Antonia Michaelis

 4.2 Sterne bei 3,243 Bewertungen
Autorin von Der Märchenerzähler, Niemand liebt November und weiteren Büchern.
Antonia Michaelis

Lebenslauf von Antonia Michaelis

Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und verbrachte die ersten beiden Jahre ihres Lebens in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Anschließend zog sie mit ihren Eltern nach Augsburg, wo sie zwar zur Schule ging, aber nie aufpasste, weil sie unter der Bank dicke Bücher verfassen musste. Ihre Abiturarbeit schriebt sie über Faust 2, den sie nie gelesen hat. Danach ging sie für ein Jahr nach Südindien, um an einer kleinen Schule nahe Madras alles zu unterrichten, was ihr unter die Finger kam, vor allem Englisch, Kunst und Schauspiel. Anschließend studierte sie durch ein Versehen beim Ausfüllen des ZVS-Bogens sieben Jahre lang in Greifswald Medizin. Gleichzeitig reiste sie durch die Weltgeschichte, arbeitete in einigen kleinen Krankenhäusern, vornehmlich auf Bergen ohne Strom, und begann, Bücher für Menschen aller Altersgruppen zu veröffentlichen. Heute lebt Antonia Michaelis in einem kleinen Dorf gegenüber der Insel Usedom. Sie arbeitet für mehrere Verlage und, dramaturgisch, für die Montessorischule Greifswald - und verbringt den Rest mit Tochter und Mann, zwei Katzen, einem Förderkind und 3000 Quadratmetern Brennesseln.

Alle Bücher von Antonia Michaelis

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Der Märchenerzähler

Der Märchenerzähler

 (1,435)
Erschienen am 01.09.2013
Niemand liebt November

Niemand liebt November

 (256)
Erschienen am 20.08.2014
Solange die Nachtigall singt

Solange die Nachtigall singt

 (228)
Erschienen am 01.09.2013
Die Worte der weißen Königin

Die Worte der weißen Königin

 (158)
Erschienen am 01.12.2013
Nashville oder Das Wolfsspiel

Nashville oder Das Wolfsspiel

 (157)
Erschienen am 01.09.2015
Das Institut der letzten Wünsche

Das Institut der letzten Wünsche

 (119)
Erschienen am 01.02.2017
Die Nacht der gefangenen Träume

Die Nacht der gefangenen Träume

 (128)
Erschienen am 01.08.2011
Die Attentäter

Die Attentäter

 (103)
Erschienen am 22.08.2016

Neue Rezensionen zu Antonia Michaelis

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Rezension zu "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis

Es war wie verhext
Wortmagievor 14 Tagen

Recherchiere ich Autor_innen für meine Rezensionen, freue ich mich immer, wenn ich in ihren Biografien und Interviews etwas finde, das mich mit ihnen verbindet. Bei Antonia Michaelis ist der Kitt zwischen uns allerdings so unwahrscheinlich, dass ich mir ungläubig die Augen rieb. In einem Interview wurde sie gefragt, ob sie sich noch an das erste Buch erinnere, das sie je gelesen habe. Sie antwortete, das wäre mit 5 Jahren ein Buch über drei kitschige kleine Katzen gewesen, die mit einem Wollknäuel spielten. Ich kenne das Buch! Es war auch eins meiner Kinderbücher! Zugegeben, ich weiß nicht, ob wir dasselbe Buch meinen, aber mir gefällt die Vorstellung. Glücklicherweise ist „Drei Kätzchen“ kein Hinweis auf die Qualität von Michaelis‘ eigenen Büchern. Sie überzeugte mich mit „Die Worte der Weißen Königin“ – nun wollte ich sie mit „Der Märchenerzähler“ erneut auf die Probe stellen.

