Antonia Hodgson Der Galgenvogel

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Inhaltsangabe zu „Der Galgenvogel“ von Antonia Hodgson

Nach "Das Teufelsloch" begeistert die britische Erfolgsautorin Antonia Hodgson mit ihrem neuen historischen Thriller "Der Galgenvogel". London anno 1728: Der schwefelgelb flackernde Schein rußiger Öllampen, Übelkeit erregender Gestank frisch geleerter Nachttöpfe im Rinnstein, und in den schmalen Gassen das Zischen und Fauchen schwarzer Ratten … Durch diese Straßen wird ein gut gekleideter junger Mann zum Galgen nach Tyburn geschleppt. Die Menge am Straßenrand nennt ihn einen Mörder. Er versucht ruhig zu bleiben. Sein Name ist Tom Hawkins, und er ist unschuldig. Irgendwie muss er es schaffen, das zu beweisen, bevor der Strick sich um seinen Hals legt. Natürlich ist alles seine eigene Schuld. Das Leben war gut, nachdem er dem Schuldgefängnis „The Marshalsea“ entronnen war. Er hätte dem gefährlichsten Kriminellen Londons ja nicht erzählen müssen, dass er "auf Abenteuer aus" sei. Er hätte niemals der Mätresse von King George Hilfe anbieten dürfen. Und vor allem hätte er nie der scharfsinnigen und berechnenden Queen Caroline trauen sollen. Sie versprach ihm für sein Schweigen einen königlichen Straferlass – doch letztlich schweigt niemand besser als ein Toter.

Spannender Krimi indem das London des frühen 18.Jahrhunderts lebendig wird - m. all seinen stinkenden Gassen und gefährlichem Gesindel.

— Ambermoon
Ambermoon

Dieser Roman ist ein empfehlenswerter Weihnachtsschinken.

— detlef_knut
detlef_knut

Solide Unterhaltung. Gut recherchiert. Manchmal leider sehr langatmig. Eine fast zu stille Geschichte...

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

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  • Die britische Antwort auf Rebecca Gable

    Der Galgenvogel
    Ambermoon

    Ambermoon

    26. April 2017 um 18:43

    London anno 1728: Der schwefelgelb flackernde Schein rußiger Öllampen, Übelkeit erregender Gestank frisch geleerter Nachttöpfe im Rinnstein, und in den schmalen Gassen das Zischen und Fauchen schwarzer Ratten … Durch diese Straßen wird ein gut gekleideter junger Mann zum Galgen nach Tyburn geschleppt. Die Menge am Straßenrand nennt ihn einen Mörder. Er versucht ruhig zu bleiben. Sein Name ist Tom Hawkins, und er ist unschuldig. Irgendwie muss er es schaffen, das zu beweisen, bevor der Strick sich um seinen Hals legt.Natürlich ist alles seine eigene Schuld. Das Leben war gut, nachdem er dem Schuldgefängnis „The Marshalsea“ entronnen war. Er hätte dem gefährlichsten Kriminellen Londons ja nicht erzählen müssen, dass er "auf Abenteuer aus" sei. Er hätte niemals der Mätresse von King George Hilfe anbieten dürfen. Und vor allem hätte er nie der scharfsinnigen und berechnenden Queen Caroline trauen sollen. Sie versprach ihm für sein Schweigen einen königlichen Straferlass – doch letztlich schweigt niemand besser als ein Toter ...(Klappentext)                                    ----------------------------Das ist der 2. Teil der Tom Hawkings-Reihe, welcher getrost auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.Dieser historische Kriminalroman spielt im Jahre 1728 - König George II. sitzt auf dem Thron und Königin Caroline zieht aus dem Hintergrund die Fäden. Nicht nur politisch, sondern auch in Bezug auf seine Mätresse Henrietta Howard, welche zugleich auch ihre Kammerzofe ist.Dieses historische Tatsache ist zwar nicht Hauptbestandteil dieses Krimis, wird von der Autorin jedoch gekonnt in den Plot eingewebt.Erzählt wird aus der Sicht von Tom Hawkins, seines Erachtens Gentleman, jedoch eher ein humorvoller Spitzbube mit Hang zum Glücksspiel und auch sonst allen Arten von Genüssen nicht abgeneigt. Im Inneren hat er jedoch ein weiches und vor allem großes Herz. Aufgrund seiner großen Klappe und einem leichten Machogehabe zieht er das ein oder andere Mal das Unheil regelrecht an. Dieses Mal scheint er sein Glück aber überstrapaziert zu haben, denn der Leser begleitet ihn auf seinem Gang zum Galgen - er wurde des Mordes an seinen Nachbarn für schuldig gesprochen.Währenddessen lässt er die letzten Tage Revue passieren und wie es dazu kam, dass er nun unter Gejohle und Applaus hängen wird...und das auch noch unschuldig. Nur weil er ein Dienstmädchen vor dem Verdacht, ihren Herren auf brutale Weise abgeschlachtet zu haben, beschützen will und das königliche Spiel der Intrigen nicht beherrscht und sich hineinziehen ließ. Doch wer ist nun der wahre Mörder?Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig und fesselnd. Als Leser wird man in das London des frühen 18. Jahrhunderts regelrecht hineinkatapultiert. In das London mit den finsteren und übelriechenden Gassen, mit all seinen Bordellen, Spelunken und Spielhöllen, mit dem ganzen gefährlichem Diebesgesindel und all seiner Doppelmoral.Dies geschieht auf sehr authentische Art und Weise, sodass man meinen könnte man ist mitten drin, statt nur dabei. Alleine diese bildhafte Atmosphäre macht diesen historischen Kriminalroman lesenswert.Doch auch der Plot ist hier nicht zu verachten, welcher neben den historischen Einblicken für Tempo und Spannung sorgt und selbst am Ende noch eine überraschende Wendung beinhaltet.Im Nachwort erfährt man noch Wissenswertes über das Königspaar George II. und Caroline und die Sache mit der Mätresse Henrietta Howard, sowie über die Hinrichtungen, weibliche Gladiatoren, die damalige Sittenpolizei und auch über das berüchtigte Fetisch-Bordell, welches tatsächlich existierte.Historisch hat hier also alles Hand und Fuß und erinnert mich ein bisschen an die historischen Romane von Rebecca Gablé.Fazit:Antonia Hodgson scheint in gewisser Weise die britische Antwort auf Rebecca Gablé zu sein. Nur wird hier das stinkende London des 18. Jahrhunderts behandelt.Neben dem spannenden Plot konnten mich auch die historischen Einblicke begeistern. Aufgrund des flüssigen und bildhaften Schreibstils liest sich das Buch weg wie nix und ich war traurig als es zu Ende war.Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und freue mich schon auf den 3. Teil dieser Reihe.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

