alles in allem ein wirklich überraschend starkes Debüt, das ich in kürzester Zeit durchgelesen hatte, ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Sehr schön recherchiert und geschrieben, spannend und kurzweilig, mit einem - so viel sei verraten - überraschenden Ende. Ein historischer Kriminalroman, den ich gerne weiter empfehle, nicht nur Leuten, die auf das Setting stehen, sondern rundum ein gelungenes Buch, bei dem man auch noch etwas über das London des 18. Jahrhunderts lernen kann.

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  • Das Teufelsloch

    Das Teufelsloch

    -sabine-

    30. June 2015 um 13:20

    Sehr gute Meinungen hatte ich zu diesem Buch gehört und nicht nur den Klappentext fand ich sehr interessant – vor allem das Cover hat mir echt gut gefallen. Die Geschichte dann aber leider nicht – nach 200 Seiten habe ich aufgegeben und das Buch abgebrochen. Die Geschichte liest sich flüssig und angenehm, dennoch aber bin ich nicht richtig in ihr angekommen. Sie entwickelt sich langsam und es braucht geraume Zeit, bis die „Ermittlungen“ in dem geheimnisvollen Gefängnismord tatsächlich losgehen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich davon schon gar nicht mehr viel mitbekommen, denn genau zu diesem Zeitpunkt habe ich das Buch für mich beendet. Was auf den von mir gelesenen 200 Seiten beschrieben wird, kann ich schon gar nicht mehr richtig sagen. Klar – es wird das Marshalsea beschrieben, wie es aufgebaut ist, was für Strukturen dort herrschen und auch, welche Menschen sich dort tummeln. Auch die Vorgeschichte, wie der Protagonist Tom überhaupt dahin gerät, wird erzählt. Und obwohl die Beschreibungen gerade des Schuldgefängnisses eigentlich gut gelungen sind und sicherlich auch gut recherchiert waren, hat mich das alles irgendwie nicht berührt und auch nicht packen oder fesseln können. Der Protagonist Tom war mir zudem nicht sonderlich sympathisch, als dass ich mit ihm gefiebert oder gelitten hätte, seine Figur fand ich sehr flach gestaltet und einfach nicht sympathisch. Er wirkt irgendwie ein bisschen dümmlich, beharrt auf seinem Status als Gentleman und außer Frauen und dem Glücksspiel scheint ihn nichts zu interessieren. Da sind andere Figuren deutlich besser gelungen, allen voran der Zellengenosse Fleet, der ein wenig geheimnisvoll und sehr gerissen wirkt oder auch der Pfarrer Charles Buckley, der einfach nur gutmütig ist mit dem Herz am richtigen Fleck. Leider habe ich die ersten 200 Seiten als sehr langatmig empfunden, lediglich an einer Stelle, in dem ein Überfall stattfindet, war ich ein wenig gefesselt – und leider sich bei mir überhaupt kein Interesse für die Geschichte eingestellt. Dabei liebe ich historische Romane, auch wenn es Kriminalgeschichten sind und freue mich immer, beim Lesen auch noch was zu lernen. Hier war das leider nicht so - daher habe ich beschlossen, das Buch vorzeitig zu beenden.

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  • Spannende Geschichtsstunde

    Das Teufelsloch

    Havers

    08. February 2015 um 07:39

    Thomas Hawkins - diesen Namen wird man sich merken müssen, denn er ist der Protagonist in dem historischen Kriminalroman „Das Teufelsloch“ der englischen Autorin Antonia Hodgson und wird offenbar in Serie gehen. Im englischen Original erscheint der zweite Band der Reihe voraussichtlich im Juni unter dem Titel „The last confession of Thomas Hawkins“. Und hoffentlich lässt die deutsche Übersetzung nicht allzu lange auf sich warten, denn Antonia Hodgson schafft in ihrem Erstling mühelos den Spagat zwischen informativer Geschichtsstunde und spannendem Kriminalroman. Wir schreiben das Jahr 1727, Handlungsort ist London, und dort im Wesentlichen „The Marshalsea“, das „Teufelsloch“, ein berühmt-berüchtigtes Gefängnis in Southwark. Dort ist Tom Hawkins inhaftiert, weil er seine Schulden nicht begleichen kann. Schnell stellt er fest, dass er in dieser Umgebung nur dann eine Überlebenschance hat, wenn er etwas Geld auftreiben oder sich anderweitig nützlich machen kann. Denn auch in diesem Schuldnergefängnis kann man sich Privilegien erkaufen, die den Aufenthalt erträglicher machen. Deshalb trifft es sich gut, dass man ihm die Entlassung anbietet – aber natürlich nicht ohne Gegenleistung. Tom soll den Mord an einem Häftling aufklären, der vor einiger Zeit in dem „Teufelsloch“ zu Tode gekommen ist. Und seit dessen Ableben häufen sich die mysteriösen Vorkommnisse… Man merkt dem Roman deutlich an, dass die Autorin Quellenstudium betrieben hat, was sie auch in ihrem Nachwort ausführt, denn die Grundlagen für „Das Teufelsloch“ bilden die historischen Tagebuchaufzeichnungen eines ehemaligen Häftlings des Marshalsea-Gefängnisses. Die beschriebenen Zustände wirken realistisch, und ganz besonders interessant sind die Schilderungen der Lebensbedingungen, die auf der „Common Side“ herrschen, wo all diejenigen Häftlinge landen, die nicht in der Lage sind, für eine bessere Unterkunft zu bezahlen. Dort gibt es keine parfümierten Huren und Mahlzeiten von Porzellantellern wie auf der „Master’s Side“, sondern Dreck, Elend, Misshandlungen und Tod. Kein Wunder also, dass Tom Hawkins alles daran setzt, den Aufenthalt dort zu vermeiden. Die stimmige Atmosphäre, die detaillierten Charakterisierungen, die interessanten Figuren und der Mordfall, den es aufzuklären gilt – das alles macht aus „Das Teufelsloch“ einen historischen Kriminalroman erster Güte. Sehr empfehlenswert!

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  • historischer Thriller an einem ungewöhnlichen Schauplatz

    Das Teufelsloch

    Mira20

    02. December 2014 um 11:50

    London 1727, Tom Hawkins ist ein Lebemann und echter Gentleman, Geld rinnt ihm nur so durch die Finger. So landet er schließlich im berühmt berüchtigten Schuldgefängnis Marshalsea. Zwei Seiten entscheiden über Leben und Tod der Schuldner: die Master Side für "Wohlhabende" und die Common Side für die Armen. Nur dank des Geldes seines Freundes Charles kann er sich ein Zimmer auf der Master Side leisten. Nach einer Woche aber wird nichts mehr da sein und die Common Side lädt nicht zum Überleben ein..... So kommt ihm das Angebot einen Mord innerhalb der Mauern aufzuklären gerade recht. Ist er erfolgreich, so wird er ein freier Mann sein, wenn nicht verliert er alles.  Der Ich- Erzähler war mir von Anfang an sympathisch. Seine humorvolle und ironische Erzählweise gibt einen guten Gegenpol zur haarsträubenden Situation im Gefängnis. Die Sprache ist unkompliziert und sehr farbig. Man riecht das Gefängnis förmlich. Die Autorin hat einen spannenden, aber auch historisch gut recherchierten Thriller geschrieben. Wer mal eine andere Art Thriller lesen möchte, ist hier genau richtig.

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