Auf dem Schulhof kursieren über den polnischen Kurzwarenhändler die wildesten Gerüchte. Er schwänzt die Schule. Er lebt in einem Plattenbau. Er verkauft Drogen. Für Anna war ihr schweigsamer Mitschüler kaum mehr als ein verschwommener Schemen am Rande ihrer Wahrnehmung. Bis zu dem Tag, an dem sie die Puppe findet. Plötzlich erhält der polnische Kurzwarenhändler einen Namen. Er heißt Abel Tannatek und verfügt über eine magische Stimme. Er ist ein Märchenerzähler, der sich rührend um seine kleine Schwester Micha kümmert, für die er wundervolle Geschichten erfindet. Schon bald ist Anna von ihm verzaubert und entdeckt Gefühle, die sie niemals für möglich gehalten hätte. Doch sie spürt auch, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Märchen nimmt eine beängstigende Wendung. Welche finsteren Geheimnisse verbirgt Abel? Tiefer und tiefer versinkt Anna in einem undurchsichtigen Strudel von Fantasie und Realität und erkennt, dass das Märchen vielleicht kein Happy End haben kann…

Wie soll ich euch nur erklären, was ich für „Der Märchenerzähler“ empfinde? Als ich diese Rezension begann, dachte ich, sie würde ein Klacks. Einleitung und Inhaltsangabe schrieben sich flüssig und ich war optimistisch, auch den Hauptteil zügig fertig zu bekommen. Jetzt sitze ich vor der gefühlt hundertsten Version und möchte am liebsten laut schreien. Es ist wie verhext. Meine Gedanken stecken fest. Ich komme nicht voran. Dieses Buch macht mich fertig. Meine Emotionen sind so widersprüchlich, dass ich nicht weiß, wie ich sie in einen kohärenten Text verwandeln soll. Ich schreibe jetzt einfach drauf los und schaue, was dabei herauskommt. Also verzeiht, wenn diese Rezension etwas anders ist als meine üblichen Ergüsse.
Einerseits sehe ich in Antonia Michaelis eine der sozialkritischsten Autor_innen, die Deutschland zu bieten hat. Ich schätze ihren Mut, auf das Leid hinter verschlossenen Türen zu blicken. Ihr Talent, ernste, traurige und unangenehme Tabuthemen in poetische Geschichten mit einer traumähnlichen Atmosphäre zu kleiden, ist beeindruckend und ihr Schreibstil ist irrsinnig schön. Ich erkenne, wie besonders „Der Märchenerzähler“ ist und würde lügen, würde ich behaupten, die melancholische, tragische Geschichte von Abel und Anna habe mich nicht berührt. Die begleitende Binnenerzählung des Märchens, das Abel für seine kleine Schwester Micha erfindet, ist bezaubernd und erzeugt auf einzigartige Art und Weise Spannung, weil sie Realität und Fantasie verschwimmen lässt. Ich wollte herausfinden, welche Ereignisse der Wirklichkeit Abel darin spiegelt und bangte um ihn und die entzückende Micha, die er mit bedingungsloser Aufopferung liebt. Ich fieberte mit, das möchte ich nicht leugnen.
Andererseits empfand ich jedoch nicht so intensiv, wie ich es mir gewünscht hätte. Meine Tränenkanäle blieben fest verschlossen, obwohl „Der Märchenerzähler“ prädestiniert dafür ist, wahre Sturzbäche auszulösen. Ich konnte das Buch nicht richtig spüren. Ich kam nicht an meine Emotionen heran, weil die surreale, ätherische Atmosphäre sie bedeckte und dämpfte. Ich fühlte mich in Watte gepackt. Für mich ist es zu rücksichtsvoll, zu sanftmütig. Oftmals erreicht mich die harte Realität besser als jede lyrische Metapher. Ich verstehe, dass kalte Fakten nicht in diese Geschichte passen, weil das Märchen für Abel, Micha und Anna eine Realitätsflucht darstellt, durch die sie die schreckliche, mitleidlose Welt vergessen können. Aber für mich gestaltete sich meine Leseerfahrung dadurch als zu entrückt. Deshalb erlebte ich während der gesamten Lektüre eine unüberwindbare Distanz, die ich gern abgeschüttelt hätte.
Und dann war da noch die Vergewaltigung. Ich möchte nicht zu viel verraten, doch ich finde es wichtig, diesen Punkt anzusprechen. Ich begreife nicht, was sich Antonia Michaelis dabei dachte, wieso sie glaubte, diese Szene sei notwendig. Meiner Ansicht nach war sie es nicht, weil sie deren Effekt auch anders hätte erreichen können. Der Autor Robert Jackson Bennett schrieb einmal in einem Essay, dass Vergewaltigungsszenen nur dann eingesetzt werden sollten, wenn sie absolut unvermeidlich sind. Das ist sehr, sehr selten der Fall. Eine Vergewaltigung als inhaltliches Stilmittel zu missbrauchen, ist inakzeptabel. In „Der Märchenerzähler“ konnte ich nicht erkennen, inwiefern diese Szene die Geschichte entscheidend beeinflusste. Ich mutmaße, dass Michaelis eine Aussage über die Beziehung der beteiligten Figuren treffen wollte, was meiner Meinung nach keine überzeugende Rechtfertigung ist. Zusätzlich schürt der nachfolgende Umgang des Opfers mit diesem Erlebnis Vergewaltigungsmythen. Mir stieß diese Szene daher sehr sauer auf. Sie beschäftigte mich so, dass ich das Buch kaum noch von ihr trennen und für sich selbst betrachten kann. Mag sein, dass ich überempfindlich bin. Vermutlich wollte Antonia Michaelis vermitteln, dass Liebe eigenen Regeln folgt. Eine Vergewaltigung sollte jedoch niemals im Rahmen dieser Regeln liegen.