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  • Der Galgenvogel

    Der Galgenvogel
    -sabine-

    -sabine-

    26. December 2016 um 12:01

    Dies ist bereits das zweite Buch, in dem der Ich-Erzähler Tom Hawkins im Mittelpunkt steht. Doch auch wenn man den ersten Band „Das Teufelsloch“ nicht kennt, kann man sich hier ins historische London, ins Jahr 1728, entführen lassen, ohne dass einem Informationen aus dem ersten Band fehlen. Während der erste Band vorwiegend im berüchtigten Gefängnis “The Marshalsea“ spielt, soll Tom Hawkins diesmal einen Mord aufklären und gerät dabei zwischen verschiedene Fronten.Auch wenn mich der Mordfall selber jetzt nicht so sehr fesseln konnte, hat die Autorin es aber geschafft, mich in eine andere Zeit zu entführen. Lebendig und voller Begeisterung beschreibt sie das Leben zur damaligen Zeit, so lebendig, dass ich nicht nur die Gassen genau vor Augen hatte, sondern auch die Kutschen um die Ecken fahren hören konnte, den Unrat auf den Straßen riechen und die lebendige, aber auch gefährliche Atmosphäre spüren konnte. Man merkt einfach die Begeisterung der Autorin beim schreiben, und das hat für mich sehr viel wett gemacht. Dabei ist der Schreibstil sehr authentisch, er passt zum 18. Jahrhundert, fängt einfach wunderbar die Atmosphäre ein und lässt sich dabei sehr gut lesen. Die Kriminalgeschichte selber konnte mich leider nicht so sehr fesseln – ich fand es zwar interessant zu verfolgen, wie Tom Hawkins zwischen verschiedenen Fronten hin und her jongliert, oft aber hatte ich leider auch das Gefühl, dass es nicht so recht weitergeht und die „Ermittlungen“ – sofern man sie denn so nennen kann - auf der Stelle stehen bleiben. Es ist nicht so, dass nichts passiert, trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, ich drehe mich mit Hawkins im Kreis – vielleicht lag es aber auch daran, dass ich viele Handlungen von ihm einfach nicht nachvollziehen konnte.Gefallen hat mir, dass die Geschichte in eine Rahmenhandlung eingebettet ist und diese auch zwischendurch immer wieder aufgegriffen wird. Man begleitet einen zum Tode verurteilten auf seinem Weg zum Galgen – sehr eindrucksvoll und sehr gut recherchiert wird dieser Gang beschrieben, so dass ich auch hier alles genau vor Augen hatte.Das Ende hat mich dann sehr überrascht – nicht nur lag ich ganz falsch mit meinen Vermutungen bezüglich des Mörders, auch der Schluss hat mich dann kalt erwischt und völlig unerwartet getroffen.Weil ich die Atmosphäre, die beim Lesen entstanden ist, ganz wundervoll fand und die Geschichte sehr lebendig erzählt wird, gebe ich – obwohl ich den „Kriminalfall“ nicht so überzeugend fand - 3,5 von 5 Sternen.Mein FazitDies ist bereits der zweite Band um den Lebenskünstler Tom Hawkins, ein Buch, das man aber getrost auch ohne den ersten sehr gut lesen kann. Gelungen sind der Schreibstil und die Atmosphäre, die den Leser ins historische London entführt und so wirklich alle Sinne anspricht. Der Kriminalfall selber hat mich leider nicht ganz so fesseln können. Ich gebe daher dem Buch 3,5 von 5 Sternen, empfehle das Buch aber dennoch, weil es sehr abenteuerlich und authentisch ist und so schöne Lesestunden schenken kann.