Meine Güte, bin ich erleichtert. Endlich habe ich diese blöde Rezension fertig und einen halbwegs brauchbaren Text zustande gebracht. Ich erlebe immer mal wieder Buchbesprechungen, die sich schwerfällig schreiben, besonders dann, wenn meine Notizen nutzloser Murks sind. Doch ich glaube, eine Situation, in der meine Gedanken zu einem Buch so fest ineinander verdreht sind, dass ich ernsthafte Schwierigkeiten habe, sie zu entwirren und auszuformulieren, habe ich noch nie erlebt. Der Knoten ist auch immer noch nicht geplatzt. „Der Märchenerzähler“ wird für mich wohl auf ewig mit widersprüchlichen Gefühlen und einem generellen Eindruck von mentalem Chaos verbunden sein. Ich hätte niemals angenommen, dass dieses unschuldig daherkommende Buch solche Komplikationen auslösen könnte. Ich hoffe, dass diese Rezension trotzdem hilfreich für euch war, denn eine faire Empfehlung erscheint mir unmöglich. Wie „Der Märchenerzähler“ auf mich wirkte, ist eine Ausnahmeerscheinung, die weder Rückschluss darauf gibt, wie ich eine Lektüre normalerweise erfahre, noch, wie sie euch beeinflussen würde. Es ist ein Sonderfall. Deshalb kann und möchte ich euch nur eines raten: falls ihr sensibel auf das Thema Vergewaltigung reagiert, solltet ihr Abstand von „Der Märchenerzähler“ nehmen. Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich faktisch (statt emotional) begründen kann. Diese Szene war unnötig und enttäuschte mich sehr. Von einer Autorin, die mutig gesellschaftliche Missstände anprangert, habe ich definitiv mehr erwartet.

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Rezension zu "Tankstellenchips" von Antonia Michaelis

Skurril, skurriler, Tankstellenchips!
Skyline-Of-Booksvor 23 Tagen

Klappentext

„In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, und Davy, aus dem Heim abgehauen, auf der Suche nach einem Freund. Beide werden Zeugen eines Überfalls. Von nun an verfolgt von Verbrechern und Polizei türmen sie zusammen quer durch Deutschland: über Erdbeerfelder, unter dunklen Gewitterwolken, durch Biergärten, im Heißluftballon, mit der Bahn und auf dem Moped. Immer wieder werden sie dabei von Kühen umzingelt, das scheint ihr Schicksal zu sein. Warum sonst sollte der Wagen mit Sean und dem Abschiebebescheid ausgerechnet auf dem Weg zum Flughafen in einer Kuhherde stecken bleiben?“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich sehr lustig, denn passend zum Titel sieht man eine Chipstüte, auf welcher wichtige Figuren bzw. Aspekte der Geschichte abgebildet sind. Eine besondere Überraschung erlebte ich, als ich den Schutzumschlag abnahm, denn auf dem Buchdeckel findet sich diese Tüte wieder. Jedoch geöffnet. Was für eine lustige Idee! Auch finde ich die Farben aus schwarz und orange ansprechend, da sie einen schönen Kontrast bilden.

 

Meine Meinung

Als ich dieses Buch überraschend in der Post vorfand, war ich sehr erfreut, denn ich hatte schon ein Auge auf das neue Buch von Antonia Michaelis geworfen. Schon der Klappentext klang herrlich skurril, denn in „Tankstellenchips – Ein Heldenepos“ trifft der aus dem Iran nach Deutschland geflüchtete Sean auf den aus einem Heim geflüchteten Davy, welcher einen Freund sucht. Die beiden begeben such zusammen auf einen kuhreichen Road-Trip der sehr besonderen Art, immer verfolgt von der Polizei und anderen abstrusen Zufällen…

 

Die Reise der beiden Hauptfiguren ist wirklich sehr chaotisch und dabei unglaublich unterhaltsam und humorvoll, denn Sean und Davy finden immer einen Weg weiterzureisen, sodass sie die skurrilsten Mitfahrtgelegenheiten auftun. Von einem Moped bis hin zu einem Heißluftballon ist wirklich alles dabei. Dieser Road-Trip ist wirklich ungeheuer abenteuerlich und teilweise echt abgefahren – manchmal sogar zu abgefahren für meinen Geschmack. Zwar sorgen all die verrückten Zufälle für gute Unterhaltung, aber in meinem Hinterkopf fragte ich mich doch ab und an, ob bestimmte Geschehnisse nicht schon zu schräg, überzeichnet oder unrealistisch sind. Ich denke, dass die Autorin dies vielleicht auch so beabsichtigt hat.

 

Nichtdestotrotz ist es genau diese Skurrilität, die den Charme des Buches ausmacht. Allein schon das Protagonistenduo sticht total durch seine Verschiedenheit hervor: Sean ist ein Student aus dem Iran, welcher seit 2 Monaten in Deutschland ist und einen Brief bekommen hat, bei dem er von seinen Abschiebungsbescheid ausgeht. Davy hingegen ist erst acht Jahre alt, aus einem Heim geflohen und begleitet Sean. Dieses Duo ist unheimlich dynamisch und ich mochte es, wie sie miteinander umgegangen sind. Zwischen beiden entsteht eine Freundschaft und sie unterstützen sich gegenseitig, was ich sehr berührend fand und gerne mitverfolgt habe.

 

Auch fand ich es klasse, wie Antonia Michaelis aus der Sicht von Sean die verschiedenen Kulturen betrachtet und durch ihn einen Blick auf Deutschland geworfen hat. So kommt vor allem unsere doch recht schwere Sprache oder unser Verhalten zur Sprache, was auch für einige Schmunzler beim Lesen sorgt. Auch an Davy, welcher einen Sprachfehler hat, wird unsere Sprache thematisiert. Davy fand ich sowieso unheimlich süß und ich mochte ihn gerne. Über ihn hätte ich gerne noch mehr erfahren, da er etwas im Hintergrund bleibt, weil Sean die Geschichte erzählt.

 

Die Handlung hat mich beim Lesen nicht nur durch ihre schrägen Einfälle immer weiter lesen lassen, ich habe mich vielmehr auch stets gefragt „Wo führt das Ganze nur hin?“. Durch vielerlei Missverständnisse geraten die beiden Jungs in eine verzwickte Lage und von einer Schwierigkeit in die nächste. So fragte ich mich einfach, ob die beiden überhaupt ihr Ziel (Davy wünscht sich, frei zu sein und Sean möchte nicht abgeschoben werden) erreichen würden und ob es ein gutes Ende nehmen würde. Auf diese Weise hat mich die Autorin bis zur letzten Seite nicht nur durch den Humor an die Geschichte gebunden, sondern vor allem auch durch meine Neugierde, wie es mit Sean und Davy enden würde.

 

Fazit

Mir hat „Tankstellenchips – Ein Heldenepos“ insgesamt gut gefallen, da ich unglaublich neugierig war, wie es mit Sean und Davy ausgehen würde und ob sie trotz all der Schwierigkeiten zu ihrem Ziel gelangen würden. Die Geschichte ist sehr humorvoll und super skurril, manchmal schon zu skurril und unrealistisch, aber ich denke, dass dies auch so beabsichtigt war. Dennoch war es mir manchmal zu viel des Guten. Die Freundschaft zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten fand ich dafür richtig toll und auch das Spiel mit der Sprache in diesem Buch.