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  • Dieser Roman ist ein empfehlenswerter Weihnachtsschinken.

    Der Galgenvogel
    detlef_knut

    detlef_knut

    05. December 2016 um 16:17

    Diesen Roman als Kriminalroman zu bezeichnen, wäre nicht das richtige Wort. Er ist eher ein Ganovenroman. Denn im Mittelpunkt steht Tom Hawkins, ein Mann, der in den Tag hineinlebt, nichts Richtiges mit sich anzufangen weiß und das Geld seiner Freundin verprasst. Denn Kitty hat eine große Erbschaft gemacht und ist Inhaberin einer kleinen, verruchten Buchhandlung, die unterm Ladentisch pornographische Bücher vertreibt und regelmäßig von den Sittenwächtern kontrolliert wird. Es wird das Jahr 1728 geschrieben im London des Lebemanns und Spielers Tom Hawkins. Der Dreck und Gestank in den Gassen, die Straßenräuber und Beutelschneider, sowie der Umgang der Menschen untereinander erinnern an die Szenerie in den Romanen von Charles Dickens und Daniel Defoe. Die Autorin hat ihren Roman in zwei Stränge strukturiert. In der Gegenwart wird von einem Erzähler der Weg Tom Hawkins zu dessen Hinrichtung in Tyburn geschildert. Dieser Strang ist für den Leser zusätzlich durch Kursivschrift abgegrenzt. Der zweite, und bei weitem längere, Strang wird vom Protagonisten selbst erzählt und ist eine Rückblende. Er geht der Frage nach, wie es dazu kommen konnte. Damit ist ein gehöriges Stück Spannung geschaffen, die vom ersten bis zum letzten Kapitel reicht. Wie auch bei dem französischen Ganoven Cyrano de Bergerac taucht der Leser in eine Welt ein, die voller Schmutz, Gestank, Vulgärsprache und Verbrechen zu sein scheint. Dabei ist an den Verhaltensweisen der einzelnen Figuren immer wieder erkennbar, dass sie auch liebevoll miteinander umgehen können und ihre Grobheit lediglich nach außen zur Schau getragen wird. Das ist die Strategie zum Überleben, zum Existieren in der Gesellschaft. Die Figur des Protagonisten Tom Hawkins wurde bereits im ersten Roman "Das Teufelsloch" der Autorin entwickelt. Dadurch kann Hawkins in diesem Roman bereits auf Erfahrungen zurückgreifen. Das vorhergehende Buch zu lesen, ist aber nicht zwingend notwendig für das Verständnis. Sein Weg zum Galgen wird von einem Mord verursacht. Die Aufklärung dieses Mordes strebt der Protagonist selbst an. Damit wird der Roman schließlich doch ein Ermittlungsroman. Der Leser wird im Verlauf ständig auf neue Verdächtige geführt, auf neue Fährten gelenkt. Hodgson schafft ein fantastisches Verwirrspiel mit detailtreuer Milieustudie. Über die Handlung hinaus klärt die Autorin in einem kurzen Abriss am Ende des Buches über die historischen Hintergründe auf. Eine nette Beigabe, welche gelegentlich zu einem "Aha" führen kann. Dieser Roman ist ein empfehlenswerter Weihnachtsschinken. So, wie ich an den Festtagen sehr gerne historische Filme sehe, lese ich auch gerne solche Romane. Deshalb hatte mir "Der Galgenvogel" auch schon wenige Wochen vor Weihnachten ein Gefühl von Weihnachten vermittelt. © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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