4 von 5 Sternen!

 

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Rezension zu "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis

Wo Hass zur Liebe wurde (mein Leseerlebnis)
Mizuirovor einem Monat

Selten habe ich ein Buch, das ich am Anfang so wenig mochte, am Schluss so geliebt. Ehrlich, ich mochte es am Anfang SO WENIG, dass ich mir noch Rezensionen angeschaut hab, weil ich in Erinnerung hatte, dass es bei der Welt im Allgemeinen so gut angekommen ist und ich mir das nicht erklären konnte.

Wie bei jedem Buch gibt es natürlich Menschen die es gut und welche die es schlecht fanden. Witzigerweise fand ich genau die Punkte, die andere als positiv empfunden haben, schrecklich und umgekehrt:
Viele haben zum Beispiel geschrieben, dass sie sich mit der Hauptfigur November nicht identifizieren konnten und dass sie sie nicht mochten. Ich hatte damit überhaupt kein Problem. Zwar ist November kein Sonnenscheinchen, aber ihr Verhalten war den Umständen entsprechend reflektiert und durch ihre, den Leser*innen bekannte, Vorgeschichte nachvollziehbar. Ich finde sogar, dass die Figur sehr, sehr gut gelungen ist.

Der Punkt der im Allgemeinen in den Himmel gelobt wurde, hat mich am Anfang absolut in den Wahnsinn getrieben: Der kitschige und schwülstige Schreibstil. Da blubbern Schatten, da strecken langfingrige Wörter ihre Hälse (gut, das hab ich erfunden, aber es macht klar was ich meine)… sodass ich mich am liebsten hätte übergeben mögen. Die ersten paar Seiten hab ich mich wirklich permanent sagen hören: „Wah, nein wirklich, ernsthaft??“. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich das Buch noch so lieb gewinnen werde.

Aber es wurde nunmal sehr schnell sehr spannend! So spannend, dass ich das Buch am liebsten an einem Abend ausgelesen hätte. So spannend, dass ich den für mich so schlecht aushaltbaren Schreibstil komplett ausblenden konnte.

Nicht nur die Handlung selbst war der Grund dafür, sondern auch die panische Angst davor, dass das Ende furchtbar werden könnte. Es hätte SO viele Möglichkeiten gegeben. Einmal dachte ich sogar, es wäre schon so weit…
Beispielsweise ein komplett offenes Ende, das die Lesenden vereinsamt im Regen stehen lässt – dachte ich nach so viel Spannung nicht aushalten zu können.
Aber um zumindest an dieser Stelle nicht zu spoilern, sage ich nur: Ich war nicht unzufrieden mit dem Ende.

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Gespräche aus der Community

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Road Novel mit ungleichen Helden

Skurill, komisch und klug nimmt Antonia Michaelis ihre Leser mit auf Reisen.
Hast du Lust mit »Tankstellenchips« eine ungewöhnliche Geschichte über Freundschaft kennen zulernen?
Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung zur Leserunde!

Autoren oder Titel-Cover
In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, und Davy, aus dem Heim abgehauen, auf der Suche nach einem Freund. Beide werden Zeugen eines Überfalls. Von nun an verfolgt von Verbrechern und Polizei türmen sie zusammen quer durch Deutschland: über Erdbeerfelder, unter dunklen Gewitterwolken, durch Biergärten, im Heißluftballon, mit der Bahn und auf dem Moped. Immer wieder werden sie dabei von Kühen umzingelt, das scheint ihr Schicksal zu sein. Warum sonst sollte der Wagen mit Sean und dem Abschiebebescheid ausgerechnet auf dem Weg zum Flughafen in einer Kuhherde stecken bleiben?

Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.

Website von Antonia Michaelis:
http://www.antonia-michaelis.de/

Wir suchen insgesamt 20 Leser, die Lust haben, dieses Jugend-Buch von Antonia Michaelis »Tankstellenchips« zu lesen. Wir vergeben dafür 20 Bücher in Print.

Aufgabe: Erkläre uns in 2-3 Sätzen warum du mitlesen möchtest! 

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Wind und der geheime Sommer

Willkommen zu einer neuen Leserunde. Diesmal mit einem Kinderbuch ab ca. 10 Jahren. Hast du Lust auf Freiheit und Abenteuer?
Dann bewerbe dich für »Wind und der geheime Sommer« von Antonia Michaelis.

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Als der 10-jährige John-Marlon eines Tages mitten in der Stadt durch die Lücke eines Bauzauns schlüpft und ein verlassenes, verfallenes Baugrundstück betritt, ahnt er noch nicht, dass genau hier das Paradies seines Sommers vor ihm liegt. Er schließt sich einer Gruppe von Kindern an, deren Anführerin das Mädchen Wind ist. Gemeinsam erleben sie eine wunderbare Zeit voller Abenteuer und Fantasie inmitten wilder Natur und bröckelnder Mauerreste. Doch Wind hat ein Geheimnis. Und am Ende des Sommers wird alles anders sein. 



Autoren oder Titel-Cover
Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.

Wir suchen insgesamt 20 Leser, die Lust haben, dieses Kinderbuch von Antonia Michaelis  »Wind und der geheime Sommer« zu lesen.  Wir vergeben dafür 20 Bücher als Rezensionsexemplar in Print. 

Aufgabe: Schreibe uns deinen Eindruck zur Leseprobe und warum du mitlesen möchtest?

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Flüchtlings-Schicksale - einfühlsam und greifbar


*Berührende Liebesgeschichte vor aktuellem politischen Hintergrund*

Herzlich willkommen zu einer neuen Leserunde mit Antonia Michaelis und Peer Martin. Mit "Grenzlandtage" schaffen die Autoren anderen Blickwinkel auf die Flüchtlingssituation.
Bewerbt Euch direkt für die Leserunde und erlebt das Buch gemeinsam in einer Leserunde.
Beide Autoren werden die Leserunde begleiten.


Lesealter ab 15 Jahren

Zwei Wochen Ferien auf der winzigen griechischen Insel liegen vor Jule. Das Meer ist blau, die Nächte sternenklar. Alles scheint perfekt. Bis Jule den Jungen mit den verbundenen Händen trifft und begreift, wer er und die anderen sind, die im Verborgenen leben. Jules Welt gerät aus den Fugen. Denn das Meer ist ein Grab, die Nächte sind kalt und das Dorf ein Ort des Misstrauens. Und quer durch die Wellen läuft eine Grenze, die niemand sieht. Eine tödliche Grenze.





Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
www.antonia-michaelis.de

Peer Anders Martin wurde 1968 in Hannover geboren. Nach einem Studium der Sozialpädagogik arbeitete er mehrere Jahre mit Jugendlichen in Berlin, Brandenburg und Vorpommern, zuletzt auf der Insel Rügen. Diese Erfahrungen und die Gespräche mit einem syrischen Freund brachten ihn schließlich dazu, seinen ersten Roman niederzuschreiben, der auf vielen langen Spaziergängen an den Stränden der Ostseeküste entstand, wo er die Geschichte zuerst der geduldigen Hündin Lola erzählte. Inzwischen lebt er mit seiner Frau, drei Kindern und Lola in Quebec.
Gewinner Jugendbuchpreis 2016

Ich suche für die Leserunde zu "Grenzlandtage" von Antonia Michaelis und Peer Martin Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten.

Hierfür werden 20 Bücher zur Verfügung gestellt.

Wir freuen uns auch über Blogger in der Leserunde. Solltet Ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung Eure Blogadresse bei.

Bewerbungsaufgabe:  Warum möchtest ausgerechnet Du dieses Buch gerne lesen?


*** Wichtig ***

Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches

Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt
Gewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.


Naylas avatar
Letzter Beitrag von  Naylavor 2 Jahren
Hier nun auch meine Rezension, die ich auch noch bei Amazon reinsetzen werde. https://www.lovelybooks.de/autor/Antonia-Michaelis/Grenzlandtage-1237137479-w/rezension/1418658815/rezension/1418658815/1418641136/ Ich war mir nicht sicher, wie ich das Buch finden sollte und habe mir deswegen eine Woche Zeit mit dem Rezi schreiben gelassen. Danke, dass ich mitlesen durfte.
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Zusätzliche Informationen

Antonia Michaelis im Netz:

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auf 1,228 Wunschlisten

von 87 Lesern aktuell gelesen

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